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#OSS – „Dumpfe“ Terroristen mit Mitteilungsdrang

Zu freundlich diese Terroristen. Oder einfach Dummheit? Gründen für ihre Gewaltfantasien eine Facebook-Gruppe, in der sie im Impressum eine Handynummer angeben. Dazu postet die „Führungsriege“ auf ihren öffentlichen Profilen allerlei entlarvendes Material. Schon wittert die NPD ein „Ablenkungsmanöver“ der Bundesregierung, um die Bilanz von „Versager“ de Maizière zu verschleiern. „Es handelt sich bei ihnen um Personen, die nicht über eine hohe Intelligenz verfügen, sondern eher dumpf sind“, bescheinigte der Präsident des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Burhard Freier, den Mitgliedern der gestern unter Führung des BKA ausgehobenen rechtsterroristischen Gruppierung „Oldschool Society“ (OSS). Die Planungen der zehnköpfigen Neonazi-Organisation für Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Moscheen oder bekanntere Salafisten seien nichts desto weniger soweit fortgeschritten gewesen, dass man habe eingreifen müssen. Freier weiter: „Wir hatten wegen ihrer Gewaltfantasien Sorge, dass sie völlig durchdrehen“. Laut MDR hätten Polizeibeamte bei den Durchsuchungen im sächsischen Borna „fertige Sprengsätze“ gefunden. Auch in der Bochumer Wohnung des festgenommenen Olaf O. sollen Waffen und Sprengstoff sichergestellt worden sein. Ein Anschlag, berichtet ein Lokalradio, habe möglicherweise schon an diesem Wochenende bevorgestanden, und beruft sich auf nicht näher genannte Ermittlerkreise. Terroristen im öffentlichen Raum Offensichtlich waren die mutmaßlichen Terroristen abgehört worden. Wahrscheinlich mussten die Sicherheitsbehörden hierfür nicht auf besondere Ermittlungstechniken zurückgreifen – im Impressum ihre mittlerweile abgeschalteten, gut 3.000 „Fans“ zählenden Facebook-Seite hatte die OSS eine Handynummer angegeben. Ohnehin verfügten die Mitglieder der Gruppe über ein hohes Mitteilungsbedürfnis und einen Hang zur Selbstdarstellung. Mit Schaum vor dem Mund, in höchst aggressiven Tönen, kommentierten Neonazis auf der Seite die dort unablässig eingestellten Meldungen über vorgeblich kriminelle Asylbewerber oder Ausländer.

via endstation rechts: OSS: „Dumpfe“ Terroristen mit Mitteilungsdrang

siehe auch: Razzia bei Rechtsterroristen: “Wir hatten Sorge, dass sie völlig durchdrehen”. Spezialeinheiten haben die rechte Terrorzelle “Oldschool Society” zerschlagen, jetzt äußert sich der NRW-Verfassungsschutz zu der bisher unbekannten Gruppe: Die Mitglieder seien “eher dumpf”, ihre Gewaltfantasien hätten die Fahnder alarmiert. Der Verfassungsschutz von Nordrhein-Westfalen schätzt die am Mittwoch ausgehobene rechtsextremen Terrorzelle “Oldschool Society” als relativ gefährlich ein. “Wir hatten wegen ihrer Gewaltfantasien Sorge, dass sie völlig durchdrehen”, sagte der Chef des Verfassungsschutzes NRW, Burkhard Freier, der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung”.

Nach Bundesparteitag: Gerüchte um Verkauf des „Schwarzen Ochsen“ an die NPD

Die NPD hält weiter den kleinen Weinheimer Stadtteil Sulzbach in Atem. Nachdem die Partei im „Schwarzen Ochsen“ am vorletzten Wochenende ihren Bundesparteitag abhielt, macht nun das Gerücht die Runde, die Rechtsextremisten könnten den heruntergekommenen Gasthof sogar kaufen. (…) Es hieß, der Gaststättenbetreiber sei aus Geldmangel auf das Angebot der NPD eingegangen. Offensichtlich scheint seine Kasse noch leerer zu sein, als bislang angenommen. Am Sonntagnachmittag stellte er nämlich seine Räumlichkeiten erneut der Truppe von Parteichef Holger Apfel zur Verfügung, die dort ein „Veteranentreffen“ mit ungefähr 80 Teilnehmern veranstaltete. Einige Anwohner hätten sich daraufhin bei der Polizei gemeldet. Ihnen wären einschlägige Handzettel, Autos mit auswärtigen Kennzeichen und „Personen, die dem rechten Spektrum zuzuordnen waren“, aufgefallen. Die Beamten trafen allerdings erst nach dem Ende der Veranstaltung ein – ein Großteil der Teilnehmer war bereits abgereist. Störungen wurden nicht festgestellt, teilte die zuständige Polizeidirektion Heidelberg mit. Nicht wenige Einwohner von Sulzbach befürchten derweil, dass sich der Landgasthof „Zum schwarzen Ochsen“ zu einem Szenetreffpunkt entwickeln könnte.

via endstation rechts: Nach Bundesparteitag: Gerüchte um Verkauf des „Schwarzen Ochsen“ an die NPD

#eil – Razzia bei #NPD -Spitzenfunktionär Tino #Müller

Vor wenigen Minuten unterbrach die Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern die laufende Landtagssitzung. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg beantragte die Aufhebung der Immunität des NPD-Abgeordneten Tino Müller, um Durchsuchungsmaßnahmen durchzuführen. Die Razzien laufen derzeit u. a. in seinem Wahlkreisbüro in Ueckermünde. Dem NPD-Abgeordneten Tino Müller droht Ärger. Vor wenigen Minuten hob der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern die Immunität des NPD-Aktivisten im Schnellverfahren auf. Eine entsprechende Bitte hatte die Staatsanwaltschaft Neunbrandenburg an das Parlament mit dem Ziel gerichtet, einen gerichtlichen Durchsuchungsbeschluss durchzuführen. Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider sagte, dies sei einmaliger Vorgang in der Geschichte der Volksvertretung. Dem stellvertretenden NPD-Fraktionsvorsitzenden wird ein Verstoß gegen das Landespressegesetz (LPrG M-V) vorgeworfen. Ein Mitglied des Landtages darf nach Paragraph 8 nicht für ein regelmäßig erscheinendes Presseerzeugnis verantwortlich zeichnen. (…) Er steht im Verdacht, seit 2010 im Impressum des „Uecker-Randow-Boten“ als „verantwortlich im Sinne des Presserechts“ (V.i.S.d.P.) aufgeführt zu sein.

via endstation rechts: EILMELDUNG: Razzia bei NPD-Spitzenfunktionär Tino Müller

siehe auch: Vorwurf: Verstoß gegen Landespressegesetz – Landtag genehmigt Razzia bei NPD-Mann Tino Müller. Der Landtag in Schwerin hat am Mittwoch überraschend die parlamentarische Immunität des NPD-Abgeordneten Tino Müller aufgehoben und den Weg für Hausdurchsuchungen frei gemacht. Betroffen sein sollen das Wahlkreisbüro und die Wohnung Müllers in Ueckermünde. Wie Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) sagte, kam das Parlament einem Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg nach

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Mit Knüppel und Sturmmaske

Versuchter Naziangriff auf Konzert in Marienthal – Interview mit Betroffenen. Gestern erschien ein Artikel in der Freien Presse über Vermummte, die, mit Baseballschlägern bewaffnet, ein Konzert angriffen. Sehr viel mehr Inhalt ging aus den drei Sätzen jedoch nicht hervor, handelte es sich (wie fast schon gewohnt) wieder nur um eine Randbemerkung. Um zu erfahren, was wirklich an diesem Abend geschah, haben wir wahllos vier Besucher des Konzerts ausgewählt und sie zu ihrer Einschätzung befragt. Steff, Maria, Mark und Klaus (Namen geändert) waren zum Zeitpunkt des Angriffs bei der Veranstaltung des Jugendvereins Baumhaus. Wir wollten wissen, wie die vier Besucher die Situation erlebten.

via stadtgorilla: Mit Knüppel und Sturmmaske

Neues und Altes von der FPÖ OÖ

Gerüchte gab es schon sofort nach dem Parteiaustritt und Rücktritt von Michael G. aus Aurolzmünster: er übe seine Funktionen nach wie vor aus. Jetzt gibt es die Bestätigung für das Gerücht durch den Bürgermeister. Die Linzer FPÖ ist nach dem Rücktritt und Parteiaustritt von Sebastian Ortner mit Vorwürfen gegen weitere Funktionäre konfrontiert. Michael G., stellvertretender Bezirksobmann der FPÖ Ried im Innkreis, Gemeinderat und Fraktionschef in Aurolzmünster, ist nach Angaben des Bürgermeisters Walter Schneiderbauer (SPÖ) gegenüber „Österreich“ (OÖ-Ausgabe, 23.4.2013) nach wie vor als Fraktionschef der FPÖ aktiv: „Es ist alles beim Alten, nur sein Gesicht ist von der FPÖ-Homepage verschwunden“ (Österreich, 23.4.2013). Michael G. spreche davon, dass ihn die FPÖ nur vorübergehend suspendiert habe. (…) Nach Ortners Fall in Linz ist eine Episode natürlich besonders pikant. Als der Linzer FPÖ-Gemeinderat Horst Rudolf Übelacker als Referent bei einem Lesertreffen der neonazistischen Zeitschrift Volk in Bewegung angekündigt war, erklärte ausgerechnet Ortner: „Das Maß ist voll, hier muss eine Trennlinie her“. Schon am nächsten Tag war klar, dass weder das Maß voll war noch Ortners Erklärungen für voll genommen werden dürfen. Nach einem Gespräch des Landesparteisekretärs mit Übelacker war alles wieder in Ordnung und vergessen. Österreich zitiert aus einem Antwortbrief des Herausgebers von Volk und Heimat, Thorsten Heise an die „liebe FPÖ Linz“, den „Bawekoll“ ausführlich wiedergibt: “Wir bitten darum, nicht in jedes von der Systempresse vorgehaltene Horn zu stoßen. Der ehrlich um das Wohl Deutschlands und Europas besorgte FPÖ Kamerad Horst Übelacker hält bei uns lediglich einen Vortrag, Kriegsverbrechen, Morde und Verbrennungen jeder Art sind bei unserem Lesertreffen nicht geplant. Und heimlich hört ihr doch auch die schönen Lieder unseres Frank Rennicke. Wünscht euch lieber einige Mitstreiter mehr vom Format Horst Übelackers, dann geht es bei euch auch besser.”

via stoppt die rechten: Neues und Altes von der FPÖ OÖ

Abgesagter NPD-Bundesparteitag bei Coburg: Rechtsextremisten scheiterten an eigener Unfähigkeit

Vor etwa 10 Tagen wollte die NPD eigentlich ihren Bundesparteitag bei Coburg in einem Zelt abhalten. Es kam bekanntlich anders. Seitdem verbreitet selbst die NPD die Geschichte, ihr Parteitag sei an den von dem Landkreis aufgeschütteten Erdhaufen und eingeleiteten Bauarbeiten gescheitert. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth offenbart ein anderes Bild, wie uns auch der Verwaltungsrechtsexperte Prof. Dr. Gerrit Manssen im Interview bestätigte. Zudem nimmt Landrat Michael Busch zu der Anzeige der NPD Stellung. (…) Die Partei traf sowohl Spott als auch innerparteiliche Kritik durch den früheren Vorsitzenden Voigt. Sie kann damit aber wohl eher leben als mit den eigentlichen Gründen: der Parteitag war juristisch schlecht, wenn nicht sogar stümperhaft vorbereitet. Die Partei verfuhr mit dem Bundesparteitag wie mit einer normalen Demo, ohne sich über die rechtlichen Anforderungen einer »Großveranstaltung« (O-Ton NPD) offenbar Gedanken gemacht zu haben. Die Konsequenz war ein mehrfaches Umstellen und Erweitern der Anträge bei Gericht. Die letzte Änderung brachte die NPD keine zwei Stunden vor dem selbst gewünschten Entscheidungstermin ein. Man scheiterte juristisch auch schon an der Benennung des richtigen Antragsgegners (Passivlegitimation). Hier musste das Gericht die NPD auf die Doppelnatur des Landratsamtes (Behörde des Landkreises und Behörde des Freistaats) hinweisen. Diesen Unterschied erlernen Studierende der Rechtswissenschaften in den ersten Stunden Verwaltungsrecht. Die NPD klagte dann einfach gegen beide, Landkreis und Freistaat, so dass es zwangsläufig auch den richtigen Beklagten treffen musste. Auch das wird man in Prüfungen Studierenden nicht durchgehen lassen. Auch waren die Anträge ungenügend abgefasst.

via endstation rechts bayern: Abgesagter NPD-Bundesparteitag bei Coburg: Rechtsextremisten scheiterten an eigener Unfähigkeit

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Blood & Honour-Aktivitäten und NSU-Unterstützung von Sachsen bis Südwestdeutschland

Fast alle sächsischen NSU-Unterstützer standen dem verbotenen Neonazi-Musik-Netzwerk Blood & Honour (B&H) nahe. Viele Details hat das AIB hierzu schon berichtet1. Nach bisherigem Erkenntnisstand soll der B&H-Sektionschef Jan Werner im Austausch mit dem NSU-Mitglied Uwe Mundlos gestanden haben und 1998 versucht haben, über den Verfassungs­schutz-Informanten Carsten Szczepanski Schusswaffen für das NSU-Trio zu besorgen. Auch andere sächsische Sektionsmitglieder wurden entsprechend aktenkundig: Jörg Winter beschaffte Sprengstoff für Uwe Mundlos. Antje Probst wollte einen Ausweis besorgen, um dem NSU-Mitglied Beate Zschäpe eine Flucht nach Südafrika zu ermöglichen. Ihr Ehemann Michael Probst tauschte Nachrichten mit den Gesuchten aus. Andreas Graupner diente als Kontaktmann zwischen den Gesuchten und dem NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben. Thomas Rothe2 stellte dem untergetauchten Trio zeitweise seine Wohnung zur Verfügung und besuchte es auch in Zwickau. Hendrik Lasch3 stand in Kontakt mit Uwe Mundlos und wollte dessen Entwürfe auf T-Shirts drucken. Auch der spätere Polizei-Informant Thomas Starke half bei der Suche von Unterkünften. Damit hatte mindestens ein Drittel der 1998 etwa 18-köpfigen B&H-Sektion Sachsen mehr oder weniger Kontakt zu den Untergetauchten. (…) Andreas Graupner ist nur eine von vielen Spuren, welche in die Region nördlich von Stuttgart führen. Stuttgart / Ludwigsburg war eine Keimzelle von B&H in Deutschland, hier gründeten sich ab 1991 die »Kreuzritter für Deutschland«, die maßgeblich am Import von B&H nach Deutschland wirkten. Zentrale Personen des frühen B&H-Entstehungsprozesses in Deutschland waren u.a. der spätere Rechtsanwalt Steffen Hammer, der das Musiklabel German-British-Friendship betrieb und bis 2010 als Frontmann von Noie Werte auftrat, neben ihm die Ludwigsburger Alexander Heinig und Markus Frntic, der ab spätestens 1997 Chef der B&H-Sektion Württemberg war. Bereits um 1994 war der Mundlos-Freund Marcus F. von Chemnitz nach Heilbronn gezogen, wo er sich der hiesigen Szene anschloss. Im 1998 sichergestellten Notizbuch von Uwe Mundlos finden sich mehrere Einträge Ludwigsburger Personen, darunter der 2003 verstorbene Michael E., Mitglied der bis Mitte der 1990er Jahre aktiven Neonaziband Kettenhund. Die entstandenen Kontakte führten u.a. dazu, dass Neonazis der Chemnitzer und Jenaer Szenen mehrfach in den Raum Heilbronn und Ludwigsburg reisten, wo es ihnen nicht nur ums Partymachen ging. Aus dieser Zeit stammt ein Brief von Uwe Mundlos, in dem er von Besuchen in Ludwigsburg schwärmt: »Wir waren vor allem über die Waffen die sie alle haben erstaunt – fast schon ein kleiner Waffenladen.« Die exponierte Rolle, die der heute 42-jährige Alexander Heinig spielte, hängt mit seiner Rolle als Frontmann von Ultima Ratio zusammen, einer Band, die angab, »100% Blood & Honour« zu sein. Ultima Ratio zählte zu den ganz wenigen Bands, denen je ein Auftritt mit der »Untergrundband« Land­ser, den Stars des B&H-Milieus, ge­stattet war – auf einem konspirativ durchgeführten Konzert 1998 bei Dresden. Heinig wurde später Szene-Rechts­anwalt und saß zeitweilig in einer Kanzlei mit Steffen Hammer und Nicole Schneiders, der Anwältin des angeklag­ten Ralf Wohlleben im bevorstehenden NSU-Prozess6. Im derzeit stattfindenden »Winterbach-Prozess« treten Heinig, Hammer und Schneiders gemeinsam als VerteidigerInnen für Neonazis auf, die angeklagt sind, im April 2011 in Winterbach (25 Kilometer westlich von Stuttgart) an einem Überfall auf eine Feier von Menschen migrantischer Herkunft beteiligt zu sein. Die Angegriffenen hatten sich in eine Gartenhütte geflüchtet, die daraufhin von Neonazis angezündet wurde.

via hajo funke: Blood & Honour-Aktivitäten und NSU-Unterstützung von Sachsen bis Südwestdeutschland

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu

Jüdische Schule: Zweiter rechter Wachmann?

Unter den Objektschützern für die jüdische Josef-Carlebach-Schule im Hamburger Grindelviertel hat es offenbar einen zweiten Mann gegeben, der durch rechtsextreme Äußerungen aufgefallen ist. Das geht aus der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der CDU hervor, die NDR 90,3 vorliegt. Der Fall ereignete sich am 24. Oktober 2012: Ein Objektschützer soll ein Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde mit antisemitischen Äußerungen beleidigt haben. (…) Auch seine Fragen zum Ermittlungstand im ersten Fall blieben unbeantwortet. Ein Polizei-Angestellter wurde Anfang des Monats vom Dienst suspendiert, nachdem er Fotos von einem Totenschädel mit Polizeimütze ins Internet gestellt hatte. Im Hintergrund ist das Talmud-Tora-Gebäude zu sehen. Der suspendierte Polizei-Angestellte soll zudem schon früher durch ausländerfeindliche und antisemitische Äußerungen aufgefallen sein.

via ndr: Jüdische Schule: Zweiter rechter Wachmann?

Frauen in Neonazi-Strukturen in M-V: Fehlanzeige

Neben der NPD versuchen auch freie Kräfte zunehmend Frauen im Kampf gegen das „System“ einzubinden. Doch in der Männerbastion M-V hat sich seitdem wenig getan. Zwar existieren formal zwei rechtsextreme Frauengruppieren, doch deren Mitgliederzahlen bewegen sich im einstelligen Bereich. (…) Anhand einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung wollte der Politiker nähere Auskünfte zu rechtsextremen Frauengruppieren in Mecklenburg-Vorpommern einholen. Die Antworten legen den Schluss nahe: Der Einfluss der Frauenorganisationen aus dem rechtsextremen Bereich ist in Mecklenburg-Vorpommern überschaubar, die Mitgliederzahlen verschwindend gering. Zwei Gruppierungen werden in der Antwort aufgelistet. Demnach würden in M-V der „Ring Nationaler Frauen“ (RNF), die offizielle Frauenorganisation der NPD, und die „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF) existieren. Die NPD-Unterorganisation wurde in Mecklenburg-Vorpommern erst im April 2011 ins Leben gerufen. Seinerzeit wurde Marianne Pastörs, Ehefrau des NPD-Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs, zur Stellvertreterin gewählt, mittlerweile ist sie Vorsitzende der Regionalgruppe. Ihr selbsterklärtes Ziel: „Deutsche Familien wieder in die Lage [zu versetzen], Kindern das Leben zu schenken.“ Dabei ist es die NPD-Fraktion selbst, die von allen im Landtag vertretenen Parteien im Schnitt die niedrigste Nachwuchsquote hat. Eigene Aktionen der Regionalgruppe sucht man bis heute vergebens. Die gegenwärtige Situation der „GDF“ stellt sich ähnlich dar. Die Gruppe „Nord“ deckt gleich mehrere Bundesländer ab: Schleswig Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Niedersachsen. Die Landesregierung spricht in ihrer Antwort von „wenigen Bezügen nach Mecklenburg-Vorpommern“. Im Gegensatz zur NPD-Frauenorganisation gibt sich die GDF wesentlich konspirativer. Die Gruppierung will „kein Sprachrohr nach außen sein, sondern die `Frauenkameradschaft´ nach innen stärken“, schreibt Andrea Röpke in ihrem Buch „Mädelsache“. Noch ein weiteres Detail veranschaulicht, warum die beiden rechtsextremen Gruppierungen bis heute nicht eine eigene Veranstaltung mit Außenwirkung auf die Beine gestellt bekommen haben. Denn die Mitgliederzahlen sowohl des RNF als auch der GDF seien im einstelligen Bereich anzusiedeln. Kurz: Es fehlt schlicht die personelle Kapazität für den eigenen „Kampf um die Straße“. Dementsprechend eng sind auch die Verknüpfungen zur NPD. So zeichnet bei der GDF Stella Hähnel, ehemaliges NPD-Bundesvorstandsmitglied, verantwortlich für die Website. Registriert ist die Seite auf Ricarda Riefling, die aktuell im Vorstand der rechtsextremen Partei vertreten ist. Und als offizielle Anschrift wird das Thinghaus in Grevesmühlen genannt, in dem auch NPD-Fraktionschef Udo Pastörs und der Landesvorsitzende Stefan Köster ihre Büros haben.

via endstation rechts: Frauen in Neonazi-Strukturen in M-V: Fehlanzeige

Weiterer Neonazi-Spitzel im NSU-Umfeld aufgeflogen – er kommt aus Saalfeld

Ein weiterer Spitzel im Umfeld des NSU ist aufgeflogen. Der Spiegel berichtet, dass es sich dabei um die Gewährsperson mit Tarnnamen “Alex” handelt, der für das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz spitzelte. Der Informant ist der 41-jährige Andreas Rachhausen aus Saalfeld, der als Neonazi bereits seit Anfang der 1990er Jahre zu den Größen der rechten Szene im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gehörte und auch in den letzten Jahren im Zusammenhang mit rechten Aktivitäten in Erscheinung trat. Im Jahr 2009 beispielsweise unterstützte er die Thüringer NPD beim Landtagswahlkampf, im selben Jahr organisierte er auch ein Konzert der rechten Hooligan-Band “Kategorie C / Hungrige Wölfe” in Saalfeld. Rachhausen ist Unternehmer eines Saalfelder Kühltechnik-Unternehmens mit bundesweiter Reichweite und nach vorliegenden Hinweisen wohl auch einer der beiden Betreiber des “Thüringer Heimatschutz”- Stützpunktes in Heilsberg, in dem 1997 das bis dahin größte Waffenlager der rechten Szene ausgehoben worden war. (…) Auch die Thüringer Landesregierung bestätigte im Juli 2012 auf eine Kleine Anfrage: “[Rachhausen] … entzog sich im Jahr 1993 einem Haftbefehl des Kreisgerichts Rudolstadt. Aufgrund polizeilicher Ermittlungen konnte der Aufenthaltsort im Ausland festgestellt und nach knapp Zwölf Monaten mit der Auslieferung in die Bundesrepublik Deutschland der Haftbefehl vollstreckt werden”. Nach damaligen Informationen fand Rachhausen einen Unterschlupf beim damaligen Altnazi und Holocaustleuger Thies Christophersen, der 1944 als SS-Sonderführer nahe Auschwitz tätig war. Rachhausen organisierte im Jahr 1992 bereits einen der größen Neonazi-Aufmärsche Thüringens: In Rudolstadt meldete er einen Gedenkmarsch für den Hitler-Stellvertreter “Rudolf Heß” an, 2.000 Neonazis aus ganz Deutschland reisten in die Region und marschierten durch die Saalfelder Nachbarstadt. In den 90er Jahren war Rachhausen im Bereich Saalfeld-Rudolstadt einer der treibenden Kräfte, damalige alternativen Jugendlichen ist er heute noch immer als gewalttätiger Neonazi in Erinnerung (…) Nach uns vorliegenden Informationen taucht Rachhausen auch in alten Dokumenten zur “Deutschen Nationalen Partei” (DNP) auf. Bereits im September 1992 strahlte Spiegel-TV einen Beitrag aus, in dem die paramilitärische Ausbildung von DNP-Anhängern in Thüringen mit Waffen und selbstgebauten Sprengkörpern in Thüringen gezeigt wurde. Es wurde die Erstürmung von Häusern und Flüchtlingsheimen geübt, zur Gewalt aufgerufen und das “Verbrennen” von “Negern” und “Fidschis” (Wortlaut) gebilligt. Auch Andreas Rachhausen reist aus Saalfeld an und begleitete die Filmaufnahmen, geriet wegen dieser Aktion schonmals ins Visier der Polizei neben Thomas Dienel der als Kopf der “DNP” galt. Auch Dienel stand auf der Gehaltsliste des Thüringer Verfassungsschutzes. (…) Rachhausen betreibt zusammen mit dem Neonazi Enrico R. die Firma “Klimavida” (bzw. “HERA”.), zu deren Auftragnehmern der Hauptbahnhof Berlin, SAP, Porsche, Aral & andere namenhafte Firmen gehören . R. war u.a. im Schützenhaus Pößneck aktiv, was zeitweise als Treff- und Konzertort der Neonazi-Szene diente.

via haskala: Weiterer Neonazi-Spitzel im NSU-Umfeld aufgeflogen – er kommt aus Saalfeld

Dossier Rechtsterrorismus / articles about right-wing terrorism: Nationalsozialistischer Untergrund – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos, Beate Zschäpe. Polizistinnenmord, Rohrbombe, Thüringer Heimatschutz (THS) – Dossier: Kategorie NSU – http://bit.ly/ths-nsu