< sz-online: Neonazis mit Palästinensertuch - Klei...

Früher war es einfach. Neonazis trugen Springerstiefel, die Antifa das Palästinensertuch. Heute kann es umgekehrt sein. Ein Teil der rechten Szene greift ganz bewusst auf Kennzeichen der linken Gegner zurück, wie auch auf der NPD- Demonstration am 1. Mai in Berlin zu sehen war.
Die Gesinnung ist längst nicht immer an der Garderobe zu erkennen. Firmen, die zu Unrecht als Nazi-Marken gelten, sind froh über diesen Wandel. Das Palästinensertuch tragen Neonazis zum Beispiel, um ihren Antisemitismus auszudrücken, berichtet Birgit Jagusch, Referentin beim Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Düsseldorf. Einige Rechte geben sich bewusst „brav und bieder“ in Jeans und Jackett, andere bleiben bei der martialischen Bomberjacke. Es geht um die Frage, ob man sich abgrenzen oder integrieren soll. „Das ist noch nicht entschieden“, sagt Jagusch. Sie hat bei Rechten manche Anleihen aus der linken Szene beobachtet, beispielsweise Rosa- Luxemburg-Zitate oder sogar Musik der legendären alternativen Band Ton, Steine, Scherben. Für Jagusch sind das Versuche, in den gesellschaftlichen Mainstream zu gelangen.
In punkto Garderobe hat sich einiges getan: Die „taz“ spricht bereits von „des Neonazis neuen Kleidern“. „Man sollte genau hingucken“, meint Henning Flad, Politikwissenschaftler an der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), der sich intensiv mit den Kleidercodes befasst hat. „Auf keinen Fall ist jeder Jugendliche, der Lonsdale trägt, als Neonazi abzustempeln“. Früher war die britische Traditionsfirma in der rechten Szene beliebt, weil bei aufgeknöpfter Jacke „NSDA“ zu lesen war. Heute gilt ein anderes Label in der Szene als beliebter: Consdaple – der Mittelteil ergibt auf der Brust: „NSDAP“. Auch T-Shirts mit Bandnamen wie Landser oder Screwdriver gehören laut Flad ins rechte Milieu.

Tagesspiegel Online: 26-Jähriger wegen Nazipropaga…

Tagesspiegel Online: 26-Jähriger wegen Nazipropaganda im Internet vor Gericht

Ein Anbieter tausender Dateien mit Musik von Neonazi-Bands muss sich seit Dienstag wegen Volksverhetzung vor dem Berliner Landgericht verantworten. Der 26-jährige Metallbauer soll eine Internetseite mit dem Titel «Berlinwehr» betrieben haben. (…) Über 7000 Dateien mit rassistischen und judenfeindlichen Titeln einschlägiger Bands hatte der Mann auf dem Computer in seiner Wohnung im Stadtteil Friedrichshain gehortet.

Yahoo! Nachrichten: Anklage gegen Münchner Rechtse…

Yahoo! Nachrichten: Anklage gegen Münchner Rechtsextremisten

Wegen der vergangenes Jahr von Rechtsextremisten geplanten Terroranschläge in der Münchner Innenstadt hat Generalbundesanwalt Kay Nehm erste Anklagen erhoben. Wie die Ermittlungsbehörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte, sollen sich zunächst fünf junge Leute wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung beziehungsweise deren Unterstützung verantworten. Das «Aktionsbüro Süd» um den Neonazi Martin Wiese soll zunächst eine Sprengstoffexplosion bei der feierlichen Grundsteinlegung zum Wiederaufbau der Münchner Synagoge mit Bundespräsident Johannes Rau geplant haben. Ersatzweise hätten sie dann einen Anschlag in der Innenstadt, etwa auf den Marienplatz, ins Auge gefasst, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Er kann erst festgelegt werden, wenn das Bayerische Oberste Landesgericht über die Zulassung der Anklage entschieden hat. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft, Frauke-Katrin Scheuten, erläuterte, zunächst seien vor allem die jüngeren Mitglieder der Vereinigung angeklagt worden, was auch dem Gesetzesgebot zu beschleunigten Verfahren bei Jugendliche entspreche. Die Anklage wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung richtet sich gegen die 18-jährige Bürokraft Monika St., die 19 Jahre alte Schülerin Ramona Sch., die 22-jährige Auszubildende Jessica F. und den 18 Jahre alten Erwerbslosen Thomas Sch. Der ebenfalls erwerbslose 37-jährige Andreas J. wurde nur wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Die Ermittlungen gegen Wiese und neun weitere Beschuldigte dauern an. In diesen Fällen ist die Anklageerhebung laut Scheuten im Frühsommer zu erwarten

de.indymedia.org: Neonazi-Feier in Hochstätten bei…

de.indymedia.org: Neonazi-Feier in Hochstätten bei Bensheim

In Hochstätten bei Bensheim wird heute Abend in der Halle der ehemaligen Schlosserei A. Geiss die Einweihung der neuen Kameradschaftsräumlichkeiten gefeiert. Um ca. 22.00 Uhr waren ca. 100 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet (Mannheim, Hamburg, Saarbrücken, auch die Schweiz war vertreten) anwesend. Die Polizei hat beide Zufahrten zu Hochstätten (von Auerbach und Balkhausen aus) abgesperrt und führt gründliche Vorkontrollen (Waffen, Personalien) durch. Die Neonazis haben die Halle für 5 Jahre angemietet und wollen dort u.a. regelmäßige Kameradschaftsabende abhalten; es ist zu befürchten, dass auch Schulungen und Konzerte dort stattfinden werden. Der Besitzer wusste dabei nicht, an was für Leute er vermietet. Das Gelände befindet sich links (von Bensheim kommend) kurz nach dem Ortseingangsschild Hochstätten, gegenüber der Einfahrt der Marmorit-Werke).

Bei der Kameradschaft handelt es sich um die “Kameradschaft Bergstraße”

de.indymedia.org: Neonazis feierten ungestört Hitl…

de.indymedia.org: Neonazis feierten ungestört Hitler-Geburtstag

Rund 300 Neonazis versammelten sich gestern Abend in Gelsenkirchen-Schalke. In einem ehemaligen Casino auf der Kurt-Schumacher-Straße / Ecke Caubstraße feierten sie ungestört den 115. Geburtstag Adolf Hitlers. Unter dem Motto ‘115. Glatzen-Party’ traten mehrere Bands, darunter der Gelsenkirchener Jens Bruchersiefer solo, auf. Die Polizei sperrte das Gelände lediglich weiträumig ab und stellte die Personalien der Besucher fest. Anwesende Antifas wurden von aggressiv auftretenden Polizisten mit einem Platzverweis versehen.

Allgemeine Zeitung: Rechte Szene bei Jugendlichen …

Allgemeine Zeitung: Rechte Szene bei Jugendlichen aktiv
Innenminister: Gefahr durch soziale Ängste

Rechtsextremisten nutzen die soziale Verunsicherung in der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage, um insbesondere Jugendliche für ihre verfassungsfeindlichen Ziele anzuwerben. Unter Hinweis auf diese neuen Gefahren einer ‘modernen Rechten’ hat Innenminister Walter Zuber (SPD) am Freitag im Mainzer Landtag die ersten Informationstage des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes eröffnet. Rheinland-Pfalz sei zwar keine braune Hochburg, doch bestehe trotz der derzeit starken Gewichtung der islamistischen Gefahr kein Anlass, die rechte Szene zu vernachlässigen. Franz Kirchberger, Polizeipräsident der Direktion Rheinhessen, wies in einer Podiumsdiskussion auf die nicht immer klar erkennbaren Erscheinungsbilder der Rechten hin. In Rheinhessen habe es beispielsweise sechs der sieben im vergangenen Jahr registrierten Skinhead-Konzerte im Land gegeben. Die Veranstalter bevorzugten ländliche Gebiete, die Besucher – bis zu 200 pro Konzert – kämen aus dem gesamten Bundesgebiet. Oft wüssten Bürgermeister, bei denen Veranstaltungen gemeldet würden, nicht einmal, auf wen und was sie sich da einließen. ‘Genau dafür wollen wir die Politiker vor Ort mit unserer Aktion sensibilisieren’, meinte Kirchberger vor den rund 100 Gästen der Veranstaltung.

n-tv.de – Urteil gegen Rechtsextreme Vier Rechtse…

n-tv.de – Urteil gegen Rechtsextreme
Vier Rechtsextreme sind wegen Brandanschlägen auf ein Asylbewerberheim, einen türkischen Kultur- und Jugendverein und einen Imbissstand zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer müssen laut dem Urteil des Landgerichts Stuttgart für zweieinhalb bis sechs Jahre ins Gefängnis.

Die zur Tatzeit 16 bis 23 Jahre alten Täter wurden wegen Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und verschiedener fremdenfeindlicher Straftaten verurteilt. Versuchter Mord konnte nicht nachgewiesen werden. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb bis acht Jahren Haft gefordert. Die Verteidiger plädierten auf Bewährungsstrafen. Nach Überzeugung des Gerichts haben die vier Männer im Juli vergangenen Jahres einen Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim bei Marbach (Kreis Ludwigsburg) verübt. Dabei wurden ein 56 Jahre alter Pakistaner schwer sowie eine Chinesin und ihre zweijährige Tochter leicht verletzt. Zudem zündeten die weitgehend geständigen Männer im August 2003 einen Imbissstand an. Drei der vier Rechtsextremen warfen außerdem im Oktober Molotowcocktails auf den türkischen Kultur- und Jugendverein in Murrhardt (Rems-Murr-Kreis). Menschen wurden dabei nicht verletzt.

siehe auch: Stuttgarter Neonazi-Prozess

Die Jüdische: Hoffnung, nicht Hass Mehr als 1.2 M…

Die Jüdische: Hoffnung, nicht Hass
Mehr als 1.2 Millionen gratis Zeitungen gegen die British National Party

Searchlight ist eine seit 1975 in London monatlich erscheinende antifaschistische und antirassistische Zeitschrift. Anlässlich der EU-Wahlen am 10. Juni 2004 wurden im Rotationsdruck über 1.2 Million Exemplaren gedruckt. Diese kostenlose Sondernummer erschien in 26 verschiedenen Ausgaben, eine davon von der jüdischen Gemeinde Großbritanniens finanziert und für die Mitglieder jüdischer Gemeinden. Die Sonderausgabe ist gegen die rechtsextreme British National Party (BNP) gerichtet, die am EU-Wahlkampf teilnimmt. Da wird u.a. ein BNP-Boss als Gangster vorgestellt und aufgezeigt wie verschiedene BNP Gemeinderäte in ihren Ämtern gescheitert sind. Die Sonderausgabe wendet sich auch gegen Ausländerfeindlichkeit und macht darauf aufmerksam, dass 25% der in medizinischen Berufen Tätigen vom indischen Subkontinent stammen. Großbritannien hat die höchste Anzahl von „Mischehen“, aber Gruppen wie die BNP möchten das Rad der Geschichte zurückdrehen.

junge welt vom 03.05.2004 – Söldnerkarriere im Ira…

junge welt vom 03.05.2004 – Söldnerkarriere im Irak
Wie der frühere Apartheid-Polizist Branfield kommt ein Großteil der von Privatfirmen angeheuerten Helfer der Besatzer aus Südafrika

Hohe Bezahlung gegen höchstes Risiko, keine Kontrolle durch offizielle Instanzen: Im Irak agieren immer mehr private Sicherheitsfirmen, immer häufiger sorgen sie für Schlagzeilen, meist negative. Anfang April wurde Gray Branfield von Aufständischen getötet, ein Söldner mit einer dunklen Vergangenheit, wie jetzt The Australian berichtete. In der Zeitung enthüllte der Autor des Buches »The Silent War: South African Recce Operations 1969-1994«, Peter Stiff, daß es sich bei dem in seinem Buch zitierten »Major Brian« um Branfield gehandelt hat. Zu Beginn seiner »Karriere« arbeitete der 1949 geborene Branfield als Polizist im von Weißen regierten Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, wo er Mitglied einer paramilitärischen Eliteeinheit wurde. Nachdem Simbabwe 1980 seine Unabhängigkeit erreicht hatte, ging Branfield nach Südafrika. Hier ging er im Auftrag der weißen Regierung gegen diejenigen vor, die gegen das Apartheidregime kämpften. Er gehörte dem »Project Barnacle« an, aus dem später das »Civil Cooperation Bureau« (CCB), eine geheime Todesschwadron, wurde. Die Einheit war auf die Ermordung von Sympathisanten der Befreiungsbewegung spezialisiert. 1981 gelang es Branfield, Patrick Gericke, ein Mitglied einer südafrikanischen Spezialeinheit, der ins Nachbarland Simbabwe eingedrungen und dort gefangengenommen worden war, freizupressen. Dazu hatte Branfield den hochrangigen simbabwischen Polizeioffizier Fred Varkevisser entführt, Sprengstoff an dessen Körper befestigt und dessen Familie gefangengenommen. Nach eigenen Angaben gehörte Branfield im selben Jahr zu einer Todesschwadron, die Joe Gqabi, den obersten Repräsentanten des südafrikanischen »African National Congress« (ANC) in Simbabwe, ermordete.

junge welt vom 28.04.2004 – Getroffene Hunde belle…

junge welt vom 28.04.2004 – Getroffene Hunde bellen
120 Neonazis protestierten gegen antifaschistischen Infoabend in Bernau bei Berlin

Am Ende blickte kaum noch jemand durch: Das »Demokratische Jugendforum Brandenburg« wollte vergangene Woche im Bernauer Jugendklub Dosto über die Neonazikameradschaft »Märkischer Heimatschutz« informieren. Daraufhin kündigten die Rechten eine Demonstration »gegen Antifalügen« an. Die Antifaszene rief deshalb zu Gegenaktivitäten auf. Und tatsächlich marschierte der »Märkische Heimatschutz« mit 120 Sympathisanten. Die Antifademo – ebenfalls etwa 120 Personen stark – wurde von der Polizei massiv drangsaliert. Zeitweilig wurde der Lautsprecherwagen beschlagnahmt, der Demozug schließlich aufgelöst. Es kam zu mehreren Festnahmen. Ein Demonstrant landete gar im Krankenhaus, nachdem er, so berichten Augenzeugen, von einem knüppelnden Polizisten zu Fall gebracht worden war. Insgesamt waren einige hundert Beamte im Einsatz.