60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz: Thierse ruft zum entschlossenen Kampf gegen Neonazis auf – SPIEGEL ONLINE

Mit einer Sondersitzung zum 60. Jahrestag der Befreiung des Todeslagers Auschwitz hat der Deutsche Bundestag der Millionen Opfer des nationalsozialistischen Massenmordes gedacht. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse rief in seiner Ansprache zum aktiven Widerstand gegen den Rechtsextremismus auf.
“Wir dürfen denen unsere Sprache und unsere Plätze nicht überlassen”, sagte Thierse auf der zentralen Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Herrschaft in Berlin. “Wegschauen, ignorieren, schweigen, all das dürfen wir Demokraten nicht tun”, forderte der SPD-Politiker.
Es gehe aber nicht nur darum, sich gegen ein Verdrängen der NS-Verbrechen zu wenden und die “beschämende Erinnerung” wach zu halten. Diese “verpflichtende Erinnerung” sei ohnehin Teil der politischen und moralischen Identität Deutschlands. Vielmehr verpflichte der Holocaust-Gedenktag für immer dazu, “dass Deutsch nie mehr die Sprache des Mordes, des Antisemitismus, der Menschenfeindlichkeit, der Lüge und der rassistischen Vorurteile wird”.

AP Wire | 01/26/2005 | 19 arrested in Riverside County hate group investigation

An investigation into an alleged white supremacist group led to 19 arrests over four months in rural Riverside County, authorities said.
The investigation began with the arrest of Howard Michael Marshall of Menifee, a volunteer assistant football coach at Paloma Valley High School who allegedly tried to recruit teenagers into an armed white supremacist group, authorities said.
Marshall, 44, was arrested in August and November on drugs and weapons charges, and police recovered from his home 45 guns, ammunition, body armor and steroids, which he was suspected of giving to athletes (…) Doyle said those arrested were linked to several white supremacist groups, including PENI, or “Public Enemy Number One,” which began as a skinhead prison gang.
Among the items seized by police were dozens of rifles, bulletproof vests, swords, flags with swastikas, and a photo of a white-power rally that showed two young girls giving a Nazi salute.

AP Wire | 01/26/2005 | 19 arrested in Riverside County hate group investigation

An investigation into an alleged white supremacist group led to 19 arrests over four months in rural Riverside County, authorities said.
The investigation began with the arrest of Howard Michael Marshall of Menifee, a volunteer assistant football coach at Paloma Valley High School who allegedly tried to recruit teenagers into an armed white supremacist group, authorities said.
Marshall, 44, was arrested in August and November on drugs and weapons charges, and police recovered from his home 45 guns, ammunition, body armor and steroids, which he was suspected of giving to athletes (…) Doyle said those arrested were linked to several white supremacist groups, including PENI, or “Public Enemy Number One,” which began as a skinhead prison gang.
Among the items seized by police were dozens of rifles, bulletproof vests, swords, flags with swastikas, and a photo of a white-power rally that showed two young girls giving a Nazi salute.

Slovak news: Slovakia said to have most neo-Nazis in post-communist countries

ACTIVIST Ladislav Ďurkovič, the former leader of the People Against Racism group, claims that Slovakia and the Czech Republic have the highest level of neo-Nazi activity in the former Socialist Bloc.
He estimates that there may be as many as 5,000 far-right extremists in the country based on materials presented at a conference in Lithuania in 2002. Police statistics from 2001 suggest a number around 2500.
The neo-Nazis are organized into groups with names such as Biela Slovenská Jednota (White Slovak Unity) and SS AG Slovakia.

Slovak news: Slovakia said to have most neo-Nazis in post-communist countries

ACTIVIST Ladislav Ďurkovič, the former leader of the People Against Racism group, claims that Slovakia and the Czech Republic have the highest level of neo-Nazi activity in the former Socialist Bloc.
He estimates that there may be as many as 5,000 far-right extremists in the country based on materials presented at a conference in Lithuania in 2002. Police statistics from 2001 suggest a number around 2500.
The neo-Nazis are organized into groups with names such as Biela Slovenská Jednota (White Slovak Unity) and SS AG Slovakia.

Leipziger Volkszeitung – Jelinek und Castorf protestieren gegen Berliner Flick-Sammlung

Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz haben die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, gegen die „Flick Collection“ in Berlin protestiert. Der Aufruf, der von weiteren 240 Intellektuellen, Professoren und Initiativen unterzeichnet ist, erschien heute als Anzeige in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).
Die Unterzeichner werfen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), dem Land Berlin und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz vor, mit ihrer Unterstützung für die Sammlung von Friedrich Christian Flick „zur Stilllegung der Erinnerung an die Shoa“ beizutragen.

siehe dazu auch: Intellektuelle protestieren gegen “Flick Collection”. Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz protestieren zahlreiche Intellektuelle, darunter Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, heftig gegen die Berliner Ausstellung der “Flick Collection”. In einer Zeitungsanzeige werfen sie Bundeskanzler Schröder die “Stilllegung der Erinnerung an die Schoah” vor, Doppelschlag gegen Flick. Flugblätter und weiße Farbe im Museum, eine Anzeige von Intellektuellen in der “FAZ”: Genau am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde die Flick Collection zum Ziel von gleich zwei Attacken.
Aufruf: HEIL DICH DOCH SELBST. DIE «FLICK COLLECTION» WIRD GESCHLOSSEN

ND- Als die Befreiung begann- 27.01.05

Vor 60 Jahren erreichte die Rote Armee Auschwitz und fand noch 8000 Überlebende
»Tränen hatten wir nicht mehr«, notierte die Hamburger Jüdin Flora Neumann. Sie war eine der wenigen Überlebenden von Auschwitz, konnte sich während des Todesmarsches, den die Nazis im Januar 1945 kurz vor der Ankunft der Roten Armee zur Lagerräumung angeordnet hatten, in einem Straßengraben in der Nähe von Leipzig verstecken. Erst 1988, mit 77 Jahren, vermochte sie das Zeugnis des Erlittenen für eine kleine Broschüre aufzuschreiben. Das Grauen hatte während der Lagerzeit nicht nur ihre Tränen gesperrt, für noch lange Zeit danach auch ihre Worte.

ND- Als die Befreiung begann- 27.01.05

Vor 60 Jahren erreichte die Rote Armee Auschwitz und fand noch 8000 Überlebende
»Tränen hatten wir nicht mehr«, notierte die Hamburger Jüdin Flora Neumann. Sie war eine der wenigen Überlebenden von Auschwitz, konnte sich während des Todesmarsches, den die Nazis im Januar 1945 kurz vor der Ankunft der Roten Armee zur Lagerräumung angeordnet hatten, in einem Straßengraben in der Nähe von Leipzig verstecken. Erst 1988, mit 77 Jahren, vermochte sie das Zeugnis des Erlittenen für eine kleine Broschüre aufzuschreiben. Das Grauen hatte während der Lagerzeit nicht nur ihre Tränen gesperrt, für noch lange Zeit danach auch ihre Worte.

Reuters: Zustimmung zu Schilys Plänen gegen rechtsextreme Demos

In der Debatte um Aufmärsche der rechtsextremen NPD zeichnet sich eine parteiübergreifende Einigung auf eine Verschärfung des Versammlungsrechts ab.
Landesinnenminister von CDU und CSU begrüßten am Mittwoch Pläne von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) für schärfere Regeln. Schily will Demonstrationen von Neonazis an Gedenkorten für die Opfer des Nationalsozialismus unterbinden, etwa am künftigen Holocaust-Mahnmal im Berliner Regierungsviertel. Unabhängig vom Ort sollen Kundgebungen wie am Grab des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess in Wunsiedel generell untersagt werden können. Auch die Grünen zeigten sich bereit zu der geplanten Verschärfung des Versammlungsrechts. Angesichts von Bedenken aus der SPD ist allerdings zweifelhaft, ob die Verschärfung noch die geplante Demonstration der NPD am Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai in Berlin verhindern kann. Unions-Vertreter setzen sich zudem für strengere Vorschriften durch andere rechtliche Mittel ein.
Schilys Sprecher Rainer Lingenthal sagte, die Verschärfung ziele darauf, Verstöße gegen die Menschenwürde von NS-Opfern durch rechtsextreme Kundgebungen in der Nähe von Gedenkorten zu verhindern. Dazu könne neben dem Holocaust-Mahnmal auch das geplante Denkmal für in der NS-Zeit ermordete Sinti und Roma gehören. Zudem sollten Aufmärsche von Neonazis wie in Wunsiedel auch an anderen Orten verboten werden. Es bedürfe bei der Neuregelung genauer Prüfung, da es sich um Eingriffe in die vom Grundgesetz besonders geschützte Versammlungsfreiheit handele.

Reuters: Zustimmung zu Schilys Plänen gegen rechtsextreme Demos

In der Debatte um Aufmärsche der rechtsextremen NPD zeichnet sich eine parteiübergreifende Einigung auf eine Verschärfung des Versammlungsrechts ab.
Landesinnenminister von CDU und CSU begrüßten am Mittwoch Pläne von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) für schärfere Regeln. Schily will Demonstrationen von Neonazis an Gedenkorten für die Opfer des Nationalsozialismus unterbinden, etwa am künftigen Holocaust-Mahnmal im Berliner Regierungsviertel. Unabhängig vom Ort sollen Kundgebungen wie am Grab des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess in Wunsiedel generell untersagt werden können. Auch die Grünen zeigten sich bereit zu der geplanten Verschärfung des Versammlungsrechts. Angesichts von Bedenken aus der SPD ist allerdings zweifelhaft, ob die Verschärfung noch die geplante Demonstration der NPD am Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai in Berlin verhindern kann. Unions-Vertreter setzen sich zudem für strengere Vorschriften durch andere rechtliche Mittel ein.
Schilys Sprecher Rainer Lingenthal sagte, die Verschärfung ziele darauf, Verstöße gegen die Menschenwürde von NS-Opfern durch rechtsextreme Kundgebungen in der Nähe von Gedenkorten zu verhindern. Dazu könne neben dem Holocaust-Mahnmal auch das geplante Denkmal für in der NS-Zeit ermordete Sinti und Roma gehören. Zudem sollten Aufmärsche von Neonazis wie in Wunsiedel auch an anderen Orten verboten werden. Es bedürfe bei der Neuregelung genauer Prüfung, da es sich um Eingriffe in die vom Grundgesetz besonders geschützte Versammlungsfreiheit handele.