NPD floppt mit Minikundgebung zum 17. Juni

Am Mittwoch versammelten sich rund 50 Anhänger:innen der NPD an der Panzerkette am Postplatz, um eine Kundgebung zum Jahrestag des Aufstandes vom 17. Juni 1953 abzuhalten. Gegen die von Technikproblemen geprägte Kundgebung protestierten spontan rund 30 Antifaschist:innen. Am Ende der Kundgebung kam es zu einer Personalienkontrolle. Nachdem die NPD in den letzten Jahren zum 17. Juni gerade einmal mit einer handvoll Menschen Fotos vor der Panzerkette am Postplatz machte, fand in diesem Jahr eine Kundgebung statt. Die kurzfristige Mobilisierung könnte einen Rückschluss darauf liefern, dass Angst vor größerem Gegenprotest wie am 1. Mai 2019 bestand. So wurden lieber Flyer bei PEGIDA verteilt und nur zwei Wochen zuvor öffentlich zur Veranstaltung aufgerufen. Ab 18 Uhr versammelten sich dann auch gerade einmal 50 NPDler:innen am Postplatz. Mit dem ehemaligen Europaabgeordneten Udo Voigt war auch eine bundesweite Parteiprominenz anwesend. Das trotz Anreisen auch über Dresden hinaus nur wenige Personen mobilisiert werden konnten, zeugt vom desolaten Zustand der einst in Sachsen äußerst erfolgreichen Partei. Die immer wieder durch Technikprobleme stockenden Redebeiträge wurden darüber hinaus von sich spontan versammelnden Gegenprotest durch Sprechchöre gestört. Während einer musikalischen Einlage der NPD stellten Anwohner:innen Boxen aus dem Fenster und beschalten die Minikundgebung mit „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und „Ein bisschen Frieden“ von Nicole. Nach rund zweieinhalb Stunden beendeten die sichtlich angenervten Nazis ihre Kundgebung.

via addn: NPD floppt mit Minikundgebung zum 17. Juni