come on: Post von Mörder Lemke

Gewaltverbrecher will im Zusammenhang mit Bergfeld-Mord Beobachtung gemacht haben. Staatsanwaltschaft: “Nehmen jeden Hinweis ernst”
Gestern erreichte unsere Zeitung ein Brief von dem verurteilten mehrfachen Mörder und Neo-Nazi Lemke. Darin behauptet der zu Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilte Mann, dass er einen Hinweis zur eventuellen Aufklärung des Bergfeld-Mordes geben könne.

Jungle World 32/2004 – Angriff aufs Schülerohr

Bei ihrer »Aktion Schulhof« wollen Neonazis 250 000 CDs mit Rechtsrock kostenlos an Schüler verteilen.
Ian Stuart Donaldson, der Sänger der Nazi-Band »Skrewdriver«, sagte einmal, Musik sei »das ideale Mittel, Jugendlichen den Nationalsozialismus näher zu bringen«. Aus diesem Grund hätte sich der Termin für das »Projekt Schulhof« geradezu angeboten. Vor den Sommerferien wollten Rechtsextreme 250 000 kostenlose Multimedia-CDs mit dem Titel »Anpassung ist Feigheit – Lieder aus dem Untergrund« an Schulen in ganz Deutschland verteilen. Bands wie »Noie Werte«, »Hauptkampflinie« oder »Spirit of 88« wären dann an dem einen oder anderen Badesee in Deutschland erklungen. Denn die CD enthält 20 Lieder einschlägig bekannter Nazi-Bands sowie Kontaktadressen regionaler rechtsextremer Gruppen und Werbematerial. Eingeleitet wird sie von einem schwülstigen gesprochenen Text gegen Kriminalität, »Multikulti« und »antideutsche Geschichtsschreibung, die an allen Schulen gelehrt« werde.
Die Aktion konnte jedoch bisher nicht beginnen, da sich die Produktion der CD schwieriger erwies als gedacht. Ein Presswerk in Sachsen-Anhalt weigerte sich, den Tonträger herzustellen, und wandte sich an die Behörden. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes konnte auch die Produktion in zwei Presswerken in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen verhindert werden. Vermutlich wird die CD jetzt in Osteuropa hergestellt.
Trotz dieser Probleme kann die Aktion bereits jetzt als relativ erfolgreich eingeschätzt werden. Bevor der Sampler überhaupt produziert und verteilt ist, zeigen sich an diesem Projekt deutlich die logistischen, finanziellen und personellen Kapazitäten der Neonazi-Szene. Nach Informationen der Zeitschrift Blick nach Rechts stehen hinter dem Projekt 56 internationale Kameradschaften, Skinheadgruppen, Musiklabels und Versandgeschäfte. Kameradschaften aus Sangershausen, dem Rhein-Main-Gebiet und von der Bergstraße in Südhessen zählen zu den Unterstützern. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Fritz Behrens, warnt vor einer »rechtsextremistischen Mobilmachung« an Schulen. »Die Versuche der Szene, Jugendliche zu manipulieren, haben damit eine neue Dimension erreicht.« Ein Schwerpunkt der Aktion wird in Niedersachsen erwartet, da hier Neonazis bereits seit Monaten offensiv Flugblätter vor Schulen verteilen.
Hinter der Aktion könnten nach Informationen von Blick nach rechts und nach Angaben des thüringischen Verfassungsschutzes zwei Drahtzieher des Geschäfts mit Rechtsrock in Deutschland stecken: Lutz Willert aus dem kleinen sachsen-anhaltinischen Dorf Kuhlhausen und Thorsten Heise aus dem thüringischen Frettenrode. Willert ist Versandbetreiber von »Lu-Wi-Tonträger«; mit seinen Umsätzen unterstütze er die Hilfsorganisation für nationale Gefangene (HNG), vertreibe T-Shirts mit der Aufschrift »frei-sozial-national« sowie nationale und internationale Nazi-Musik, heißt es bei turnitdown, einem Internetforum gegen Rechtsrock.

BostonHerald.com: Brawl of the wild

A white supremacist came to the aid of an anti-abortion activist who was being roughed up by anti-war demonstrators in a clash of beliefs on Boston Common yesterday. Dubbed the “skunk” at the party, Leonard Gendron refused calls to leave a noontime anti-war rally and taunted protesters with an impromptu sermon on the evils of gay sex. A brawl broke out and a Neo-Nazi tried to help Gendron save his picture of a severed fetus head from the mob shouting, “Free abortion on demand.”

Jerusalem Post: Report: US providers shut neo-Nazi sites

An agency set up by German regional governments said Monday that US-based providers have shut down at its request a number of sites that offered neo-Nazi material.
The sites included a multilingual forum for neo-Nazis and a page that offered links to the “Top 100 Nationalist and Revisionist Sites,” the agency jugendschutz.net said. It did not identify the providers or say how many sites were shut.

siehe auch: Germany redirects traffic on web from Nazi to Holocaust site

sz-online – Erfolg mit Abstrichen

Krimineller Verein Skinheads Sächsische Schweiz zerschlagen, aber nur bedingt
135 Verdächtige ermittelt, 82 Neonazis verfolgt, 41 angeklagt. Auf den ersten Blick klingt der Verfolgungsdruck auf die Skinheads Sächsische Schweiz (SSS) gewaltig.
Aber nach drei großen Prozessen in Dresden und zahlreichen kleinen Entscheidungen Pirnaer Amtsrichter muss kein einziger Angeklagter ins Gefängnis. Über 30 000 Euro Geldbuße, die Richter verhängten, freuen sich zwar gemeinnützige Vereine. Die Kosten der Mammut-Ermittlung dürften das Zehnfache betragen haben. Mit einem zu schrill geratenen Paukenschlag erregte das Landeskriminalamt 2000 vor allem bundesweit Aufmerksamkeit. „Umfangreiches Waffenarsenal bei Großeinsatz“ gefunden, hieß es damals. Der Handwerker, dessen Garage die Ermittler gefilzt hatten, war mehr Waffensammler als Rechtsextremist, musste nicht vor den Kadi, erfuhr dafür die Solidarität rechter Kameraden und sitzt heute für die rechtsextremistische NPD in einem Gemeinderat.

RHEINPFALZ.DE – Harte Strafen für Neonazis in Neuruppin angedroht

Sorge nach zweitem Übergriff auf Polizisten im Juli
Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat sich besorgt über die zunehmende Gewaltbereitschaft Rechtsextremer gegenüber Polizisten im Norden Brandenburgs gezeigt. Nach dem zweiten Übergriff auf Polizeibeamte binnen eines Monats drohte die Staatsanwaltschaft den Neonazis harte Strafen an.
In beiden Fällen werden die Ermittler die strafprozessualen Möglichkeiten ausreizen “und jedes rechtlich zulässige Mittel ergreifen, um den Tätern und Gleichgesinnten nachhaltig zu begegnen”, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schnittcher. Insgesamt werden 34 Neonazis unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch beschuldigt.

siehe auch: Nach Polizisten-Attacke in Neuruppin drohen Neonazis harte Strafen

sz-online: Skinhead-Verfahren abgeschlossen

Die Justiz hat die Aufarbeitung krimineller Machenschaften der zahlenmäßig stärksten Neonazigruppe Skinheads Sächsische Schweiz (SSS) für beendet erklärt.
Die Staatsschutzkammer habe ein letztes Verfahren gegen einen Unterstützer der Neonazis gegen eine Geldauflage von 2 000 Euro eingestellt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Insgesamt hatten die Ermittler 139 Neonazis im Visier, gegen 82 von ihnen wurden Verfahren eröffnet, 41 waren angeklagt. Ins Gefängnis muss keiner.

KSTA.DE: „Sieg-Heil”-Homepage klärt künftig über Holocaust auf

Auf der symbolträchtigen Internetseite “Sieg-Heil.de” finden Neonazis statt rassistischer Propaganda künftig Aufklärungsmaterial über den Holocaust.
Die zentrale Vergabestelle für Internetseiten, Denic, habe auf Betreiben der Internetfahndung jugendschutz.net dem alten Seitenbetreiber gekündigt und leite seither alle Anfragen zur Bürgerinitiative “Shoa.de” um, sagte ein Sprecher der Fahnder am Montag. “Shoa.de” bietet Hintergrundmaterial zur antisemitischen Ideologie, zur Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten und zum Judenmord in den Konzentrationslagern an. Auf der Seite “Sieg-Heil.de” waren nach Angaben von jugendschutz.net bis dahin rassistische Inhalte, rechte Diskussionsforen und Neonazi-Parolen zu finden gewesen.

siehe dazu auch: “Sieg-Heil”-Homepage klärt Neonazis künftig über Holocaust auf. Alle Internet-Anfragen auf “Shoa.de” umgeleitet, “Sieg-heil.de” klärt jetzt auf

pnp.de – Neonazi angeblich von V-Mann inspiriert

Gemeinsam Waffen gekauft – Innenminister weist Vorwürfe zurück
Der Anführer der rechtsextremistischen „Kameradschaft Süd“, Martin Wiese, soll maßgeblich von einem V-Mann inspiriert worden sein. Wieses Anwältin Anja Seul sagte dem ARD-Politikmagazin „Report Mainz“, dieser V-Mann habe Wiese eine Menge beigebracht.
Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) ist der Ansicht, dass der Verfassungsschutz bei dem Fall rechtsstaatliche Grenzen überschritten hat. Der V-Mann sei in vieler Hinsicht „der treibende Teil“ der Gruppe gewesen. Generalbundesanwalt Kay Nehm hatte im Juni Anklage gegen Wiese und weitere Neonazis wegen des geplanten Anschlags auf die Grundsteinlegung des Jüdischen Kulturzentrums in München erhoben. Der 28-Jährige ist dringend verdächtig, Rädelsführer einer terroristischen Vereinigung zu sein. Wiese wird die Vorbereitung von Sprengstoffverbrechen vorgeworfen. Den „Report“-Angaben zufolge hat der V-Mann den Verfassungsschutz über mögliche Anschlagspläne informiert. Dies habe zur Festnahme von Wiese und weiteren Mitgliedern der Kameradschaft Süd geführt. Es handele sich bei dem V-Mann um einen Franzosen, der zuletzt in Augsburg wohnte und zuvor mehrere Jahre als Führungsfigur in der französischen Faschistenszene agiert hat.

siehe adzu auch: V-Mann soll Neonazi Wiese angestiftet haben. Der geplante Anschlag auf das Jüdische Zentrum in München soll von einem V-Mann des bayerischen Innenministeriums unterstützt worden sein. Das sagt die Anwältin des angeklagten Neonazis, Neonazi: V-Mann hatte Idee für Attentat. Anwältin erhebt Vorwürfe gegen Verfassungsschutz, V-Mann soll zum Bomben-Attentat angestiftet haben. Ein V-Mann soll den geplanten Sprengstoffanschlag von München maßgeblich mit vorbereitet haben, “Report”: Neonazi Wiese lernt offenbar von V-Mann. Beckstein weist Darstellung der Anwältin zurück, V-Mann soll geplantes Bombenattentat in München angestiftet haben – siehe auch TV-Beitrag Report

tagesanzeiger.ch – Rechtsextreme suchen Kontakt zu Hooligans

Rechstextreme versuchen, unter Fussball- und Hockey-Fans neue Mitglieder zu rekrutieren und diese in ihrem Sinne zu politisieren. Dies beobachtet das Bundesamt für Polizei.
Sportveranstaltungen sind nicht nur für Hooligans, sondern auch für Skinheads eine gerne wahrgenommene Gelegenheit, sich mit gegnerischen Fans und Polizeikräften anzulegen. Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) stellt eine Zunahme von rechtsextremen Aktivitäten im Hooliganumfeld fest.
Beim gemeinsamen Randalieren entstünden Kontakte, sagt Fedpol-Sprecherin Danièle Bersier zu Angaben im letzten Bericht zur inneren Sicherheit der Schweiz. Die Kontakte würden von den Rechtsextremen genutzt, um Hooligans zu ihren Anlässen einzuladen. Dies könne als erster Schritt einer Rekrutierung bezeichnet werden. Eine Politisierung könne folgen.

siehe auch: Rechtsextreme rekrutieren Hooligans, Rekrutierungsort Sportstadion. Rechtsextreme suchen Kontakt zu Hooligans