#Landesparteitag in #Frankfurt – Rechtsruck in der #AfD: #Lichert bildet Doppelspitze mit #Lambrou

Die hessische AfD hat eine neue Doppelspitze: Neben Robert Lambrou hat der Parteitag Andreas Lichert zum Vorstandssprecher gewählt. Lichert war Anhänger des als rechtsextremistisch eingestuften “Flügels”. Die hessische AfD wird auch in den kommenden zwei Jahren von einer Doppelspitze geführt. Auf dem Parteitag in Frankfurt-Zeilsheim wurde der bisherige Vorstandssprecher Robert Lambrou in seinem Amt bestätigt. Neu an der Parteispitze ist Andreas Lichert, der den bisherigen Co-Vorstandssprecher Klaus Herrmann ablöst. Lichert erhielt 109 der 199 abgegebenen Stimmen. Lambrou wurde in einem weiteren Wahlgang mit 114 von 206 Stimmen im Amt bestätigt. Als vierter Bewerber hatte sich der Landtagsabgeordnete Volker Richter zur Wahl gestellt. Er wurde zusammen mit Heiko Scholz, der ebenfalls dem Landtag angehört, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neuer Parteivorsitzender war “Flügel”-Anhänger Lichert sagte nach seiner Wahl, er wolle gemeinsam mit Lambrou die inhaltliche Breite der Partei repräsentieren. Er selbst stehe für ein freiheitlich-konservatives, rechtes Profil. Rechtsextremismus-Vorwürfe seien aber Unsinn. Bei seiner Wahl handele es sich nicht um eine Richtungsentscheidung. Vor dessen formaler Auflösung zählte Lichert zu den Anhängern des “Flügels”. Der Verfassungsschutz hatte die Aktivitäten des “Flügels” um Gründer Björn Höcke im März 2020 als rechtsextrem eingestuft. Lichert sagte zum “Flügel”, dieser existiere nicht mehr. Er sei aber froh darüber, dass die ehemaligen Mitglieder noch da wären. Lichert darf seit einem Rechtsstreit mit einem Parteikollegen im Jahr 2019 per Gerichtsentscheid offiziell als “stolzes Mitglied der Identitären Bewegung” bezeichnet werden. Auch diese Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

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