Opposition spricht von Alarmsignal – Neonazi in Asylbehörde

Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sollen mehrere Rechtsextreme gearbeitet haben. Die Opposition spricht von einem Alarmsignal. Es ist der Traumjob für jeden Rechtsextremisten: Ein Neonazi soll zwei Jahre lang im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gearbeitet haben. Erst nach einem Hinweis vom nordrhein-westfälischen Verfassungschutz reagierte die Behörde und kündigte dem Mitarbeiter. Der Fall wirft erneut Fragen um Missstände in der Behörde auf, die Opposition fordert eine Kurskorrektur. Wie die Welt berichtet, soll der Mann, der im Rahmen seiner Tätigkeit auch an der Rückführung von Asylbewerbern innerhalb der EU beteiligt war, Teil der rechtsextremen Hammerskins sein. Die Hammerskins sind eine international organisierte Neonazi-Gruppierung, der auch Kontakte zum NSU nachgesagt werden. Nachforschungen zu seiner Person musste der Mitarbeiter allerdings nicht befürchten: Vor seiner Einstellung wurde er keiner Sicherheitsprüfung unterzogen, lediglich auf das Grundgesetz musste er schwören. Laut einem Sprecher des Bamf soll es neben dem Mann in der Vergangenheit noch weitere Rechtsextreme in der Behörde gegeben haben. Umfassende Sicherheitsüberprüfungen wie beim Bundeskriminalamt oder beim Verfassungsschutz werden im Bamf nur bei ausgewählten Mitarbeitern vorgenommen. Vorgesehen sind sie unter anderem für Angestellte, die mit als Verschlusssachen gekennzeichneten sensiblen Informationen arbeiten.

via taz: Opposition spricht von Alarmsignal – Neonazi in Asylbehörde

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