Themar: Rechtsrock-Event droht erneut zu scheitern

Im Juli floppte ein Rechtsrock-Festival im thüringischen Themar – die Sicherheitsbehörden griffen hart durch, es gab Alkoholverbote, Bands mussten ihre Auftritte vorzeitig abbrechen. Daraufhin wollte der Neonazi-Unternehmer Tommy Frenck aus Protest am kommenden Wochenende ein weiteres Konzert durchführen. Doch vieles deutet auf den nächsten Reinfall hin. „Wann und wo sich freie Deutsche versammeln, Reden schwingen und Musik mit politischen Texten hören, bestimmen wir und niemand anders“, heißt es in einem Aufruf für das kommende Wochenende. Ein weiterer Slogan: „Wann Rechtsrock gespielt wird, bestimmen wir und nicht der Innenminister.“ Der Thüringer Neonazi Tommy Frenck und Sebastian Schmidtke, NPD-Kader und verantwortlich sowohl für das Konzert in Themar Anfang Juli als auch das am 14. September, waren deutlich erbost. Und hatten trotzig mit einem „Jetzt erst recht“ reagiert, es sollte sozusagen eine Wiedergutmachung für die zahlreichen Enttäuschungen sein. Doch daraus scheint erneut nichts zu werden. Das ursprünglich für zwei Tage geplante Festival mit neun angekündigten Bands ist zu einer eintägigen Abendveranstaltung mit zwei Liedermachern zusammengeschrumpft und Sebastian Schmidtke richtet sich mit einem „für alle, die trotzdem anreisen wollen“ an seine Anhänger. Es seien mehrere Erkrankungen bei Bands – Mistreat und Sturmwehr – aufgetreten, teilweise sollen Einreiseverbote für Mitglieder russischer Musikgruppen vorliegen. Geworben wird nunmehr mit Sänger Philipp Neumann von Flak und Tobias W., der als Der Bienenmann auftritt. Redner sind praktischerweise die beiden Organisatoren Sebastian Schmidtke und Tommy Frenck, dazu soll NPD-Parteivize Torsten Heise ans Mikrofon treten.

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