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Russische Einflussnahme – Moskau setzt auf #AfD-Politiker #Frohnmaier

Deutschen Geheimdiensten zufolge versucht Russland zunehmend, Einzelpersonen hierzulande für seine Zwecke einzuspannen. Darunter sind nach SPIEGEL-Informationen auch bis zu einem Dutzend Abgeordnete. Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz registrieren nach Informationen des SPIEGEL einen Strategiewechsel bei russischen Einflussnahmeversuchen in Deutschland. Es gehe dem Kreml nicht mehr nur um Kampagnen und Agenda-Setting durch eigene Medien und Kanäle, wurden kürzlich Bundestagsabgeordnete in vertraulicher Runde informiert. Vielmehr setze Moskau nun zunehmend auf Einzelpersonen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+. Unter den von Russland ausgewählten Personen, die das Land für seine Zwecke einspannen wolle, sei auch ein halbes bis ganzes Dutzend deutscher Abgeordneter, so die Einschätzung der Dienste. Einer davon soll der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier sein, hieß es.

via spon: Russische Einflussnahme Moskau setzt auf AfD-Politiker Frohnmaier

weitere Artikel zu Frohnmaier im archiv

screenshot www. Rechts: weidel. Ganz rechts: frohnmaier

#AfD-Russlandaffäre – Parteichef #Gauland stellt sich hinter #Frohnmaier – #schauhin #pinocchiopartei #putinjünger

Die Enthüllungen über Russlandkontakte des AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier scheinen ihm intern nicht zu schaden. Dies zeigt das dem SPIEGEL vorliegende Protokoll der jüngsten Fraktionssitzung. Der wegen seiner fragwürdigen Russlandverbindungen in der Kritik stehende AfD-Abgeordnete Markus Frohnmaier genießt offenbar weiterhin die Unterstützung seines Fraktionsvorsitzenden und Parteichefs Alexander Gauland. Dieser habe sich in der Fraktionssitzung am Dienstag für Frohnmaier starkgemacht, berichten Teilnehmer. Im Protokollentwurf der Sitzung, der dem SPIEGEL vorliegt, ist unter “TOP 18 Aktuelles” vermerkt: “Alexander Gauland weist auf den Umstand hin, dass Kontakte von Mitgliedern der AfD -Bundestagsfraktion nach Russland üblich seien, und bittet um Kollegialität, wenn Mitglieder der Fraktion wegen dieser Kontakte medial angegangen werden.” Fragen oder Redebeiträge aus der Fraktion habe es laut Teilnehmern nicht gegeben.

via spon: AfD-Russlandaffäre Parteichef Gauland stellt sich hinter Frohnmaier

Kritik an #AfD-Abgeordnetem – #CDU-Spitze legt Markus #Frohnmaier Rückzug nahe

Geleakte russische Dokumente deuteten darauf hin, dass der Kreml den AFD-Abgeordneten Markus Frohnmaier unterstützt. Die CDU hält ihn für nicht mehr tragbar. Die CDU-Spitze hat den wegen möglicher russischer Einflussnahme in die Kritik geratenen AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier aufgerufen, sein Mandat niederzulegen. „Wer sich so abhängig macht von anderen Mächten, kann nicht unabhängiger Walter der Interessen des deutschen Volkes im deutschen Parlament sein“, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag nach einer Sitzung des CDU-Präsidiums in Berlin. Die AfD und Frohnmaier müssten sich die Fragen stellen: „Ist das eigentlich noch glaubwürdig? Will man so jemanden haben in den eigenen Reihen?“ Der 28-jährige AfD-Abgeordnete wies den Vorwurf eines russischen Einflusses auf seine Arbeit erneut zurück. „Ich habe zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Unterstützung von Dritten erbeten oder erhalten“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er sehe deshalb auch keinen Anlass, sein Mandat niederzulegen. Gerade Vertreter der „Altparteien beschädigen mit ihrem Lobbyismus seit vielen Jahren die Demokratie“, fügte er hinzu.
Das ZDF, „Der Spiegel“ und weitere Medien hatten aus angeblichen E-Mails russischer Staatsbediensteter zitiert, aus denen hervorgehen soll, dass Kontakte zu Frohnmaier für russische Interessen genutzt werden sollten. Der AfD-Politiker ist für moskaufreundliche Positionen und Reisen auch auf die von Russland 2014 einverleibte Schwarzmeer-Halbinsel Krim bekannt.

via tagesspiegel: Kritik an AfD-Abgeordnetem CDU-Spitze legt Markus Frohnmaier Rückzug nahe

siehe auch: AfD-Abgeordneter weist Moskau-Verbindungen zurück – Ältestenrat soll dies nun prüfen. Der AfD-Politiker Frohnmaier hat Vorwürfe eines russischen Einflusses auf seine politische Arbeit zurückgewiesen. SPD-Politiker Oppermann zufolge soll nun der Ältestenrat mögliche Verbindungen prüfen. Der Ältestenrat des Bundestages soll dem SPD-Politiker Thomas Oppermann zufolge die Vorwürfe gegen den AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier und dessen angebliche Verbindungen zu russischen Regierungskreisen aufklären. Frohnmaier solle offenbar “so eine Art Einfallstor in die Institution Bundestag sein und nicht nur in die AfD”, sagte der Bundestags-Vizepräsident der “Bild am Sonntag”. “Ob der Vorwurf zutrifft, muss im Ältestenrat geklärt werden.”

ZDF-Magazin “Frontal 21” über Moskaus #Strategie für politischen Einfluss – #AfD-Politiker #Frohnmaier “absolut unter Kontrolle”

Die Versuche russischer Einflussnahme auf deutsche Politiker, insbesondere die der AfD, reichen weiter als bisher bekannt. Nach gemeinsamen Recherchen von SPIEGEL, ZDF, der britischen BBC und der italienischen Tageszeitung “La Repubblica” kursierte in der Präsidialverwaltung von Wladimir Putin vor der Bundestagswahl 2017 ein Strategiepapier über Aktivitäten, mit denen die EU-Staaten destabilisiert und Propaganda für russische Positionen verbreitet werden sollte.
Konkret wurden hochrangigen russischen Staatsbeamten Pläne für die “Organisation von Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Protestaktionen in EU-Ländern” und ein “wirksames Voranbringen von Resolutionen in den nationalen Parlamenten der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union” vorgelegt, die sich gegen “antirussische Sanktionen” richten. Ziel sei “die Anerkennung der Krim als Teil der Russischen Föderation”. Auch die international umstrittenen Wahlbeobachtermissionen und Medienkampagnen zählten zu den Vorschlägen. Ziel war demnach die Förderung russischer Interessen und die “Diskreditierung” von Moskaus Kritikern. Das Papier wurde in einer E-Mail am 3. April 2017 an einen hohen Beamten in der russischen Präsidialadministration geschickt. Als ein konkretes Projekt wird die geplante “Unterstützung” der Bundestagskandidatur des AfD-Politikers Markus Frohnmaier genannt, der schon damals mit russlandfreundlichen Positionen auffiel. Frohnmaiers Erfolgsaussichten bei der Bundestagswahl schätzten die Russen als “hoch” ein und kamen zu dem Schluss: “Er wird ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter im Bundestag sein.”
Ein ehemaliger hochrangiger Nachrichtendienstmitarbeiter bewertete gegenüber SPIEGEL und ZDF Art und Aufbau des Strategiepapiers als plausibel, er habe ähnliche Papiere gesehen. Es passe in Russlands Strategie, die EU durch Schwächung zu spalten. Die Recherchen basieren auf Material, die das Dossier Center in London zur Verfügung gestellt hat. Die Organisation wird vom russischen Geschäftsmann und Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski finanziert.

via presseportal: ZDF-Magazin “Frontal 21” über Moskaus Strategie für politischen Einfluss. AfD-Politiker Frohnmaier “absolut unter Kontrolle”

siehe auch: „Unter absoluter Kontrolle“ Dokumente legen russischen Einfluss auf AfD-Abgeordneten nahe. Hat der Kreml Markus Frohnmaier unterstützt? Geleakte russische Dokumente deuten darauf hin – der AfD-Abgeordnete aber dementiert. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier taucht laut Medienberichten in russischen Dokumenten zum Bundestagswahlkampf 2017 auf. Darin heiße es, sollte Frohmeier gewählt werden, wäre er „ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter”, zitierte „Spiegel Online“ aus einem Strategiepapier, das von der russischen Präsidialverwaltung stammen soll. In dem Dokument würden mehrere Aktivitäten benannt, mit denen Russland EU-Staaten destabilisieren wollte. Das ist das Ergebnis der Recherche eines Verbundes von “Spiegel”, ZDF, BBC und „La Repubblica“. Die Medien hätten die Dokumente von dem Londoner Dossier Center bekommen, das von dem russischen Geschäftsmann und Putin-Kritiker Michail Chodorkowski finanziert wird. Frohnmaier sei schon vor dem Bundestagswahlkampf mit russlandfreundlichen Positionen aufgefallen, berichtete „Spiegel Online“. In dem russischen Papier werde das Projekt skizziert, wie die Bundestagskandidatur des AfD-Kandidaten unterstützt werden könne. So werde für ihn ein „genaues Wahlkampfprogramm“ angekündigt.

screenshot Website frohnmaier. rechts weidel. ganz rechts frohnmaier

Frohnmaier trifft Sellner Wie die AfD-Jugend mit den Identitären kungelt

“Kampfzwerg” nennt Frauke Petry ihn, “Frontmaier” die Junge Alternative. Markus Frohnmaier rückt die Partei systematisch nach rechts. Jetzt traf er einen Mann, für den sich der Verfassungsschutz interessiert.  Gipfeltreffen der jungen Rechten: Martin Sellner (links), Galionsfigur der Identitären, mit Markus Frohnmaier von der AfD-Jugend. Es klingelt, endlich. Markus Frohnmaier springt auf und eilt zur Tür. Der junge AfD-Politiker wartet auf Besuch, seit einer Stunde schon. Jetzt steht draußen breit grinsend ein Mann. „Servus!“, ruft der. Er trägt eine Sonnenbrille und ein dunkelblaues Polo-Shirt. Auf der Brust ein aufgesticktes Lambda-Zeichen, wie ein umgekehrtes V – es ist das Symbol der rassistischen Identitären Bewegung, der Mann ihr Abgesandter. „Schön, dass du da bist“, sagt Frohnmaier. Sie schlagen ein. Markus Frohnmaier, 26 Jahre alt, ist Chef der AfD-Jugend „Junge Alternative“, etwa 1,70 Meter groß. Parteichefin Frauke Petry nennt ihn Kampfzwerg. Der Mann, dem er gerade die Tür geöffnet hat, ist Martin Sellner, 28 Jahre alt, Österreicher und Galionsfigur der Identitären im deutschsprachigen Raum. Frontmann einer jungen, völkischen Bewegung, deren deutscher Ableger vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Dass er ihm die Tür geöffnet hat, dass er ihm die Hand reicht, und dass er sicherstellt, dass eine Journalistin den Moment bezeugen und dokumentieren kann, muss als Kampfansage gewertet werden in einer Partei, die im Jahr der Bundestagswahl so verbissen um ihren Kurs kämpft wie seit zwei Jahren nicht mehr. Damals räumte Parteigründer Bernd Lucke, dem seine Partei zu sehr nach rechts gedriftet war, den Chefposten für Frauke Petry aus dem nationalkonservativen Flügel. Nun, vor dem Bundesparteitag am heutigen Samstag in Köln, ist Petry diejenige, die sich vom rechten Rand ihrer Partei bedroht sieht. Die Grenzen des Mach- und Sagbaren in der Alternative für Deutschland haben sich seit ihrem Amtsantritt deutlich verschoben. Und Markus Frohnmaier, das will er hier zeigen, hat sie gerade wieder ein kleines Stückchen nach rechts gerückt.

via tagesspiegel: Frohnmaier trifft Sellner Wie die AfD-Jugend mit den Identitären kungelt

 

„Rechtspopulisten würden für ein bisschen Macht ihre Großmütter verkaufen“

Juso-Chef Kevin Kühnert wirft AfD „erbärmliche Doppelmoral“ vor. Die Staatskrise in Österreich überschattet den Europawahlkampf, die Debatte um Rechtspopulisten in ganz Europa nimmt an Fahrt auf. Jetzt hat sich Juso-Chef Kevin Kühnert eingeschaltet. Er sieht in der deutschen AfD einen Fall für den Staatsanwalt. Nach dem Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache und mehrerer Minister der rechtspopulistischen FPÖ schlagen die Folgen der Video-Affäre auch in Deutschland Wellen. Juso-Chef Kevin Kühnert hat nun die Haltung der deutschen AfD zu ihren rechtspopulistischen Mitstreitern in der Alpenrepublik scharf kritisiert. „Der Umgang der AfD mit dem Skandal ihrer österreichischen Verbündeten offenbart eine erbärmliche Doppelmoral“, sagte Kühnert unserer Redaktion. Erst habe die AfD die Echtheit des Strache-Videos geleugnet, dann erklärten sie, es handele sich nur um einen Einzelfall. Jetzt habe es geheißen, andere Politiker würden ein solches Verhalten ja auch an den Tag legen. „Es zeigt sich einmal mehr: Rechtspopulisten sind käuflich“, so Kühnert. Das seien sie aber nicht nur in Österreich. „Spätestens seit den Enthüllungen um die dubiosen Russland-Verbindungen des AfD-Abgeordneten Markus Frohnmaier und die illegalen Parteispenden an Parteichef Jörg Meuthen und Europakandidat Guido Reil ist klar: Die selbsternannte Alternative ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft, nicht für das Parlament“, so Kühnert. „Rechtspopulisten würden für ein bisschen Macht offenkundig sogar ihre Großmütter verkaufen.“

via rp online: „Rechtspopulisten würden für ein bisschen Macht ihre Großmütter verkaufen“

Für die #AfD ist #Russland ein “Gewinnerthema” – #ibizagate #nibelungentreue

Die Führung der Rechtspopulisten in Österreich zeigte sich offenbar käuflich gegenüber russischem Einfluss. Und in Deutschland? Was weiß man über die Beziehungen zwischen der AfD und Russland? Ein Überblick. Mit gerade einmal 28 Jahren hat Markus Frohnmaier in der “Alternative für Deutschland” bereits richtig Karriere gemacht. Er war Chef der AfD-Jugendorganisation, Pressesprecher der Partei, nun ist er Bundestagsabgeordneter. Als rumänisches Kind wurde er durch ein deutsches Ehepaar adoptiert, heute ist er verheiratet mit einer Russin. Nicht nur biografisch ist Frohnmaier international vernetzt. So versuchte er in Frankreich und Serbien, Verbindungen für die AfD aufzubauen. Mit der Kreml-Partei “Einiges Russland” plante er ein Jugendkooperationsabkommen. Kritikern entgegnete er, in Deutschland gebe es eine “geistige Mobilisierung gegen Russland, dagegen versuchen wir anzugehen”. “Wenn wir kommen, dann wird ausgemistet”, sagte Frohnmaier kurz vor dem Einzug der AfD in den Bundestag 2017 Doch diese Strategie wurde ihm zum Verhängnis. Es gibt Medienberichte über eine E-Mail aus russischen Regierungskreisen, wonach Frohnmaier vom Kreml gesteuert wird. Er weist die Vorwürfe von sich, fordert offizielle Beweise. Interviews lehnt er derzeit ab, Anwälte sollen eingeschaltet sein. Die Frage bleibt: Arbeitet die AfD mit Russland zusammen, vielleicht über einen Kredit wie bei der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen? Oder mit dem Ziel eines Kooperationsabkommens, wie es die Kreml-Partei “Einiges Russland” mit der italienischen Lega und auch mit der österreichischen FPÖ vereinbarte, beides Schwesterparteien der AfD, wie sie AfD-Europawahlkämpfer Jörg Meuthen selbst bezeichnet? Oder – wie “Ibizagate” nahelegt – mit möglichen Geheimabsprachen: Geld von angeblichen russischen Oligarchen für die eigene Partei gegen wirtschaftlichen Einfluss im Land oder zur Beeinflussung von Medien? Der Fall des FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache könnte nur die Spitze des Eisbergs sein.

via dw<: AfD und Russland – Für die AfD ist Russland ein “Gewinnerthema”

#AfD Mitglieder als „Handlanger russischer Propaganda“: #CDU-Politiker Sensburg fordert Eingreifen des #BND

Der CDU-Rechtspolitiker Patrick Sensburg fordert angesichts fragwürdiger Russlandkontakte der AfD ein Eingreifen des Bundesnachrichtendiensts (BND). “Mitglieder der AfD sind in vielen Fällen Handlanger russischer Propaganda und der dortigen Nachrichtendienste”, sagte er dem “Handelsblatt”. Das Verhalten der Politiker stehe deutschen Interessen “diametral” entgegen. “Ihre Kontakte und ihre Beteiligungen an Aktionen muss Gegenstand der Überwachung unseres Auslandsgeheimdienstes BND sein”, sagte Sensburg.

via merkur: AfD Mitglieder als „Handlanger russischer Propaganda“: CDU-Politiker Sensburg fordert Eingreifen des BND

siehe auch: CDU-Sicherheitspolitiker fordert Überwachung der AfD durch den BND. Wie groß ist der Einfluss Russlands auf die AfD? Der CDU-Sicherheitspolitiker Sensburg sieht Anhaltspunkte und fordert Konsequenzen. Der Westen erkennt die Annexion der Krim durch Russland nicht an und hat Sanktionen verhängt. Nur mehrere Abgeordnete der AfD reisten nach Jalta – zu Wladimir Putins Wirtschaftsforum „Yalta International Economic Forum“, das am Samstag endet. Dabei gelten Reisen auf die Halbinsel als Verstoß gegen ukrainisches Recht, wie das Auswärtige Amt in Berlin betont. Man habe „die Abgeordneten über die Haltung der Bundesregierung und über die Reaktion der ukrainischen Seite auf mögliche Reisepläne in Kenntnis gesetzt“, erklärte am Mittwoch ein Sprecher des Ministeriums. Die Haltung der Bundesregierung ist eindeutig: Unterstützt wird die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine. „Sie verfolgt gemeinsam mit ihren EU-Partnern eine Politik der aktiven Nichtanerkennung der illegalen Annexion der Krim durch die Russische Föderation“, sagte der Sprecher. Die AfD schert sich darum freilich wenig. Sie fordert nicht nur regelmäßig die Aufhebung der Russland-Sanktionen, sondern auch, die Krim als „russisch“ anzuerkennen. Wohlwissend, dass sie damit die Russlandpolitik der EU und der Bundesregierung torpediert. Nicht nur deshalb fordert der CDU-Sicherheitspolitiker Patrick Sensburg drastische Konsequenzen. Auch der Umstand, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier zuletzt von einer internationalen Medienrecherche laut einem russischen Strategiepapier als „kontrollierter Abgeordneter im Bundestag“ eingestuft wird, bereitet ihm große Sorgen. „Mitglieder der AfD sind in vielen Fällen Handlanger russischer Propaganda und der dortigen Nachrichtendienste“, sagte Sensburg, Mitglied im Geheimdienstgremium des Bundestags, dem Handelsblatt. Ihr Verhalten stehe deutschen Interessen „diametral“ entgegen. „Ihre Kontakte und ihre Beteiligungen an Aktionen muss Gegenstand der Überwachung unseres Auslandsgeheimdienstes BND sein.“

AfD-Politiker beim Jalta-Forum – Propagandareise ans Schwarze Meer

Auf der Krim beginnt heute das Jalta-Forum: eine russische Propagandaveranstaltung, um Investitionen auf der annektierten Halbinsel anzukurbeln. Eingeladen sind auch AfD-Abgeordnete. Ein prämiertes Luxus-Hotel am Schwarzen Meer, für jeden Teilnehmer ein Delegationsmanager, neben Paneldiskussionen ein attraktives Rahmenprogramm mit Segelregatta sowie einheimische Winzer als Wein- und Chamgagner-Partner: Das “Yalta International Economic Forum” auf der Krim bietet einiges auf, um möglichst hochkarätige Politiker und Unternehmer anzulocken. (…) 2018 wurden die Vertreter aus Österreich und Deutschland auf diese Weise geehrt. Dabei war die AfD nach eigenen Angaben mit vier Bundestagsabgeordneten, einem Abgeordneten aus dem Berliner Landesparlament und dem Vorsitzenden der Vereinigung der Russlanddeutschen in der AfD NRW vertreten. Alle Abgeordneten seien als Privatpersonen auf die Krim gekommen, hieß es.
Der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier hatte demnach “als Ehrengast bei der Eröffnung des Forums eine kurze Rede gehalten”. Auf der Homepage des Jalta-Forums findet sich Frohnmaier sogar als Mitglied des Organisationskomitees – und zwar nicht als Privatperson, sondern als “Deputy of the Bundestag”. Doch AfD-Fraktionssprecher Christian Lüth betont, dass sich Frohnmaier angeblich dagegen wehre, Mitglied dieses Gremiums zu sein.

via tagesschau: AfD-Politiker beim Jalta-Forum – Propagandareise ans Schwarze Meer

#Kreml, #Krim und Kriegshelden – Die #Russland-Reisen der #AfD – #schauhin #putinjüngr

In kein anderes Land fahren Abgeordnete der AfD so oft wie nach Russland und in die von Moskau kontrollierten Gebiete der Ukraine. Eine Dokumentation. Wenn an diesem Donnerstag in Jalta auf der Krim eine Wirtschaftskonferenz beginnt, werden auch Politiker der AfD wieder dabei sein. Bei dem Termin geht es nur am Rande um Handelsfragen. Allein durch ihre Anwesenheit billigen die Teilnehmer die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland. Abgeordnete der AfD reisten 2018 nach Tagesspiegel-Recherchen mindestens zwölf Mal nach Russland und in die von Moskau kontrollierten Gebiete in der Ukraine. Die meisten dieser Besuche befördern in erster Linie die Agenda des Kremls. (…) Mit der eigenen Wahlbeobachtermission, deren Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern kommen, will die russische Führung ein Gegengewicht zu den kritischen Berichten der offiziellen Beobachter schaffen. Organisiert wurde der Besuch von Leonid Sluzki. Der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für internationale Angelegenheiten gehört den rechtsextremen Liberaldemokraten an. Für die AfD sind neben Frohnmaier die Abgeordneten Dietmar Friedhoff, Stefan Keuter, Steffen Kotré, Robby Schlund sowie die beiden Russlanddeutschen Anton Friesen und Waldemar Herdt dabei. Ulrich Oehme reist sogar als „Wahlbeobachter“ auf die von Russland annektierte Krim, obwohl die Abstimmung dort international nicht anerkannt wird. (…) Im Februar 2018 reisen acht AfD-Landtagsabgeordnete, darunter Hugh Bronson, Gunnar Lindemann und Harald Laatsch aus Berlin, auf die Krim. Die Rede ist von einem „privaten Besuch“. Die Reise sei als Signal an die Wähler gedacht, die auf eine Deeskalation im Verhältnis zu Russland hoffen, erklären die Parlamentarier. Schon mit der Anreise macht sich die Gruppe strafbar. Denn wer über Russland und damit an den ukrainischen Grenzkontrollen vorbei einreist, begeht in der Ukraine eine Straftat. Das Auswärtige Amt rät auch deshalb dringend von Reisen auf die Krim ab. „Man wird doch wohl noch reisen dürfen“, erklärt Roger Beckamp, AfD-Landtagsabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen. Teilnehmer der Reise kritisieren in einem Interview die Sanktionen, die die EU nach der Annexion der Krim gegen Russland verhängte.
Zwei Monate später reisen die Bundestagsabgeordneten Frohnmaier, Herdt, Keuter, Oehme und Schlund zu einem von Russland organisierten Wirtschaftsforum auf die Halbinsel. Mit dabei sind Lindemann und zwei Vertreter der Vereinigung „Russlanddeutsche für die AfD“. Die in Deutschland wenig bekannten Politiker werden auf der Krim offenbar fast wie Staatsgäste behandelt, inklusive Unterbringung in einem Luxus-Resort.

via tagesspiegel: Kreml, Krim und Kriegshelden Die Russland-Reisen der AfD