Laternenumzug in Duisburg macht am Flüchtlingsheim halt

St. Martinszug zieht mit Pferd und Musikverein am Landesasyl in Duisburg vorbei. Eltern spenden den Flüchtlingen riesige Weckmänner. (…) Der Musikverein spielte ein Lied, viele Flüchtlinge seien staunend herausgekommen oder hätten von den Fenstern aus diesen ungewöhnlichen Besuch betrachtet. Ein intensiver Moment “Dann haben die Eltern den Flüchtlingen zwei riesige Kuchen in Form eines Mannes mit einer Pfeife” geschenkt, berichtet Zammel. “Der Moment war sehr intensiv, es war ja überwältigend! Für einen Moment waren die Grenzen und Unterschiede zwischen den Menschen verschwunden. Alleine das Gefühl der Liebe, Brüderlichkeit und Solidarität zwischen den Menschen war da, mehr nicht!”, beschreibt der Tunesier gerührt.

via derwesten: Laternenumzug in Duisburg macht am Flüchtlingsheim halt

Terry Gilliam’s fans react to mistaken news of his death the way only true Monty Python devotees would

‘He’s not dead – he’s resting’. Terry Gilliam’s fans responded to the incorrect news that the popular director had died as only true Monty Python fans would. Vanity Fair apologised on Tuesday after mistakenly publishing an obituary for the Monty Python star with the headline: ‘Monty Python’s Terry Gilliam, Director of Brazil, dies at XXX’. The obituary had been shared thousands of times by late Tuesday evening. “Director Terry Gilliam, the only American member of the Monty Python comedy troupe and an Oscar nominee for the screenplay to his film Brazil, has died,” it read.

via independent: Terry Gilliam’s fans react to mistaken news of his death the way only true Monty Python devotees would

Nazierfindung Wiesndirndl

Interview mit der Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer über die Modernisierung des Brauchtums durch die Nationalsozialisten
Jahraus jahrein bescheren einem im München des Oktoberfestes fröhlich marodierende Dirndl-Trägerinnen mit den dazu passenden Lederhosen das Gefühl eines depressiven Salzburgs. Die mentale Formierung und ästhetische Entwürdigung, die hinter dieser modischen Gleichschaltung steckt, kommt aber nicht vom FC Bayern, sondern von den Nazis – meint Elsbeth Wallnöfer, die Autorin von Geraubte Tradition: Wie die Nazis unsere Kultur verfälschten. Ein Gespräch über die Inbesitznahme von Folklore durch den Nationalsozialismus und die derzeit grassierende “Brauchtumshysterie”. Frau Wallnöfer, in Ihrem Buch schreiben Sie, dass die Nazis gewissermaßen das Wiesn-Dirndl erfunden haben. Wie kam es denn dazu? Elsbeth Wallnöfer: Während der NS-Zeit kam es zur Errichtung der so genannten Mittelstelle Deutsche Tracht der Reichsfrauenorganisation. Diese wurde von der Innsbruckerin Gertraud Pesendorfer geleitet. Pesendorfer, eine gelernte Sekretärin, suchte ihre Ideologie mit ihrer Trachtliebe zu vereinen und so kam es, dass sie für den Führer und das Reich die von ihr so genannte “erneuerte Tracht” entwarf. Zunächst ging es darum, die Vorgängermodelle zu ent-katholisieren. Damit meinte man, sie von den geschlossenen Krägen zu befreien und die Arme frei legen zu müssen. Dabei führte sie, ich glaube schon auch bewusst dezent, gewissermaßen die erotisierte Tracht und Dirndl ein. Sie befreite die alte Kleidung von ihrem geschnürten, plumpen Ballast und schuf die bis heute so begehrte geschnürte und geknöpfte Taille, ein wahrhaft mädchenhaftes Blüschen. Wenn man heutzutage die Lederhosn- und Dirndl-Brigaden wohlgemut zum Oktoberfest marschieren sieht, kommen ganz klar Assoziationen an eine für den Spaß uniformierte Gesellschaft auf. Sehen Sie irgendwelche mentale Konvergenzen zwischen dem hochkommerzialisierten Sauf-, Brunz, Kotz- und Fickfest auf der Theresienwiese und der Nazi-Ideologie? Elsbeth Wallnöfer: Ja, diese Konvergenzen gibt es in der Tat. Analytisch betrachtet beginnt die bei Einstellungen wie “wir sind alle ein Volk von gleichem Spaß und Durst und ebensolcher Leidenschaft”. Weiter marschiert man selbstsicher – zumindest vor der ersten Maß – starken Schrittes und archaischen Charakters mit den Dirndln an der Hand auf die Wiesn. Die Frauen betonen wiederum eine stramme Haltung, das hat mit der Stellung des Rückens durch das enge Mieder zu tun.

via heise.de: Nazierfindung Wiesndirndl

Betrunkene Frau am Oktoberfest im Dirndl.JPG
Betrunkene Frau am Oktoberfest im Dirndl” by UsienOwn work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Tens of thousands take part in Friday’s Tel Aviv #Gay #Pride #parade

Expect a few traffic jams as the 17th annual Gay Pride parade kicks off. This year’s theme: Tel Aviv Loves All Genders. Tens of thousands of people took part in Friday’s 17th annual Gay Pride parade in Tel Aviv, whose theme this year is Tel Aviv Loves All Genders. Traffic in the city will be disrupted for much of the day, and urban bus routes will also be affected. The day’s events start with a “‘happening” in Gan Meir Park, at 9 A.M., with music and drag performances, but for a change no politicians are scheduled to speak this year. The parade will step off from Gan Meir at noon, proceeding along Tchernichovsky Street and turning left on Bograshov Street. At Hayarkon Street it turns right, and at the corner of Frishman and Herbert Samuel Boulevard trucks carrying DJs and dancers will join the route. The parade will continue along the boardwalk, ending at Charles Clore Park at around 2:30 P.M. After the parade there will be several performances at the Clore Park through the late evening — including by Conchita Wurst of Austria, who won the 2014 Eurovision Song Contest

via haaretz: Tens of thousands take part in Friday’s Tel Aviv Gay Pride parade

Bildungsplan einer Zweitklässlerin

Bildungsplan einer Zweitklässlerin: Die 7-jährige Emma aus Leipzig hat ihren eigenen Bildungsplan veröffentlicht. In einem Postkartenkalender über die Liebe zeigt die Zweitklässlerin ganz selbstverständlich auch ein schwules und ein lesbisches Paar. “Wenn ihr denkt, das man nur Frau Mann heiraten kann: NEIN: Mann – Mann kann auch heiraten und Frau – Frau”, schreibt Emma zu ihrer Zeichnung, die bereits kurz nach ihrem 6. Geburtstag entstand. Seit fast 2 Jahren engagiert sich das junge Mädchen im Verein Buchkinder Leipzig – einer Buch- und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren.

via queer: Bildungsplan einer Zweitklässlerin