Wie Pegida die Tradition der NPD fortführt

Bislang ließ die NPD ihre Anhänger bei Trauermärschen für deutsche Kriegsopfer durch Magdeburg ziehen. Jetzt hat der Pegida-Ableger Magida übernommen – aber nicht ohne Unterstützung der alten Kader. In dunkler Kleidung, flankiert von schwarzen Fahnen, marschieren rund 140 Rechtsextreme durch die Straßen der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg. Aus Lautsprechern dröhnt düstere Instrumentalmusik, zum Ende hin tragen die Demonstranten Fackeln. Sie selbst nennen den von Polizisten flankierten Aufzug am Samstagnachmittag einen Trauermarsch – organisiert von Magida, dem Magdeburger Ableger der rechtspopulistischen Bewegung Pegida. Getrauert wird vorgeblich um die „Opfer der Bombardierung“ Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg, also des schweren Luftangriffs der Alliierten. Doch die Teilnehmer, unter denen auch bekannte Köpfe der NPD und der Partei Die Rechte sind, haben noch ein anderes Ziel: eine andere Version der Geschichte in die Köpfe zu bringen. Statt der 2.500 tatsächlich belegten Opfer des Angriffs zu gedenken, wollen sie eine deutlich übertriebene Schätzung von 16.000 Toten in Umlauf bringen. (…) In Magdeburg war für den jährlichen Trauermarsch im Januar bis 2015 die sogenannte Initiative gegen das Vergessen verantwortlich: gebildet aus Funktionären von NPD, deren Jugendorganisation Junge Nationale und Anhängern von freien Kameradschaften. Ihren Aufrufen folgten bis zu 1.100 Teilnehmer. (…) Unterstützung kam von ganz rechts: Nach inneren Zerwürfnissen formierte sich Magida neu und suchte deutlicher als zuvor die Nähe zu neonazistisch dominierten Organisationen. Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt attestierte der Bewegung daraufhin, dass diese einer „rechtsextremistischen Beeinflussung seitens der NPD“ und von der Rechten unterliege. Organisatoren der Magida-Märsche zeigten sich mehrmals bei neonazistisch geprägten Versammlungen. In den vergangenen zwei Jahren entwickelte sich so ein Netzwerk, das wieder in der Lage ist, Hunderte Sympathisanten auf die Straße zu bringen. Am 10. November 2018, dem Tag nach dem Jahrestag der Reichspogromnacht, marschierten 500 Teilnehmer bei einem Fackelmarsch durch Magdeburg. Nach zwei Jahren Pause gibt es nun wieder den berüchtigten Trauermarsch – organisiert von Magida, unterstützt von NPD-Kräften. Für die rechtsextreme Szene ist der Marsch ein wichtiges Zeichen – schließlich gesellt sich hier zur bekannten flüchtlings- und islamfeindlichen Rhetorik auch noch die Relativierung der Nazizeit hinzu. Für das Weltbild klassischer Neonazis wie geschaffen.

via störungsmelder; Wie Pegida die Tradition der NPD fortführt

siehe auch: Magdeburg: Trauermarsch-Comeback gescheitert. Einst ein wichtiger Szenetermin, schlief das rechtsextreme „Bombengedenken“ in Magdeburg in den letzten Jahren mehr und mehr ein. Am Samstag mobilisierten erneut Neonazis in die Landeshauptstadt – mit geringem Erfolg, nur etwa 150 Personen beteiligten sich. Gegen das gefloppte Comeback des Aufmarschs protestieren diverse Initiativen. Mehrere Blockadeversuche blieben erfolglos. „Es kommt nicht darauf an, wie viele wir sind […]“ – der Redner auf der Zwischenkundgebung des „Trauermarsches“ macht sich anscheinend wenig vor. Beobachter befürchteten durch die Neuauflage eine Art Revival des rechtsextremen Happenings, Teilnehmerzahlen im oberen dreistelligen Bereich und ein öffentlichkeitswirksamer Marsch durch die Innenstadt wurden erwartet. Vor allem ein rechter Fackelmarsch im vergangenen November mit mehreren hundert Teilnehmern dürfte die Erwartung nach oben gedrückt haben.
Neuer Tiefpunkt? Aber es sollte anders kommen. Nur etwa 150 Neonazis aus der regionalen Kameradschaftsszene zog es am Samstag nach Magdeburg: Personen aus dem Umfeld der ehemaligen Kameradschaft „Festungsstadt Magdeburg“, aber auch Rechtsextreme aus Brandenburg, Ost- und Mittelsachsen, dazu Kader lokaler Parteistrukturen wie der Magdeburger NPD-Chef Gustav Haenschke. Eine Gruppe aus dem Umfeld von Die Rechte tat sich gegenüber Pressevertretern und Gegendemonstranten derweil als besonders aggressiv hervor. Nach einigem Taktikspielen und versuchten Täuschungsmanövern setzten sich die rechtsextremen Demonstranten in Bewegung und marschierten die kilometerlange Route Richtung Magdeburger Westfriedhof teils durch leerstehende Gewerbegebiete. Organisiert wurde der Marsch wie schon in den Jahren 2015 und 2016 aus dem Umfeld von „Magida“. Der deutlich radikalere Pegida-Ableger war von Beginn an fest mit lokalen Neonazistrukturen verbunden. NPD-Kader wie Ex-Landeschef Peter Walde oder Sigrid Schüßler traten auf den Aufmärschen Anfang 2015 auf, dutzende Neonazis und rechtsextreme Hooligans mischten sich unter die Wutbürger. Auch Kernfiguren wie Magida-Chef Dennis Rosner und Matthias Fischer gelten als bekannte Gesichter der lokalen Neonazi-Szene.
Doch wie auch in Dresden verebten die „Spaziergänge“ bald und interne Konflikte plagten das Orga-Team. Heute tritt die Gruppe unter dem Namen „Magida 2.0“ oder „Bürgerinitiative Magdeburg“ auf. Auch die neue Fassade für die rechtsextremen Gedenkmärsche „Ehrenhaftes Gedenken Magdeburg“ wird dem Magida-Umfeld zugeschrieben. Heute Magida, früher JN In der Vergangenheit organisierten JN-Kader um den ehemaligen Bundesvorsitzenden Andy Knappe den Trauermarsch. Unterstützt wurde die „Intiative gegen das Vergessen“ dabei von Kameradschaften aus der Umgebung. Neben den Aufmärschen in Dresden entwickelte sich Magdeburgs „Trauermarsch“ zu einem der größten Demo-Termine. Bis zu 1.200 Neonazis nahmen zeitweise teil. Die NPD-Akteure zogen sich in den letzten Jahren allerdings zurück, die Aufzüge schrumpften nach vereinzelten Mobilisierungserfolgen unter der Führung von Magida stark ein, fielen wie in den Jahren 2017 und 2018 ganz aus. 2014 sorgte der Aufmarsch nochmals für Aufsehen, vor allem weil ein AfD-Funktionär einen Werbeflug mit geschichtsrevisionistischem Slogan mitfinanziert haben soll. Auch in diesem Jahr übernahmen Magida-Kader leitende Positionen beim Aufmarsch: Rosner etwa trat als Versammlungsleiter auf, Matthias Fischer wies den Ordnerdienst des Aufmarsches an. Relevante JN-Kader blieben der Veranstaltung dagegen fern.

#AfD – #Parteispenden – #Bundestag bestätigt Liste mit Gönner-Namen – #schauhin #betrug #weidel #spendenaffäre #pinocchiopartei #afdwirkt #lügenafd

Der Bundestag hat bestätigt, Namenslisten möglicher AfD-Spender zu prüfen. Zuvor hatten NDR, WDR und SZ berichtet, die AfD habe Listen übermittelt, die zu Alice Weidel und einem weiteren AfD-Politiker führten.
In der Affäre um Spenden an die AfD hat der Bundestag laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” bestätigt, Listen mit Namen von angeblichen Unterstützern zu prüfen. Aus der Bundestagsverwaltung hieß es laut “FAS”, man stehe in Kontakt zu den Ermittlungsbehörden, unter anderem der in Konstanz – im Wahlkreis der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel. Am Freitag berichteten NDR, WDR und “Süddeutsche Zeitung”, dass die AfD Ende 2018 entsprechende Namenslisten an den Bundestag übermittelt habe. Diese hätten sich nicht nur um die Spendenaffäre um Weidel gedreht, sondern auch um Spenden über die Schweizer Werbeagentur Goal AG.

via tagesschau: AfD-Parteispenden – Bundestag bestätigt Liste mit Gönner-Namen

siehe auch: Angebliche Unterstützer Geld aus der #Schweiz auch an #AfD-Landtagskandidaten – #schauhin #betrug #weidel #spendenaffäre #parteispende #pinocchiopartei #afdwirkt #lügenafd. In der Affäre um Spenden an die AfD prüft der Bundestag laut einem Zeitungsbericht eine weitere Liste mit Namen von angeblichen Unterstützern. Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (“FAS”) berichtete am Wochenende darüber. Laut der Zeitung bestätigte der Bundesgeschäftsführer der AfD, Hans-Holger Malcomeß, dass die Partei der Bundestagsverwaltung neben einer bereits bekannten Liste mit 14 mutmaßlichen Gönnern mindestens eine weitere Liste mit Namen übergeben habe. Dabei soll es sich um Unterstützer des AfD-Politikers und Beisitzers des Bundesvorstands der Partei, Guido Reil, handeln; Bei der Namensliste der Goal AG ging es um Wahlkampfhilfen bei der NRW-Landtagswahl 2017 für den heutigen AfD-Bundesvorstand und aussichtsreichen Europawahl-Kandidaten, Guido Reil aus Essen. Die Goal AG hatte ihm kostenlose persönliche Wahlplakate und Flyer zur Verfügung gestellt; SVP-Werber Segert involviert – Liste von AfD-Spendern wird länger. In der Affäre um Spenden an die AfD prüft der deutsche Bundestag eine weitere Liste mit Namen von angeblichen Unterstützern. SVP-Werber Alexander Segert ist auch darunter.Die Affäre um Parteispenden an die AfD aus der Schweiz geht weiter: Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» («FAS») berichtet von weiteren Personen, welche die deutsche Rechtsaussen-Partei finanziell unterstützte. Laut der Zeitung bestätigte der Bundesgeschäftsführer der AfD, Hans-Holger Malcomess, dass die Partei der Bundestagsverwaltung neben einer bereits bekannten Liste mit 14 mutmasslichen Gönnern mindestens eine weitere Liste mit Namen übergeben habe. Dabei soll es sich um Unterstützer des AfD-Politikers und Beisitzers des Bundesvorstands der Partei, Guido Reil, handeln.; Weidel-Prinzip: AfD-Politiker erhielt ebenfalls Geld aus der Schweiz. Nicht nur für Spendengeld an den Kreisverband von AfD-Fraktionschefin Weidel interessieren sich die Behörden – sondern auch für Zuwendungen für einen anderen AfD-Politiker. Abermals soll das Geld über die Schweiz geflossen sein.

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#afd #parteispenden #spendenaffäre

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Migrant boat in distress, Italy, Malta refer to Libya, which does not respond

NGOs have raised the alarm about a boat with 100 people on board reportedly taking in water off Libya, with no one going to its assistance. The concern comes just 24 hours after an estimated 170 people died or went missing in two shipwrecks in the Mediterranean Sea. “A boat with 100 people on board has been in distress for a few hours. It is now 60 miles off Misurata,” Tamino Bohn, a spokesman for NGO Alarm Phone told Times of Malta. He said Rome rescue centre had referred to Malta, while Malta had asked Libya to help, but Libya was not responding. One child on board the boat has been reported to be unconscious or dead.

via timesofmalta: Migrant boat in distress, Italy, Malta refer to Libya, which does not respond

Das wirre Weltbild der Germanischen Neuen Medizin

Die kleine Sighild B. wird nur vier Jahre alt. Weihnachten 2009 stirbt das Kind aus der Lüneburger Heide an multiplem Organversagen. Grund dafür ist eine massive Überzuckerung. Sighild B. hatte Diabetes 1, eine schwere Form der Krankheit, bei der lebenslang Insulin gespritzt werden muss. Die Eltern, Antje und Baldur B., werden für den Tod ihres Kindes mitverantwortlich gemacht. Vor zwei Monaten mussten sie sich vor dem Landgericht dem Vorwurf stellen, ihr Kind nicht ausreichend mit Insulin versorgt zu haben. Offenbar litt das Mädchen über Stunden, ohne dass die Eltern reagierten. (…) Doch anstatt sie ins Krankenhaus zu bringen, folgten die Eltern ihrer Weihnachtsroutine. Gegen Abend war Sighild dann kaum mehr ansprechbar und hörte wenig später in den Armen ihrer Mutter auf zu atmen. Der Notarzt, den die Eltern dann riefen, kam zu spät. Schwere Vorwürfe Vor Gericht rechtfertigen Antje und Baldur B. ihr Verhalten. Angeblich hätte die gesamte Familie zu diesem Zeitpunkt eine Grippe gehabt. Auch bei Sighild wären sie davon ausgegangen, dass sie Grippesymptome zeigte. Die Gefahr einer Überzuckerung hätten sie nicht gesehen. (…) Vor allem die Mutter habe sich mit alternativen Heilmethoden beschäftigt. Sie suchte Rat bei der sogenannten “Germanischen Neuen Medizin”. Erfunden hat diese Lehre Ryke Geerd Hamer, ein deutscher Arzt, der seit 1986 aufgrund seiner fragwürdigen Behandlungsmethoden nicht mehr in Deutschland praktizieren darf. Seine Botschaft: alle Krankheiten beruhen auf inneren Konflikten. Löst man die Konflikte, dann verschwindet auch die Krankheit, das gilt auch für Diabetes oder Krebs. Die Schulmedizin schade einem Heilungsprozess oft nur. Gerade bei Krebs sei eine Chemotherapie nach Ansicht von Hamer schädlich, gar tödlich. Ein Krebs heile nach der Konfliktlösung von selbst aus. Neben diesen gefährlichen Heilversprechen, vertritt Hamer eine antisemtische Einstellung.

via ndr: Das wirre Weltbild der Germanischen Neuen Medizin

Frank Magnitz führt AfD zur Bürgerschaftswahl an

Der Landesvorsitzende setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Hinrich Lührssen durch (…) Der Landesvorsitzende der AfD Bremen, Frank Magnitz, ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Bürgerschaftswahl im Mai. Magnitz setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den Journalisten Hinrich Lührssen mit 32 zu 19 Stimmen durch. (…) Magnitz erklärte nach der Wahl, dass er sein Bundestagsmandat behalten wolle, falls er in die Bürgerschaft gewählt wird. Die Versammlung fand in einem Restaurant in Bremen-Nord unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

via buten un binnen: Frank Magnitz führt AfD zur Bürgerschaftswahl an

siehe auch: Bremer AfD-Vorsitzender Zeuge widerspricht Magnitz. Laut Frank Magnitz hätten Ersthelfer ihm nach dem Angriff von einem Kantholz berichtet. Doch ein Zeuge sagt, er habe kein Holz oder eine andere Waffe gesehen. Die Glaubwürdigkeit des von Unbekannten überfallenen Bremer AfD-Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz gerät weiter ins Wanken. Der 66-Jährige hatte behauptet, dass Ersthelfer ihm gleich nach der Tat vom Einsatz eines Kantholzes berichtet hätten. Einer dieser beiden Zeugen, ein deutsch-libanesischer Handwerker aus Papenburg im Emsland, sagte jetzt der „Ems-Zeitung“: „Eine Holzlatte oder eine andere Waffe habe ich definitiv nicht gesehen.“ Er habe das auch nicht behauptet. Wie sich aus seinen Äußerungen entnehmen lässt, hatten weder er noch sein Kollege den eigentlichen Überfall beobachtet. „Erst als das Opfer kurz und laut geschrien hat, habe ich mich umgedreht und bin zu ihm hin“, zitiert die Zeitung den 54-jährigen Rohrschlosser und Heizungsbauer. „Da waren die Täter aber bereits geflüchtet.“; Ersthelfer und Augenzeuge in Bremen – Überfall auf #AfD-Politiker: Jetzt spricht der Handwerker aus Papenburg – #magnitz. Zwei Handwerker der Firma Kauscher aus Papenburg haben den Angriff auf den Bremer AfD-Politiker Frank Magnitz beobachtet und waren Ersthelfer. Interviewanfragen lehnten sie bisher ab. Mit unserer Redaktion sprach nun einer von ihnen über den Vorfall – insbesondere auch deshalb, um mit einigen falschen Behauptungen in dem Fall aufzuräumen.

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Von Hans Pronath – eigene Grafik, PD-Schöpfungshöhe, Link

Polizeieinsatz hat Nachspiel im Ausschuss – Vorgehen der Einsatzkräfte bei einer Räumung eines Obdachlosencamps steht in der Kritik

Das Video wirkt verstörend. Es zeigt, wie eine Person mit einem weißen, sackähnlichen Tuch auf einer Parkbank sitzt. Sie ist umstellt von sechs Polizisten, offenbar an den Händen gefesselt. Der Einsatz soll sich laut der »taz«, die zuerst darüber berichtete, bereits am 9. Januar gegen eine Obdachlose gerichtet haben, deren Camp in der Nähe des Hauptbahnhofs damals vom Ordnungsamt des Bezirks Mitte unter Amtshilfe von Polizei und Stadtreinigung BSR geräumt worden war. Eine Passantin hatte die Szene beobachtet. Die Linksfraktion fordert nun, an diesem Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses über den Polizeieinsatz aufgeklärt zu werden. »Wir haben dazu einen Besprechungspunkt unter dem Tagesordnungspunkt ›Besondere Vorkommnisse‹ angemeldet«, sagt der Abgeordnete Niklas Schrader dem »nd«. Es gehe um die Frage, ob es keine Alternative zu diesem rabiaten Vorgehen der Polizisten gegeben habe? »Natürlich müssen sich die Polizisten schützen, das stellt keiner infrage«, sagt Schrader. »Aber vielleicht gibt es verhältnismäßigere Mittel, als von hinten plötzlich einen Sack über den Kopf zu ziehen?«

via nd: Polizeieinsatz hat Nachspiel im Ausschuss – Vorgehen der Einsatzkräfte bei einer Räumung eines Obdachlosencamps steht in der Kriti

siehe auch: Räumung eines Lagers am Hauptbahnhof – Scharfe Kritik an Umgang mit Obdachloser. Misshandelten Polizeibeamte eine obdachlose Frau bei einer Räumung – oder schützten sie sich gegen ihre Attacken? Ein Einsatz provoziert kontroverse Reaktionen. Es sind erschütternde Bilder. Bei der Räumung eines Obdachlosencamps im Ulap-Park in der Nähe des Hauptbahnhofs am 9. Januar haben Polizeibeamte einer an den Händen gefesselten Frau von hinten ein Tuch über den Kopf gelegt, wie einen Sack zusammengezogen und die Obdachlose dann abgeführt. Zunächst hatte die „taz“ über den erst jetzt bekannt gewordenen Vorfall berichtet und ein Video von dem Einsatz veröffentlicht. Nun fordern Vertreter der rot-rot-grünen Koalition Aufklärung.

#Polizei leitet ” #Hitlergruß ” bei #FPÖ-Event an #Verfassungsschutz weiter

Im Video-Lifestream von FPÖ-TV ist zu sehen, wie ein Mann neben FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die gestreckte rechte Hand hebt. Beim traditionellen Neujahrstreffen der Freiheitlichen halten blaue Funktionäre markige Reden vor ihrer Anhängerschaft – dieses Jahr in einer Halle der Messe Wien. Das Großevent am Samstag wurde auch auf FPÖ-TV übertragen und von der Partei im Internet zur Verfügung gestellt. Mit einer Aufnahme wird sich nun der Verfassungsschutz beschäftigen. (…) Die Polizei Wien reagierte auf den Hinweis des “lupenreinen Hitlergrußes”, wie die Plattform schreibt, via Twitter: Man habe das Video sowie den gezeigten Ausschnitt an die Meldestelle des Verfassungsschutzes weitergeleitet. Anzeigen könnten über soziale Medien nicht entgegengenommen werden.
In der FPÖ reagiert man erbost: “Wenn es rundherum laut ist und die Menschen einander zurufen, wird eben auch gewunken.”

via standard: Polizei leitet “Hitlergruß” bei FPÖ-Event an Verfassungsschutz weiter

Mann aus Einsiedel entführt und vergewaltigt seine Ex-Freundin

20 Stunden ging das Martyrium quer durch Deutschland: Nick N. (26) aus Einsiedel entführte seine Ex (24) und vergewaltigte sie. Dramatische Entführung und Vergewaltigung: Nick N. (26) aus Einsiedel soll seine Ex-Freundin (24) aus ihrer Wohnung in Chemnitz verschleppt haben und mit ihr durch halb Deutschland gerast sein (TAG24 berichtete). Unterwegs soll er die Frau im oder am Auto vergewaltigt haben. Im Landkreis Zwickau konnte die Polizei den Täter festnehmen. Die verletzte Frau kam ins Klinikum Chemnitz. Das unfassbare Martyrium für die junge Frau dauerte gut 20 Stunden. Nach Polizeiangaben verschaffte sich der Mann gegen 3.30 Uhr Zutritt zur Wohnung seiner früheren Lebensgefährtin in Chemnitz. Gewaltsam schleppte Nick N. sein Opfer auf die Straße, stieß sie in sein Auto, mutmaßlich ein dunkler Cadillac. (…) Unterwegs vergewaltigte der 26-Jährige seine Ex nach ersten Erkenntnissen mehrfach. Am Abend trafen Täter und Opfer in einem Ort im Landkreis Zwickau, vermutlich bei Hohenstein-E., ein. „Aufgrund eines Hinweises“, so Polizeisprecher Andrzej Rydzik (33), befreite die Polizei die verletzte Frau aus den Händen ihres Entführers, nahm N. fest. Der mutmaßliche Täter ist in rechten Chemnitzer Kreisen bekannt. Er war Mitorganisator von Anti-Asyl-Protesten in Einsiedel und teilte bei Facebook Verschwörungstheorien.

via tag24: Mann aus Einsiedel entführt und vergewaltigt seine Ex-Freundin

Rechtsextremist und Mitorganisator von Anti-Asyl-Protest entführt und vergewaltigt mehrfach Ex-Freundin und rast mit ihr…

Posted by Gegen die Alternative für Deutschland on Saturday, January 19, 2019

Tausende an der Donau erschossen – Israelische Taucher suchen in Ungarn nach Holocaust-Opfern – #weremember

Ungarn: Israelische Taucher suchen in Donau nach Holocaust-Opfern. Die Donau in Budapest: Die Schuhe am Ufer sind ein Mahnmal für die Tausenden Juden, die dort im Oktober 1944 von Nazi-Verbündeten erschossen wurden. Im Oktober 1944 erschossen ungarische Nazi-Verbündete in Budapest Tausende Juden. Die Opfer liegen noch immer am Grund der Donau. Nun sollen sie geborgen werden. Israelische Taucher suchen rund 75 Jahre nach den Massenerschießungen Tausender Juden während des Holocaust deren Überreste in der Donau in Budapest. Zunächst werde ein Team des jüdischen Rettungsdienstes Zaka mit einem speziellen Ortungsgerät den Fluss nach Knochen der Opfer durchsuchen, sagte eine Sprecherin der Organisation. Anschließend würden professionelle Taucher im Auftrag von Zaka die Gebeine bergen.
Zaka hat nach eigenen Angaben drei Jahre lang um die Erlaubnis gerungen, nach den Knochen der Opfer suchen zu dürfen. Ziel ist, den Opfern eine Beerdigung nach jüdischem Glauben zu ermöglichen. Israels Innenminister Arie Deri zeigte sich in Budapest erfreut über die Zusage seines ungarischen Amtskollegen für “Unterstützung und technologische Ausrüstung zum Nutzen des Projektes”.
Opfer mussten erst Löcher ins Eis schlagen. Die Erschießung von Juden an der Donau Ende 1944 bildete den Schlusspunkt des ungarischen Holocaust. Bereits zwischen April und Juni 1944 hatten die Behörden unter dem Hitler-Verbündeten Miklos Horthy (1868–1957) mehr als eine halbe Million ungarischer Juden in Zusammenarbeit mit den Deutschen nach Auschwitz deportiert. Die Juden in Budapest blieben zwar von den Deportationen verschont. Aber im Oktober 1944 putschten sich – mit deutscher Unterstützung – die offen faschistischen Pfeilkreuzler an die Macht. Ihre Milizen holten in Budapest im Winter Tausende Juden aus ihren Wohnungen, führten sie ans Donauufer und erschossen sie. Zuvor mussten die Opfer mit Pickeln Löcher in die Eisdecke des gefrorenen Stroms schlagen.

via t-online: Tausende an der Donau erschossen – Israelische Taucher suchen in Ungarn nach Holocaust-Opfern

Alexander Gauland und der rechte Rand

Trotz möglicher Beobachtung durch den Verfassungsschutz spricht Alexander Gauland zum Nachwuchs der Neuen Rechten. Warum sucht der AfD-Chef dessen Nähe? In dem Dorf Schnellroda in Sachsen-Anhalt kommt mehrmals im Jahr der Nachwuchs der deutschen Neuen Rechten zusammen. Seit 19 Jahren lädt das Institut für Staatspolitik (IfS), eine neurechte Denkfabrik, zur Akademie ein, bis zu vier Mal pro Jahr. So auch dieses Wochenende. Seit Freitag kamen 130 junge Rechte in die Gaststätte Schäfchen, das einzige Restaurant in dem 50 Kilometer westlich von Leipzig gelegenen Ort. Das Ziel ist es, die rechtsintellektuelle Elite zu formen. Das Thema der Winterakademie 2019 lautet schlicht “Volk”. Und die Akademie bekam dieses Jahr prominenten Besuch: AfD-Bundesvorsitzender Alexander Gauland hielt einen Vortrag zum Thema “Populismus und Demokratie”. Insgesamt waren drei Abgeordnete der Partei vor Ort: Neben Gauland kamen auch Björn Höcke, AfD-Vorsitzender in Thüringen, und Andreas Kalbitz, Vorsitzender der AfD in Brandenburg. Der sächsische Europawahlkandidat der AfD, Maximilian Krah, sollte neben Gauland den zweiten AfD-Vortrag an diesem Wochenende halten. Und AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen war bereits im Sommer da. (…) Es ist nicht das erste Mal, dass Alexander Gauland zu den rechten Rändern seiner Partei und darüber hinaus unterwegs ist. Als bekannt wurde, dass der Verfassungsschutz den niedersächsischen und Bremer Landesverband der AfD-Jugendorganisation “Junge Alternative” (JA) beobachtet, fuhr Gauland zu deren Bundeskongress. Gauland ist auch regelmäßiger Gast beim sogenannten Kyffhäusertreffen des rechtsnationalen Flügels seiner Partei, dem er ebenfalls zugerechnet wird.
Vor beiden Gruppierungen, die als die radikalsten in der Partei gelten, hielt er skandalträchtige Reden. Beim Bundeskongress der JA sprach er davon, die NS-Zeit sei ein “Vogelschiss in der Geschichte”, beim Kyffhäusertreffen verlangte er, einen “Schlussstrich” unter die NS-Vergangenheit zu ziehen. (…) Das IfS, das die Winterakademie organisiert, grenzt sich nicht nach rechts ab. So hat etwa Arne Schimmer mehrfach an den Akademien teilgenommen. Er war von 2009 bis 2014 NPD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag, und soll einer taz-Recherche zufolge während seiner Mandatszeit für Kubitscheks Zeitschrift Sezession geschrieben haben. In den vergangenen Jahren wurden die Veranstaltungen des IfS außerdem vermehrt durch die “Identitäre Bewegung” mitgeprägt. Martin Sellner, Chef des österreichischen Ablegers, hielt mehrere Reden, seine Kameraden postierten sich demonstrativ vor dem Veranstaltungsort und auch in diesem Jahr waren Kader der Identitären in Schnellroda.Eine wichtige Funktion beim IfS nimmt der 31-jährige Benedikt Kaiser mit seinen regelmäßigen Akademie-Vorträgen ein. Er ist heute Autor und Lektor in Schnellroda; während seiner Studentenzeit in Chemnitz war er im engen Umfeld der “Nationalen Sozialisten Chemnitz” aktiv. Heute verknüpft er gemeinsam mit Philip Stein, dem Chef der rechten Organisation “Ein Prozent”, die soziale Frage mit neurechter Politik. Alexander Gauland stört all das offensichtlich nicht, trotz der Prüfung durch den Verfassungsschutz.

via zeit: Alexander Gauland und der rechte Rand