#Angriff in #Halle: Mögliches “#Manifest” des Täters aufgetaucht – #terror #anschlag

Nach dem gescheiterten Anschlag auf eine Synagoge in Halle an der Saale mit zwei Toten sind viele Details noch unklar. Ob ein nach der Tat aufgetauchtes Bekennervideo sowie ein angebliches “Manifest” des Täters authentisch sind, wird derzeit geprüft. Der Zentralrat der Juden kritisiert unterdessen die Polizei. Nach der Tat in Halle an der Saale ist ein Dokument im Internet aufgetaucht, bei dem es sich nach Angaben einer Expertin um eine Erklärung des Angreifers zu handeln scheint. Das PDF-Dokument zeige Bilder von Waffen und enthalte einen Verweis auf das Live-Video, das von der Tat verbreitet worden sei, schrieb Rita Katz, Leiterin der auf die Beobachtung von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, auf Twitter.
In dem Text wird laut Katz das Ziel genannt, “so viele Anti-Weiße zu töten wie möglich, vorzugsweise Juden”. Das Dokument sei anscheinend am 1. Oktober angelegt worden und gebe Hinweise darauf, wie viel Planung und Vorbereitung der Täter in die Attacke gesteckt habe. Unter anderem stimmten die in dem “Manifest” abgebildeten und vom Täter offenbar teils selbst gebauten Schusswaffen mit den tatsächlich bei dem Anschlag eingesetzten Waffen überein. Eine noch höhere Opferzahl wurde möglicherweise durch Ladehemmungen bei mindestens einer der Waffen verhindert. Neben Schusswaffen setzte der Täter auch Sprengsätze ein. (…) Nach Einschätzung von Extremismusforscher Matthias Quent wollte der Täter offenkundig eine international verbreitete, rechte Internet-Subkultur erreichen. “Er spricht Englisch, und er greift Verschwörungstheorien auf, zum Beispiel über die angeblich zerstörerische Macht des Judentums. Er äußert sich auch abwertend über Feminismus”, sagte Quent der Deutschen Presse-Agentur. Das seien Motive der weltweiten populistischen und radikalen Rechten. “Das Video folgt der Ästhetik eines Videospiels, auch durch die Ego-Shooter-Perspektive”, sagte Quent. Der Präsident des Zentralrats der Juden erhob schwere Vorwürfe gegen die Polizei. “Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös”, sagte Josef Schuster. “Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt.” Nur glückliche Umstände hätten ein Massaker verhindert. “Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock.”

via web.de: Angriff in Halle: Mögliches “Manifest” des Täters aufgetaucht

siehe auch: Entsetzen nach rechtsradikalem #Angriff auf #Synagoge – #Trauer nach Schüssen in #Halle – #terror #anschlag. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem Mann, der in Halle in Sachsen-Anhalt zwei Menschen erschossen hat, um einen Einzeltäter. Er ist offenbar rechtsextrem und hat ein Video von sich und der Tat ins Internet gestellt. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, reagierte “mit Entsetzen und tiefer Erschütterung” auf das Attentat. Ein offenbar rechtsextremer Mann hat in Halle in Sachsen-Anhalt eine Synagoge angegriffen und, als er nicht in das Gebäude eindringen konnte, zwei Menschen erschossen, auf der Straße und in einem Döner-Imbiss. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhren, heißt der festgenommene mutmaßliche Täter Stephan B. und ist deutscher Staatsbürger; Terror in Halle: Anschlag auf Synagoge – Stephan B[…] hatte kiloweise Sprengstoff bei sich. Terror in Sachsen-Anhalt: In Halle an der Saale hat Mittwoch ein Mann zwei Menschen erschossen und weitere verletzt. Der Täter hatte zuerst auf eine Synagoge geschossen und später auf einen Dönerimbiss. Ein vermummter Mann hat am Mittwoch in Halle zwei Menschen durch Schüsse getötet und weitere verletzt Der mutmaßliche Täter ist Stephan B[…], er gilt als Rechtsextremist Ein Tatort liegt nahe einer Synagoge, ein zweiter an einem Dönerimbiss Die Taten wurden live im Internet gestreamt, der Täter trug eine Helmkamera (…) Im Auto des mutmaßlichen Täters von Halle sind nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank insgesamt vier Kilo Sprengstoff in zahlreichen Sprengvorrichtungen sichergestellt worden. Dem mutmaßlichen Täter Stephan B[..] werde zweifacher Mord und versuchter Mord in neun Fällen vorgeworfen, sagte Frank in Karlsruhe.

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