Facebook öffnet sich für rassistische Inhalte

Facebook startet in den USA einen Newsfeed für Medien. Ausgewählte Medien sollen vertrauenswürdige Nachrichten ermöglichen. Mit dabei ist aber auch das rechtspopulistische Portal Breitbart News. In der Medienlandschaft sorgt das für Entsetzen. Mit dem neuen Newsfeed versucht Facebook-Chef Mark Zuckerberg, sich in zwei Richtungen Luft zu verschaffen. Erstens: Er holt die Zeitungs- und Medienhäuser mit ins Boot, die unter dem Rückgang der Anzeigen zu leiden haben, weil ihnen Facebook und Google das Geschäft weggenommen haben, sagt David Folkenflik, Medien-Redakteur beim einzigen öffentlich-rechtlichen Radiosender der USA, bei NPR. Und Zweitens: Zuckerberg scheint darauf zu hoffen, rechtsextreme Kräfte in den USA damit befrieden zu können. Denn die jammern spätestens seit den Präsidenschaftswahlen 2016, dass Facebook konservative Meinungen unterdrücken würde, weil das Gros der Facebook-Angestellten links sei. Zuckerberg hat sich in den vergangenen Wochen in Washington nicht nur mit Konservativen und Rechten zum Abendessen getroffen, er hat auch noch deren Zentralorgan Breitbart News das Label einer seriösen Nachrichtenquelle verpasst. “Breitbart hat viele Falschinformationen in Umlauf gebracht, es ist rassistisch und hat die Leute aufgehetzt. In vielerlei Hinsicht ist es ein Arm der Propaganda von Trump. Ich halte die Publikation für höchst problematisch”, sagt David Folkenflik. (…) Denn nicht nur Breitbart beliefert Facebook jetzt mit Nachrichten, es lässt den Daily Caller, eine Website gegründet von Fox News-Moderator Tucker Carlson, Fakten überprüfen. Dem Daily Caller wird eine besondere Nähe zu US-Neonazis nachgesagt.

via br24: Facebook öffnet sich für rassistische Inhalte

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