Eigene Schwester wirft Burschenschafter pädophilen Missbrauch vor

Als sie sieben Jahre alt war, soll ihr 14-jähriger Bruder sie missbraucht haben. 15 Jahre später interessiert das weder Staatsanwalt noch Burschenschaft. Wenn die Eltern nicht zu Hause sind, dann versuche ihr Bruder, ihr “sein Spatzi dort reinzustecken, wo die Babys herauskommen”. In so kindlichen Worten erzählte 2004 die damals siebenjährige K. der Mutter einer Schulfreundin eine unfassbare Geschichte. Mehrfach sei sie von ihrem damals 14-Jährigen Bruder missbraucht worden; mit ungewollten Zungenküssen, die ihr die Luft abschnürten, mit erzwungenem Ausziehen und schmerzhaften Versuchen, in sie einzudringen. Dabei habe der Bruder das gemeinsame Zimmer abgesperrt und sie darauf eingeschworen, nie jemandem davon zu erzählen.

Doch das tut sie: einer gleichaltrigen Schulkollegin, die sie mit zu ihrer Mutter nimmt. Die informiert wiederum die Klassenlehrerin, Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Polizei attestierte, dass die Angaben von K. “durchaus glaubwürdig sind”. Es könne von einem “enormen Druck” durch die Eltern ausgegangen werden, die eng im Burschenschaftermilieu vernetzt sind. Diese hätten die Geschichte unter den Teppich kehren und den Bruder schützen wollen, erzählt K. heute. Aus Gehorsam ihren Eltern gegenüber verweigert das Kind damals vor Gericht die Aussage, das Verfahren wird eingestellt. Die Eltern versprechen, sich um eine Therapie zu kümmern, geben jedoch der Tochter die Schuld an den Vorfällen. Jetzt, 15 Jahre später, will K. die Geschehnisse erneut thematisieren. Denn ihr Bruder habe regelmäßig mit Jugendlichen zu tun, und zwar bei seiner Burschenschaft: einer Schülerverbindung in Wien.

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