Ran an die #Waffen! Das Zentrum für politische Schönheit kontert #Neonazis – #zps #bundeswehr

Die Aktionskünstler haben vor dem Kanzleramt eine Waffen-Rückgabe-Skulptur aufgestellt. Als „MAD“ plädieren sie an Soldaten, stehlende Kameraden zu verraten. (…) Jetzt meldet sich das ZPS zurück, diesmal mit einer Aktion, die inhaltlich zwar etwas weniger explosiv erscheint, Explosivität dafür aber ins Zentrum der Debatte rückt. Es geht um Sprengstoff, Munition, Maschinenpistolen, Gewehre und Tornados. Waffen, die illegal aus den Truppenbeständen der Bundeswehr entwendet worden sein sollen und sich jetzt mutmaßlich in den Händen rechtsextremer Ex-Soldaten befinden. Auf der Website listet das ZPS das beunruhigende Ausmaß all dessen auf: 60 Kilogram Plastiksprengstoff, elf Schnellfeuergewehre, fünf Pistolen, über 70.000 Schuss Munition – die Liste geht weiter. Wer diese Bestandsliste liest, dem müssen sich förmlich die Nackenhaare aufstellen. Sollten die Angaben verlässlich sein, deuten sie auf ein mindestens unheimliches Stück deutscher Normalität, dessen Tragweite nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle an Yom Kippur und auf zwei Shishabars in Hanau im Februar diesen Jahres noch bedrohlicher, noch klaustrophobischer erscheint. Die Bundeswehr selbst machte bislang keine Angaben zu dem verschwundenen Arsenal. (…) Das ZPS hat jetzt eine konkrete Lösung für das verlorene Gerät. Direkt vor dem Kanzleramt hat es eine flecktarnbehangene Waffen-Rückgabe-Konstruktion aufgebaut, bestehend aus zwei umfunktionierten Altkleidercontainern, in die, so suggeriert das Gebilde, reumütige Ex-Bundis gestohlenes Kampfarsenal einwerfen können. Daneben steht ein authentisch wirkendes Bundeswehr-Postenhäuschen. „Seit Jahren klauen rechtsextreme Netzwerke der Bundeswehr ungestraft Munition und Waffen, um einen Bürgerkrieg anzuzetteln“, so heißt es reißerisch im Begleitvideo zur Aktion. Für jeden Hinweis, der zum Aufspüren der gestohlenen Waffen führt, werde die Gruppe ein Kopfgeld von 1.000 Euro zahlen. (…) Auch Stephan E., der steht, soll zuvor zusammen mit Bundeswehrreservisten das Schießen geübt haben.

via berliner zeitung: Ran an die Waffen! Das Zentrum für politische Schönheit kontert Neonazis

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