derStandard.at: Rechtsextreme Albanergruppe ruft zum Aufstand in Mazedonien auf

“Balli Kombetar” will “ein für alle Mal Nationalitätenfrage lösen”
Eine rechtsextreme Gruppe hat die Albaner in Mazedonien zum Aufstand aufgerufen. Alle Albaner müssten die Waffen ergreifen und sich an der Grenze im Sara-Gebirge (Kosovo) versammeln, um “ein für alle Mal” die albanische Nationalitätenfrage zu lösen. Das stehe auf Flugblättern, die im mehrheitlich albanisch bewohnten Westen der Balkanrepublik verteilt worden seien, berichteten die Zeitungen am Donnerstag in Skopje.
Verantwortlich für den Aufruf sei die rechtsgerichtete Widerstandsbewegung “Balli Kombetar” (Nationale Front), die im Zweiten Weltkrieg ursprünglich gegen die italienischen Besatzer aktiv war. Danach stellten sich ihre Verbände in den Dienst der deutschen Wehrmacht und bekämpften die von Tito und den Briten unterstützten, kommunistischen Partisanen des späteren Diktators Enver Hoxha. Innerhalb der SS-Division “Skanderbeg” machten sich die Extremisten an zahlreichen Verbrechen an Nicht-Albanern schuldig.

de.indymedia.org | Nazidemo in Angern / Magdeburg

Am 18.7. fand eine Demonstration von ca. 40-50 Neonazis in Angern, einem Dorf etwa 25 km nördlich von Magdeburg, statt. Sie richtete sich “Gegen Polizeiwillkür und gleiches Recht für alle”.
Am Vorabend veranstalteten ca. 20-25 Neonazis eine Geburtstagsfeier in einer ehemaligen Molkerei für ihren Kameraden Stefan Wedekind (“Willi”), wahrscheinlich mit Live-Musik. Wie schon bei früheren Veranstaltungen tauchten ziemlich schnell die Bullen auf. Der Grund ist immer der gleiche: Verdacht auf Volksverhetzung und andere zu erwartende Straftaten. Die Nazis wurden einige Zeit in der Molkerei festgehalten und es gab Platzverweise. Laut “Ohrekreis Volksstimme” wurde die Party verboten. Daraufhin meldete die “Bürgerinitiative für deutsche Interessen” für den nächsten Tag eine Demo in Angern an, die dann ca. von 11 bis 12 Uhr mit etwa 40-50 Neonazis aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stattfand. Hauptsächlich sollen Anti-Antifa-Aktivisten da gewesen sein, so auch der regional gut bekannte Florian Fuhrmann (Magdeburg), der Mitglied bei “Festungsstadt Magdeburg” ist und schon des öfteren Demo-anmelder war.
Die Demo verlief “friedlich”.
Besitzer der Molkerei ist der Vater des Neonazis Steffen Jenrich, die Schlüsselfigur der örtlichen Szene. Er ist ca. 23 Jahre alt und wohnt seit 3-4 Jahren in Angern. In der Zeit hat er eine Struktur aufgebaut. Er ist aktiv bei “Nationalisten gegen Kinderschänder”.
Seit etwa einem Jahr finden nun regelmäßig Konzerte und Feiern in der Molkerei statt, zuletzt am 23.5.04, wo u.a. Strikeforce UK, Rachezug (Hessen), Gesta Bellica (Italien) und Terroritorium (?) spielten. Die Besucher kommen meist aus dem gesamten mitteldeutschen, teilweise auch aus dem nord-und süddeutschen Raum.

junge welt vom 21.07.2004 – Rechte Absprachen zu Landtagswahlen

In Brandenburg will die DVU und in Sachsen die NPD die Fünf-Prozent-Hürde überwinden
Die beiden neofaschistischen Parteien NPD und DVU haben erstmals seit fast eineinhalb Jahrzehnten wieder offizielle Wahlabsprachen getroffen. Am 23. Juni wurde in München eine »Gemeinsame Erklärung« der Parteivorstände von NPD und DVU veröffentlicht, die von DVU-Chef und National-Zeitungs-Verleger Gerhard Frey und NPD-Chef Udo Voigt unterschrieben war.
Die Absprachen betreffen die im September anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Die DVU ist seit 1999 in Fraktionsstärke im brandenburgischen Landtag vertreten, die NPD erhielt bei der Europawahl am 13. Juni im Freistaat Sachsen 3,3 Prozent der Stimmen und konnte auch bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen zum Teil beachtliche Erfolge verbuchen. Die NPD hat ihre Wahlteilnahme in Brandenburg, die DVU die ihrige in Sachsen nunmehr zurückgezogen, gleichzeitig rufen die Parteien ihre Anhänger in den Bundesländern zur Wahl der jeweils antretenden braunen Partei auf. Beide Parteien wollen laut ihrer Erklärungen soziale Themen und rassistische Agitation in den Mittelpunkt ihrer Wahlkampagne stellen.

junge welt vom 21.07.2004 – Polizeiskandale ohne Ende

Spezialeinsatzkommando aus Nordrhein-Westfalen wegen schwerer Vorwürfe aufgelöst
Dieser Fall sucht seinesgleichen in der Geschichte der deutschen Polizei. Am vergangenen Donnerstag (15. Juli 2004) wurde ein ganzes Spezialeinsatzkommando (SEK, etwa 40 bis 50 Mann) des Landes Nordrhein-Westfalen in Köln aufgelöst. Gegen fünf SEK-Beamte ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und anderer Straftaten. Am frühen Morgen des 15. Juli 2004 hatten Kollegen bei sieben Mitgliedern einer SEK-Gruppe die Wohnungen durchsucht. Die sieben Polizisten mußten zum Verhör und wurden vom Dienst suspendiert.

Jungle World 31/2004 – Die Höfe mehren sich

Der Neonazianwalt Jürgen Rieger hat erneut ein Anwesen erworben. Auf dem Gut Heisehof in Niedersachsen will er »Fruchtbarkeitsforschung« betreiben
Der neue Besitzer des Gutes Heisehof hat sich bei der Gemeindeverwaltung Dörverden noch nicht vorgestellt. Doch sein Ruf eilt ihm in der niedersächsischen Gemeinde voraus. Für nur 255 000 Euro erwarb der Neonazianwalt Jürgen Rieger aus Hamburg im Frühjahr dieses Jahres das ehemalige Bundeswehrgelände an der Bundesstraße 215 zwischen Nienburg und Verden. Erst vorige Woche ist der Name des neuen Besitzers des Landgutes bekannt geworden. »Wir fürchten um die öffentliche Ordnung durch vermehrtes Auftreten von Rechtsextremisten«, sagt der Bürgermeister von Dörverden, Rainer Herbst (CDU).
Das Gut versteigerte nicht die Gemeinde, sondern die bundeseigene Industrieverwaltungsgesellschaft (IVG). Sie bemühte sich jahrelang, die Immobilie abzustoßen. Dass sie ausgerechnet einem der bekanntesten deutschen Neonazis das über 26 000 Quadratmeter große parkähnliche Gelände mit vier gut erhaltenen Gebäudekomplexen verkaufte, will sie nicht verantworten. Denn das Geschäft sei telefonisch abgewickelt worden. Es habe »keine Möglichkeit gegeben, den Erwerber vorab zu identifizieren«. Schließlich habe Rieger die Immobilie als Bevollmächtigter der Wilhelm-Tietgen-Stiftung für Fertilisation Limited erworben.
In der Gemeinde fürchten alle politischen Parteien, dass ein »neues Hetendorf« entsteht. Von 1991 bis 1998 unterhielt Rieger in dem Ort Hetendorf nahe Celle ein Zentrum, in dem er neben Schulungen und »Sonnenwendfeiern« auch Wehrsportübungen veranstaltete. Nach jahrelangen Protesten verbot die niedersächsische Landesregierung die Trägervereine und beschlagnahmte das Gelände.
Auf dem Heisehof solle aber kein Schulungszentrum aufgebaut werden, sagt Rieger der Welt zufolge. Die Stiftung, der neben ihm auch seine Lebensgefährtin Theda Ites vorsteht, will ein Zentrum für »Fruchtbarkeitsforschung« einrichten. Sie möchten »kinderlosen Ehepaaren zu Kindern verhelfen«, sagte Rieger den Verdener Nachrichten. Als Vorsitzender der Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung bemüht er sich bereits theoretisch um germanischen Nachwuchs.

WartburgkreisOnline – Eisenacher Aufbruch gegen Nazidemo

Am Samstag, dem 17.07.2004, hatten sich Bürger der Stadt Eisenach – darunter Mitglieder der PDS, vom Bündnis 90 / Die Grünen sowie dem Eisenacher Aufbruch – auf dem Marktplatz zu einer Spontandemonstration versammelt.Der Grund dieser Spontandemonstration war eine genehmigte Kundgebung der rechtsextremen Kameradschaft Eisenach, die vor dem Rathaus stattfand.
Die Stadt Eisenach hatte zwar diese Veranstaltung der Nazis verboten, jedoch war dieses Verbot durch das Verwaltungsgericht Meiningen kurzfristig aufgehoben worden.
Da diese gerichtliche Entscheidung vorauszusehen war, brachte die Stadtratsfraktion des Eisenacher Aufbruchs zur Stadtratssitzung am 12.07.2004 einen Dringlichkeitsantrag ein, der den Oberbürgermeister Schneider ( CDU ) beauftragen sollte, eine Gegenveranstaltung aller demokratischen Bürger und Kräfte Eisenachs zu organisieren.
Die Aufnahme dieses Dringlichkeitsantrages auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung scheiterte jedoch an der Stimmenthaltung der CDU – Fraktion, mit Oberbürgermeister Schneider und Fraktionsvorsitzenden Köckert an der Spitze, sowie von Teilen der BfE – Fraktion und von Frau Rexrodt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen. Angesichts dieser Stimmenthaltungen war es möglich, dass Nazis vor dem Eisenacher Rathaus ihre rechtsextremen Parolen lauthals offenbaren konnten, ohne gehindert zu werden.
Sogar ausländische Touristen ( z.B. aus Iowa / USA ) offenbarten ihre Verwunderung darüber, dass so etwas vor dem Rathaus möglich sei, da Eisenach doch schon mehrfach durch rechtsextreme Gewalttaten in die Schlagzeilen geraten sei. Fotos dieser Touristen von der Kundgebung dieser Rechtsextremisten tun ein Übriges, um den schlechten Ruf Eisenachs diesbezüglich im Ausland zu festigen.

Guardian Unlimited ive arrested for racist boasts in television exposé of BNP

Five men were arrested yesterday after an undercover television documentary featured British National party activists admitting racist violence and harassment.
Detectives are questioning the men, including a BNP candidate in last month’s council elections in Bradford, about race-hate, public order and firearms offences. They were taken to separate police stations in West Yorkshire, after raids yesterday in Bradford and the nearby town of Keighley. The arrests follow scrutiny of the hour-long BBC documentary, Secret Agent, broadcast last Thursday.
The men were later freed on bail pending further inquiries.
They all featured in BNP meetings secretly filmed by reporter Jason Gwynne, who infiltrated the party with the help of a renegade former organiser in Bradford. The BNP won four seats on the local council last month after targeting Keighley and effectively taking over an “anti-paedophile” group which made allegations about teenage girls and British Asian pimps.
The programme filmed one party member, Steve Barkham, describing how he kicked and punched a British Asian man for racist pleasure during the Bradford riots in 2001. Activists also admitted spraying dog faeces into Asian restaurants and wanting to shoot Muslims or blow up a mosque. The film recorded the BNP’s leader, Nick Griffin, a Cambridge graduate who has tried to make the party “respectable”, on the lines of the French National Front led by Jean-Marie Le Pen. Mr Griffin was shown describing Islam as a “wicked” religion which was a threat to white children.

salzburg.com: Hakenkreuzeund satanische Sprüche

Die Gendarmerie im Pinzgau konnte eine vierköpfige Jugendbande ausheben. Sie hat mit Hakenkreuz-Schmierereien für Aufsehen gesorgt.
Rechtsradikale und satanistische Schmierereien sorgten in den vergangenen Wochen in mehreren Orten im Pinzgau für Aufsehen. Die Gendarmerie konnte jetzt eine vierköpfige Jugendgruppe ausheben, die dafür verantwortlich ist. Bei den Haupttätern handelt es sich um einen 19-jährigen unsteten Ostdeutschen, der sich zur Zeit in Bruck aufhält, und eine 25-jährige Pinzgauerin. Zwei minderjährige Mädchen, die ebenfalls dabei waren, stuft die Exekutive als Mitläuferinnen ein.
Die vier besprühten in der Nacht zum 12. Juli mehrere Verkehrszeichen und eine Bushaltestelle in Piesendorf mit Hakenkreuzen und Satanssprüchen. Eine Woche zuvor hatten sie in Saalfelden die Ritzenseestraße und mehrere Autos beschmiert. Vermutlich sind sie auch für eine Aktion in Zell am See verantwortlich. Dort wurden in der Nacht zum 6. Juli mehrere Fahrzeuge mit Schimpfwörtern besprüht. Hier laufen noch die Ermittlungen. Die übrigen Taten haben die Verdächtigen bereits gestanden.
Die Gendarmerie fand bei ihnen auch CDs mit Hitler-Parolen und rechtsradikalem Liedgut. Alle vier werden wegen Wiederbetätigung und schwerer Sachbeschädigung angezeigt. Der Gesamtschaden dürfte bei 5000 bis 7000 Euro liegen.

Basler Zeitung Online – Seewen: Rechtsextreme Schläger sind geständig

Die rechtsextremen Schläger, die Mitte Juni in einem Lokal in Seewen (SZ) vier Personen verletzt hatten, sind im wesentlichen geständig. An dem Angriff vom 12. Juni waren insgesamt 21 Personen, darunter auch zwei Frauen beteiligt, wie die Schwyzer Kantonspolizei am Dienstag mitteilte.
Die zwischen 16 und 22 Jahre alten Täter stammen aus den Kantonen Schwyz, Zug, Zürich und St. Gallen und sind mit Ausnahme eines Italieners allesamt Schweizer. Einzelne Mitglieder der Schlägerbande gehörten der rechtsextremen Szene an, sagte der Schwyzer Polizeisprecher Florian Grossmann.