Kleine Lichter, große Töne | stern.de

Einheimische Kandidaten bilden die Basis der NPD in Sachsen – in den Landtag aber ziehen auch die westdeutschen Einpeitscher.
Sofort nach der ersten Hochrechnung fielen die Masken. “Ein Fanal”, jubelte Klaus Beier von der NPD, “und das aus Dresden – 60 Jahre nach dem Bombenterror.” Jetzt sei man endlich wieder da und werde aufräumen: “Bald auch im Reichstag.” Den ganzen Wahlkampf über hatten die Rechtsextremisten Kreide gefressen. Kandidaten vor Ort durften keine Interviews geben. Der Straßenterror ruhte. Das schöne Bild von der neuen Protestpartei Ost aus Handwerkern, Einheimischen und netten Nachbarn sollte nicht zu früh Schaden nehmen.
Zwölf Neonazis im Landtag
Nun werden zwölf Neonazis im sächsischen Landtag sitzen – und die Sau rauslassen. Nach ersten eindeutigen Statements feierten sie in einer Raststätte am Autobahndreieck Nossen ihren Sieg. Verhängte Fenster, “Deutschland über alles”-Gesänge und erhobene Arme: Die Freude war größer als jede Vorsicht – und die westdeutsche Nazi-Prominenz beinahe komplett: Thomas Wulff, Spitzname “Steiner” (nach einem SS-General) war erschienen. Aber auch echte Szene-Ikonen wie Manfred Börm, ein ehemaliger Kampfgefährte von Michael Kühnen, der jetzt als Sicherheitschef im Parteivorstand sitzt. Und natürlich Udo Voigt, der NPD-Parteichef. Viele zugereiste Funktionäre sind es auch, die den Erfolg organisiert haben und nun die Diäten kassieren.

Oltner Tagblatt – Hilflos im Umgang mit Populisten

Unbeholfenheit der TV-Leute nach dem Wahlerfolg der Rechtsextremen
Nach dem Wahlerfolg der Rechten hat sich das deutsche Fernsehen ziemlich blamiert. Den Spitzenkandidaten wurde das Wort abgeschnitten, Bilder wurden ausgeblendet – auf den Umgang mit Extremisten sind die Sender nicht vorbereitet

siehe auch: Eklat bei Auftritt von Rechtsradikalen bei ARD und ZDF. Politiker aller Parteien wollten die Fernsehauftritte von DVU und NPD am Wahlabend nicht hinnehmen. Den Moderatoren entglitt unter rechtem Wortschwall die Kontrolle

Antifaschistisches Infoblatt – Neue Qualität des Rechtsextremismus in Ostdeutschland

Landtagswahl in Sachsen: Der Erfolg der NPD ist eine neue Dimension in der Entwicklung des Rechtsextremismus in Ostdeutschland

Die NPD ist die rechtsextreme Partei, welche nunmehr eine parlamentarische Präsens mit einem aggressiv neonazistischen Grundcharakter ihrer Politik zu verbinden vermag. Die weit verbreitete Annahme, die Partei werde sich durch ihre parlamentarische Praxis delegitimieren ist falsch und gefährlich. Die NPD ist seit Mitte der 90er Jahre eine neonazistische Kampfpartei. Anders als die DVU, verfügt sie über einen Kern von politisch-weltanschaulich gefestigten Kadern, die in der Lage sind, eine antisemitische und rassistische Programmatik in politische Praxis umzusetzen. Ein Blick auf die der sächsische NPD Wahlliste zeigt, das hier keine politisch unerfahrenen No-Names zur Wahl standen, sondern Personen, die z.T. seit Jahrzehnten fest im rechtsextremen Milieu verankert sind. Anders als die DVU wird die NPD somit nicht in erster Linie als Protestpartei und Ausdruck einer vermeintlichen Ohnmacht gegen aktuelle Veränderungsprozesse in der Gesellschaft gewählt, sondern als eindeutig rassistische und fremdenfeindliche Option in einem Bundesland in dem es kaum AusländerInnen gibt.

Opposing groups to rally (phillyBurbs.com)

A group promoting Aryan domination will rally its supporters Saturday afternoon at Valley Forge National Historical Park while a organization urging tolerance plans to demonstrate in response. Both the National Socialist Movement and the Center for Education Rights will share the park between 2 and 4 p.m.
Extra law enforcement will be on hand, and there will be temporary closures of sections of the park from early morning until dusk. The National Socialist Movement, based in Minneapolis, Minn., declares its goal to be “nothing less than the absolute domination of the white, civilized areas of the earth by the Aryan white man.” Its three Pennsylvania chapters are in Bethlehem, Philadelphia and Berks County.
The permit application was for 100 to 200 people, though the group’s leader, Jeff Schoep, expects more, including members of organizations such as the Aryan Nation, Klu-Klux Klan and various skinhead movements.

4 Wounded in Race-Hate Attack in Moscow Metro – NEWS – MOSNEWS.COM

Moscow prosecutors have launched a criminal probe into a fresh attack on ethnic Caucasians in Moscow. On Saturday four men of Caucasian descent were attacked by skinheads in a metro train, the Interfax news agency reports. The victims were treated in hospital for injuries that include fractures and knife wounds.
Witnesses described how a group of between 20 and 50 skinheads set upon four Caucasians in a metro carriage late on Saturday night. The youths allegedly shouted, “This is what you get for terror attacks”, as they beat and kicked their victims and slashed them with knives.

FJC | News | Youth Detained for Vandal Attack on Jewish Cemetery in Ukraine

One month following the vandal attack in the Jewish section of the ‘Donetskoye More’ Cemetery in Donetsk, officials from the local Internal Affairs Department coordinated a press conference to report that the perpetrators have been identified and detained. According to the police officer responsible, the vandalism incident was met with a very strong reaction in the local and regional media. As a number of elected deputies have taken a great interest in the investigation, the Ministry of Internal Affairs assumed responsibility for handling the case.

The Budapest Sun Online – Story page

DIÁNA Bácsfi, leader of the far-right Magyar Jövô Csoport (Group for a Hungarian Future) was taken in for interrogation by the police on the afternoon of Monday, September 13. She was released at 1pmon Wednesday after the police had detained her for the maximum 72 hours for which a suspect can be held without charge.
BÁCSFI was investigated for charges of incitement against the public and of displaying a totalitarian symbol. The first of these charges was dismissed.

Yahoo! Nachrichten – Gegen braunen Ungeist – Linke machen gegen NPD-Aufmarsch mobil

Die linke Szene macht gegen den für Samstag in Berlin geplanten NPD-Aufzug mobil. Statt vom Bahnhof Friedrichstraße will die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) nun ab 10.00 Uhr vom U-Bahnhof Pankstraße durch den Soldiner Kiez in Wedding demonstrieren, wie am Donnerstag ein Sprecher sagte. Die neue Route sei eine Reaktion auf die geänderte Streckenführung des Neonazi-Aufmarsches, der zunächst durch Kreuzberg führen sollte, nach dem Veto der Versammlungsbehörde nun aber durch den Bezirk Wedding geht. In der Innenverwaltung seien die «massiven Störversuche der linken Szene» bekannt, sagte Sprecherin Henrike Morgenstern. Die Polizei sei darauf eingerichtet