MDR lädt #AfD-Hardliner ein – „Geht‘s noch?“ fragt ARD-Kollege Restle – #schauhin #chemitz #ProChemnitz #3weg

Ordner bei Pro Chemnitz, für die AfD und bei einem Protestmarsch der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ dabei – und jetzt sitzt Arthur Oesterle bei einer vom MDR organisierten Diskussion auf dem Podium. Das löst Kontroversen aus. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass der Tod eines 34-jährigen Deutschen nach einem Streit mit mehreren Ausländern Chemnitz veränderte. Der MDR nimmt den Jahrestag zum Anlass für ein filmisches Portrait der Stadt. Einer der Hauptprotagonisten: Arthur Oesterle (AfD). Er war Chefordner bei den „Pro Chemnitz“-Demonstrationen vor einem Jahr, als nach Daniel H.s Tod Rechte in Chemnitz aufmarschierten. Regierungssprecher Steffen Seibert, einer der engsten Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sprach später von einer „Hetzjagd“, die in der Stadt stattgefunden habe. Oesterles Gedanken über den Tod von Daniel H. und die Entwicklungen in Chemnitz im Jahr danach finden jetzt nicht nur in der MDR-Dokumentation Raum. Der AfD-Mann wurde auch zu einem Premiere-Abend in einem Chemnitzer Kino eingeladen – und das nicht nur als Zuschauer, sondern zusätzlich als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD), Margarete Rödel von der Grünen Jugend, Olfa Kanoun von der Technischen Universität Chemnitz und MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi wird er über den Film, die Ängste und Hoffnungen in seiner Stadt debattieren. (…) Das JFDA prangert jetzt auf Twitter auch die Einladung Oesterles an: „Ein Jahr nach den rassistischen Ausschreitungen und Aufmärschen in Chemnitz lädt der MDR zu einer Podiumsdiskussion den Neonazi Arthur Österle ein, der damals den Ordnerdienst leitete und unter anderem der Presse androhte, sie von der Versammlung entfernen zu lassen. Ernsthaft, MDR?“, fragt das Jüdische Forum. Dennis Radtke, CDU-Europaabgeordneter, twitterte: „Unfassbar“, und fragt sich, was der MDR sich mit der Einladung gedacht habe. Und in Georg Restle, Leiter und Moderator des ARD-Politmagazins „Monitor“, meldete sich sogar ein leitender Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kritisch zu Wort.

via welt: MDR lädt AfD-Hardliner ein – „Geht‘s noch?“ fragt ARD-Kollege Restle

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