Unternehmer stellt Wehrmachtssymbol an Straße zu Gedenkstätte aus

Ein Unternehmer platziert an seiner Einfahrt einen Findling mit einem alten Wehrmachtssymbol – ausgerechnet an der Straße, die zur Gedenkstätte Bergen-Belsen führt. Von Rechtsextremismus will er sich aber distanzieren. Löst Beschwerden bei den Besuchern der Gedenkstätte Bergen-Belsen aus: Ein Findling des Unternehmers Jürgen Lindhorst mit der sogenannten Wolfsangel. Eigentlich geht es nur um einen Stein. Genauer gesagt, um einen Findling an der Einfahrt zum Anwesen des Unternehmers Jürgen Lindhorst in Winsen an der Aller (Landkreis Celle). Darauf zu sehen sind der Familienname in altdeutscher Schrift und eine Wolfsangel. Dieses Symbol verschafft dem zunächst unscheinbaren Hofstein eine ganz neue Bedeutung. Denn weil Rechtsextreme und Neonazis das Zeichen gern nutzen, ist es im politischen Kontext verboten. Als Symbol auf Forstgrenzsteinen bleibt die Wolfsangel jedoch weiterhin erlaubt – auch wenn sie, wie in diesem Fall, direkt an der Straße zu sehen ist, die zur Gedenkstätte Bergen-Belsen führt.
Beschwerden bei Gedenkstätte Immer wieder haben sich in den vergangenen Wochen Besucher der Gedenkstätte Bergen-Belsen beschwert. „Sie sind zurecht empört über dieses beliebte Erkennungssymbol unter Rechtsextremen“, sagt Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. „Das riecht nach Blut und Boden.“ Selbst wenn Lindhorst das Symbol nur mit der forstwirtschaftlichen Familientradition verbinde, handele er „ethisch instinktlos und geschichtsvergessen“, kritisiert Wagner.

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