Search Results for: terror

Neonazi-Demo gegen Journalisten – Hetze mit Namenslisten und Fotos – #schauhin #terror

Die NPD mobilisiert in Hannover zu einer Demo gegen einen kritischen Journalisten. In sozialen Netzwerken suchen Neonazis nach weiteren Namen. Die NPD will in Hannover gegen den Journalisten Julian Feldmann demonstrieren. Mit der Aktion gegen den freien Mitarbeiter des NDR erreicht der Hass und die Hetze gegen die vermeintliche Lügenpresse eine neue Qualität. Erstmals mobilisieren die Neonazis direkt gegen einen Journalisten. Unter dem Motto „Schluss mit steuerfinanzierter Hetze – Feldmann in die Schranken weisen!“ wollen sie am 23. November auf die Straße gehen. Weitere Anfeindungen werden bereits vorbereitet. In ihrem Aufruf wettert die NPD Niedersachsen über den „zwangsfinanzierten Staatsrundfunk“, der die Bürger „indoktriert“. Die Kritik an den Rundfunkgebühren ist nicht bloß in rechten Kreisen verbreitet. Die NPD um den Landesvorsitzenden Manfred Dammann beklagt aber zudem, dass vermeintliche „Linksextremisten eine Bühne oder sogar Anstellungen und Aufträge vom öffentlichen Rundfunk bekommen“ würden. „Prominentestes Beispiel“ sei Feldmann. Seit einigen Wochen wird Feldmann, der auch für das Politikmagazin „Panorama“ arbeitet, von der NPD und ihrer Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ angefeindet. Die Szene nimmt dem Journalisten übel, einerseits dass er regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im rechten Milieu berichtet sowie andererseits auch, dass er angeblich „ehemalige Soldaten“ aus dem Zweiten Weltkrieg „als Monster und Verbrecher“ darstelle. Dabei geht es um den NS-Kriegsverbrecher Karl Münter aus dem niedersächsischen Nordstemmen. (…) Doch die rechte Szene bereitet derzeit noch weitere gezielte Anfeindungen vor: gegen Journalistinnen, die kontinuierlich über Rechtsextremismus berichten sowie gegen Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen gegen Rechts. In sozialen Medien verschicken Rechtsextremisten Fotos von Journalist*innen mit der Bitte um Hinweise. Andere Rechte fragen mit Namenslisten nach „Bildern und Informationen“ über die Personen.

via taz: Neonazi-Demo gegen Journalisten – Hetze mit Namenslisten und Fotos

#Rechtsextremismus in #Berlin – #LKA-Vize gibt Fehler im Umgang mit #Neuköllner #Anschlagsserie zu – #terror

Laut Oliver Stepien wurden „nicht die Ergebnisse erbracht, die möglich gewesen wären“. So benannte der LKA-Vize Fehler im Fall des Linken-Politikers Kocak. Der Vizechef des Landeskriminalamtes Berlin, Oliver Stepien, hat Fehler und Pannen im Umgang der Polizei mit der rechtsextremistischen Anschlagsserie in Neukölln eingeräumt. Es seien bei einzelnen Ermittlungen nicht die Ergebnisse erbracht worden, die möglich gewesen wären, sagte Stepien am Montag vor dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. „Das ist nicht akzeptabel.“ Ganz konkrete Fehler benannte Stepien im Fall des Brandanschlags auf das Auto des Neuköllner Linke-Politikers Ferat Kocak am 1. Februar 2018. Der Verfassungsschutz hatte am 15. Januar 2018 ein Gespräch zweier Tatverdächtiger abgehört. In dem Gespräch ging es darum, wie einer der beiden Männer eine Person, die einen roten Smart fährt, ausgespäht und verfolgt hat.
Am 17. Januar informierte der Verfassungsschutz die Staatsschutzabteilung des LKA. Die Polizei filterte 180 Fahrzeuge heraus und stufte drei Halter als potenzielle Opfer ein – darunter war auch Kocak. Doch die Ermittler gingen davon aus, dass nur Personen, die sich für Flüchtlinge engagierten und gegen Rechts äußerten, gefährdet seien. Den Links-Politiker Kocak zählten die Ermittler nicht dazu, obwohl eine einfache Suche im Internet gereicht hätte. Wegen dieser Panne wurde Kocak nicht vor einem Anschlag gewarnt. LKA-Vizechef Stepien räumte weitere Fehler ein. So wäre einer der beiden Tatverdächtigen ein Jahr vor dem Anschlag an der Wohnanschrift des Opfers gesehen worden und im Herbst 2017 gab es bereits einen Hinweis auf Anschlagspläne. Doch diese Informationen wurden nicht mit dem Hinweis des Verfassungsschutzes auf den geplanten Brandanschlag zusammengebracht. Laut Stepien gab es in den Akten unterschiedliche Schreibweisen des Namens von Kocak. Deshalb hätten die Beamten die verschiedenen Stränge nicht zusammengebracht. Am 30. Januar stellte der Verfassungsschutz dem LKA ein schriftliches Behördenzeugnis aus, um „weitere Ermittlungen zu ermöglichen“, sagte Verfassungsschutzchef Michael Fischer.

via tagesspiegel: Rechtsextremismus in Berlin – LKA-Vize gibt Fehler im Umgang mit Neuköllner Anschlagsserie zu

Inside the Private Messages of Neo-Nazi Group #Atomwaffen Division – #terror #awd

Leaked messages show Atomwaffen Division go from a tiny group of teens to a paramilitary organization—and hundreds of members could now be unmasked. Before it gained recognition as a homicidal neo-Nazi terrorist organization, Atomwaffen Division found its biggest fans among underage American boys and active-duty U.S. military personnel, leaked messages reveal. Atomwaffen is a violent white supremacist group, with at least five murders attributed to its members. The group formed in 2015 on the now-defunct fascist forum Iron March. This week, a trove of years’ worth of Iron March logs, including private messages, appeared online in spreadsheet form, posted anonymously by a user dubbed “antifa-data.” The logs contain potentially identifying information about forum participants, as well as a look into Atomwaffen’s origins. They go back to June 2015, when a Florida teenager asked for help making a meme. “Hey can you make an [ X INTENSIFIES] gif with this image?” Brandon Russell asked another Iron March user in a private message included in the leaks. “I want it to say [ATOMWAFFEN INTENSIFIES] please.” The request appears to have been the first private message referencing Atomwaffen on Iron March. At the time, Atomwaffen had few members, most or all of them based out of Florida. But the group was quietly testing out recruitment material—in Russell’s case, the memes that would later give rise to Atomwaffen’s recognizable propaganda materials. Much of the group’s early recruitment efforts focused on Iron March, where it found a community of open fascists and extremists. Founded in 2011 by someone claiming to be a fascist from Eastern Europe, the forum attracted a small but vocal crowd of extremists. Although most Iron March users went by pseudonyms, this week’s leak of the site’s internal records includes email addresses and IP addresses, which might be used to identify members, The Guardian reported. Iron March and Atomwaffen appealed to young men. Russell started posting on Iron March as “Odin” in 2014 when he was 19, the Southern Poverty Law Center previously reported. His best friend, Devon Arthurs, started posting as “TheWeissewolfe” in 2015, when he was 15. The two would soon become Atomwaffen’s earliest members.

via daily beast: Inside the Private Messages of Neo-Nazi Group Atomwaffen Division

Neo-Nazi Group Leader Had Parts for Untraceable ‘Ghost Guns’: FBI – #atomwaffen #awd #terror

Washington state law enforcement officials say the leader of a local neo-Nazi cell — the same group that was connected to the death of the Jewish teenager Blaze Bernstein — may have planned to manufacture untraceable weapons known as “ghost guns.” Kaleb Cole, who according to court documents is the admitted leader of the Washington state unit of the neo-Nazi group Atomwaffen, has not been charged with a crime. But law enforcement agencies, which had seized a cache of firearms and weapons components in a September raid of his property, went to a county court last month asking for a protection order allowing them to hold the weapons for one year because the owner is a threat to themselves or others, local news station KING 5 reported Thursday. Officials from multiple law enforcement agencies, including local police and the FBI, said in court that Cole had acquired separate parts needed to manufacture AR-15s. Because he hadn’t bought those weapons intact, he didn’t need to undergo a background check and any firearms made from combining them would have effectively been untraceable. They also said Cole had produced Atomwaffen propaganda videos, and that he had been detained for 42 days by Canadian immigration services before being deported and banned from that country for life.

via haaretz: Neo-Nazi Group Leader Had Parts for Untraceable ‘Ghost Guns’: FBI

#Oppenheim: Entsetzen nach Hass-Botschaft – #terror #kaltland

Mit einem Flyer an der Haustür ist eine in Oppenheim lebende Frau aufs Übelste beleidigt worden. Die Botschaft sorgt nicht nur für Empörung sondern auch für viel Solidarität. Eine üble Hassbotschaft sorgt seit Donnerstagabend in Oppenheim für Aufregung. Eine in der Stadt lebende Frau, die nach AZ-Informationen früher ein Mann war und eine Geschlechtsangleichung vollzogen hatte, veröffentlichte ein Foto von einem Zettel, den ihr unbekannte Täter an die Haustür geklebt hatten.
Darauf wird die Frau aufs Schlimmste beleidigt und bedroht. Unter ihrem Konterfei ist zu lesen: „Wer immer diese Transe sieht: Bespuckt ES. Schlagt ES. Früher wärst Du vergast worden, aber auch heute kriegen wir Dich noch.“ Weiter geht es mit der Aufforderung: „Du krankes, perverses Schwein, verpiss Dich aus Oppenheim.“ Getitelt ist die Botschaft mit „Für ein schwuchtelfreies Oppenheim!“
Die Botschaft wurde mittlerweile im Netz hundertfach deutschlandweit geteilt. Es gab für das Stalkingopfer vielfachen Zuspruch, zugleich äußerten etliche User ihr Entsetzen über die Tat. „Vielen Dank an alle, die hier ein Zeichen für Toleranz setzen. Das macht Mut. Danke schön“, schrieb das Opfer am Freitagmorgen. Das Opfer hat Anzeige erstattet, die Polizei hat selbst ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Volksverhetzung eingeleitet. (…) Entsetzt äußerte sich auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Pia Schellhammer. Sie wohnt ebenfalls in Oppenheim und ist in ihrer Fraktion für Queerpolitik zuständig. “Daher weiß ich um das Ausmaß von trans- und homophober Gewalt, das leider immer noch in unserer Gesellschaft vorherrscht. Als Oppenheimerin bin ich zutiefst betroffen über die homo- und transphobe Gewalt, die heute öffentlich wurde. Meine Solidarität und meine Unterstützung gelten meiner Mitbürgerin. In meiner Heimatstadt und nirgendwo sonst darf Hass und Hetze um sich greifen. Dagegen gilt es weiter entschieden vorzugehen!”

via az: Oppenheim: Entsetzen nach Hass-Botschaft

siehe auch: Drohbrief gegen Transidente empört nicht nur Oppenheimer. Eine Frau, die früher als Mann gelebt hat, ist in Oppenheim beleidigt und bedroht worden. Der anonyme Brief hing an ihrer Haustür. Oppenheims Stadtbürgermeister hat zur Solidarität aufgerufen. Die 44-Jährige ist schockiert, betroffen und fühlt sich vor allem nochmal ein Stück unsicherer. Der anonyme Schreiber des Zettels hat sie unter anderem als perverses Schwein bezeichnet. “Früher wärst du vergast worden aber auch heute kriegen wir dich noch”, steht auf dem Zettel. Die Betroffene wurde als Mann geboren, fühlt sich dem Geschlecht aber nicht zugehörig und lebt deshalb als Frau. Es sei nicht das erste Mal, dass sie bedroht werde. Deshalb habe sie auch immer Pfefferspray dabei. Nachdem sie allerdings den Drohbrief an ihrer Haustür entdeckt hatte, entschloss sie, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Sie teilte den Brief in den sozialen Medien. Und dort herrscht eine große Solidarität

Inside the Private Messages of Neo-Nazi Group #Atomwaffen Division – #schauhin #ironmarch #terror

Leaked messages show Atomwaffen Division go from a tiny group of teens to a paramilitary organization—and hundreds of members could now be unmasked. Before it gained recognition as a homicidal neo-Nazi terrorist organization, Atomwaffen Division found its biggest fans among underage American boys and active-duty U.S. military personnel, leaked messages reveal. Atomwaffen is a violent white supremacist group, with at least five murders attributed to its members. The group formed in 2015 on the now-defunct fascist forum Iron March. This week, a trove of years’ worth of Iron March logs, including private messages, appeared online in spreadsheet form, posted anonymously by a user dubbed “antifa-data.” The logs contain potentially identifying information about forum participants, as well as a look into Atomwaffen’s origins. They go back to June 2015, when a Florida teenager asked for help making a meme. “Hey can you make an [ X INTENSIFIES] gif with this image?” Brandon Russell asked another Iron March user in a private message included in the leaks. “I want it to say [ATOMWAFFEN INTENSIFIES] please.” The request appears to have been the first private message referencing Atomwaffen on Iron March. At the time, Atomwaffen had few members, most or all of them based out of Florida. But the group was quietly testing out recruitment material—in Russell’s case, the memes that would later give rise to Atomwaffen’s recognizable propaganda materials.

via daily beast: Inside the Private Messages of Neo-Nazi Group Atomwaffen Division

siehe auch: Daten von “#IronMarch” im Netz – So schrieben Deutsche im wichtigsten #Neonazi-Forum – #leak #dump #awd #atomwaffen #hack #terror. Nicht mehr im Netz: Das Forum “IronMarch” sah sich selbst als Planet des Hasses und Brutstätte von Faschisten. Jetzt sind die Daten und die Nachrichten geleakt worden. Nicht mehr im Netz: Das Forum “IronMarch” sah sich selbst als Planet des Hasses und Brutstätte von Faschisten. Jetzt sind die Daten und die Nachrichten geleakt worden. Die Internetseite galt als Brutstätte von Neonazi-Terrorgruppen: Jetzt ist die Datenbank des Forums von Hackern erbeutet und veröffentlicht worden. Auch Deutsche könnten enttarnt werden. (…) In den Daten enthalten sind alle von September 2011 bis September 2017 angelegten Benutzernamen mit E-Mail- und IP-Adressen sowie private Nachrichten und Forenbeiträge aus den letzten Monaten des Forums. Insgesamt enthält der Datensatz Informationen zu 3.548 Nutzerprofilen.

Tucholsky-Preis für Margarete Stokowski – „Ich denke dann kurz: Ja, normal“ – #terror #schauhin #kaltland

In ihrer Rede zur Preisverleihung spricht die Autorin über Morddrohungen und die Untätigkeit des Staates. Die taz veröffentlicht einen Auszug., Ich freue mich sehr über diesen Preis, aus mehreren Gründen. Weil es ein Preis ist, natürlich, aber besonders weil es der Tucholsky-Preis ist – und auch, weil Kolumnenschreiben etwas ist, wofür man gar nicht so leicht Preise kriegen kann. Es gibt zwar einen Haufen Preise in Deutschland, die für literarische oder publizistische Tätigkeiten vergeben werden, aber selten für Kolumnen. (…) Das ist die eine Seite: Eine Autorin zu sein, die politische Texte schreibt, bedeutet für mich Verantwortung. Eine Verantwortung, die größer wird, wenn die Reichweite der Texte größer wird. Man muss sich gut überlegen, wen man angreift. Immer nach oben, nie nach unten. Die andere Seite ist: Eine Autorin zu sein, die politische Texte schreibt, bedeutet für mich auch, vieles von den hässlichen Seiten dieser Zeit zu sehen. Ich mache meine Arbeit sehr gerne, ich könnte mir keine bessere vorstellen. Aber ich frage mich auch: Wie gesund ist das eigentlich, einen Job zu machen, bei dem man Morddrohungen irgendwann normal findet, und bei dem man sich daran gewöhnt, dass diejenigen, die diese Drohungen schreiben, oft nicht gefunden werden? „Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“ Das ist eine Aussage von Tucholsky, die gerne zitiert wird, und ich finde sie gut, aber diese Waffe haben nicht nur wir, sondern auch die anderen: diejenigen, die Hass verbreiten, die mit Gewaltandrohungen reagieren.
Sie ertragen es nicht, die Meinungen von Frauen zu hören Wer sind diese Leute? Ich weiß es nicht. Ich kenne ihre Namen nur selten. Aber ich kenne ihre Ängste und ihre Unfähigkeit, mit Veränderung umzugehen. Veränderung in dem Sinne, dass die Stimmen vielfältiger werden, die heute hörbar sind. Sie ertragen es nicht. Sie ertragen nicht, die Meinungen von Frauen zu hören. Sie ertragen nicht, die Meinungen von jungen Frauen zu hören. Von Feministinnen zu hören. Von Linken zu hören. Von Migran­t_in­nen zu hören. Von queeren Menschen zu hören. Sie ertragen es nicht, die Meinungen von Menschen zu hören, die anders sind als sie selbst.

via taz: Tucholsky-Preis für Margarete Stokowski – „Ich denke dann kurz: Ja, normal“

Daten von “#IronMarch” im Netz – So schrieben Deutsche im wichtigsten #Neonazi-Forum – #leak #dump #awd #atomwaffen #hack #terror

Nicht mehr im Netz: Das Forum “IronMarch” sah sich selbst als Planet des Hasses und Brutstätte von Faschisten. Jetzt sind die Daten und die Nachrichten geleakt worden. Nicht mehr im Netz: Das Forum “IronMarch” sah sich selbst als Planet des Hasses und Brutstätte von Faschisten. Jetzt sind die Daten und die Nachrichten geleakt worden. Die Internetseite galt als Brutstätte von Neonazi-Terrorgruppen: Jetzt ist die Datenbank des Forums von Hackern erbeutet und veröffentlicht worden. Auch Deutsche könnten enttarnt werden. (…) In den Daten enthalten sind alle von September 2011 bis September 2017 angelegten Benutzernamen mit E-Mail- und IP-Adressen sowie private Nachrichten und Forenbeiträge aus den letzten Monaten des Forums. Insgesamt enthält der Datensatz Informationen zu 3.548 Nutzerprofilen. Wer hinter der Veröffentlichung steckt, ist bisher unklar. In dem Forum bildete sich die vor allem in den USA auftretende “Atomwaffen Division”, von der bereits etliche Mitglieder wegen Morden, Gewaltverbrechen und Terrorplänen verhaftet wurden. Der Gründer verbreitete auf der Internetseite unter dem Namen “Odin” eine lange Anleitung zum paramilitärischen Kampf. Auch aus anderen Ländern fanden militante Neonazigruppen dort eine Plattform und vernetzten sich untereinander. (…) In dem Forum schrieben deutsche Nutzer aber vom Kampf, vom “Tag der Galgenstricke” und suchten Mitstreiter (…) Ein anderer Nutzer schildert ein Treffen der NPD-Größen Udo Voigt und Thorsten Heise, ein Vertrauter von Björn Höcke, mit serbischen Nationalisten. Die serbische Neonazi-Partei hatte davon auch Fotos verbreitet. Der Nutzer berichtet in dem Forum, die NPD-Politiker hätten von den Nöten gesprochen, denen deutsche Nationalisten durch die “jüdisch kontrollierte Regierung” ausgesetzt seien. Es sei aber auch um den “aktuellen Höhenflug und künftigen Absturz der AfD” gegangen.

via t-online: Daten von “Iron March” im Netz – So schrieben Deutsche im wichtigsten Neonazi-Forum

siehe auch: Massive White Supremacist Message Board #Leak: How to Access and Interpret the Data – #fcknzs #ironmarch #awd #atomwaffen. Today, the entire SQL database from Iron March, a now-defunct neo-Nazi / white supremacist message board, was posted onto the Internet Archive by the user “antifa-data“. You can access this data dump on the Internet Archive, and via a torrent file found here, or through this Magnet link. Apparently the entire SQL database of the international neo-fascist Iron March forum (where Atomwaffen first properly organised). Contains info on all users, including user emails, IP address, and private messages, as well as all posts and comments. Enjoy. https://t.co/iq8D7IRorU pic.twitter.com/GTzz31HxGs — Jake Hanrahan (@Jake_Hanrahan) November 6, 2019. ; Desire to join military large focus of leaked chats in infamous neo-Nazi forum. The database for the neo-Nazi forum Iron March was dumped online by unknown activists Wednesday and includes chat logs detailing discussions by some who claim to be service members and others expressing a desire to join the U.S. military. The leaked database also includes personally identifiable information from usernames, IP addresses and email addresses. In some cases, members in the forum logged into the infamous neo-Nazi forum — also known to be the organizational birthplace of Atomwaffen Division — using what appears to be their full name. Atomwaffen Division is a violent American neo-Nazi organization that some believe to be a domestic terrorist group. Marine Lance Cpl. Vasillios G. Pistolis was booted from Corps mid-summer 2018 for his ties to the hate group. An anonymous member who logged into the Iron March forum identified as a member of Marine NROTC Naval Reserve Officers Training Corps and expressed interest in Atomwaffen. “I read the Atomwaffen Division thread and it piqued my interest,” that anonymous member posted. “There are similar groups around the northwest (particularly in western Montana up in the mountains, where blacks and/or hippies trying to grow pot tend to disappear), but less on the outright national socialist side, and more so quasi-White nationalist militias. I’m in Marine NROTC [Naval Reserve Officers Training Corps] at the moment so I could bring that training to the table and more so in the future, if I earn a commission. I go to OCS [Officer Candidates School] next year.I am stuck in Commiefornia til the end of this year. Are there any people from your organization located out west that I could network with?” (…) Atomwaffen has held a series of training camps in rural locations, most notably a January 2018 “hate camp” in the Nevada desert, according to the report. The camps are intended to prepare members for the RaHoWa—“Racial Holy War”—with training in guerrilla tactics and the use of weapons. “Training is often provided by former military servicemen,” the report states. The group also bears watching closely, for two reasons, according to ICCT — “its public declarations, and its active recruitment from the military.”; Leak from neo-Nazi site could identify hundreds of extremists worldwide. Researchers claim users identified from online leak of contents of now defunct Iron March, linked to acts of extremist terrorism (…) Iron March was founded in 2011 by a Russian nationalist named Alexander “Slavros” Mukhitdinov, and abruptly closed without explanation in November 2017. Members and groups associated with the website were involved in a range of deadly violence after the site’s founding as influential users became more voluble in their support of uncompromising extremism, genocide and insurrectionary terrorism. In May 2017, Iron March user and Atomwaffen Division (AWD) member, Devon Arthurs, murdered two roommates – and AWD comrades – in Tampa, Florida. Police found neo-Nazi literature in the house, along with explosives, radioactive materials, and a framed photo of the Oklahoma City bomber, Timothy McVeigh. AWD has been tied to at least three other murders, a terror plot and the assault of a protester in Charlottesville. Another group with links to Iron March is Vanguard America, the group that supporter James Alex Fields marched with at the Unite the Right rally in Charlottesville before he murdered Heather Heyer on 12 August 2017 by driving his car into the protesters. According to the Southern Poverty Law Center, Iron March was “affiliated with or offered support to at least nine fascist groups in nine different countries”, including Serbia, Greece, Australia and Ukraine. The chats, too, appear to feature users from a range of different countries. The website was also central to the development of “accelerationist” neo-Nazi ideology – which seeks to destabilize and replace liberal democracy by exacerbating its tensions with violence – and aesthetic of so-called Siege culture, which takes in skull masks and violent and racist memes.

The State of California Could Have Stopped #8Chan: It Didn’t – #terror #halle

Over the course of 2019, the website “8chan” has directly inspired four acts of terrorism around the world, killing 76 people and wounding 80. The mass shootings in Christchurch, Poway, and El Paso are well-known. The mass shooting in Halle, Germany, which killed two and injured two more, received less attention. Since 8chan was dropped by its service providers and taken offline after the El Paso attack, the Halle shooter was unable to announce his killing spree there. Yet the connection was still obvious: the shooter’s attack was livestreamed, like the Christchurch shooting. He identified himself as “anon”, a general term for chan users. The most direct connection between the Halle shooter and 8chan was hidden in the killer’s manifesto, in a joking reference he made to someone named Mark Mann. The shooter claimed Mann helped fund the attack. There is no evidence of this. But Mark Mann is an employee of NT Technology, an internet service provider owned by Jim Watkins, who also owns 8chan. Mann is Jewish, and the Halle shooter’s reference to him was almost certainly a cruel joke. The fact that Mann was referenced at all suggests the shooter was deeply familiar with the infamous image board. 8chan’s ability to continue inspiring attacks after its dissolution is disturbing. More worrying still is the fact that, over the last several months, Jim Watkins has waged a slow, grinding battle to bring the site back online. A number of volunteers, including 8chan’s former founder and the co-author of this article, Fredrick Brennan, have fought tooth and nail to stop him. But early in November the site, rebranded as “8kun”, came back online. As I write this, 8kun has gone up and down for the past several days. It was dropped from its most recent host, a Russian ISP located two hours from North Korea, on November 3, 2019. It will come back online. If not via the normal web, than through peer-to-peer means like Tor. There was, however, a point at which the resurrection of 8chan could’ve been stopped — perhaps even forever. This is the story of why that did not happen.

via bellingcat: The State of California Could Have Stopped 8Chan: It Didn’t

Die #Incel-Szene und der #Rechtsterrorismus – #terror

„Anders Breivik erhält jedes Jahr hunderte Liebesbriefe von Femoid. Er hat so eine faszinierende Persönlichkeit!“ schwärmt ein User auf dem Incel-Subreddit „Braincels“.1 Auch auf dem Forum incels.co ist man sich einig, dass es sich bei Breivik um den „Nelson Mandela Europas“ handele, man nennt die Dokumentation über Breiviks Attentat „inspirierend“. Einige Incels wollen in Breivik sogar einen der ihren erkennen. So kommt im TIME Magazine2 ein Jugendfreund Breiviks zu Wort, welcher erzählt, dass Breivik als Kind Mobbing ausgesetzt war. Er habe versucht, dies durch exzessive Besuche im Fitnessstudio und die Überlegung, plastische Chirurgie an sich durchführen zu lassen, zu kompensieren. Obwohl Incels Terroristen wie Breivik zu ihren Vorbildern zählen, inszenieren sie sich selbst eher als Opfer denn als Täter. Ihre Weltsicht, die sie in Anlehnung an die verschwörungstheoretische „Redpill“-­Ideologie der Alt-Right3 „Blackpill“ nennen, besagt, grob zusammengefasst, folgendes:
Das schlimmste Schicksal unserer Zeit sei physische Unattraktivität. Denn Frauen – sogenannte „Femoids“– seien allesamt oberflächliche Schlampen, die ihre Partner nach drei Kriterien auswählen würden: Attraktivität, Wohlstand und Status. Die Männer, die diese Kriterien erfüllen, gelten als „Chads“. Frauen hätten vor der Geisel des Feminismus noch den Anstand gehabt, sich einen Partner zu suchen, der ihrem Attraktivitätslevel entspricht, inzwischen würde jedoch jede Frau ausschließlich nach Chads dürsten. Frauen verbringen in der Vorstellung von Incels ihre Zeit schon ab dem zwölften oder dreizehnten Lebensjahr damit, „das Schwanzkarussell zu reiten“, also jedes Wochenende Sex mit drei Chads auf einmal zu haben. Und sind sie mit 30 alt und verbraucht, setzen sie sich mit einem „Beta Cuck“ zur Ruhe – also einem Durchschnittsmann, der das Weib dann aushalten und versorgen darf. Aber auch der hat immerhin Zugang zu ihrer Vagina – im Gegensatz zu armen, bemitleidenswerten Incels, die aufgrund grauenhaft deformierter Körpermerkmale wie einem zu schmalen Handgelenk oder zu geringer Größe niemals außerhalb eines Pornos eine Vulva zu Gesicht bekommen werden. (…) Incels sind ausgesprochene Feinde der immer jüdisch konnotierten Moderne, von deren Errungenschaften sie sich von allen Seiten bedroht sehen. Schwarze und migrantische Selbstbestimmung, die größere Sichtbarkeit von LGBTQs und vor allem der Feminismus gelten diesen jungen Männern als direkter Angriff auf sich selbst. Spannend ist, dass Weiße einer Umfrage auf dem Incel-Forum incels.co zufolge gerade einmal die Hälfte der User ausmachen, (internalisierter) Rassismus trotzdem virulent ist. Incels of Colour nennen sich selbst „Currycels“, Schwarze bezeichnet man mit dem N-Wort, und man tauscht sich in ekelerregend rassistisch-misogynem Jargon über die Vor- und Nachteile von weißen, asiatischen und schwarzen Frauen aus. Der in Incel-Kreisen als „Heilige“ verehrte Elliot Rodger lässt sich in seinem Manifest voller Hass über Beziehungen zwischen weißen Frauen und schwarzen Männern aus. In den Reihen der Incels finden sich auch Vertreter des White Supremacy-Denkens und Befürworter des Nationalsozialismus. Zu ihnen zählt Nathan Larson aus den USA, der nicht nur Pädophilie, Vergewaltigung und Inzest legalisieren möchte, sondern auch Hitler zu seinen großen Vorbildern zählt. Während Pick Up Artists oder Kollegah-­Jünger versuchen, sich toxisches „Al­pha-Männer-Gehabe“ anzueignen, um Frauen so dann doch noch in die Schranken zu weisen, haben Incels es schon längst aufgegeben, das „Game“ gewinnen zu können. Da es ihnen unmöglich scheint, den ohnehin nur illusorischen „Alpha-Status“ zu erreichen, üben sie ihren Krieg gegen Frauen lieber auf anderen Ebenen aus. Sie geben sich auf Dating-Apps als attraktive Männer aus, schreiben Frauen an und lassen sie dann auf Dates sitzen oder fragen nach Nacktbildern, mit denen die Frauen dann erpresst werden. In ihren Foren tauschen sie sich darüber aus, wie man Frauen am besten vergewaltigen kann ohne dafür belangt zu werden. Der bereits erwähnte Larson vertritt sogar die These, dass Vergewaltigung das einzige Mittel für Incels sei, eine Frau penetrieren zu können. Die ultimative Triebabfuhr ist jedoch der Terror.

via aib: Die Incel-Szene und der Rechtsterrorismus