Anschlag von #Halle – inszeniert wie ein #Ego-Shooter – #terror

Der Rechtsterrorist von Halle inszenierte seinen Anschlag in einem Livestream wie ein Ego-Shooter, wobei der Täter zum Single-Player wird. Die Zielgruppe ist ein internationales extrem rechtes Publikum aus Gamern und Nutzern von Imageboards. Das Video, das der 27-jährige Stephan Balliet in Halle mit der Kamera eines an seinem Helm befestigten Smartphones aufnahm, zeigt das Attentat aus seiner Sicht: Töten als Live-Event. Schon der 32-jährige Rechtsterrorist Anders Breivik, der bei einem Doppelanschlag 2011 in Norwegen 77 Menschen tötete, wollte auf der Insel Utøya die ehemalige Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland vor laufender Kamera köpfen und das Video ins Internet stellen. Er habe aber, so sagte er vor Gericht, kein passendes Mobiltelefon vor dem Anschlag mehr kaufen können und die Ex-Ministerpräsidentin war schon abgereist, als er die Insel und das Feriencamp der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF erreichte. Blaupause Christchurch. Der Attentäter von Christchurch in Neuseeland hat diesen Tätertypus weiter perfektioniert. Am 15. März 2019 griff der aus Australien stammende 28-jährige Brenton Tarrant zwei Moscheen mit Schusswaffen an und tötete dabei 51 Menschen. Wenige Minuten zuvor schrieb er im Board »/pol/ – Politically Incorrect« auf »8chan« in einer Tatankündigung, es sei Zeit , das »Shitposting« zu stoppen und einen echten Beitrag im Real Live zu leisten. Er werde einen Angriff gegen die »Eindringlinge« durchführen und diesen live über Facebook streamen. Was er dann mit einer Helmkamera auch tat. Wir haben es hier mit Tätern zu tun, die von ihren Vorgängern lernen. Sowohl was die Ideologie, als auch was die Tatdurchführung angeht. Ablauf des Anschlags von Halle Am 9. Oktober 2019 wird um 11:57 Uhr auf dem Imageboard »Meguca« ein Posting mit einem Link zum Livestream des Attentäters von Halle veröffentlicht. Der Stream auf dem Videoportal »Twitch« läuft bereits seit drei Minuten. Es ist zu sehen, wie Stephan Balliet an seinem Smartphone herumspielt und mit einem Laptop hantiert. Vermutlich veröffentlicht er in diesen Sekunden den Text in dem Anime-Forum, einem internationalen Treffpunkt für antisemitische Fans von Comics und Zeichentrickfilmen. Balliet steht zu diesem Zeitpunkt mit einem Mietwagen auf einem Parkplatz nahe der Synagoge, die er später angreift. Er spricht in die Kamera: »Hey, my name is Anon. And I think the Holocaust never happened« (»Hey, mein Name ist Anon. Und ich glaube, der Holocaust ist nie passiert.«). »Anon« ist eine Anspielung auf die englischsprachigen Imageboards, bei denen die Nutzer automatisch den Namen »Anonymous« zugewiesen bekommen. Er sagt, er lehne den Feminismus ab, weil er für die sinkende Geburtenrate verantwortlich sei. An Feminismus und Massenmigration seien »die Juden« schuldig. Später, als er mit dem Auto zum Tatort fährt, fällt der Satz: »Nobody expects the internet SS« (»Niemand erwartet die Internet-SS«).

via drr: Anschlag von Halle – inszeniert wie ein Ego-Shooter

siehe auch: Anschlag in #Halle – Wohnung in #Mönchengladbach durchsucht – #terror. Ein Mann aus Mönchengladbach soll das “Manifest” des mutmaßlichen Halle-Attentäters Stephan B. zeitnah zur Tat im Internet verbreitet haben. Ermittler durchsuchten am Mittwoch seine Wohnung. Sie gehen dem Verdacht nach, dass der Mann möglicherweise über die geplante Tat informiert war. Er soll bereits erklärt haben, Stephan B. nicht zu kennen. Ein Mann aus dem nordrhein-westfälischen Mönchengladbach steht im Verdacht, das sogenannte “Manifest” von Stephan B., des mutmaßlichen Attentäters von Halle, im Internet verbreitet zu haben

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