Berner Rassist muss nach Hass-Video zahlen

Er beschimpfte einen Kenianer an der Autwowaschanlage heftig. Das hat Folgen für den Berner: Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 2000 Franken verurteilt. Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen: Ende Februar beleidigte der Berner T. S* einen Kenianer, der bei der Landi-Autowaschanlage in Zollbrück BE gerade seinen Offroader wusch, aufs Übelste. «Schau an, dieser Scheissn***r, da singt er ein bisschen, der Löl», kommentierte er im Berner Dialekt im Video, das sich auf Social Media verbreitete. Darauf folgten weitere rassistische Anfeindungen. «Ich bin extrem schockiert und traurig, dass jemand so etwas tut», erzählte damals das Opfer 20 Minuten. Die Person habe offenbar ein Ventil gesucht, um ihren Fremdenhass abzulassen. Da Rassendiskriminierung ein Offizialdelikt ist, nahm die Polizei Ermittlungen auf. Auch das Opfer selbst erstattete Anzeige. Der Strafbefehl liegt 20 Minuten nun vor. Die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau verurteilte den Berner wegen «mehrfacher Beschimpfung und Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte». Laut der Behörde hatte der Täter das Video an mindestens sieben Personen weitergeleitet.
Bedingte Geldstrafe Für seine rassistische Attacke kassiert der Besitzer einer Autogarage nun eine Geldstrafe von 2000 Franken (25 Tagessätze à 80 Franken). Diese wird aber nur fällig, wenn er während einer Probezeit von vier Jahren wieder auffällig wird. Diese Probezeit wurde von drei auf vier Jahre verlängert, da S. bereits in der Vergangenheit verurteilt worden war. Zwingend bezahlen muss er eine Verbindungsbusse über 500 Franken sowie die 500 Franken Gebühren. Bei Nichtbezahlen drohen sieben Tage Gefängnis.

via blick.ch: Berner Rassist muss nach Hass-Video zahlen

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