MDR.DE: Friedlicher Protest gegen NPD-Parteitag

Der NPD-Bundesparteitag in Leinefelde ist am Wochenende ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Nach Angaben der Polizei verlief eine Gegendemonstration am Sonntag friedlich. Etwa 100 angereiste Personen, darunter viele so genannte Autonome, marschierten von der Polizei begleitet vom Bahnhof zur Obereichsfeldhalle, dem Tagungsort der NPD. Am Mittag läuteten in der nordthüringischen Stadt aus Protest gegen das NPD-Treffen die Kirchenglocken. Einem Aufruf der Kirche, die Fenster zu verhängen und Kerzen ins Fenster zu stellen, folgten der Polizei zufolge hingegen nur wenige Bürger. An der zweitägigen Mahnwache beteiligten sich einige Dutzend Personen.

siehe auch: Randale wird Thema im Innenausschuss. Politiker von CDU, PDS und SPD fordern Aufklärung; Neonazi-Marsch durch Potsdam verhindert

taz 28.10.04 “Pro Köln” sieht sich weggespart

Die Klage der rechtsextremen “Pro Köln” gegen die Kürzung der Mittel für die Arbeit im Rat hat laut Stadtsprecher Höver keine Chance. Der Ratsbeschluss sei “rechtskonform”
Die Stadt muss sparen. Da wollten die Ratsmitglieder mit gutem Beispiel vorangehen, und so änderten sie mit großer Mehrheit am 14. Oktober bei der ersten Ratssitzung der neuen Wahlperiode die Zahlungsmodalitäten für Ratsarbeit. Mit Erfolg: Der entsprechende Haushaltsposten sank um 50.000 Euro auf jetzt 1,736 Millionen Euro. Als Folge bekommen Fraktionen zwischen vier (Mindeststärke) und sechs Mitgliedern künftig nur noch eine “halbe” Bürokraft aus Steuergeldern bezahlt; in der vergangenen Wahlperiode war es – etwa für die vier FDP-Ratsmitglieder – noch eine ganze.
Dass die bei der Kommunalwahl mit vier Vertretern erstmals in den Rat gewählte rechtsextreme “Pro Köln” von der Neuregelung betroffen ist, ist sicherlich ein nicht unwillkommener Nebeneffekt. Daher verwundert es nicht, dass die selbst ernannte “Bürgerbewegung” nun dagegen gerichtlich vorgeht.

Braune Hochzeit | stern.de | Politik | Deutschland

Eigentlich sind sich Udo Voigt und Gerhard Frey spinnefeind, und doch wollen die Vorsitzenden von NPD und DVU zusammenarbeiten. Die “Volksfront von rechts” könnte zum Sammelbecken militanter Neonazis werden. (…) Schon vor Monaten hatte die NPD-Führung einen neuerlichen Anlauf unternommen, das zersplitterte und teilweise verfeindete rechtsextreme Lager zu einigen. Dazu gehört auch, dass sich die Parteispitze militanten Neonazis öffnen will. In dem am 19. September veröffentlichten Papier des Parteipräsidiums unter dem Titel “Volksfront statt Gruppenegoismus” übt die NPD “Selbstkritik”, indem sie “zu stark am Parlamentarismus orientiert” gewesen sei. Die NPD-Führung habe die Zeichen der Zeit aber erkannt und bekenne sich zur “Gesamtbewegung des nationalen Widerstandes”. Dazu gehöre auch die Notwendigkeit, “die Vorgehensweise, die politischen Ansichten und die Organisationen aller in der nationalen Opposition befindlichen Parteien und Aktionsformen zunächst einmal grundsätzlich als Bereicherung im Kampf für unser Volk zu betrachten”.
In Leinefelde werden in Thomas Wulff, Thorsten Heise und Ralph Tegethoff erstmals drei einflussreiche Führungsfiguren aus der parteiunabhängigen Rechtsextremistenszene für den Bundesvorstand kandidieren. Das Trio war erst im September der NPD beigetreten. Damit könnten nach Angaben aus Sicherheitsbehörden an die 170 “Kameradschaften” mit rund 3000 braunen Aktivisten an die mehr als 5000 Mitglieder zählende NPD heranrücken.

Braune Hochzeit | stern.de | Politik | Deutschland

Eigentlich sind sich Udo Voigt und Gerhard Frey spinnefeind, und doch wollen die Vorsitzenden von NPD und DVU zusammenarbeiten. Die “Volksfront von rechts” könnte zum Sammelbecken militanter Neonazis werden. (…) Schon vor Monaten hatte die NPD-Führung einen neuerlichen Anlauf unternommen, das zersplitterte und teilweise verfeindete rechtsextreme Lager zu einigen. Dazu gehört auch, dass sich die Parteispitze militanten Neonazis öffnen will. In dem am 19. September veröffentlichten Papier des Parteipräsidiums unter dem Titel “Volksfront statt Gruppenegoismus” übt die NPD “Selbstkritik”, indem sie “zu stark am Parlamentarismus orientiert” gewesen sei. Die NPD-Führung habe die Zeichen der Zeit aber erkannt und bekenne sich zur “Gesamtbewegung des nationalen Widerstandes”. Dazu gehöre auch die Notwendigkeit, “die Vorgehensweise, die politischen Ansichten und die Organisationen aller in der nationalen Opposition befindlichen Parteien und Aktionsformen zunächst einmal grundsätzlich als Bereicherung im Kampf für unser Volk zu betrachten”.
In Leinefelde werden in Thomas Wulff, Thorsten Heise und Ralph Tegethoff erstmals drei einflussreiche Führungsfiguren aus der parteiunabhängigen Rechtsextremistenszene für den Bundesvorstand kandidieren. Das Trio war erst im September der NPD beigetreten. Damit könnten nach Angaben aus Sicherheitsbehörden an die 170 “Kameradschaften” mit rund 3000 braunen Aktivisten an die mehr als 5000 Mitglieder zählende NPD heranrücken.

Jungle World – Schmisse gegen Adorno

Burschenschafter planen eine Veranstaltung zum Biologen Konrad Lorenz in Wien. Antifaschistische Gruppen organisieren ein Gegensymposium
Schon seit längerem begeistern sich Rechtsextreme für den Verhaltensforscher Konrad Lorenz. 1973 wurde er vom neonazistischen Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes mit dem so genannten Schiller-Preis ausgezeichnet. Die Sympathie kommt auch nicht von ungefähr, war Lorenz doch ein begeisterter Anhänger der nationalsozialistischen Idee der »Ausmerzung Minderwertiger«. Wie bei vielen Nazis schlug seine Begeisterung nach der Zerschlagung des »Dritten Reichs« in Depression um.
Lorenz gilt in der Naturwissenschaft längst als überholt. Nur einige Apologeten in der Verhaltensforschung und Rassisten versuchen weiterhin, ihren Biologismus mit der österreichischen Geistesgröße abzusichern. Und die österreichischen Grünen weigern sich bis heute, mit ihrem Gründervater zu brechen. Seine Misanthropie, sein Sozialdarwinismus und Kulturpessimismus gelten bei ihnen nach wie vor als Technik- und Zivilisationskritik.
Ebenfalls nicht neu ist der Hass von Rechtsextremen auf die Kritische Theorie. In der Ankündigung zu ihren Veranstaltungen bezeichnet die »Arge Konrad Lorenz«, in der sich die Burschenschaften »Olympia« und »Silesa«, der »Wiener Korporationsring der national-freiheitlichen Studentenverbindungen« und der »Ring Freiheitlicher Studenten«, die Studentenorganisation der FPÖ, zusammengeschlossen haben, die Kritische Theorie als »Verbindung von Neomarxismus und Psychoanalyse«.
Insbesondere die Burschenschaft »Olympia« steht seit ihrer Wiederzulassung im Jahr 1952 im Zentrum des militanten Rechtsextremismus. Im Januar vergangenen Jahres etwa lud sie zu einem Abend mit dem deutschen Neonazibarden Michael Müller, der in seinen Liedern folgendes zum Besten gibt: »Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden, da ist der Ofen an. (…) Bei 6 Millionen Juden ist noch lange nicht Schluss.«
Der eingeladene Festredner Rolf Kosiek machte unter dem Pseudonym Rudolf Künast die Kritische Theorie bereits im Jahr 1983 für die »Umweltzerstörung« verantwortlich. Er war in den siebziger Jahren Führungskader der NPD und saß im »wissenschaftlichen Beirat« der rassistischen Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung des Hamburger Neonazis Jürgen Rieger. Seit 1981 ist er Mitarbeiter des rechten Grabert-Verlages. Kosiek, der auch Mitglied im revanchistischen Witikobund ist, referierte u.a.beim mittlerweile behördlich aufgelösten Verein »Dichterstein Offenhausen« und beim nicht minder neonazistischen Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes. Dieses Jahr erschien sein Buch »Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen« in fünfter Auflage.

Nähere Informationen zu dem Gegensymposium unter www.cafecritique.priv.at

Jungle World – Schmisse gegen Adorno

Burschenschafter planen eine Veranstaltung zum Biologen Konrad Lorenz in Wien. Antifaschistische Gruppen organisieren ein Gegensymposium
Schon seit längerem begeistern sich Rechtsextreme für den Verhaltensforscher Konrad Lorenz. 1973 wurde er vom neonazistischen Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes mit dem so genannten Schiller-Preis ausgezeichnet. Die Sympathie kommt auch nicht von ungefähr, war Lorenz doch ein begeisterter Anhänger der nationalsozialistischen Idee der »Ausmerzung Minderwertiger«. Wie bei vielen Nazis schlug seine Begeisterung nach der Zerschlagung des »Dritten Reichs« in Depression um.
Lorenz gilt in der Naturwissenschaft längst als überholt. Nur einige Apologeten in der Verhaltensforschung und Rassisten versuchen weiterhin, ihren Biologismus mit der österreichischen Geistesgröße abzusichern. Und die österreichischen Grünen weigern sich bis heute, mit ihrem Gründervater zu brechen. Seine Misanthropie, sein Sozialdarwinismus und Kulturpessimismus gelten bei ihnen nach wie vor als Technik- und Zivilisationskritik.
Ebenfalls nicht neu ist der Hass von Rechtsextremen auf die Kritische Theorie. In der Ankündigung zu ihren Veranstaltungen bezeichnet die »Arge Konrad Lorenz«, in der sich die Burschenschaften »Olympia« und »Silesa«, der »Wiener Korporationsring der national-freiheitlichen Studentenverbindungen« und der »Ring Freiheitlicher Studenten«, die Studentenorganisation der FPÖ, zusammengeschlossen haben, die Kritische Theorie als »Verbindung von Neomarxismus und Psychoanalyse«.
Insbesondere die Burschenschaft »Olympia« steht seit ihrer Wiederzulassung im Jahr 1952 im Zentrum des militanten Rechtsextremismus. Im Januar vergangenen Jahres etwa lud sie zu einem Abend mit dem deutschen Neonazibarden Michael Müller, der in seinen Liedern folgendes zum Besten gibt: »Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden, da ist der Ofen an. (…) Bei 6 Millionen Juden ist noch lange nicht Schluss.«
Der eingeladene Festredner Rolf Kosiek machte unter dem Pseudonym Rudolf Künast die Kritische Theorie bereits im Jahr 1983 für die »Umweltzerstörung« verantwortlich. Er war in den siebziger Jahren Führungskader der NPD und saß im »wissenschaftlichen Beirat« der rassistischen Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung des Hamburger Neonazis Jürgen Rieger. Seit 1981 ist er Mitarbeiter des rechten Grabert-Verlages. Kosiek, der auch Mitglied im revanchistischen Witikobund ist, referierte u.a.beim mittlerweile behördlich aufgelösten Verein »Dichterstein Offenhausen« und beim nicht minder neonazistischen Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes. Dieses Jahr erschien sein Buch »Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen« in fünfter Auflage.

Nähere Informationen zu dem Gegensymposium unter www.cafecritique.priv.at

Tirol Online – Neonazi-Emblem bringt Haftstrafe

Es ist kein Kavaliersdelikt verschlüsselte NS-Symbole auf Jacken zu tragen oder fremdenfeindliche CDs zu vervielfältigen.
Der 19-jährige Unterländer bewegte sich jahrelang in der Neonazi-Szene. Schon einmal kam es im Zuge von Streitigkeiten am Jahrestag des Hitler-Attentates zu einer Körperverletzung. Als der Unterländer im Frühjahr bei einer Verhandlung wegen NS-Wiederbetätigung eine Jacke mit dem Emblem “H8 Society” trug, setzte es gleich die nächste Anklage.

Tirol Online – Neonazi-Emblem bringt Haftstrafe

Es ist kein Kavaliersdelikt verschlüsselte NS-Symbole auf Jacken zu tragen oder fremdenfeindliche CDs zu vervielfältigen.
Der 19-jährige Unterländer bewegte sich jahrelang in der Neonazi-Szene. Schon einmal kam es im Zuge von Streitigkeiten am Jahrestag des Hitler-Attentates zu einer Körperverletzung. Als der Unterländer im Frühjahr bei einer Verhandlung wegen NS-Wiederbetätigung eine Jacke mit dem Emblem “H8 Society” trug, setzte es gleich die nächste Anklage.

Skinheads’ racial taunts led couple to protest march

Being harassed by skinheads galvanised Wellington couple Mike Asquith and Cici Ye to join a weekend march against racism. Mr Asquith, an animator, and his university student girlfriend had just left a bar on Allen St off Courtenay Place about 1.30am when a group of four skinhead men and a woman surrounded them. (…) Three of the men followed the couple down the street so they approached a bouncer to ask his help and the men continued past.

Skinheads’ racial taunts led couple to protest march

Being harassed by skinheads galvanised Wellington couple Mike Asquith and Cici Ye to join a weekend march against racism. Mr Asquith, an animator, and his university student girlfriend had just left a bar on Allen St off Courtenay Place about 1.30am when a group of four skinhead men and a woman surrounded them. (…) Three of the men followed the couple down the street so they approached a bouncer to ask his help and the men continued past.