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Jungle World 17/2004: Provinz marschiert
Das hessische Kirtorf ist ein Zentrum organisierter Neonazis. Antifaschistische Gruppen aus Hessen planen nun eine Kampagne gegen die rechten Strukturen vor Ort.

Antifas und der hessische Verfassungsschutz sind sich an einem Punkt einig: Kirtorf hat sich zu einem Zentrum der Naziszene entwickelt. Seit Jahren konnten Neonazis ungestört ihre Strukturen in dem 1 500 Einwohner zählenden Ort in Osthessen aufbauen. Erst seit Antifagruppen aus dem ganzen Bundesland für den 17. April zu einer Demonstration in Kirtorf aufrufen, reagiert die Lokalpolitik. Und zwar hektisch. Einstimmig verabschiedeten der Magistrat und der Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung nur wenige Tage nach Eingang der Anmeldung eine Erklärung. Zu lange habe man sich nicht mit dem Problem auseinandergesetzt, nun aber wolle man endlich alle »rechtlichen und politischen Mittel« ausschöpfen, um gegen den Nazitreffpunkt mitten im Ort vorzugehen. Seinen Namen will jedoch keiner der Politiker in einer Zeitung sehen, sagte ein CDU-Mitglied der Jungle World. Es habe schon Drohungen von den Rechten gegeben. In Kirtorf wie im gesamten Vogelsbergkreis östlich von Marburg treten seit Anfang der neunziger Jahre immer wieder organisierte Neonazis auf. Wehrsportübungen, Schlägereien, Sonnenwendfeiern, Konzerte und Fackelzüge finden sich auf einer langen Liste, die von antifaschistischen Gruppen zusammengestellt wurde, um das Geschehen der letzten zwölf Jahre zu dokumentieren. Sie belegt, dass sich in der Gegend eine überregional bedeutende Szene etabliert hat, die regelmäßig Konzerte und Partys organisiert. Die Kirtorfer Rechtsextremisten haben sich weit über die Grenzen Hessens hinaus einen Namen gemacht. So kamen im März 2002 etwa 600 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um an einer Feier der berüchtigten Dortmunder Nazihooligan-Truppe »Borussenfront« teilzunehmen. Als Hauptattraktion trat die Rechtsrock-Band »Kategorie C« auf. Erst vor wenigen Wochen kamen wieder einmal 200 Konzertbesucher in den Ort, um Nazimusik zu hören.

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FrontPage magazine.com: Faculty Union Embraces Jew-Haters by Ed Morgan

In a week that saw homes in the suburb north of Toronto’s York University covered in swastikas, and synagogues and Jewish cemeteries vandalized in the neighbourhood on the south, the campus itself was no island for idyllic reflection. With clowns to the left of them and jokers to the right, Jewish students were stuck in the middle with York. The campus events [were] sponsored by the Canadian Union of Public Employees (CUPE) Local 3903, representing all graduate students, teaching assistants and contract faculty at York University. Separate from its collective bargaining activities, the union engages in a variety of international solidarity projects… One student on a solidarity mission has reported to York’s CUPE local that he is proud to be working alongside the Popular Front for the Liberation of Palestine–an illegal organization under Canada’s anti-terrorism legislation. According to reports, the presentation last week included yet another rehash of the 2002 fighting in Jenin. The union’s speakers did not witness it themselves, but were able to relate second- and third-hand accounts…which have been shown to be false by Human Rights Watch and other objective sources.

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13 Arizonans tied to Nichols asked to testify

The list of 13 Mohave County residents asked to testify in the Oklahoma trial of Oklahoma City bombing suspect Terry Nichols has been made public. The local residents are people who knew Nichols, bomber Timothy McVeigh and former Kingman resident Michael Fortier. Superior Court Judge Steven Conn has scheduled a hearing for Friday to determine whether the witnesses can offer good reasons for not testifying in the trial.

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North County Times: County official accused of racism during board meeting

Riverside County’s human-resources director was accused in the open session of Tuesday’s Board of Supervisors meeting of discriminating against blacks when hiring new employes and showing favoritism to whites when granting promotions. The accusations were leveled against Human Resources Director Ron Komers by Debrah M. Freeman, a Riverside resident and employee-relations division manager within the county Human Resources Department. Freeman, who is black, read a four-page prepared statement detailing allegations during the oral communications period at the end of the morning board session.

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HoustonChronicle.com: Former KKK leader Duke out of prison

Former Ku Klux Klan leader David Duke has left a federal prison in Big Spring and will spend some time in an undisclosed halfway house in Louisiana. ‘Mr. David Duke was released today, and that’s all I can really say,’ John Ybarra, prison spokesman, said Thursday. Duke spokesman Roy Armstrong said in a story in Friday’s Midland Reporter-Telegram that the former Louisiana state representative left Big Spring on a Greyhound bus. Armstrong said Duke is scheduled to spend a month in the halfway house. In a plea bargain finalized in December 2002, Duke pleaded guilty to falsely reporting a gross income of $18,831 in 1998, rather than the actual $65,034, and to bilking supporters. Duke turned himself in at Big Spring in April 2003. Duke was sentenced to 15 months in prison and fined $10,000 for bilking his supporters and cheating on his taxes. After completing his sentence, Duke was scheduled to have two years of supervised release.

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canada.com: Hatred finds fertile soil Intolerance often rooted in feuds between ethnic groups

DANGEROUS SITUATION: Professor Tanya Basok of the University of Windsor has researched hate crimes and racism in Canada. She says global events have ramifications in Windsor. ADVERTISEMENT Racial intolerance leading to violence is a real danger in Windsor-Essex, according to academics and minority group representatives reacting Monday to the second hate-inspired crime in three days.

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heise online: Suchalgorithmen, Wahrheit und Moral

Über 1,4 Millionen Treffer verzeichnet die Suchmaschine Google bei der Suche nach dem Wort ‘Jew’, dem englischen Wort für ‘Jude’. Dass ausgerechnet eine antisemitische Seite den Spitzenplatz erreichte, hat zu einem Wettstreit um die Änderung der Google-Ergebnisse geführt. Während die eine Fraktion den Google-Suchalgorithmus überlisten will, fordern andere den Ausschluss der Seite aus dem Index der Suchmaschine. Im März hatte Steven Weinstock aus New York bemerkt, dass ‘Jew Watch’ bei Google den Spitzenplatz erobert hatte. Die US-amerikanische Seite gibt sich als neutrales Linkverzeichnis aus, das über das Judentum aufklären will. Sie ist allerdings gefüllt mit Links zu revisionistischen und rechtsradikalen Seiten. Es ist von ‘jüdischen Weltverschwörungen’ und ‘zionistisch unterwanderten Regierungen’ zu lesen, zu denen nach Überzeugung der Autoren übrigens auch die deutsche Regierung gehört. Auf Weinstocks Beschwerde wollte Google keine Initiative ergreifen und das Ranking ändern: Die Suchalgorithmen könnten Aspekte wie Wahrheit oder Moral nicht einbeziehen. Daraufhin hat Daniel Sieradsk in dem Blog Jewschool dazu aufgerufen, ‘Jew Watch’ durch ein gezieltes Google-Bombing von der Top-Position zu vertreiben. Er forderte die Netzgemeinde dazu auf, das Wort ‘Jew’ mit dem entsprechenden Wikipedia-Eintrag zu verlinken, damit die Suchalgorithmen von Google diese Webseite als besonders relevant ansehen und diese entsprechend höher einstufen.

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Yahoo: Rechtsextreme können laut Studie bei Europawahl mit Gewinnen rechnen

Rechtsextreme Parteien können einer Studie zufolge bei der Europawahl im Juni mit starken Zugewinnen rechnen. Die am Dienstag veröffentlichte Untersuchung prognostiziert außerdem einen Wahlsieg der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), gefolgt von den Sozialdemokraten (SPE) als zweitstärkste Kraft. Im Auftrag der PR-Agentur Burson-Marsteller ermittelten zwei britische Wissenschaftler, dass bis zu 30 Abgeordnete verschiedener Parteien des rechten politischen Spektrums ins Europäische Parlament einziehen könnten. Damit wären die Rechten stark genug, um einen eigenen Block zu bilden und einen Ausschussvorsitzenden einzufordern, wie Simon Hix, einer der Autoren der Studie, auf einer Pressekonferenz sagte. Die französische Front National kann demnach mit einer Verdopplung ihrer Mandate rechnen – gegenwärtig stellt sie fünf Europaabgeordnete. Auch für den belgischen Vlaams-Block wird ein Stimmenzuwachs prognostiziert.

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ND: Zahl von Delikten im Februar gestiegen
PDS-Abgeordnete Pau: Angaben noch nicht vollständig

Im Februar ist die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten in Deutschland gegenüber dem Vormonat von 554 auf 587 gestiegen. Dies erfuhr die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau in der jüngsten Antwort des Bundesinnenministeriums auf ihre regelmäßigen Anfragen zur Entwicklung rechtsextremer Gewalt. Damit wurde »im kürzesten Monat des Jahres ein spürbarer Anstieg« ausgewiesen, verglichen mit Dezember des letzten Jahres sogar um 15 Prozent, so die Politikerin in einer Pressemitteilung. Besonders auffällig sei der Anstieg bei rechtsextremistischen Gewalttaten: Hier weist die Statistik des Innenministeriums für Dezember des vergangenen Jahres 30 und im Januar dieses Jahres 29 Fälle aus.