Neonazi-Konzert fand in Roddan statt

In Roddan (Landkreis Prignitz) führten Neonazis im Geheimen ein Konzert durch. Grund: ein Liedermacher mit indizierter Musik trat auf. Das Brandenburger Innenministerium erfuhr davon erst hinterher, wie es jetzt auf parlamentarische Anfrage von Landtagsabgeordneten mitteilte. Eine typische Dorfgaststätte im ländlichen Raum mit kleiner Bühne auf halber Höhe und Holzvertäfelung in natürlichem braun, an der Wand eine überdimensionale schwarz-weiß-rote Fahne und davor sitzend ein Musiker mit Gitarre. Auf seinem Telegram-Kanal verbreitete der neonazistische Liedermacher „Fylgien“ als erster die Bilder seines Konzertes im Norden Brandenburgs. Dazu noch ein paar Schnappschüsse, die den Musiker mit mutmaßlichen Fans zeigte (Redaktioneller Hinweis: alle Fotos liegen als Screenshots vor). Doch zu erkennen geben wollte sich sein Anhang anscheinend nicht. Alle Gesichter waren unkenntlich gemacht – offenbar aus Gründen. Denn offiziell angemeldet war die Versammlung, wie das Brandenburger Innenministerium auf eine parlamentarischen Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Johlige und Thomas Domres (beide LINKE) zu erkennen gab, nicht. Grund für die Geheimhaltung dürfte übrigens eben jener Auftritt des Liedermachers „Fylgien“ gewesen sein. Denn Sebastian D aus Templin (Uckermark), so dessen bürgerlicher Name, spielt indizierte Musik. Dabei handelt es sich um Liedgut, welches wegen seines jugendgefährdenden Charakters nicht in der Öffentlichkeit vorgetragen werden darf.

via presseservice rathenow: Neonazi-Konzert fand in Roddan statt

Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *