»Thälmann ist niemals gefallen«

Vielerorts wird an diesem Wochenende des vor 75 Jahren im Konzentrationslager Buchenwald von den Nazis ermordeten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann gedacht. Nach elfjähriger Einzelhaft war er am frühen Morgen des 18. August 1944 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von der SS ohne Gerichtsurteil exekutiert und umgehend im Krematorium verbrannt worden. Die Ermordung des bis zuletzt an seinen kommunistischen Überzeugungen festhaltenden Thälmann war von Hitler persönlich nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli angeordnet worden. Die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Die Linke) und der Generalsekretär der Fédération Internationale des Résistants – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Ulrich Schneider, sprechen am Sonntag vor dem Krematorium in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald die Gedenkworte. Veranstalter dieser zentralen Kundgebung sind die Thüringer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA) und die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, in der Kinder und Enkel ehemaliger KZ-Häftlinge mitarbeiten. Die Gedenkstätte im ehemaligen Wohnhaus der Familie Thälmann in Hamburg-Eppendorf begeht am Sonntag mit einer Kundgebung, auf der der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele sprechen wird, zugleich ihr 50jähriges Bestehen. In Berlin findet am Sonntag eine Ehrung am Denkmal im Ernst-Thälmann-Park statt. Eine Woche später, am 25. August, folgt dann die traditionelle Kundgebung des Freundeskreises »Ernst-Thälmann-Gedenkstätte« e. V. am Erinnerungsstein für die zerstörte Gedenkstätte in Ziegenhals (Niederlehme) südöstlich von Berlin, wo Thälmann am 7. Februar 1933 seine letzte Rede vor KPD-Funktionären gehalten hatte.

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