#Neonazi-Überfall in #Leipzig – Beim „Sturm auf #Connewitz“ war auch ein #Justizbeamter beteiligt – #schauhin #terror #mob #suxen

Drei Jahre nach den Ausschreitungen in Leipzig stellt sich heraus: Ein Gefängniswärter war dabei, die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen Landfriedensbruch an. “Es sah aus wie in einem Kriegsgebiet!” So beschreibt ein Polizist seine Eindrücke vom Abend des 11. Januar 2016 im Süden von Leipzig. Am ersten Jahrestag des lokalen Pegida-Ablegers Legida zogen rund 250 größtenteils vermummte Neonazis und Hooligans durch den linksgeprägten Leipziger Stadtteil Connewitz. Mit Eisenstangen, Äxten und Pyrotechnik bewaffnet griffen sie Passanten an und demolierten Geschäfte, Wohnhäuser und Autos. Die Polizei setzte an dem Abend 215 Personen fest, darunter bekannte Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie alle müssen sich wegen besonders schwerem Landfriedensbruch verantworten.
Eine gemeinsame Recherche des Tagesspiegels und des Leipziger Stadtmagazin “kreuzer” ergab jetzt: Eine dieser 215 Personen ist Beamter im sächsischen Strafvollzug – und war bis 2019 noch ohne Einschränkungen im Dienst tätig. Ein Sprecher des sächsischen Justizministeriums bestätigte auf Anfrage, dass gegen einen sächsischen Justizvollzugsbeamten im Zusammenhang mit dem so genannten “Sturm auf Connewitz” Anklage erhoben wurde. “Der Beamte wurde von der Polizei als Teil der Gruppe festgestellt”, erklärte der Sprecher. (…) Diese Darstellung nennt Valentin Lippmann, der innenpolitische Sprecher der sächsischen Grünen-Fraktion “kaum vorstellbar”. Denn: Bereits im Dezember 2016 wurden die Namen der mutmaßlichen Connewitz-Angreifer erstmals öffentlich gemacht. Eine Website, die unter der Überschrift “Die Täter des 11.01.2016” zu allen 215 Personen Vornamen, Nachnamen und Geburtsdatum auflistet, ist noch immer online.

via tagesspiegel: Neonazi-Überfall in Leipzig Beim „Sturm auf Connewitz“ war auch ein Justizbeamter beteiligt

siehe auch: Neuer Justizskandal in Sachsen Gefängniswärter bei Neonazi-Randale in Connewitz dabei. Erst ein Rechtsreferendar, jetzt ein Gefängniswärter! An dem brutalen Überfall von 250 Neonazis auf den linken Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 war ein weiterer Beamter der sächsischen Justiz beteiligt. Das berichten der „Tagesspiegel“ und das Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“. Demnach handelt es sich um einen Gefängniswärter, der am Tatabend mit mehr als 200 anderen Rechtsextremisten von der Polizei festgesetzt worden war. Doch das Justizministerium will erst drei Jahre später von den Ermittlungen gegen ihren Bediensteten erfahren haben: im Dezember 2018. Einen Monat später wurde der Mann schließlich suspendiert.

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