Rassismus-Vorfall am Bayern Campus: zweiter Trainer muss gehen

Nach dem Rassismus-Vorfall an seinem Nachwuchsleistungszentrum zieht der FC Bayern weitere Konsequenzen. Ein weiterer Jugendtrainer muss nach Informationen des WDR-Hintergrundmagazins Sport Inside den Campus verlassen. Nach dem Rassismus-Vorfall an seinem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), dem FC Bayern Campus, zieht der FC Bayern weitere Konsequenzen. “In unserem Klub dulden wir weder Intoleranz noch Diskriminierung. Dass jetzt an einer Stelle gegen unsere Grundsätze verstoßen wurde, schmerzt uns. Wir werden alles dafür tun, dass sich so etwas nicht wiederholt”, teilte der Leiter der internen Ermittlungen Michael Gerlinger in einer Pressemitteilung des Vereins mit. Michael Gerlinger arbeitet im Verein als Direktor der Abteilung Recht und Personal. Nach Informationen des WDR Hintergrundmagazins Sport Inside wurde im Zuge der Rassismus Affäre inzwischen einem weiterem Jugendtrainer gekündigt. Der Trainer habe sich bereits am Donnerstagabend von Mitarbeitern verabschiedet, heißt es.
Volksverhetzung in Sitzungen und Chats Dieser Trainer galt als rechte Hand jenes Trainers, gegen den die Staatsanwaltschaft München zur Zeit wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Von diesem Jugendtrainer hatte sich der Verein bereits am 13. August getrennt – Er hatte unter anderem in Sitzungen und in einem Chat von Trainern und Scouts Begriffe wie “Drecks-Türke”, “Neger”, “Kanake” verwendet. Der nunmehr entlassene Jugendtrainer soll ebenfalls durch verbale Attacken gegenüber Kollegen auffällig geworden sein. “Die beiden waren Teil eines Systems von unantastbarer Macht und Machtmissbrauch”, so ein ehemaliger Bayern-Trainer gegenüber Sport Inside: “Es war sehr schlimm. Du hast jahrelang kein Spiel verloren – und dann stehen die beiden neben Deiner Trainerbank und lästern ab.” Beide Trainer hätten ein “vergiftetes Klima der Angst” am Campus aufgebaut: “Das war wie eine eigene Sekte.” Der Verein teilte mit, das seit 12. August laufende interne Ermittlungsverfahren sei nunmehr abgeschlossen. Man habe die Vorwürfe umfassend untersucht:

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