#Drohung von #Küssel-Kamerad nach #Pädophilie-Vorwurf an #Burschenschafter – #schauhin

Ein junges Paar erzählt, wie eine Burschenschaft Missbrauchsvorwürfe ignoriert habe. Nach einem STANDARD-Bericht droht ihnen ein bekannter Neonazi. Ihre Geschichte hat an diesem Wochenende viele Menschen bewegt: DER STANDARD berichtete in seiner Samstagsausgabe von einer jungen Frau aus einem rechtsextremen Elternhaus, die einst als Kind von ihrem eigenen Bruder, einem heutigen Burschenschafter, missbraucht worden sein soll. Dessen Burschenschaft soll ihre Warnung ignoriert haben, obwohl der Bruder dort heute mit Jugendlichen zu tun habe. Auf Anfrage zeigte sich die Schülerverbindung dann offen, die Vorwürfe zu prüfen. Doch hinter den Kulissen geschah etwas anderes. Ein ehemaliges Mitglied der Burschenschaft meldete sich am Samstag telefonisch bei dem Lebensgefährten der Betroffenen: Wenn man weiter mit Medien rede und ihn dabei erwähne, werde er “einen Anschlag” auf diesen verüben.
Bei dem mutmaßlichen Anrufer handelt es sich laut dessen Angaben um einen einschlägig verurteilten Kameraden des Neonazis Gottfried Küssel. Unklar ist, wie dieser an die aktuelle Telefonnummer des Lebensgefährten gelangt ist. Letzterer vermutet, dass ein Mitglied der betroffenen Burschenschaft die Nummer nach dem Artikel weitergegeben hat. Das Landesamt für Verfassungsschutz Wien hat nach der Drohung Ermittlungen eingeleitet, der Sachverhalt wurde bei der Polizei angezeigt. Der Rechtsextreme erkannte sich trotz Anonymisierung offenbar in diesem Text wieder und meldete sich beim STANDARD, um die Drohung zu dementieren. In einer weiteren E-Mail behauptete er, nicht mit einem “Anschlag gedroht”, sondern sich nur “mit Gruß und Handschlag” verabschiedet zu haben. Das habe er auch gegenüber dem Verfassungsschutz zu Protokoll gegeben, er fühle sich “verleumdet”.

via standard: Drohung von Küssel-Kamerad nach Pädophilie-Vorwurf an Burschenschafter

siehe auch: Eigene Schwester wirft Burschenschafter pädophilen Missbrauch vor. Als sie sieben Jahre alt war, soll ihr 14-jähriger Bruder sie missbraucht haben. 15 Jahre später interessiert das weder Staatsanwalt noch Burschenschaft. Wenn die Eltern nicht zu Hause sind, dann versuche ihr Bruder, ihr “sein Spatzi dort reinzustecken, wo die Babys herauskommen”. In so kindlichen Worten erzählte 2004 die damals siebenjährige K. der Mutter einer Schulfreundin eine unfassbare Geschichte. Mehrfach sei sie von ihrem damals 14-Jährigen Bruder missbraucht worden; mit ungewollten Zungenküssen, die ihr die Luft abschnürten, mit erzwungenem Ausziehen und schmerzhaften Versuchen, in sie einzudringen. Dabei habe der Bruder das gemeinsame Zimmer abgesperrt und sie darauf eingeschworen, nie jemandem davon zu erzählen; Mutmaßlicher Missbrauch im rechten Milieu: Ehrenlose Treue. Bei Burschenschaften gibt es ganz spezifische Merkmale, die Übergriffe und deren Vertuschung ermöglichen (…) Was habe diese “Familiengeschichte” mit Burschenschaften zu tun, fragten einige kritische Stimmen nach der Publikation der Geschichte. Die Antwort ist: sehr viel. Die gesamte Familie der Betroffenen ist seit Jahrzehnten mit dem Milieu verbunden – und mit ganz rechts außen. Auch der Bruder war zum Zeitpunkt der Übergriffe schon in der Burschenschaft aktiv. Besonders in letzter Zeit wird wieder einmal klar, dass Rechtsextremismus und Frauenhass oft Hand in Hand gehen. Das war etwa beim mutmaßlichen Attentäter von Halle so, der Frauen und Juden für alles Übel in seiner Welt verantwortlich gemacht hat. Frauen sind ganz rechts meist geduldet, solange sie die vorgesehene Rolle ausfüllen, Mutter und brave Kameradin sind. Wenn Asylwerber ein Gewaltverbrechen an Frauen begehen, wird das sofort instrumentalisiert, damit sich Rechtsextreme wie die Identitäre Bewegung als Frauenschützer inszenieren können. Doch wenn es hart auf hart kommt und Vorfälle in den eigenen Reihen publik werden, dann reagieren die Pseudobeschützer anders. Dann wird das Opfer verhöhnt und alles getan, um den Übergriff zu vertuschen. Begriffe wie “Ehre”, “Tugend” und “Treue” werden pervertiert, um zu unterdrücken.

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