#dd2408 #unteilbar – 1630

solidarität ist die zärtlichkeit der völker! Tweetsammlung DD 1630

Wem gehört die Welt? Unser!

#dd2408 #unteilbar

solidarität ist die zärtlichkeit der völkwer

Tweetsammlung DD – Wem gehört die Welt? Unser!

Zehntausenden Demonstranten bei “#Unteilbar” erwartet

Zahlreiche Organisationen aus Sachsen und ganz Deutschland bereiten sich für die “Unteilbar”-Demonstration für eine offene und freie Gesellschaft an diesem Samstag in Dresden vor. “Wir gehen von mehreren 10 000 Protestierenden aus”, sagte Felix Müller, einer der Sprecher des Bündnisses, der Deutschen Presse-Agentur. Zwei Sonderzüge, mit denen Demonstrierende aus Berlin anreisen können, seien bereits am Mittwoch ausgebucht gewesen.”Unteilbar” ist ein Bündnis aus Initiativen, die sich gegen Rassismus und für eine gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen. Nach Angaben der Veranstalter stehen etwa 400 Organisationen hinter dem Aufruf für die Demonstration am Samstagmittag, darunter seien knapp 200 Initiativen aus Sachsen. Mit dabei ist auch der Dachverband der sächsischen Migrantenorganisationen (DSM), der seine Mitglieder für die Demonstration mobilisiert.
“Wir hoffen, dass wir einen wunderschönen Tag, gemeinsam mit vielen Menschen verbringen werden”, sagt David Streit vom DSM mit Blick auf Samstag. Die Demonstration solle ein Zeichen setzen für Demokratie und Menschenrechte. “Wir wollen einstehen für eine unteilbare Gesellschaft und für die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen”, sagt er. Das Datum für die Demonstration – eine Woche vor den Wahlen in Sachsen und Brandenburg – haben die Veranstalter nach eigenen Angaben bewusst gewählt. “Aber nicht um eine Wahlempfehlung auszusprechen, sondern um zu zeigen, dass wir eine solidarische Gesellschaft einfordern”, sagt Bündnis-Sprecher Müller. Die Kernforderung von “Unteilbar” sei, dass Sozialstaat, Flucht und Migration nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. “Unsere Inhalte sind klar, was das am Wahltag bedeutet, kann jede Person für sich selbst ausmachen.” Etwa 40 Lautsprecherwagen sollen nach Angaben der Veranstalter auf der Demo mitfahren. Der Protestmarsch ist unterteilt in mehrere thematische Blöcke. Dazu gehören etwa Umweltschutz-Aktivisten, Gewerkschaften und Arbeitende in Pflegeberufen.

via sz: Zehntausenden Demonstranten bei “Unteilbar” erwartet

Brennender Regenwald Irland droht Brasilien mit Blockade von Freihandelsabkommen

Irland setzt wegen der schweren Waldbrände im Amazonas-Gebiet auf wirtschaftlichen Druck. Falls Brasilien nichts unternehme, werde man das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten nicht unterzeichnen. Irland will das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten blockieren, sofern Brasilien nicht gegen die Waldbrände im Amazonas-Gebiet tätig wird. “Irland will auf keinen Fall für das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen stimmen, wenn Brasilien nicht seine ökologischen Versprechen einhält”, zitiert der “Irish Independent” den irischen Premierminister Leo Varadkar. (…) In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar nahmen die Feuer und Brandrodungen im größten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zu, wie die Zeitung “Folha de S. Paulo” berichtete. Insgesamt wurden demnach 72.843 Brände registriert. In den meisten Fällen waren Flächen in Privatbesitz betroffen, aber auch in Naturschutzgebieten und indigenen Ländereien brechen immer wieder Feuer aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, das Thema auf die Agenda des Gipfels der führenden Industrienationen in Biarritz zu setzen. “Unser Haus brennt. Wortwörtlich”, schrieb Macron am Donnerstagabend auf Twitter zu einem Foto des brennenden Regenwalds. Die Brände bedeuteten eine internationale Krise, so Macron. Er rief die Regierungschefs der G7-Länder auf, “diesen Notfall” als ersten Punkt beim Gipfeltreffen ab Samstag zu besprechen. Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro wies den Vorstoß als “kolonialistische Mentalität” zurück, weil Macron über die Feuer sprechen wolle, ohne dass die Länder der Amazonas-Region dabei seien.

via spon: Brennender Regenwald Irland droht Brasilien mit Blockade von Freihandelsabkommen

Angebräunter Neofolk

Auf einem alten Rittergut in Leipzig soll am Samstag kommender Woche wieder ein Szene-Event aus der Reihe „Fire & Sun“ stattfinden. Die rechte Neofolk-Szene dürfte den 31. August in ihrem Terminkalender stehen haben. Dann wird zur erneuten Veranstaltung „Forseti lebt!“ aus der Reihe „Fire & Sun“ mit mehreren musikalischen Acts eingeladen. Stattfinden soll das Ganze laut Einladung als Privatveranstaltung auf Schloss Knauthain in Leipzig – ein altes Rittergut samt Park. Die Location ist für die Szene eine mittlerweile bekannte Adresse: Bereits in der Vergangenheit haben am äußersten Stadtrand der sächsischen Metropole entsprechende Neo- und Darkfolk-Rechtsausleger aufgespielt. Von 2016 bis 2018 wurde dem Treffen aber nur der Titel „Fire & Sun“ ohne jeglichen Zusatz verpasst, 2014 und 2015 hieß es noch schlicht „Live am Lagerfeuer“. Die Musikrichtung zieht speziell viele Anhänger aus dem neurechten Spektrum an, weil sie sich Anlehnungen an den historischen Faschismus bedient, meist ästhetischer Art. Als Veranstalter agiert offenbar immer noch der Personenkreis um die 1996 gegründete Konzertagentur „Equinoxe Organization“, die sich seit Jahren auf diesen Typ von Event spezialisiert hat, auch wenn der Ticketvorverkauf diesmal offiziell über „Devoted Notes“ abgewickelt wird. Im Schatten von Dark Wave und Gothic gelingt es gerade immer wieder in Leipzig, diesem rechtsoffenen Genre Auftrittsorte zu bieten. Die Veranstaltung soll an die Thüringer Neofolk-Band „Forseti“ um Andreas Ritter erinnern, die nach einer Herzattacke Ritters ihre Tätigkeit einstellte und vor 20 Jahren ihren ersten Tonträger veröffentlichte. Aus diesem Anlass bittet man nun die umstrittene, 1991 gegründete britische Band „Fire & Ice“ mit ihrem Kopf Ian Read auf die Bühne. Der kennt Ritter von gemeinsamen Aufnahmen.

via bnr: Angebräunter Neofolk

Anja gegen die AfD: Wie Brandenburger Künstler einen Wahlerfolg der Rechten verhindern wollen

Eine junge Frau schlendert in Latzhose durch eine Stadt in Brandenburg. Sie singt von einem bunten Leben, das hier möglich ist. Und vom AfD-Wahlprogramm, das dazu so gar nicht passe. Die Frau heißt Anja Neumann, ist 29 Jahre alt und kommt aus Eberswalde. Gemeinsam mit rund 200 Künstlerinnen, Musikern und Kreativen hat Anja an dem Lied gebastelt. Herausgekommen ist der Song “Wir nich!”, der Menschen davon abhalten soll, bei der Landtagswahl in Brandenburg für die AfD zu stimmen. Am 1. September wird gewählt. Die AfD liegt in aktuellen Umfragen bei 20 Prozent, Landeschef Andreas Kalbitz gehört dem völkischen Flügel um Björn Höcke an. Er hat gute Chancen, seine AfD zur stärksten Kraft im Landtag zu machen.Die “Künstler mit Herz Brandenburg” wollen das verhindern. Ihre Idee haben sie von Kreativen aus Bayern, die vor einem Jahr ein ähnliches Anti-AfD-Lied aufnahmen. Nun wurde “Wir nich!” mehr als 34.000 Mal angesehen.

via bento: Anja gegen die AfD: Wie Brandenburger Künstler einen Wahlerfolg der Rechten verhindern wollen

Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

Seit der Wende verließen Millionen Menschen den Osten und lösten eine demografische Krise aus. Erstmals zeigen Daten, was genau geschah – und warum es Hoffnung gibt. (…) ZEIT ONLINE hat Daten über jeden der rund sechs Millionen Umzüge zwischen Ost und West ausgewertet, vom ersten durchgehend gesamtdeutschen Jahr 1991 bis zum Jahr 2017. Sie zeigen eine der am wenigsten dokumentierten deutschen Nachkriegsgeschichten. Sie zeigen, dass nach der Wiedervereinigung fast ein Viertel der ursprünglichen Bevölkerung Ostdeutschlands in den Westen zog: 3.681.649-mal gingen Menschen fort. Und sie zeigen, dass die 2.451.176 Zuzüge aus dem Westen den Niedergang vieler Orte nicht aufhalten konnten. Erstmals wird deutlich, was nach der Wiedervereinigung in allen Regionen in West und Ost genau geschah. (…) Die AfD ist dort stark, wo viele Menschen gingen In den Landkreisen und kreisfreien Städten im Osten, deren Bevölkerung seit 1991 stark geschrumpft ist, schnitt die AfD bei der Bundestagswahl 2017 besonders gut ab.

via zeit: Ost-West-Wanderung: Die Millionen, die gingen

Neonazis dürfen Konzert in Hamm veranstalten

Etwa 100 Menschen sind am Samstag (17.08.2019) in Hamm auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen einen Neonazi-Treffpunkt, der sich in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot für rechtsextreme Konzerte entwickelt hat. Solche Treffpunkte sind für die Neonazi-Szene extrem wichtig. Unter anderem, weil dort Geld verdient wird. Leroy Böthel von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus beobachtet die Entwicklung rund um den Hammer Neonazi-Treffpunkt am Kentroper Weg 18: “Es haben dort nachweislich mehrere Dutzend Rechtsrockkonzerte in den letzten Jahren stattgefunden. Hinzu kommen zahlreiche Schulungen, Parteiveranstaltungen, Vorträge der rechten Szene, Parties, Vernetzung. Es ist ein Raum, wo die Neonazis sich vernetzen können, wo sie ihre menschenverachtende Ideologie ungefiltert, ungebremst ausleben können.”
Eine Einschätzung, die mittlerweile auch der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz teilt. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht heißt es: “Die Hammer Rechtsextremisten nutzen immer wieder eine Immobilie, um dort wiederkehrend Musikveranstaltungen und Vorträge durchzuführen.” Und das taten sie auch am vergangenen Wochenende, unter den Augen von Polizei und Ordnungsamt. Weder die eine noch die andere Behörde sieht sich in der Lage etwas gegen die rechtsextreme Veranstaltung zu tun. Beide bewerteten das Konzert als private Veranstaltung.

via wdr: Neonazis dürfen Konzert in Hamm veranstalten

Als Warnung – Künstler will Hitlergruß-Wolf vor AfD-Zentrale aufstellen

Mit einer den Hitlergruß zeigenden Wolfsskulptur vor der Brandenburger AfD-Zentrale will der Künstler Rainer Opolka vor einem Wahlerfolg der Rechtspopulisten warnen. Zudem will er in Potsdam dem AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz einen offenen Brief überreichen, wie Opolka am Montag erklärte. An der für Dienstag geplanten Aktion ist auch die Vorsitzende des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Lea Rosh, beteiligt. Opolka erklärte zur Begründung der Aktion, Kalbitz marschiere „gemeinsam mit Rechtsradikalen und Neonazis“, die „unverblümt den Hitlergruß zeigten“. Der Brandenburger Künstler kritisiert mit seinen in Bronze gegossenen Wölfen immer wieder rechte Vorfälle oder Tendenzen in der Gesellschaft. Nach eigenen Angaben erscheint er „immer da, wo Menschenrechte und Demokratie gefährdet sind“. (…) Der Wolf stehe für die sogenannte Wolfsmoral, so der Künstler. Sie vergiftete das Denken und senke die Schwellen des Sagbaren. Darüberhinaus habe AfD-Politiker Björn Höcke den Wolf im Zusammenhang mit der AfD selbst ins Spiel gebracht. Eine Aussage des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels abwandelnd, habe Höcke beim sogenannten Kyffhäusertreffen seiner Partei 2018 festgestellt: „Heute lautet die Frage Schaf oder Wolf. Und ich, liebe Freunde, meine hier, wir entscheiden uns in dieser Frage: Wolf.“.

via berliner kurier: Als Warnung Künstler will Hitlergruß-Wolf vor AfD-Zentrale aufstellen

Neonazis und “Patrioten” drehen durch, weil Egotronic tun, was sie schon immer tun

Die Elektropunkband weiß halt, wie man rechte Kartoffeln zum Kochen bringt – mit ihrem neuen Musikvideo “Kantholz”. Wer Egotronic kennt, weiß, was Egotronic machen. Seit über 18 Jahren macht sich die Band um Frontmann Torsun einen Spaß daraus, Menschen aufzuregen, die es verdient haben, Kartoffeln genannt zu werden. Denn jede Beschimpfung muss man sich schließlich hart erarbeiten. Manchmal tun Egotronic das mit witzigem Nonsens, manchmal aber auch mit ernsthafter Kritik an Verhältnissen, Staat und Deutschtümelei. Spätestens seit ihrem 2006 erschienenen Dancefloor-Kracher “10 German Bombers” weiß eigentlich jeder, wofür die Band steht. Zu Beginn schreit Torsun in bester H.P.-Baxxter-Manier “I am the kraut killer” ins Mikrofon. Und da am 13. September das neue Album “Ihr seid doch auch nicht besser” veröffentlicht wird, haben Egotronic mal wieder das getan, was sie am besten können: Deutschland beschimpfen und selbsternannten “Patrioten” den Schaum vor den Mund treiben. Business as usual.
Die einzigen, die das nicht begreifen und sich regelmäßig darüber aufregen, sind jene, die sich aufregen sollen. Wobei, sind wir ehrlich, kein politisches Lager hat die Empörungsindustrie exklusiv für sich gepachtet. Auch Linke oder Mitte-Fetischisten springen gerne über die Stöckchen, die man ihnen hinhält. Der Unterschied ist nur: Während sich die Gemäßigten täglich in den sozialen Netzwerken über ernstzunehmende Bedrohungen oder Skandale echauffieren (zu schweigen, ist schließlich keine Alternative), auf Probleme hinweisen oder etwa fordern, Hardcore-Neonazis von Podiumsdiskussionen auszuschließen, geilen sich die Rechten lieber an Vergasungsfantasien auf oder verlieren sich in absurden Schwurbeleien wie “Linke waren eben schon immer Nazis”.
In dem Video stellen jedenfalls einige Darsteller die berühmt-berüchtigte Geburtstagsparty von Matthias Matussek nach. Für alle Fortnite-Kids: Matussek war mal ein ernstzunehmender Journalist, wurde dann bereits vor Jahren von Kurt Krömer in dessen Show komplett vorgeführt und ist mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem er auf Facebook seine Geburtstagsgeschenke präsentiert. Vor einigen Monaten feierte er seinen Jahrestag mit einer bunt gemischten Gästeliste. Darunter: der rechtsradikale Identitäre Mario Müller (ein Name wie aus dem Kartoffel-Lehrbuch), der später peinlich berührte TV-Moderator Reinhold Beckmann, die Flüchtlinge hassende, ehemalige Vorsitzende des Zentrums gegen Vertreibungen, Erika Steinbach (wow!), sowie der inzwischen zur journalistischen Urne namens Focus gewechselte, damalige Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer. Diese Party spielen Egotronic also nach und texten dazu “Kein Rechtsruck nirgends, was wollt ihr mir erzählen? / Demokratie muss sowas aushalten können / Man muss auch mal das Pro und Kontra zu Seenotrettung diskutieren / Um wirklich jeden in den Diskurs zu integrieren”. In dem Video sehen wir dann eine junge Frau im Latex-Outfit, die sich auf einem gegenüberliegenden Dachboden postiert, ein Präzisionsgewehr auspackt und dann auf die Party zielt.

via vice: Neonazis und “Patrioten” drehen durch, weil Egotronic tun, was sie schon immer tun