„Steeler Jungs“: Angst, Einschüchterung und Machtgebärden

Die selbst ernannte Essener Bürgerwehr unterhält Verbindungen zur Rocker- und Hool-Szene. Am 1. August ließen die sehr rechten „Steeler Jungs“ jede taktische Zurückhaltung fallen: Nach dem Mord in Frankfurt an einem Achtjährigen marschierte die selbst ernannte Essener Bürgerwehr demonstrativ sprachlos, aber einschüchternd, durch Essen-Steele. Mit dabei waren „Die Rechte“-Funktionäre aus Dortmund, wie Siegfried Borchardt, Michael Brück, Alexander Deptolla und Sascha Krolzig, Vertreter der NPD und ihr Mönchengladbacher Bündnispartner Dominik Roeseler, HoGeSa-Sprecher, ehemals „pro NRW“. Insgesamt hatten sich etwa 250 bis 300 Rechte und Hools eingefunden, der Gegenprotest war deutlich kleiner. (…) Im April 2018 sollen mehrere „Steeler Jungs“ am Angriff auf eine Kneipe am Grendplatz beteiligt gewesen sein. Aufsehen erregte im Februar dieses Jahres ein Polizist, der mit den Rechten gemeinsam auf Fotos posierte. Nach Protesten reagierte die Polizei mit einer Distanzierung. Bundesweites Aufsehen erregte ihre Teilnahme am Karnevalsumzug 2019 in Essen-Freisenbruch. Unter dem Namen „Steeler Jecken“ waren die Hools mit einem eigenen Wagen dabei. Sie trugen Helme, die an Wehrmachtshelme erinnern. Auf dem Wagen prangte die Losung „Auf Kohle geboren mit Stahl in den Adern“. Auf der Rückseite des Wagens eine große Faust, die eine „Zecke“ zerdrückt – für Rechtsradikale das Synonym für Andersdenkende, die es zu vernichten gelte. (bnr.de berichtete) Im vergangenen Mai hatte sich ein größerer Teil der Teilnehmer mit Atemmasken vermummt. Von der Polizei wurden die Personalien von 75 Personen festgestellt.

via bnr: „Steeler Jungs“: Angst, Einschüchterung und Machtgebärden

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