Kardinal Marx spendet 50.000 Euro für private Seenotrettung

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx stellt für die private Seenotrettung des deutschen Schiffs “Lifeline” im Mittelmeer 50.000 Euro zur Verfügung. Das bestätigte eine Sprecherin des Erzbistums. Kapitän Claus-Peter Reisch bedankte sich für die Hilfe. Münchens Kardinal Reinhard Marx stellt der privaten Seenotrettung 50.000 Euro zur Verfügung. Das Bistum bestätigte einen entsprechenden Tweet des aus Landsberg am Lech stammenden “Lifeline”-Kapitäns Claus-Peter Reisch. “Lifeline”-Kapitän bedankt sich für Hilfe Reisch schrieb am Montag: “Ich bedanke mich für die überaus großzügige Unterstützung durch das Erzbistum München-Freising für die nächste Mission. Vielen Dank Herr Kardinal Marx!” Das Geld stammt der Sprecherin zufolge aus Mitteln, die Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, zur Verfügung stehen. Zuletzt hatte die “Lifeline” versucht, unter vatikanischer Flagge zu fahren. Dies lehnte der Vatikan aber ab. Nicht unter vatikanischer Flagge Man könne einer entsprechenden Bitte von Anfang Juli nicht nachkommen, weil das “Schiff keine tatsächliche Beziehung zum Vatikanstaat” habe, hieß es in dem Schreiben an Reisch. Der Vatikan könne “die eigene Zuständigkeit über das Schiff nicht ausüben” sowie “die Immunität von Besatzung und Passagieren nicht gewährleisten”. Laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen muss jeder Staat “seine Hoheitsgewalt und Kontrolle in verwaltungsmäßigen, technischen und sozialen Angelegenheiten über die seine Flagge führenden Schiffe wirksam ausüben” (Artikel 94 SRÜ).

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#wirsindmehr hat AfD-Veranstaltung am Aschenberg friedlich genutzt

Ganz gruselig argumentierte Mierdels aus Wiesbaden angereiste Verstärkung. Wir sind Fulda – #wirsindmehr – mehr Menschen, die für eine weltoffene Stadt, für ein friedliches, achtsames und respektvolles Miteinander, für Vielfalt statt Einfalt eintreten – mehr als diejenigen, die unsere Gesellschaft spalten wollen. Dies zeigte am vergangenen Sonntag bei strahlendem Sonnenschein eindrucksvoll der Demonstrationszug durch die Fuldaer Innenstadt und das daran anschließende bunte und fröhliche Fest auf dem Uniplatz. Und auch am gestrigen Donnerstagabend zeigte sich #wirsindmehr: Die AfD-Wahlveranstaltung am Aschenberg wurde friedlich geentert von Frauen und Männern, die der menschenfeindlichen Hetze der AfD-Protagonisten sachliche Argumente entgegensetzten und Fragen zu den Zielen der selbst ernannten ‘Alternative für Deutschland’ stellten. Das Publikum bestand zu gut Zweidritteln aus der #wirsindmehr-Bewegung, auch zwei Direktkandidaten und Kandidatinnen demokratischer Parteien (Philipp Ebert, SPD und Wynonna Weber, Die PARTEI) waren darunter – entsprechend kritisch waren die Stellungnahmen und Fragen zu den polemischen und substanzlosen AfD-Thesen wie beispielsweise ohne Belege in den Raum geworfene Behauptungen à la ‘Kriminalität ist durch den Zuzug Geflüchteter gestiegen’. Bei einigen der gestellten Fragen musste AfD-Kandidat Mierdel gleich ganz passen. So wusste er beispielsweise nicht, wie die AfD zu Tarifverträgen steht, wollte jedoch andererseits Menschen generell in “Faule” und “Fleißige” einteilen – sozusagen das Grimm’sche Märchen von Frau Holle als ‘Leitkultur für Lohnzahlungen’ zugrunde legen. Hier ließ Jens Mierdel zumindest auf eine gewisse literarische Bildung schließen – naturwissenschaftliches Wissen scheint ihm bedauerlicherweise völlig abzugehen, behauptete der AfD-Kandidat doch naiv und unbedarft, es gebe keinen von der Menschheit verursachten Klimawandel. So legte Herr Mierdel anschaulich die Mängel unseres Bildungssystems dar. In Erklärungsnot geriet Jens Mierdel auch bei den beharrlichen Nachfragen danach, wie die AfD den Mangel an bezahlbaren Wohnraum beheben wolle. Immerhin wurde dadurch deutlich, dass Menschen nicht hoffen dürfen, die AfD würde es schaffen oder auch nur wollen, allen Menschen zu einem bezahlbaren Dach über’m Kopf zu verhelfen. Auch seine wirtschaftspolitischen Bildungslücken offenbarte der AfD-Kandidat im Dialog mit SPD-Kandidat Philipp Ebert. So verwendete er lustig gegensätzliche Begriffe wie ‘freie Marktwirtschaft’ und ‘soziale Marktwirtschaft’ synonym. Ganz gruselig argumentierte Mierdels aus Wiesbaden angereiste Verstärkung. AfD-Politiker Dimitri Schulz erklärte dem staunenden Publikum, das Russlanddeutsche generell fleißiger und strebsamer als der Rest der Deutschen und noch viel fleißiger als Menschen mit Fluchthintergrund wären. Er belegte dies auch damit, dass die vor 250 Jahren von Deutschland nach Russland Emigrierten, ab Anfang der 1990er Jahre zurückkehrten – im Gepäck die in Russland konservierte deutsche Leitkultur der 1760er Jahre, die er wohl gerne wieder etablieren möchte – ungeachtet gesellschaftlicher Entwicklungen und veränderte Normen. So konterte er eine Frage danach, warum viele Russlanddeutsche noch einen sehr strengen Erziehungsstil pflegten damit, dass das Schlagen von Kindern durch eine stark mennonitisch geprägte Glaubensausrichtung zu entschuldigen sei – eine Illustration dessen, wie die AfD unser weltoffenes Land als neues altes Deutschland umbauen möchte.

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Iron Sky producer planning Swiss genre film ‘Mad Heidi’

Director Johannes Hartmann and producers Tero Kaukomaa of Blind Spot Zurich and Valentin Greutert of A Film Company, whose credits include One Way Trip and Amateur Teens, have launched a crowdfunding campaign for Mad Heidi. The filmmakers are describing it as the first “Swissploitation” film. A crowdfunding site and merchandise store launched last week for the film,at madheidi.com. The team is selling ’Heidi Bonds’ that can be used to get rewards, to support production. The first goal of $30,000 for development funding was raised in just five days. The pitch from the film team is: “Let’s take famous Swiss mountain girl Heidi, cheese and the beautiful alps and combine them with Nazi gold, chocolate and Swiss Army Knives. Add a few gallons of blood and lots of fun. That’s Mad Heidi!” The story will see Heidi now grown up and living in a near-future Switzerland, which has sealed itself off as an island of the rich and is run by a despotic cheese magnate. She is abducted by brutal government troops and fights back. Hartmann of Bern-based Decoy Films will make his debut feature after working in music videos, commercials and short films including Halbschlaf and Deadlocked. The director tells Screen, “Swiss people are very reserved, introverted and shy – and so are their movies. Some people say, we are too rich and we don’t have enough problems, that’s why we can’t make impactful movies with substance. This mentality leads to a lack of good films, and especially to a lack of genre films.” The film’s budget will be about $1m. Production is planned for autumn 2019 with a release in 2020.

via screendaily: Iron Sky producer planning Swiss genre film ‘Mad Heidi’

YouTuber comes out as bisexual after discovering her best friend is anti-LGBT

A YouTuber with millions of followers has publicly come out as bisexual after one of her closest friends told her she was going to hell because of her sexuality. The social platform is full of wonderful coming out videos — Elle Mills revealed she was bisexual last year, twins Luc and Cooper Coyle came out as gay in June and Ellen Stephenson revealed she was transgender – but this was different. Andrea Russett came out to her 7.5 million Twitter followers and 4 million Instagram fans the day before Bi Visibility Day because, she said, her best friend Sandra Poenar told her she believed that queer people go to hell.

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Russia: Actor lashes out at woman in TV audience who insulted her son with Down’s syndrome

Russian actor Evelina Bledans slapped a woman live on television after she insulted her son, who has Down’s syndrome. The 49-year-old star appeared on the show Live to discuss having a child in later life. She is due to have her third child, which was conceived via IVF. She explains that she dreams of having a daughter, but at one point during the show, she was criticised by an audience member who branded her irresponsible for risking the child’s health by getting pregnant at such an age. The woman, who has been identified as Elena Lebedeva, also went on to criticise Bledans’s son, Semyon, who she called “another sick child”. (…) Will you give birth to another child with Down’s syndrome? Nobody needs such a child, not society and not you. At one point during her rant, fellow Russian actor Vladimir Dolinsky stands up and tells her to leave for saying such comments. “For such things… She should leave the studio,” he shouts. As she continues her speech, Bledans leaves the stage and approaches her and begins to argue back while hitting the woman.

via indy100: Russia: Actor lashes out at woman in TV audience who insulted her son with Down’s syndrome

Online-Archiv startet : Das digitale Gedächtnis der Frau

200 Jahre deutsche Frauenbewegung, gesammelt, archiviert und für jeden abrufbar: Das Digitale Deutsche Frauenarchiv ist seit Donnerstag online. In Europa ist das Projekt einzigartig. Am Anfang waren die Tomaten. Drei Stück um genau zu sein. Sie trafen die Delegierten des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes auf einer Konferenz 1968. Die Berliner Film-Studentin Helke Sander durfte damals als einzige Frau sprechen, doch ihre männlichen Kollegen übergingen ihre Rede zur Gleichberechtigung der Geschlechter, ohne näher darauf einzugehen. Das wollten Sander und ihre Genossin Sigrid Damm-Rüger nicht auf sich sitzen lassen und bewarfen den Delegierten Hans-Jürgen Krahl mit dem roten Gemüse. Ihre Aktion markiert einen Schlüsselmoment innerhalb der deutschen Frauenbewegung. Auf den Tag genau fünfzig Jahre danach geht an diesem Donnerstag eine Plattform online, die das Wissen aus 200 Jahren Frauenbewegung in Deutschland bündelt und öffentlich zugänglich macht. Das „Digitale Deutsche Frauenarchiv (DDF)“ ist ein in Europa einzigartiges Projekt. Rund 40 Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien arbeiten zusammen und archivieren Bücher, Zeitschriften und teils unveröffentlichte Originaldokumente wie Briefe, Fotos oder Tonaufnahmen aus den Nachlässen feministischer Wegbereiterinnen.
Gefördert wird das Online-Portal vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es setzt das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel um, Frauengeschichte in einem zentralen Archiv zu bewahren und wissenschaftlich aufzuarbeiten. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey betont die Notwendigkeit der Plattform: „Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht erstritten – doch auch heute noch ist die vollständige Gleichstellung von Frauen und Männern noch nicht erreicht. Wir alle zusammen müssen immer wieder und weiter für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen kämpfen, so wie es in der Vergangenheit schon viele Frauen getan haben.“ Das Erbe der feministischen Pionierinnen ist groß – früher skandierten sie auf Demonstrationen „Mein Bauch gehört mir“ oder „Frauen gemeinsam stark“, heute erzählen Frauen aus aller Welt in den sozialen Medien unter Hashtags wie #MeToo oder #Aufschrei ihre Geschichte.
Der Launch des „Digitalen Deutschen Frauenarchivs“ wird mit einem offiziellen Festakt an der Humboldt-Universität in Berlin begangen – mit frauenpolitische Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur, die im Rahmen einer „Feministischen Sommeruni“ in über 60 Vorträgen, Lesungen und Workshops aufklären und ins Gespräch kommen. Netzaktivistin und Initiatorin des Hashtags #Aufschrei Anne Wizorek möchte vor allem ein Bewusstsein schaffen: „Geschichte, die von Frauen oder generell von marginalisierten Menschen geschrieben wurde, wird immer noch unsichtbar gemacht oder umgeschrieben. Das Internet bietet eine große Chance, um diese Wissenslücken endlich zu füllen, bleibende Sichtbarkeit herzustellen und aus der Vergangenheit zu lernen.“

via faz: Online-Archiv startet : Das digitale Gedächtnis der Frau

Politisches Statement des Präsidenten – Hess-Grunewald attackiert die AfD

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald sagt: „Jeder AfD-Wähler sollte schon wissen, dass es ein Widerspruch ist, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen.“. Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat sich eindeutig gegen die rechtsgerichtete AfD positioniert. Damit folgt er Präsident Peter Fischer von Eintracht Frankfurt. „Jeder AfD-Wähler sollte schon wissen, dass es ein Widerspruch ist, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen“, sagte der 57-Jährige in einem Interview mit „Mein Werder“. „Das heißt nicht, dass er nicht ins Stadion kommen soll, aber er sollte sich mit unserer Haltung auseinandersetzen und sich vielleicht überzeugen lassen, sich doch für eine offene, tolerante Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Populismus einzusetzen.“ Zu Beginn des Jahres hatte bereits Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, die AfD massiv kritisiert und sich anschließend auch darüber beklagt, in dieser Frage keinerlei Unterstützung von anderen Vereinen oder Vereinsvertretern aus der Fußball-Bundesliga zu erhalten. Hess-Grunewald äußerte sich nun zu dem Thema, weil Bremer Fans am Sonntag während des Heimspiels gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) mit zahlreichen Spruchbändern und Plakaten gegen Rassismus und Rechtsradikalismus demonstriert hatten. Freiburg-Trainer Streich befürwortet Haltung gegen Rassismus Der für die Bereiche Organisation und Sport zuständige Werder-Geschäftsführer kritisierte in dem Interview auch den Leipziger Trainer Ralf Rangnick, der in der vergangenen Woche gefordert hatte, dass der Fußball „eine unpolitische Rolle einnehmen“ solle. „In der gegenwärtigen Situation, in der die Gesellschaft unterschiedliche Polarisierungen einnimmt, ist es nicht nur eine Frage von Politik, zu sagen, wo ich stehe“, sagte Hess-Grunewald. „Eine Position, dass Politik im Stadion nichts zu suchen habe“, ließe sich „gar nicht durchhalten, sondern hat eher etwas mit Gleichgültigkeit gegenüber rechtsradikalen Tendenzen zu tun“.

via kreiszeitung: Politisches Statement des Präsidenten – Hess-Grunewald attackiert die AfD

The fight over Sesame Street’s Bert and Ernie as a gay couple, explained

The history of Bert and Ernie as queer icons is a history of people being incensed by their status as queer icons. Sesame Street has always had one consistent official answer (no, they’re not), but that hasn’t stopped the two famous felt roommates from becoming gay icons and occupying a unique role in the queer rights movement. Controversy over their perceived homosexuality has raged intermittently for decades, spearheaded by both allies and adversaries — and a new flare-up shows that it’s not going away anytime soon. On Sunday, Mark Saltzman, who won seven Daytime Emmys for his work as a writer on Sesame Street between 1985 and 1998, gave a deeply moving and wide-ranging interview to the queer culture outlet Queerty. In it, he discussed writing Bert and Ernie as reflections of himself and his longtime partner, Arnold Glassman (a renowned editor who worked on films like Raising Arizona as well as the iconic queer documentary The Celluloid Closet before his death in 2003). “When I was writing Bert & Ernie, they were [lovers],” Saltzman said. “I didn’t have any other way to contextualize them.” Saltzman’s comments about Bert and Ernie were given in the context of a profound interview with David Reddish about Saltzman’s experience coming out and coming of age in the shadow of the AIDS epidemic. But Queerty ran the article with a headline announcing an “answer” to the question, “Are Bert and Ernie a couple?” And the age-old debate about Bert and Ernie became the story.

via vox: The fight over Sesame Street’s Bert and Ernie as a gay couple, explained

Wirbel um Stolpersteine Handelskammer-Chef legt sich mit der AfD an

Die Handelskammer arbeitet daran, ihre Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Zum Auftakt werden am 24. September vor dem Gebäude in der Innenstadt Stolpersteine zur Erinnerung an 13 Handelskammer-Mitglieder eingelassen, die zur NS-Zeit verfolgt und getötet wurden. An solchen Aktionen nehmen obligatorisch immer Mitglieder aller Parteien teil, die in der Hamburger Bürgerschaft sitzen – nun hat Kammer-Präses Tobias Bergmann die AfD ausgeladen! „Funktionäre der AfD haben durch ungeheuerliche Aussagen in meinen Augen erkennen lassen, dass sie offensichtlich nicht die Lehren aus der deutschen Geschichte gezogen haben”, teilte die Handelskammer auf Facebook in einem offiziellen Statement ihres Chefs mit. „Aus Respekt vor den Opfern des Nationalsozialismus und deren Angehörigen, sehe ich mich daher gezwungen, die Vertreter der AfD von der Stolpersteinverlegung für die Verfolgten aus dem Ehren- und Hauptamt der Handelskammer Hamburg auszuladen”, so Bergmann.

via mopo: Wirbel um Stolpersteine Handelskammer-Chef legt sich mit der AfD an

Kampf der Worte: Auerbacher AfD-Veranstaltung bleibt gewaltfrei

„Wir sind mehr“ ist – neben „Nazis raus“ – die Parole der Gegendemonstranten am Sonntagabend vor dem Auerbacher Bürgerhaus Kronepark. Hunderte skandieren es in Richtung Haupteingang, den AfD-Anhänger auf dem Weg zu einer rundum spektakulären Wahlkampfveranstaltung passieren. Die Parole passt auch als Antwort auf die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, die zu den prominenten Besuchern der Bergsträßer Parteifreunde zählt. Nach einem Anti-AfD-Protest in Chemnitz hatte sie getwittert: „Ihr seid nicht mehr.“ An diesem Abend haben ihre Gegner ganz klar recht. Zwischen 1200 und 1500 sind zur Gegenkundgebung gekommen, wie die Polizei schätzt. Im Saal zählt der AfD-Kreissprecher Rolf Kahnt mehr als 200 Leute. Mit so vielen AfD-Anhängern war zu rechnen, mit der Dimension der Gegenveranstaltung haben nicht mal die Veranstalter kalkuliert. 150 Personen hatte Organisator Manfred Forell angemeldet. Dafür ist auch die läppische Lautsprecheranlage ausgelegt, die nur einen Bruchteil der aufs Zehnfache angeschwollenen Menge erreicht. „Ich bin total überrascht von der Resonanz“, sagt Forell dieser Zeitung kurz nach Beginn der Demo. Der Massenauflauf hat Folgen. Entgegen der Planung muss die Polizei die B 3 für rund zwei Stunden sperren. Mit ihrer Einnahme versperren die Demonstranten auch den Gehweg, der zum Kronepark-Eingang führt.

via lampertheimer zeitung: Kampf der Worte: Auerbacher AfD-Veranstaltung bleibt gewaltfrei