Feine Sahne Fischfilet in #Chemnitz – #Polizei räumt #Konzert nach #Drohnung – #schauhin #terror #kaltland

Nach einer telefonischen Drohung gegen ein Konzert der Punkband Feine Sahne Fischfilet, hat die Polizei in Chemnitz den Veranstaltungsraum geräumt. Die Band engagiert sich gegen Rechts. Ein Konzert mit der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz ist am Donnerstag wegen einer Drohung unterbrochen worden. „Es gab eine telefonische Drohung bei der Polizei“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend. Daraufhin seien die Zuschauer nach draußen gebeten worden. Der Veranstaltungsraum, das Alternative Jugendzentrum (AJZ), werde nun überprüft. Wie viele Menschen das Gebäude verlassen mussten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Laut „Freier Presse“ spielte gerade die Vorband, als die Räumung angeordnet wurde.

via stuttgarter zeitung: Feine Sahne Fischfilet in Chemnitz – Polizei räumt Konzert nach Drohnung

Drohungen gegen Verein wegen Punk-Konzert

Die Band “Feine Sahne Fischfilet” spielt heute im AJZ. Rechte rufen dazu auf, den Auftritt zu verhindern. Das weckt ungute Erinnerungen. An Anfeindungen hat sich der Verein, der Träger des Alternativen Jugendzentrums AJZ an der Chemnitztalstraße ist, gewöhnt. Da der Verein einen antifaschistischen und antirassistischen Anspruch hat, kommen diese Anfeindungen oder Kommentare meist von Rechts. Doch das, was in den vergangenen Tagen passiert sei, habe eine neue Dimension, sagt Kai Winkler, einer von fünf Vorständen des AJZ-Vereins. Am heutigen Donnerstag spielt die Punkband “Feine Sahne Fischfilet” im AJZ. Das Konzert ist ausverkauft. Die Band um Frontmann Jan Gorkow engagiert sich gegen Rechts. Vor einigen Jahren war sie wegen Gewaltaufrufen gegen Polizisten im Verfassungsschutzbericht von Mecklenburg-Vorpommern genannt worden. Mittlerweile taucht die Band darin aber nicht mehr auf. In rechten Kreisen gilt sie trotzdem als Feindbild. In einer geschlossenen, rechtsradikalen Gruppe auf Facebook werde dazu aufgerufen, das Konzert zu verhindern, auch mit Einsatz von Gewalt. “Das müssen wir ernst nehmen”, so Winkler. Dass es gelingt, die Veranstaltung zu verhindern, glaube er nicht. “Ich mache mir eher um das Vor- und das Nachher Sorgen”, sagt er. Man habe mit einer entsprechenden Absicherung des Konzerts reagiert und sich mit der Polizei ausgetauscht. “Die Anfeindungen sind ein Produkt dessen, dass wir in die linksextreme Ecke gestellt werden”, sagt Winkler. Ein Polizeisprecher bestätigt, dass es einen Austausch mit dem AJZ gab. Inwiefern sich die Mitteilung der Verantwortlichen konkretisieren lasse, werde noch geprüft. Das Konzert werde durch Einsatzkräfte abgesichert. “Dies ist allerdings keine Folge aus dem Gespräch mit den AJZ-Verantwortlichen, sondern die Einsatzmaßnahmen waren ohnehin geplant”, so der Sprecher.

via freie presse: Drohungen gegen Verein wegen Punk-Konzert

50 Jahre “Z” von Vasilis Vasilikos – Ein Roman als Zeichen des Protests

Vor 50 Jahren erschien Vasilis Vasilikos’ Roman „Z“ auf Deutsch. Er handelt von einem politischen Mord, der Griechenland 1963 erschütterte. Mit seinem Buch entlarvte der Autor jene Kräfte, die wenig später den Militärputsch in die Wege leiteten.

via deutschlandfunk: 50 Jahre “Z” von Vasilis VasilikosEin Roman als Zeichen des Protests

Feine Sahne Fischfilet verschenkt Karten an Kinder von AfD-Fans

Eine traurige Nachricht eines Fans, der keine Karte bekommen hatte, brachte die Band auf die besondere Idee.  Am kommenden Dienstag tritt die Rostocker Band Feine Sahne Fischfilet in Dessau auf. Die Karten für das Konzert in der Alten Brauerei waren schnell ausverkauft. Die Band verschenkt jedoch einige Gästelistenplätze an ganz besondere Fans. Kinder von AfD- und CDU-Wählern kommen auf die Gästeliste Auf ihrer Facebook-Seite gab die Band bekannt, dass sie insgesamt 20 Gästelistenplätze an Kinder von CDU- und AfD-Wählern verlosen wird. “Was könnt ihr schon für eure Eltern? Nix nämlich. “, heißt es dort. Ausschlaggebend für diese Aktion sei eine Nachricht eines traurigen Fans gewesen, der keine Karte mehr bekommen habe und sich über seine Eltern beschwerte, die die AfD befürworten würden. Um sich für die Freikarten zu bewerben, sei lediglich eine private Nachricht über Facebook an die Band notwendig. “Wir brauchen da jetzt nicht irgendnen Nachweis oder den Parteiausweis, sondern wir setzen auf eure Ehrlichkeit und Story.” Die Punkrockband aus Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus. Ihr werden aus früherer Zeit gewaltverherrlichende Texte vorgeworfen, von denen sich die Band aber inzwischen distanzierte.

via shz: Feine Sahne Fischfilet verschenkt Karten an Kinder von AfD-Fans

ZDF zeichnet Konzert von Feine Sahne Fischfilet auf

Das ZDF zeichnet das Konzert von Feine Sahne Fischfilet am 6. November in Dessau auf. Der Sender teilte mit, der Auftritt der Band werde am 1. Dezember um 23.30 Uhr in 3sat ausgestrahlt werde. Es läuft demnach in der Reihe [email protected], obwohl die Stiftung Bauhaus Dessau das Konzert im Bauhaus selbst untersagt hatte. Es findet nun in der Alten Brauerei in Dessau statt. Moderator Jo Schück werde im Rahmen der Sendung auch die aktuellen Geschehnisse thematisieren. Nachdem rechte Gruppierungen im Internet gegen das Konzert mobilisiert hatten, hatte die Stiftung das Konzert abgesagt. Sowohl AfD als auch CDU und auch die Landesregierung unterstützen die Absage.

via deutschlandfunk: ZDF zeichnet Konzert von Feine Sahne Fischfilet auf

Feine Sahne Fischfilet: Versprochen ist versprochen…Brauhaus statt Bauhaus. Am 6.11- [email protected] in Dessau!

Was in der letzten Woche so abging… Alter Verwalter. Teilweise sitzt man einfach nur vorm Rechner, schüttelt den Kopf, feiert, lacht, schüttelt den Kopf, freut sich, fragt sich ob man im falschen Film ist, bedankt sich für die Promo, dann schüttelt man wieder den Kopf aufgrund irgendwelcher Erbärmlichkeiten. Wir werden und wollen nicht auf alles eingehen, was in den letzten Tagen abging. Aber zu ein paar Punkten muss man einfach kurz was sagen. Das Wichtigste Zuerst: Ein riesiges Dankeschön an all die Menschen, die sich bei uns gemeldet oder sich positioniert haben. Leute, die nen Flashmob zu unserer Musik vor dem Bauhaus in Dessau machen, dass wir in die verschiedensten Projekte, Theater, Bauhäuser in Weimar oder Berlin eingeladen wurden, dass verschiedenste Leute sich auf unterschiedlichste Art und Weise positionierten. Wir können leider nicht alles aufzählen und merken auch, dass wir einiges erst nach und nach mitkriegen. Aber es gilt für Alle: Wir fanden es megacool und haben uns sehr darüber gefreut, über jede einzelne Nachricht, über jede Aktion. Wir fanden es auch cool, dass sich die Stadt Dessau so klar positionierte und uns ihre Hilfe anbot. Und wenn du deinen Eltern bzw. deiner Oma zeigen kannst, dass sogar Herbert Grönemeyer für dich ein kleines Solivideo gedreht hat..
Zu der Bauhaus Stftung Dessau. Dass die Vorsitzende der Bauhaus-Stiftung Dessau nun in irgendwelchen Interviews die Wogen glätten will und dabei nur um den heißen Brei herumredet, sinngemäß „Wir hatten Angst, dass der Boden und die Wände in unseren Unesco-Weltkulturerbe zerkratzt werden…“(Es fanden in den letzten Jahren übrigens über 100 Konzerte in der gleichen Location statt!) verliert, finden wir nur peinlich. Wenn sie in Interviews davon redet, dass sie Fehler gemacht haben, sich anders hätten positionieren müssen, dass es ihr noch bewusster geworden ist, wie wichtig es wäre, sich genau in diesen Zeiten gesellschaftspolitisch zu engagieren und den Nazis nicht das Feld zu überlassen, dann hätte man die Absage einfach zurückziehen können. `Nen Fehler machen ist ganz sicherlich nicht das Problem und wir sind auch keine nachtragenden 14jährigen Gören, a la „Du hast uns mal den Lolli geklaut, jetzt sind wir dir für immer böse“. Aber genau das ist eben nicht geschehen, für uns wirkt es eher so, als ob man die Leute mit irgendwelchen Ausreden einlullen will. Hauptsache der Fussboden und die Wände sind nicht dreckig. Hauptsache die „Marke Bauhaus“ ist nicht beschädigt…

via feineSahneFischfilet.facebook: Versprochen ist versprochen…Brauhaus statt Bauhaus. Am 6.11- [email protected] in Dessau!

Allgäuer Neonazis auf konspirativem »Gedenkkonzert«

Am Samstag kamen Neonazis aus ganz Europa zu einem Hammerskin-Konzert in Thüringen zusammen. Auf der Bühne: Rechtsrocker aus dem Allgäu. Ein Joe Rowan Memorial-Konzert veranstalteten Neonazis am 20. Oktober 2018 in Kirchheim bei Erfurt. Die Teilnehmer sind aus dem ganzen Bundesgebiet nach Thüringen gereist. Darunter waren nach Informationen der Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss auch Neonazis aus den Niederlanden. Der genaue Ort der Veranstaltung war zunächst unbekannt, auf dem szeneintern verteilten Flugblatt hieß es nur »Mitteldeutschland«. Zu einem Hammerskin-Konzert mit fünf Rechtsrock-Bands sind am 20. Oktober 2018 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden nach Kirchheim angereist. Zu einem Hammerskin-Konzert mit fünf Rechtsrock-Bands sind am 20. Oktober 2018 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden nach Kirchheim angereist. Zu Ehren der toten Neonazi-Ikone Joe Rowan reiste gemäß Ankündigung die Band Blackout aus dem Vereinigten Königreich an. Aus Nordrhein-Westfalen ließen sich Sleipnir und Smart Violence engagieren. Dazu kamen Kommando Skin aus Baden-Württemberg und Kodex Frei. Der bayerische Verfassungsschutz ordnet Kodex Frei dem »Raum Kempten« zu. Allerdings gerät aktuell ein Tätowierer aus dem Raum Illertissen unter Druck, nachdem dessen Umfeld von seinem Engagement in den Rechtsrock-Bands Kodex Frei und Act of Violence erfuhr. Das flog auf, nachdem Allgäu ⇏ rechtsaußen über die Beteiligung eines Bandkameraden an einer hippen Eventlocation in einer ehemaligen Kirche in Illertissen berichtete.

via allgäu rechtsaußen: Allgäuer Neonazis auf konspirativem »Gedenkkonzert«

Eine Auschwitz-Überlebende rappt gegen Neonazis

Das KZ Auschwitz überstand Esther Bejarano nur, weil sie ein Instrument spielen konnte. Heute macht die 93-Jährige wieder Musik – gegen Neonazis und das Vergessen. Diesmal aber als Rapperin. „Ich finde, dass es eine ganz schlimme Zeit ist für uns. Ich sehe viele Parallelen zur damaligen Zeit. Ich habe das damals alles miterlebt und ich weiß, wie sich das entwickelt hat. Das war damals genauso. Viele Nazigruppen waren da, die sich dann zusammengefunden haben in der NSDAP. Und dann sind die groß geworden. Man hat geschwiegen. Man hat nichts gemacht. Und was ist daraus geworden? Ich hab meine Familie, ich hab meine Eltern verloren, die sind alle ermordet worden von den Nazis. Also wie kann ich die heutige Zeit sehen? Nur mit einem wirklichen Schrecken.“ Bejarano singt auf Jiddisch oder Kölsch Seit 2009 ist Esther Bejarano mit der Rap-Gruppe Microphone Mafia unterwegs. Gemeinsam haben sie hunderte Konzerte gespielt. Der Rapper Rossi Pennino wurde als Sohn von Italienern, Kutlu Yurtseven als Sohn türkischer Einwanderer in Köln geboren. Zusammen mit Esthers Sohn Joram Bejarano stehen nicht nur drei Generationen, sondern auch drei Weltreligionen auf der Bühne. Die Songtexte sind auf Jiddisch, Deutsch, Türkisch und Italienisch geschrieben – oder Kölsch. Aber nicht nur die gemeinsame Liebe zu Gassenhauern wie „Wann jeiht d’r Himmel widder op“ oder Klassikern des politischen Lieds wie „Bella Ciao“ verbindet die ungleiche Truppe. Die Auftritte werden begleitet von Lesungen und Erzählrunden. Esther Bejarano berichtet von ihrer Jugend als verfolgte Jüdin im KZ, Mitglieder von Microphone Mafia von den Erfahrungen, die sie als Kinder von Einwanderern in Deutschland machten. „Das verbindet uns, weil sie nämlich auch ganz viel zu leiden hatten. Der Kutlu und der Rossi zum Beispiel, die sind beide in Köln geboren. Und die fühlten sich natürlich auch als Deutsche. Aber die Leute haben immer zu ihnen gesagt: Du bist doch kein Deutscher, wo kommst du denn her? Oder wann gehst du denn wieder zurück? Man hat sie nicht anerkannt. Die haben wirklich sehr gelitten darunter. Das passt sehr gut zusammen. Wir haben gelitten und sie haben gelitten – und damit es besser wird, haben wir uns zusammengetan.“

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Polizei ermittelt wegen Hitlergruß und Nazi-Liedern

Der „Eichsfeldtag“ der NPD in Leinefelde hat ein Nachspiel: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Der „Eichsfeldtag“, ein von der NPD organisiertes Treffen von Neonazis im thüringischen Leinefelde, hat ein Nachspiel: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Konkret geht es um das Zeigen des Hitlersgrußes und das Singen von mindestens sieben nach Jugendschutz indizierter Lieder der Neonazi-Bands „Landser“ und „Die Lunikoff Verschwörung“. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen den Eingang der Anzeige vom 5. Oktober gegen Unbekannt. „Die Ermittlungen der Polizei laufen“, sagt Dirk Germerodt, Sprecher der Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Und die waren zumindest im Fall des gezeigten Hitlergrußes inzwischen erfolgreich. „Den Beschuldigten haben wir ermitteln können“, sagt Polizeisprecherin Fränze Töpfer. Die gespielten Lieder würden derzeit noch geprüft. Ein Videomitschnitt dokumentiert die indizierten Lieder. Auf ihm ist auch der Hitlergruß zu sehen. (…) Während des Auftritts spielt Regener mindestens sieben Songs, die von Landser- und Lunikoff-Alben stammen, die alle von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden sind. Zwei davon – „Vergeltung“ und „Rebell“ – finden sich auf dem 1998 beschlagnahmten und 2004 indizierten Landser-Album „Deutsche Wut“. Hitlergruß und indizierte Lieder haben Rechtsanwalt Heinz Funke (SPD), Vorsitzender der Fraktion SPD/Grüne im Kreistag des Landkreises Eichsfeld, Anlass gegeben, Anfang Oktober Dienstaufsichtsbeschwerde beim Thüringer Landesverwaltungsamt gegen das Jugend- und das Ordnungsamt des Landkreises einzulegen, beide „endvertreten“ durch den Landrat Werner Henning (CDU). Funkes Vorwurf: Es seien auf dem Eichsfeldtag – den die NPD auch als Familienfest beworben hatte –„volksverhetzende, den öffentlichen Frieden störende und die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigende und verherrlichende Inhalte dargeboten“ und der Hitlergruß in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen gezeigt worden. „Weder die Vertreter der Versammlungsbehörde noch der Strafverfolgungsbehörde, beide vor Ort anwesend, schritten ein“, heißt es in der Beschwerdeschrift.

via göttinger tageblatt: Polizei ermittelt wegen Hitlergruß und Nazi-Liedern

Erste Ermittlungen nach Neonazi-Fest in Ostritz eingestellt

Anfang November strömen Neonazis wieder zum Rechtsrockkonzert ins sächsische Ostritz. Noch läuft die juristische Aufarbeitung Dutzender Straftaten nach dem ersten Festival-Wochenende im April. Die abgeschlossenen Verfahren weisen eine Tendenz auf. Das Wochenende, das viele Ostritzer so schnell nicht vergessen dürften, begann ausgerechnet an Hitlers Geburtstag. Der 20. April dieses Jahres war der Auftakt des „Schild & Schwert“-Festivals, eines Rechtsrock- und Kampfsportfestes, das 1300 Neonazis und Hooligans in die ostsächsische Kleinstadt an der Neiße lockte. Drei Mal so viele Menschen setzten damals ein Zeichen dagegen, zwischen den Fronten sorgten bis zu 1900 Beamte der Polizei für die Einhaltung von Recht und Gesetz – sie hatten allerhand zu tun. Die zuständige Polizeidirektion Görlitz registrierte 68 Straftaten, vom Zeigen verbotener Symbole und Volksverhetzung bis hin zu Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittel-, Versammlungs- und Waffengesetz. Der Großteil ist Teilnehmern des Festivals zuzuordnen, das laut sächsischem Verfassungsschutz „die Aktions- und Gewaltbereitschaft der rechtsextremistischen Szene stärken“ sollte. (…) Doch es zeichnet sich ab: Die Mehrheit der Ermittlungsverfahren wird eingestellt. Die von der Polizei nach dem Aprilwochenende aufgenommenen Delikte mündeten in 57 von Staatsanwaltschaften geführte Verfahren. Ein Drittel (19) ist mittlerweile abgeschlossen. Davon wurden zwölf Verfahren eingestellt, in sechs Fällen wurden Strafbefehle beantragt. Nur einer darunter ist rechtskräftig, gegen einen weiteren wurde Einspruch eingelegt. In einem Fall wurde Anklage vor dem Jugendrichter erhoben. Das erfuhr WELT von Behörden und aus Antworten auf parlamentarische Anfragen. In den meisten Fällen (36) geht es um die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wie das Zeigen des Hitlergrußes oder offenes Tragen von Tattoos mit verbotenen Symbolen. Gegen bekannte Tatverdächtige wurden vier Strafbefehle beantragt. Vier Verfahren wurden eingestellt. Unter dieses Delikt fallen auch 15 Verfahren infolge sichergestellter T-Shirts und Banner des „Sicherheitsdienstes Arische Bruderschaft“, der die Absicherung des Festivals übernommen hatte. Deren Beschlagnahmung hatte die Staatsanwaltschaft noch am Veranstaltungstag angeordnet, da das Logo der Gruppe mit zwei sich kreuzenden Stabhandgranaten verboten sei. In Thüringen ist ein Verfahren wegen des Verwendens dieses Logos allerdings eingestellt worden. Eingestellt wurden auch Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (3) sowie gegen das Versammlungs- und Waffengesetz (je 1). In einem Fall sah die Generalstaatsanwaltschaft Dresden den Straftatbestand des Anwerbens für einen fremden Wehrdienst nicht erfüllt. Ein Besucher des Rechtsrockfestivals trug ein T-Shirt mit dem Symbol des sogenannten Asow-Regiments, eines rechtsextremen ukrainischen Freiwilligen-Bataillons. Zwei weitere Verfahren gegen unbekannte Täter wurden ebenfalls eingestellt.

via welt: Erste Ermittlungen nach Neonazi-Fest in Ostritz eingestellt