Dunja #Hayali ist fassungslos bei Besuch auf Neonazi-Festival – dann wird es zu gefährlich – #themar

Dunja Hayali besucht für das ZDF eines der größten Rechtsrockfestivals Europas. In Themar spricht sie mit Neonazis – bis sie das Festival verlassen muss. Dunja Hayali ist bekannt dafür, für ihre Sendung gerne mal dahin zu gehen, wo es wehtut. Auch für die aktuelle Folge von “dunja hayali”: Die Moderatorin hat die „Tage der nationalen Bewegung“ besucht, die am vergangenen Wochenende in Themar in Thüringen stattfanden – eins der größten Rechtsrockfestivals Europas, wie es beim ZDF heißt. Was Hayali dort sieht, macht sie offensichtlich fassungslos. „Alter Schwede“ sagt sie, als sie das Festivalgelände in Themar betritt. Lauter Rechtsextreme, die an Merchandising-Ständen oder in Grüppchen zusammen sehen. Bis zu 1000 Neonazis seien zum Festival erwartet worden, sagt die Moderatorin. Dunja Hayali kommt ins Gespräch mit bekannten Gesichtern der Szene, etwa Angela Schaller, die sich selbst als Nationalsozialistin bezeichnet. Hayali spricht mehrere Minuten mit ihr über das, was Neonazis eigentlich ausmacht und ob Faschismus eine Meinung ist, wie Schaller findet.
Dunja Hayali spricht mit Neonazi über KZ
„Dass jemand verherrlicht wird, der für den Mord an über sechs Millionen Menschen verantwortlich ist, Juden, Schwule, …“, setzt Hayali an, wird aber von Angela Schaller unterbrochen: „Waren Sie dabei? Bei den Morden? Nee!“ – „Also Sie wollen nicht bestreiten, dass es KZs gab?“, will Hayali daraufhin von ihr wissen. „Darf ich nicht bestreiten, weil das strafbar ist“, entgegnet Schaller. Das Neonazi-Festival findet unter hohen Sicherheitsauflagen statt: Mehrere Hundertschaften der Polizei sind vor Ort, am ersten Tag gibt es nur Leichtbier zu trinken, am zweiten Tag überhaupt keinen Alkohol mehr. Besucher, die offensichtlich verbotene Zeichen tragen, bekommen Probleme mit der Polizei. So wie ein Mann, der ein rotes T-Shirt trägt, auf dem Pfeilrunen zu sehen sind: das Verbandszeichen einer SS-Division. Es zu tragen, ist verboten. Dunja Hayali muss Neonazi-Festival verlassen Dunja Hayali spricht auch mit Patrick Schröder, ebenfalls eine Größe in der Neonazi-Szene. Er ist mit einem Merchandising-Stand auf dem Festival vertreten, sein Modelabel heißt „Ansgar Aryan“. „Aryan“ ist das englische Wort für Arier. Über die NS-Zeit will er nicht sprechen, sagt: „39 bis 45 ist bei mir ein riesen-schwarzes Loch, keine Ahnung, was da war.“ Über Zeitdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg, wie etwa Filmaufnahmen, sagt Patrick Schröder: „Da gibt‘s ja auch verschiedenste Aufnahmen, das Problem ist: Da liegt halt ein Leichenberg, ich kann nicht zuordnen, welcher Leichenberg das ist.“ Solche Aussagen machten sie sprachlos, hört man Dunja Hayali aus dem Off – genauso wie die Texte der Bands, die bei dem Neonazi-Festival auftreten. Zu hören ist etwa folgender Text: „Und dafür stehe ich auch noch heute, zum deutschen Reich. Denn wir sind Skins. Wir sind Skins. Wir sind Skinheads für alle Zeit.“ Und Dunja Hayali dreht sich mit einem fassungslosen Gesichtsausdruck in die Kamera. Kurz darauf muss sie das Neonazi-Festival aber verlassen. Die Polizei schreitet ein, weil Lieder gespielt werden, die vorher nicht eingereicht wurden. Aus Sicherheitsgründen bitten die Beamten Dunja Hayali, das Zelt zu verlassen.
Dunja Hayali: Twitter-User reagieren wie immer Die Reaktionen im Netz ließen nach der Ausstrahlung der Sendung am Mittwochabend nicht lange auf sich warten. Wie so oft ging es dabei aber weniger um den Inhalt der Sendung – Rechtsextremismus und Zivilcourage – als vielmehr um die Person Dunja Hayali.

via merkur: Dunja Hayali ist fassungslos bei Besuch auf Neonazi-Festival – dann wird es zu gefährlich

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