your #choice – your #vote. #Europawahl2019 #gehwählen #climateVote

Dies ist ein offener Brief. Ein Statement. Von einem großen Teil der Youtuber-Szene. Am Wochenende sind die EU-Wahlen und es ist wichtig wählen zu gehen. Aber es ist genauso wichtig, eine rationale Entscheidung bei der Wahl zu treffen, die im Einklang mit Logik und Wissenschaft steht. Wer diesen Konsens leugnet, so wie die AfD, oder nicht danach handelt, wie die aktuelle Regierung, hat nichts in der Führung eines aufgeklärten Landes zu suchen. Vielleicht ist Unwissenheit der Grund für dieses Fehlverhalten, vielleicht haben sie nicht die Stärke oder den Anstand, Wissenschaft und Realität über das Geld und den Einfluss der Großkonzerne und Lobbys zu stellen. In jedem Fall müssen wir dafür sorgen, dass Parteien einen Anreiz haben, im Sinne der Wissenschaft zu handeln. Und der offensichtliche Anreiz, den wir schaffen können, ist, dass sie bei den Wahlen Stimmen verlieren. Denn nur dann hätten sie einen Grund, ihr Verhalten zu verändern. Daher bitten wir alle: Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Wählt auch keine andere Partei, die so wenig im Sinne von Logik und der Wissenschaft handelt und nach dem wissenschaftlichen Konsens mit ihrem Kurs unsere Zukunft zerstört. Und wählt schon gar nicht die AfD, die diesen Konsens sogar leugnet.

siehe auch: YouTube-Stars unterstützen Rezo mit erneutem Video. Gut 70 bekannte deutsche YouTuber raten ihren Fans in einem neuen Video, bei der Europawahl weder für die Union, noch für SPD oder AfD zu stimmen. Der Clip hat innerhalb von Minuten Hunderttausende erreicht. Der YouTuber Rezo legt nach – zusammen mit etwa 70 anderen deutschen Netzberühmtheiten. Am Freitag um 15 Uhr veröffentlichten sie ein gemeinsames Statement auf der Videoplattform, in dem sie ihren Fans nahelegen, am Sonntag an der Europawahl teilzunehmen. Ihr Rat lautet: “Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Und wählt schon gar nicht die AfD.” (…) Mit ihrem als “offenen Brief” bezeichneten Aufruf wollen die Videomacher “dafür sorgen, dass Parteien einen Anreiz haben, im Sinne der Wissenschaft zu handeln. Und der offensichtliche Anreiz, den wir schaffen können, ist, dass sie bei den Wahlen Stimmen verlieren. Denn nur dann hätten sie einen Grund, ihr Verhalten zu verändern”.

Grosse Recherche enthüllt: So täuscht und trickst die AfD auf Twitter

Bei der rechtspopulistischen deutschen Partei AfD ist im grossen Stil mit unsauberen Tricks gearbeitet worden. t-online.de und netzpolitik.org sind bei Recherchen auf absurde Fälle und einen Social-Media-Berater gestossen. Ein «normaler» Wahlkampf Ist das erlaubt? Twitter löscht und schweigt. Der mutmassliche Strippenzieher. Das sagt der Experte Das sagt B. Wer wusste wie viel? Fürs Retweeten bezahlt. Kritiker werden ausgesperrt. AfD-Accounts zu allen europäischen Ländern. Der «Mädchenkongress». Das Fazit . (…) Die AfD versteht sich als Social-Media-Partei. Einer Studie zufolge stammten auf Facebook 85 Prozent aller weiterverbreiteten Beiträge deutscher Parteien von der AfD.Bei Twitter steht sie nicht so gut da. B. legte der AfD in Nordrhein-Westfalen zur Landtagswahl 2017 ein Konzept vor, das t-online.de vorliegt. Angenommen wurde es damals nach t-online.de-Informationen allerdings nicht. Er machte Vorschläge, wer mit ihm in einem Twitter-Team arbeiten sollte. Thomas Röckemann, im Landesverband NRW laut Internetauftritt der Landessprecher, der für die «Koordination aller Aktivitäten» zuständig ist, hat eine Stellungnahme auf Fragen abgelehnt. Seifen gab an, der Landesvorstand habe B. nicht mit der Umsetzung beauftragt. Ihm sei ein «Twitter-Team NRW» nicht bekannt, «es hat auf jeden Fall nichts mit der AfD als Partei zu tun». B. half aber nicht nur mit Accounts aus, die schon Follower hatten, er verschaffte auch grössere Verbreitung und vermeintliche Zustimmung. t-online.de hatte Kontakt zu einer Person, die nach eigenen Angaben mit Vertrag auf Stundenbasis am Fliessband Retweets verschickt hat. Das seien vor allem Accounts von Politikern aus NRW gewesen, aber auch wichtige überregionale Accounts: «Alice Weidel und so». B. hat dazu mit Verweis auf die Verschwiegenheitsverpflichtung nicht Stellung genommen. t-online.de und netzpolitik.org haben ein Phänomen bei zahlreichen Accounts aus der AfD und dem Unterstützerumfeld beobachten können: Tagelang oder wochenlang herrschte Stille, dann wurden in kürzester Zeit hundert und mehr Tweets retweetet, also weitergegeben. Damit steigt die Zahl der Retweets bei den Verfassern des Ursprungstweets. Ist die Zahl hoch, erscheint ein Account vielen Nutzern gewichtiger.
Kritiker werden ausgesperrt Eine Analyse von netzpolitik.org mit dem Datenjournalisten Luca Hammer hat ergeben, dass bei verdächtigen untersuchten Accounts der AfD-Bundestagsabgeordnete Udo Hemmelgarn überproportional oft Nutzniesser von massenhaften Retweets war.

via watson: Grosse Recherche enthüllt: So täuscht und trickst die AfD auf Twitter

siehe auch: Wahlkampf auf Twitter Fake-Profile für die AfD. Im Europawahlkampf sind auf Twitter anonyme Konten aktiv, die Zehntausende Tweets für die AfD absetzen. Viele geben sich als Frauen aus, die Profilbilder wurden im Netz geklaut. Jung, weiblich, hyperaktiv – so treten auf Twitter diverse Konten auf, die Tausende von Tweets im Sinne der AfD veröffentlichen. Es handelt sich um ein ganzes Netzwerk von Accounts, die sich aufeinander beziehen und gegenseitig retweeten. Insbesondere in den Wochen vor der anstehenden Europawahl sind neue Accounts aufgetaucht. So beispielsweise eine “Beate”, deren Profilbild offenkundig von einer russischen Seite mit Schönheitstipps stammt, wie eine Suche im Netz zeigt. Das Konto ist erst im April eingerichtet worden, dennoch hat es bereits fast 1000 Follower – darunter verschiedene AfD-Abgeordnete sowie weitere Konten von angeblichen Frauen, die bemerkenswert viel twittern. So setzte beispielsweise “Petra” seit dem Januar 2018 mehr als 107.000 Tweets ab, auch dieser Account kann als Follower diverse AfD-Politiker aufweisen. Das Konto von einer “Cornelia” wurde im August 2018 eingerichtet – und verbreitete bis Mitte Mai bereits mehr als 44.500 Tweets – fast ausschließlich Retweets von rechtsradikalen Blogs, rechtskonservativen Medien und AfD-Konten.”Adele” verteilte seit dem Februar mehr als 6500 Tweets und knapp 40.000 “Gefällt mir”-Herzen, “AliceWo” setzte seit Januar knapp 57.000 Tweets ab – dazu rund 70.000 Herzen. (…) Neben solchen Konten, die sich als Privatpersonen ausgeben, finden sich Accounts, die ausschließlich Wahlkampf für die AfD betreiben, aber angeblich nichts mit der Partei zu tun haben. Dazu zählt “AfD Unterstützer”, der im Bundestagswahlkampf aktiv war und nach dem 24. September 2017 verstummte; oder “Wahlkaempfer”, der nach eigenen Angaben die Partei bei der Europa- und Landtagswahl in Brandenburg unterstützt. Seit 2014 ist bereits das Konto “AfD wählen” aktiv, angeblich wird es von drei Frauen aus Freiburg betrieben, die als Benutzernamen “@Schweizerinnen” angeben. Ähnliche Accounts gibt es für andere Staaten: Die “@Zypriotinnen”, die unter dem Namen “Cyprus 4 AfD” auftreten – und bei denen es sich um auf Zypern lebende Deutsche handeln soll, die die AfD unterstützen. Nach exakt diesem Muster agiert auch das Konto “@Englaenderinnen”, es handele sich um “in England lebende Deutsche”, die die AfD unterstützen, heißt es hier und bei anderen Konten wie “Croatia 4 AfD”, “Finland 4 AfD”, “Belgium 4 AfD”, “Lativia 4 AfD”, “Bulgaria 4 AfD”, “Poland 4 AfD+PiS”, “Estonia 4 AfD” und “Romania 4 AfD”; Fälschen, züchten und verstärken: Fragwürdige Twitter-Tricks bei der AfD. Recherchen geben einen Einblick in die Twitterstrategie der AfD. Die Partei bezahlte dabei einen parteinahen Social-Media-Berater aus Münster: Der züchtete Twitter-Accounts mit Spammer-Methoden, reichte Accounts unter wechselnden Namen an Parteivertreter weiter und steht im Verdacht, hinter Netzwerken aus Fake-Accounts zu stehen, die mit koordinierten Retweets Abgeordnete der Partei verstärkten.

#AfD-Antrag zum #Verbot der #Antifa scheitert im #Landtag – #antifa4ever #knappesErgebnis

Am Mittwoch fand im Sächsischen Landtag die 92. Plenarsitzung statt. Auf Antrag der AfD-Fraktion wurde als Tagesordnungspunkt 4 der Antrag mit dem Titel „Antifaschistische Aktion (Antifa) verbieten und die staatliche Förderung von Linksextremisten beenden“ verhandelt. Nach der eineinhalbstündigen Debatte wurde dieser jedoch von einer deutlichen Mehrheit abgelehnt. Im Vorfeld hatten Unbekannte gegenüber des Sächsischen Landtag ein 32 Meter großes „Antifa 4 ever“ Graffiti angebracht, welches vom Sitzungssaal aus gut sichtbar war. Schon 2012 hatte der damalige Sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) Antifaschismus nicht als richtige Antwort auf „Rechtsextremismus“ bezeichnet. Angesichts der inzwischen kaum noch zu übersehenden parlamentarisch begleiteten Radikalisierung der bürgerlichen Mitte hat sich jedoch auch gezeigt, dass die von ihm gewünschte „Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft“ seit geraumer Zeit gescheitert ist. (…) Der Antrag ist mit wahllosen Absätzen des Verfassungsschutzberichtes 2017 unterlegt, welche die Gewaltbereitschaft der Antifa belegen sollen. Dabei werden Autonome, Anarchisten, Linksextremisten und Antifa ohne jegliche Differenzierung oder Kontextualisierung durcheinandergewürfelt. Immer wieder wurde dazu mit den Ausschreitungen anlässlich des G20-Gipfeltreffens in Hamburg, sowie Anschlägen im Vorfeld, die laut AfD-Fraktion in Gänze durch die „Antifaschistische Aktion“ durchgeführt wurden sein sollen, argumentiert. (…) Das letzte Wort in der Debatte hatte der Grünen-Politiker Valentin Lippmann. Er warf der AfD-Fraktion vor, ein Phantom zu jagen: „Es gibt nicht die eine Organisation Antifa. In jeder Schülerarbeit wird besser recherchiert als bei Ihrem Antrag“. Darüber hinaus stellte er die im Antrag erwähnten Quellen des Verfassungsschutzes als unseriös in frage und griff die Doppelmoral der AfD an: „Den Verfassungsschutz in Sachsen, der bereits hinter dem Eintreten für ‚Freiheit‘ und ‚Gerechtigkeit‘ den grassierenden Linksextremismus vermutet, halten wir somit für den absurdesten Kronzeugen für Ihr Unterfangen. Spannend ist aber, dass es sich hier um jenen Verfassungsschutz handelt, den Sie spätestens dann infrage stellen, wenn er Sie als Prüffall einstuft. Aber mit Stringenz hatten Sie es noch nie.“Letztendlich wurde der Antrag bei einer namentlichen Abstimmung von allen Parteien mit Ausnahme der AfD-Fraktion abgelehnt.

via addn: AfD-Antrag zum Verbot der Antifa scheitert im Landtag

siehe auch: Plenarsitzungen. Im Videoarchiv finden Sie Aufzeichnungen aller Sitzungen des Plenums der aktuellen Wahlperiode. Sie können die Videoaufzeichnungen nach Jahren gegliedert oder einzelne Redebeiträge mit unserer strukturierten Suche im Videoarchiv abrufen. Die Vollständigkeit der Wiedergabe der Plenarsitzungen kann nicht gewährleistet werden. Insoweit wird auf die Plenarprotokolle verwiesen.

Student bekommt ein „sehr gut“ für rassistische Bachelorarbeit

Die österreichische Hochschule prüft nun, ob der Titel nachträglich aberkannt werden kann. Manche Studierende schreiben innerhalb von zwei Wochen mit viel Kaffee und wenig Schlaf eine Bachelorarbeit, deren akademische Güte höchst fragwürdig ist, aber gerade so durchkommt. Andere versuchen in monatelanger Feinstarbeit den Grundstein für ihre universitäre Karriere zu legen. Und scheinbar gibt es auch solche, die ihre Arbeit auf längst widerlegte Rassentheorien stützen und dafür ein „sehr gut“ erhalten. Zumindest ist das genau so in Österreich passiert. Wie Der Standard berichtete, hat ein Student der FH Joanneum in Graz in seiner Bachelorarbeit im Studiengang Logopädie die angebliche „innerartliche Variation des menschlichen Vokaltrakts und der Stimme” beschrieben. Der Name des Autors ist jetzt zwar bekannt, soll hier aber nicht genannt werden, um ihm und seinen Theorien nicht zu viel Aufmerksamkeit zu geben. Ursprünglich war der Titel seiner Arbeit „Rasse und Stimme“ gewesen. Der Mann behauptet darin, dass die Stimme von der „Rasse“ des Sprechers abhänge und zitiert dafür rassistische Aussagen wie diese: „Es ist das eine, nach wissenschaftlichen Kriterien festzustellen, dass der Intelligenzquotient von Europiden (Europäern) im Durchschnitt höher ist als der von Negriden (Afrikanern)[…] und gleichzeitig niedriger als jener von Mongoliden (Ostasiaten).“ Die Arbeit wurde trotzdem von einem externen Betreuer mit der Note „sehr gut“ bewertet, ein weiterer externer Betreuer bestätigte die Bewertung. Wie es dazu kommen konnte, ist bisher unklar. Erst bei einer internen Begutachtung an der Fachhochschule selbst wurden „sehr auffällige Formulierungen und Inhalte“ festgestellt und zur Prüfung an das „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)“ geschickt. Die staatlich getragene Stiftung forscht zum Nationalsozialismus und leistet Informations- und Erinnerungsarbeit in Österreich. In der Stellungnahme des DÖW, die jetzt vorliegt, äußert sich zunächst der wissenschaftliche Leiter Gerhard Baumgartner und betont, dass der Autor der Bachelorarbeit, „in verschiedenen sehr weit rechts angesiedelten Organen keine unbekannte Figur” sei. Das sei der Hochschule vor der Untersuchung der Arbeit nicht bekannt gewesen, sagt die Pressesprecherin Johanna Theurl am Telefon. Eine inhaltliche Stellungnahme nimmt der DÖW-Experte Dr. Peter Schwarz vor. Er bezeichnet allein „die Idee, anhand von Stimmkriterien nach Rassenunterschieden beim Menschen suchen zu wollen“ als rassistisch. Die Arbeit sei der Versuch, „pseudowissenschaftlich rassistische Untersuchungen wieder zu rehabilitieren.“

via jetzt: Student bekommt ein „sehr gut“ für rassistische Bachelorarbeit

Italienische Zeitung nennt Gabalier „rechtsextrem“

Die italienische Tageszeitung Alto Adige hat den österreichischen Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier als „rechtsextrem“ bezeichnet. Der Musiker spielt am Samstag vor rund 13.000 Fans ein Konzert in Bruneck (UT24 berichtete). Schon im Titel eines Artikels bezeichnet der Alto Adige den österreichsichen Superstar als „rechtsextrem (rocker di estrema destra)“, im Text gibt das Blatt eine Stellungnahme der nationalen italienischen Partisanenvereinigung ANPI wieder. „Solchen Personen Platz zu bieten ist eine Gefahr für das zivile Zusammenleben“, sagt dort der lokale ANPI-Vorsitzende Guido Margheri zum Auftritt von Andreas Gabalier.

via unsersüdtirol: Italienische Zeitung nennt Gabalier „rechtsextrem“

siehe auch: L’Anpi contro il rocker di estrema destra che fa il tutto esaurito a Brunico. L’austriaco Andreas Gabalier attira 13 mila persone. Ma lo contestano alcune associazioni locali e gruppi giovanili. L’Anpi: “Dare spazio a questi personaggi è un pericolo per la convivenza civile”. È popolare per un genere lanciato sul mercato, il Volks Rock’n’Roll, e per le simpatie politiche che gli hanno attirato critiche di misoginia, omofobia e neonazismo. Il concerto dell’austriaco Andreas Gabalier domani a Brunico, in piazza del Mercato a Stegona, che ha già registrato il tutto esaurito, è diventato un caso politico, sollevato da associazioni locali e gruppi giovanili. «Dare spazio a questi personaggi – insorge Guido Margheri, presidente provinciale Anpi – rappresenta un pericolo per la convivenza civile. Qui non c’entra la libertà di pensiero e di espressione – sottolinea Margheri – qui ci sono in gioco disvalori che mettono in discussione la dignità di persone e gruppi di persone».

Präsidium entzieht Vertrauen – Nach Kritik an AfD-Kandidatur: Sachsens Handball-Chef tritt zurück

Sachsens Handball-Chef Uwe Vetterlein ist am Freitag von seinem Amt zurückgetreten. Auslöser waren Proteste gegen seine Kandidatur für die AfD bei den anstehenden Kommunalwahlen in Dresden. Der Präsident des Handball-Verbands Sachsen (HVS) Uwe Vetterlein tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Wie Vetterlein am Freitag gegenüber der Leipziger Volkszeitung erklärte, sei nach Bekanntwerden seiner Kandidatur für die AfD bei den Kommunalwahlen am kommenden Sonntag in Dresden der Druck aus Leipzig auf seine Person zu groß geworden. „Das Präsidium des Handball-Verbandes Sachsen hat mir in einer außerordentlichen Beratung das Vertrauen entzogen und sieht keine Basis mehr für eine sachgerechte Zusammenarbeit“, begründete Vetterlein seinen Rückzug und fügte an: „Dabei hieß es, ich hätte ja für jede andere Partei kandidieren können, aber nicht für die AfD. Das ist schon enttäuschend.“ Die AfD sei wie alle anderen auch eine zur Wahl zugelassene, demokratische Partei. „Es gibt sowohl im Handball-Verband Sachsen, als auch in anderen Handball-Verbänden überall Mitglieder verschiedener anderer Parteien, die auch politische Mandate innehaben beziehungsweise sich um solche bewerben. Ich denke: An mir sollte ein Exempel statuiert werden.“ (…)
Auslöser des Rücktritts sind Proteste der HVS-Spielbezirksleitung Leipzig, die am vergangenen Montag in einem offenen Brief an alle Handballer im Freistaat versendet worden war. Darin kritisieren hochrangige Handball-Offizielle aus der Messestadt Vetterleins Kandidatur für die Rechtspopulisten scharf. Die Leipziger werfen ihm vor, dass er als Präsident aller Handballer in Sachsen seine Neutralitätspflicht verletze. „Das offene Bekenntnis zu den nationalistischen, diskriminierenden und antidemokratischen Positionen und die Nutzung der populistischen Phrasen ist mit dem Amt des Präsidenten des HVS nicht vereinbar und schädigt das Ansehen des HVS und der Reputation der sächsischen Handballer“, heißt es im offenen Brief, der unter anderem vom Leipziger Spielbezirksleiter Lutz Kinne und Stellvertreterin Elke Kirsten unterzeichnet wurde. Die Leipziger kündigten zudem an, aufgrund der AfD-Verbindungen künftig nicht mehr mit dem HVS-Präsidenten zusammenarbeiten und ihn auch nicht mehr in die Messestadt einladen zu wollen. Roter Stern: AfD-Programm nicht mit Ehrenamt vereinbar Unterstützung erhielt die Sektionsleitung am Freitag unter anderem von den Handballerinnen und Handballern von Roter Stern Leipzig (RSL). „Wir begrüßen die Entscheidung der Spielbezirksleitung, nicht mit Uwe Vetterlein zu kooperieren“, sagte Sprecher Conrad Lippert.

via lvz: Präsidium entzieht Vertrauen – Nach Kritik an AfD-Kandidatur: Sachsens Handball-Chef tritt zurück

CDU-Politiker will Krim-Besuchern der #AfD Diplomatenpässe entziehen – #schauhin #afdwirkt #amtsmissbrauch #Russland #pinocchiopartei #betrüger

Mehrere AfD-Abgeordnete reisten mit Diplomatenpässen auf die Krim, obwohl von einer Privatreise die Rede war. Nun wird der Ruf nach Konsequenzen laut. Für die Ukraine sind Reisen deutscher Staatsbürger über Russland auf die annektierte Halbinsel Krim illegal. Davon lässt sich aber nicht jeder abhalten. Im April reisten mehrere Bundestagsabgeordnete der AfD auf die Krim, um an einem Wirtschaftsforum teilzunehmen. Aus der Fraktion hieß es seinerzeit, es handele sich um eine „Privatreise“, die weder von der Fraktion organisiert noch finanziert werde. Trotz des privaten Rahmens nutzten offenbar drei AfD-Politiker ihren Diplomatenpass für die Einreise auf die Krim, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Das könnte ihnen nun zum Verhängnis werden. „Es liegt in den Händen des Auswärtigen Amts, den Entzug der Diplomatenpässe zu prüfen“, sagte der Obmann der Unions-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Roderich Kiesewetter (CDU), dem Handelsblatt. „Die AfD-Abgeordneten missbrauchen schamlos ihre parlamentarischen Freiheiten und legen damit ihr zynisches Selbstverständnis offen.“ Bundestagsabgeordnete hätten zwar grundsätzlich Anspruch auf einen Diplomatenpass, so Kiesewetter, jedoch lediglich für dienstliche Zwecke. In einer Verwaltungsvorschrift des Auswärtigen Amtes heißt es, amtliche Pässe, wie etwa der Diplomatenpass, „dürfen nur zur Wahrnehmung dienstlicher Aufgaben außerhalb des Geltungsbereichs des Passgesetzes ausgestellt werden“. Sie seien zurückzugeben, „wenn die Voraussetzung für ihre Ausstellung weggefallen ist“.

via handelsblatt: CDU-Politiker will Krim-Besuchern der AfD Diplomatenpässe entziehen

siehe auch: Gegen #Vorschrift verstoßen? #AfD-Abgeordnete reisten mit Diplomatenpässen nach #Russland – #schauhin #pinocchiopartei #afdwirkt #betrüger. Drei AfD-Abgeordneter haben nach einem Medienbericht bei einem Besuch eines Wirtschaftsforums auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim im April zur Einreise ihren Diplomatenpass genutzt. Dabei hieß es offiziell, dass es sich um eine Privatreise handelte, berichtet die “Bild”-Zeitung. Der AfD-Politiker Udo Hemmelgarn bestätigte der Zeitung: «Ich bin ohne Visum eingereist und habe bei Ein- und Ausreise meinen Diplomatenpass benutzt.» Auch zwei weitere AfD-Abgeordnete sind nach “Bild”-Informationen mit ihrem Diplomatenpass eingereist.

screenshot twitter

Per #Haftbefehl gesucht Polizei holt „ #Reichsbürger “ mit Kindern aus #Erdhöhle #kindswohl

Der Mann war in Franken mit seinen zwei minderjährigen Kindern untergetaucht. Nach umfangreichen Ermittlungen wurde der 50-Jährige in einem Steinbruch entdeckt. Die Polizei in Oberfranken hat einen vor Monaten mit seinen zwei minderjährigen Kindern untergetauchten „Reichsbürger“ in einer selbstgegrabenen Erdhöhle entdeckt. Bei einem Zugriff in einem Steinbruch im Landkreis Lichtenfels am vergangenen Samstagabend sei der 50-Jährige festgenommen worden, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken am Freitag mit. Seine zwei Kinder, die wohlauf waren, seien dem Jugendamt übergeben worden.

via tagesspiegel: Per Haftbefehl gesucht Polizei holt „Reichsbürger“ mit Kindern aus Erdhöhle

siehe auch: Oberfranken: Mann (50) versteckt sich monatelang vor Polizei in Erdloch – mit seinen minderjährigen Kindern. Ein 50 Jahre alter Reichsbürger hat sich offenbar mehrere Monate lang in einer selbstgegrabenen Erdbehausung vor der Polizei versteckt. In dem Erdloch nahe eines Steinbruchs im Landkreis Lichtenfels mussten auch die zwei minderjährigen Kinder des Reichsbürgers hausen. (…) Die Kinder waren wohlauf und wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Aufgrund des bestehenden Vollstreckungshaftbefehls lieferten Polizisten den 50-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die selbstgebaute Erdbehausung wurde zwischenzeitlich geräumt und wieder mit Erdreich aufgefüllt.

Österreich: Wildes Gerücht um Oligarchin im Strache-Video: Ist sie eine Schauspielerin? – #strache #ibizagate #gudenus

Österreich: Die politischen Karrieren von Strache und Gudenus sind nach dem Ibiza-Skandal am Ende. Ein Insider packt nun exklusiv im TV aus. Auch der russische Oligarch und Alexander Gauland melden sich zu Wort. Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist nach der „Ibiza-Affäre“ von allen Ämtern zurückgetreten. Ein brisantes Video legt nahe, dass er 2017 einer angeblich reichen Russin öffentliche Aufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht gestellt hatte. Die Koalition von Bundeskanzler Sebastian Kurz aus ÖVP und FPÖ ist zerbrochen. Derweil droht Sebastian Kurz per Misstrauensvotum am kommenden Montag der Sturz als Kanzler. Die Neuwahlen sollen Anfang September stattfinden. Das Polit-Beben in Österreich ist noch lange nicht abgeklungen. Nach der Veröffentlichung des skandalösen „Ibiza-Videos“, das Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und seinen Parteikollegen Johann Gudenus (mittlerweile aus der Partei ausgetreten) dabei zeigt, wie sie einer angeblich reichen Russin öffentliche Aufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht gestellt hatten, kommen immer mehr Details ans Licht. 13.58 Uhr: Die Dame, die Heinz-Christian Strache im Video zur Ibiza-Affäre als Oligarchin kennenlernt, ist nach wie vor unbekannt. Mittlerweile gibt es aber zwei Theorien zu der Frau, die als Aljona Makarow vorgestellt wurde. Theorie eins stammt von Ex-Spion Sascha Wandl. In einem Interview sagte der Sicherheitsexperte und ehemalige Chef eines der mutmaßlichen Drahtzieher des Videos Julian H., dass es sich um eine semiprofessionelle Prostituierte handeln würde. „Das ist genau nach meinem Drehbuch passiert.“ Die Aktion hätte laut Experten bis zu 600.000 Euro gekostet. Eine andere Theorie, über die unter anderem Oe24 berichtet, nennt sogar einen Namen: Lera Kudryavtseva. Die 48-Jährige ist TV-Moderatorin, Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin. Eine Bloggerin aus dem Umfeld der AfD glaubt, sie in dem Video zu erkennen. Interessant: Kudryatseva ist mit dem russischen Eishockeyspieler Igor Makarow verheiratet, der mit Nachnamen so heißt wie die vorgebliche Oligarchin. Ist das wirklich nur Zufall?

via merkur: Österreich: Wildes Gerücht um Oligarchin im Strache-Video: Ist sie eine Schauspielerin?

siehe auch: Makarow zur Causa Strache: Russischer Oligarch sucht die Hintermänner. Causa Strache: Wer hat das Video inszeniert und zudem den Namen von Gas-Oligarch Igor Makarow verwendet? Das will der Gas-Oligarch jetzt selbst herausfinden. Nach Angaben der “Süddeutschen Zeitung” hat sich die Ibiza-Gesprächspartnerin von FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus im Jahr 2017 als Aljona Makarowa sowie als Nichte eines Igor Makarow ausgegeben. Der russische Gas-Oligarch Igor Makarow hat jedoch gar keine Verwandte namens Aljona Makarowa. Das berichtete bereits am Sonntagnachmittag die russische Ausgabe des Wirtschaftsmagazins “Forbes” online. Das Video eines Treffens mit einer gewissen “Aljona Makarowa”, die sich laut Süddeutscher Zeitung als Nichte Makarows ausgegeben hatte, hatte bekannerweise zuvor zum Rücktritt von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) geführt. “Es ist weitum bekannt, dass ich ein Einzelkind war und deshalb keine Nichten habe. Mit der Frau, die sich Aljona Makarowa nennt, bin ich nicht verwandt und ich kenne sie nicht”, zitierte “Forbes” den im Gas- und Ölsektor tätigen Oligarchen, dessen Vermögen vom Magazin auf rund 2 Milliarden Euro geschätzt wird. Vom Forbes-Magazins auf sein Familiensituation angesprochen sagt er. “Es ist allgemein bekannt, dass ich das einzige Kind in der Familie war und dementsprechend keine Nichten habe.”

»Abgedreht und orientierungslos«

Warum seriöse Talkshows dem Publizisten Jürgen Todenhöfer keine Plattform mehr geben sollten. Es irritiert, sich im Jahr 2019 über Jürgen Todenhöfer überhaupt noch äußern zu müssen. Doch anscheinend hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass Todenhöfer eben nicht der liebe Gutmensch‐TV‐Onkel ist, als der er im Fernsehen nach wie vor gerne herumgereicht wird. Erst dieser Tage war der Publizist und Israelhasser – und nein, diese Formulierung ist keine hysterische Übertreibung – in der seriösen Fernsehsendung »Talk am See« des Südwestrundfunks zu Gast. Verwunderlicher, oder besser: viel bedenklicher könnte eine Einladung nicht sein. Es ist bestenfalls mit mangelnder journalistischer Sorgfalt der Redaktion zu begründen, Todenhöfer eingeladen zu haben. Möglich ist aber auch, dass schlichtweg Überzeugung dahinter steht. Ob Jakob Augstein, Norbert Blüm oder eben Todenhöfer: »Israelkritik« kommt immer gut an. VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN Bereits seit Jahren propagiert der Publizist Falschdarstellungen und Verschwörungstheorien, die sich in vollem Umfang gar nicht mehr abbilden lassen. Wiederholt relativierte Todenhöfer in der Vergangenheit die NS‐Zeit, indem er beispielsweise Gaza als weltgrößtes Konzentrationslager bezeichnete. Mit einer inszenierten Fotografie aus dem Jahr 2014, die ihn inmitten einer Betonruine in Gaza mit frisch ausgepacktem Kinderspielzeug zeigt, schloss er an die antisemitische Mär eines kindermordenden Israels an.
Entsprechende Äußerungen lassen sich mit der Antisemitismusforscherin Monika Schwarz‐Friesel eindeutig als »Ritualmordlegende 2.0« identifizieren. Dass er sich positiv auf Schriften der NS‐Rassetheoretikerin Sigrid Hunke bezog – es passt nur allzu gut ins Bild. Entsprechend wurden Todenhöfers Ausfälle von der deutschen Öffentlichkeit gewürdigt: von der Süddeutschen Zeitung etwa oder von Nikolaus Blome, stellvertretender Chefredakteur der Bild‐Zeitung – beide wiesen ihm die Verbreitung von Verschwörungstheorien nach. Christian Lindner (FDP) nannte Todenhöfer »völlig abgedreht und orientierungslos«. In anderem Zusammenhang bescheinigte auch Roderich Kiesewetter (CDU) dem Bestsellerautor, jeglichen »Realitätsbezug« verloren zu haben.

via jüdische allgemeine: »Abgedreht und orientierungslos«