Die russischen Freunde der FPÖ

Gerüchte, dass die FPÖ Geld aus Moskau erhält, gibt es schon lange – durch heimliche Filmaufnahmen werden sie wieder angeheizt. Heinz-Christian Strache heizt durch die öffentlich gewordenen Gespräche mit einer vermeintlichen Oligarchennichte Spekulationen über russische Unterstützung für die FPÖ neu an. Fakt ist, dass die Freiheitlichen seit Jahren enge Kontakte mit der russischen Politik aufbauen. Eine wichtige Rolle spielt hier der Oligarch Konstantin Malofejew, dessen Privatvermögen auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt wird. Malofejew organisierte in Wien einen Kongress, an dem neben Strache und Johann Gudenus – dem zweiten FPÖ-Politiker in dem heimlich aufgenommenen Video – auch Rechtsextreme aus ganz Europa sowie der russische Neofaschist Alexander Dugin teilnahmen. “Allerbeste Beziehungen” “Ich habe die allerbesten Beziehungen zur FPÖ”, sagte Malofejew 2016 in einem Interview. Zwei Jahre zuvor hatte er Johann Gudenus in die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale eingeladen, wo Gudenus von der “Homosexuellenlobby” in Europa sprach. In dem heimlichen Video, das “Spiegel” und “SZ” am Freitag ausschnittsweise veröffentlichten, ist auch zu hören, wie Strache vom “dekadenten Westen” und der “richtigen Lebensweise” im Osten spricht. Das entspricht exakt der von Malofejew propagierten Ideologie. Auch abseits von Malofejew bestehen enge Kontakte: Immer wieder reisten FPÖ-Politiker nach Moskau oder in befreundete Staaten wie Tschetschenien oder Weißrussland. Die Verflechtungen mündeten in zwei spektakulären Aktionen: Ende Dezember 2016 unterschieb eine FPÖ-Delegation mit Harald Vilimsky, Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache ein Art Kooperationsvertrag mit der Putin-Partei “Vereintes Russland”, der einen engen Austausch vorsah. Auch Norbert Hofer, der designierte Nachfolger von Strache als Parteiobmann, war in Moskau dabei.

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