Rechtsrock-Konzert in Eisenach verboten: SEK vor Ort – NPD-Politiker abgeführt

Überraschend wurde am Samstag ein in Kloster Veßra angekündigtes Rechtsrock-Konzert nach Eisenach verlegt. Die Veranstaltung wurde verboten. Polizei und Staatsschutz befanden sich im Großeinsatz. Überraschend wurde am Samstag ein in Kloster Veßra angekündigtes Rechtsrock-Konzert nach Eisenach verlegt. Die öffentliche Neonazi-Veranstaltung in Kloster Veßra, für die im Vorhinein auch Karten verkauft wurden, sollte kurzfristig in Eisenach als nicht-öffentliche „Geburtstagsfeier“ stattfinden. Juristen haben jedoch entschieden, dass es sich hierbei doch um eine genehmigungspflichtige Veranstaltung handelt. Daher dürfen weder Konzert noch anderweitige Zusammenkünfte an diesem Abend am geplanten Veranstaltungsort stattfinden. Etliche Neonazis hatten sich in und um das „Flieder Volkshaus“ in Eisenach versammelt. Hier ist auch ein Großaufgebot von Polizei und Staatsschutz vor Ort. Die Einsatzleitung hat der Leiter der Polizeiinspektion Hildburghausen, René Schunk, übernommen. Schunk hatte bereits die Einsatzleitung bei den Rechtsrock-Konzerten in Themar inne. Vorsorglich wurde auch das SEK nach Eisenach gerufen. (…) Nach einer verbalen Attacke von NPD-Fraktionsvorsitzenden Patrick Wieschke gegen den Einsatzleiter der Polizei wurde dieser abgeführt und kurzzeitig in Gewahrsam genommen

via thüringer allgemeine: Rechtsrock-Konzert in Eisenach verboten: SEK vor Ort – NPD-Politiker abgeführt

wieschke, screenshot www

Braunes Treiben in der Hauptstadt

Rund 70 Besucher kamen am Samstag zu einem rechtsextremen Konzert in die Köpenicker NPD-Zentrale. Vereinzelt beteiligten sich Vertreter der Berliner rechten Szene auch an der „Schwarze Kreuze“-Aktion, zu der bundesweit aufgerufen worden war. Am Samstagabend hatten sich in der Bundeszentrale der NPD in Berlin-Köpenick rund 70 Besucher zu einem Auftritt von Michael „Lunikoff“ Regener und dem Thüringer Rechtsrock-Duo „Zeitnah“ um Tommy Brandau eingefunden. Beworben wurde die Veranstaltung mit einer E-Mailadresse des Festivals „Tage der nationalen Bewegung“ vom Berliner NPD-Vize Sebastian Schmidtke. Unter den Teilnehmern waren neben bekannten Berliner NPD-Aktivisten wie Schmidtke auch andere rechtsextreme Musiker wie Uwe Menzel („Uwocaust“), Toni Belz („Son of the Wind“, früher bei „A3stus“) und Gordon Bodo Dreisch („Midgards Stimme“), der mit seinem Vater, dem ehemaligen Chef der verbotenen Gruppierung „Frontbann 24“ erschienen war. Auch ein Anhänger der „Aktionsgruppe F.i.e.L“ aus Mecklenburg sowie der ehemalige Berliner NPD-Funktionär Andrew Stelter, der jetzt im brandenburgischen Strausberg als Boxtrainer auftritt, zeigten sich in Köpenick. Konzerte und „Liedermacherabende“ in der NPD-Zentrale Nicht häufig, aber regelmäßig, kommt es in Berlin zu Konzerten von braunen Bands beziehungsweise „Liedermacherabenden“, die nur in Ausnahmefällen nicht in der NPD-Zentrale stattfinden. Zuletzt spielten im März Maik Krüger alias „FreilichFrei“ und Martin Böhne von „Sleipnir“ im Rahmen einer „JN-Europatagung“ (bnr.de berichtete) auf. Im Vorjahr gab es mindestens fünf Musikevents in der Berliner Parteizentrale. Aufgetreten sind dabei: „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, „Hermunduren“, „FreilichFrei“, „Zeitnah“, Mirko Szydlowski alias „Barny“, Michael Regener und Frank Rennicke.

via bnr: Braunes Treiben in der Hauptstadt

Polizei löst rechtsextreme Musikveranstaltung auf

Eine rechtsextremistische Musikveranstaltung hat die Polizei am Freitagabend bei Markneukirchen im Vogtland aufgelöst. Bereits im Verlauf der Woche war bekannt geworden, dass die Veranstaltung im oberen Vogtland stattfinden sollte, berichtet die Polizei am Sonntag. Die Polizeidirektion Zwickau konnte am Freitagabend den genauen Veranstaltungsort ausfindig machen. Unterstützt von Beamten der Chemnitzer Bereitschaftspolizei wurde die Musikveranstaltung um 22.12 Uhr aufgelöst, da eine Prüfung der Gegebenheiten vor Ort durch Verantwortliche des Landratsamtes “erhebliche ordnungspolizeiliche Mängel” erbrachte, heißt es in der Meldung. Als das Ende der Veranstaltung bekannt gegeben war, verließen nur wenige der 45 Teilnehmer den Saal. Da dies außerdem recht zögerlich ablief, erteilte die Polizei Platzverweise.

via frankenpost: Polizei löst rechtsextreme Musikveranstaltung auf

Dunja #Hayali ist fassungslos bei Besuch auf Neonazi-Festival – dann wird es zu gefährlich – #themar

Dunja Hayali besucht für das ZDF eines der größten Rechtsrockfestivals Europas. In Themar spricht sie mit Neonazis – bis sie das Festival verlassen muss. Dunja Hayali ist bekannt dafür, für ihre Sendung gerne mal dahin zu gehen, wo es wehtut. Auch für die aktuelle Folge von “dunja hayali”: Die Moderatorin hat die „Tage der nationalen Bewegung“ besucht, die am vergangenen Wochenende in Themar in Thüringen stattfanden – eins der größten Rechtsrockfestivals Europas, wie es beim ZDF heißt. Was Hayali dort sieht, macht sie offensichtlich fassungslos. „Alter Schwede“ sagt sie, als sie das Festivalgelände in Themar betritt. Lauter Rechtsextreme, die an Merchandising-Ständen oder in Grüppchen zusammen sehen. Bis zu 1000 Neonazis seien zum Festival erwartet worden, sagt die Moderatorin. Dunja Hayali kommt ins Gespräch mit bekannten Gesichtern der Szene, etwa Angela Schaller, die sich selbst als Nationalsozialistin bezeichnet. Hayali spricht mehrere Minuten mit ihr über das, was Neonazis eigentlich ausmacht und ob Faschismus eine Meinung ist, wie Schaller findet.
Dunja Hayali spricht mit Neonazi über KZ
„Dass jemand verherrlicht wird, der für den Mord an über sechs Millionen Menschen verantwortlich ist, Juden, Schwule, …“, setzt Hayali an, wird aber von Angela Schaller unterbrochen: „Waren Sie dabei? Bei den Morden? Nee!“ – „Also Sie wollen nicht bestreiten, dass es KZs gab?“, will Hayali daraufhin von ihr wissen. „Darf ich nicht bestreiten, weil das strafbar ist“, entgegnet Schaller. Das Neonazi-Festival findet unter hohen Sicherheitsauflagen statt: Mehrere Hundertschaften der Polizei sind vor Ort, am ersten Tag gibt es nur Leichtbier zu trinken, am zweiten Tag überhaupt keinen Alkohol mehr. Besucher, die offensichtlich verbotene Zeichen tragen, bekommen Probleme mit der Polizei. So wie ein Mann, der ein rotes T-Shirt trägt, auf dem Pfeilrunen zu sehen sind: das Verbandszeichen einer SS-Division. Es zu tragen, ist verboten. Dunja Hayali muss Neonazi-Festival verlassen Dunja Hayali spricht auch mit Patrick Schröder, ebenfalls eine Größe in der Neonazi-Szene. Er ist mit einem Merchandising-Stand auf dem Festival vertreten, sein Modelabel heißt „Ansgar Aryan“. „Aryan“ ist das englische Wort für Arier. Über die NS-Zeit will er nicht sprechen, sagt: „39 bis 45 ist bei mir ein riesen-schwarzes Loch, keine Ahnung, was da war.“ Über Zeitdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg, wie etwa Filmaufnahmen, sagt Patrick Schröder: „Da gibt‘s ja auch verschiedenste Aufnahmen, das Problem ist: Da liegt halt ein Leichenberg, ich kann nicht zuordnen, welcher Leichenberg das ist.“ Solche Aussagen machten sie sprachlos, hört man Dunja Hayali aus dem Off – genauso wie die Texte der Bands, die bei dem Neonazi-Festival auftreten. Zu hören ist etwa folgender Text: „Und dafür stehe ich auch noch heute, zum deutschen Reich. Denn wir sind Skins. Wir sind Skins. Wir sind Skinheads für alle Zeit.“ Und Dunja Hayali dreht sich mit einem fassungslosen Gesichtsausdruck in die Kamera. Kurz darauf muss sie das Neonazi-Festival aber verlassen. Die Polizei schreitet ein, weil Lieder gespielt werden, die vorher nicht eingereicht wurden. Aus Sicherheitsgründen bitten die Beamten Dunja Hayali, das Zelt zu verlassen.
Dunja Hayali: Twitter-User reagieren wie immer Die Reaktionen im Netz ließen nach der Ausstrahlung der Sendung am Mittwochabend nicht lange auf sich warten. Wie so oft ging es dabei aber weniger um den Inhalt der Sendung – Rechtsextremismus und Zivilcourage – als vielmehr um die Person Dunja Hayali.

via merkur: Dunja Hayali ist fassungslos bei Besuch auf Neonazi-Festival – dann wird es zu gefährlich

„NS-Black Metal“ in Tschechien – #nsbm

Am Samstag soll im tschechischen Nyrsko wieder das „Eternal Hate“-Festival stattfinden – in mittlerweile 17. Auflage. Unter dem Radar der mittlerweile bekannteren Festivals wie dem „Hot Shower“ in Norditalien oder „Asgardsrei“ in Kiew hat sich in der NSBM-Szene auch in Tschechien schon lange eine entsprechende Veranstaltung etabliert. Dort ist für den 13. Juli die mittlerweile 17. Auflage von „Eternal Hate“ angesetzt. Sie findet statt in dem gerade einmal 5000 Einwohner zählenden Ort Nyrsko (Neuern). Wie in den Jahren zuvor gehört auch ein deutscher Anteil zum Programm (bnr.de berichtete), um interessierte Besucher über die Grenze zu locken. So sollen laut Werbeflyer das 2004 gegründete Projekt „Leichenzug“ sowie „Unholy War“ auftreten. Der erstgenannte Act wird samt dem angekündigtenn Auftritt am 13. Juli vom sächsischen Verfassungsschutz als rechtsextremistische Band aufgeführt. Deren Kopf war in den vergangenen Jahren auch Mitglied in der NSBM-Combo „Camulos“, die ebenfalls im jüngsten Verfassungsschutzbericht des Freistaats gelistet wird, sowie sporadisch in den Bands „Brainwash“, „Blitzkrieg“ und „Stahlfront“.

via bnr: „NS-Black Metal“ in Tschechien

#Bier weg, #Bands weg, #Stimmung weg – #themar

Im thüringischen Themar wurden Tausende Neonazis zu einem großen Rechtsrock-Festival erwartet. Polizei und Bürger verdarben den braunen Besuchern ihren Spaß. Für das Jahr 2019 hatte sich die rechtsextreme Szene eigentlich viel vorgenommen: Tausende Neonazis waren Ende Juni zum Rechtsrockfestival im sächsischen Ostritz erwartet worden – tatsächlich wurden es rund 700. An diesem Wochenende stieg ein ähnliches Event im thüringischen Themar. Der Erfolg: ähnlich bescheiden. 2017 waren hier noch 6.000 Rechtsextreme aus ganz Europa angereist und hatten Adolf Hitler bejubelt. Es war eines der größten Events Deutschlands. In diesem Jahr herrschte vor allem Mangel: an Platz, an Besuchern, an Bier. Die Polizei sperrte die Neonazis auf dem Veranstaltungsgelände, einer Wiese, regelrecht ein. Bauzäune in Doppelreihe standen auf der Straße, zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer direkt dahinter. Die Besucher im Inneren durften am Freitag nur Leichtbier und Radler trinken – am Samstag folgte ein vollständiges Alkoholverbot.
Niederschmetternde Stimmung. Andere waren zwölf Kilometer durch die pralle Sonne gelaufen, um teilzunehmen. Sie hatten an einem nahen Stausee geparkt, weil die Polizei sämtliche Straßen nach Themar abgeriegelt hatte. Nur manche wurden von Kameraden in das zwei Kilometer entfernte Kloster Veßra mitgenommen. Dort empfing der Neonazi Tommy Frenck die Gleichgesinnten in seinem Gasthof Goldener Löwe und schenkte Normalbier aus. Manche der Gäste waren extra aus Schweden, Russland oder Polen angereist. Veranstalter Sebastian Schmidtke begrüßte persönlich eine Delegation der italienischen Neofaschisten Veneto Fronte Skinheads. Die Gruppe ist eng mit der deutschen Szene vernetzt. Zum Hitler-Geburtstag im April waren deutsche Neonazis ins norditalienische Cerea zu einem Konzert gereist.Auf dem Gelände wurden die Besucher allerdings von einer niederschmetternden Stimmung empfangen. Bei den Auftritten stand kaum ein Rechtsextremer vor der Bühne, die meisten saßen auf Bierbänken und starrten in ihr Radler. Andere begannen vorsichtige Gespräche mit Journalisten oder pöbelten drauf los. Am Abend dann die Hiobsbotschaft für Veranstalter Schmidtke: Die Band Sturmwehr bekam nach wenigen Liedern ein Auftrittsverbot für das gesamte Wochenende. Die zwei Musiker der Band wurden von der Bühne geholt. Aufmerksame Polizisten hatten erkannt, dass die Band offenbar ein indiziertes Lied spielte. Ein Beamter sagte, der Text stamme von der Hitlerjugend – und die ist, samt ihrer Kennzeichen, verboten. Schmidtke schickte die Band vom Gelände.
Die Band Oidoxie spielte dafür am Freitag bereits fünf Lieder – für den Sänger offenbar zu viel: Am Samstag war seine Stimme weg, dabei hätte die Truppe als einer der Headliner für Begeisterung sorgen sollen. Selbst die Band beschwerte sich, dass von den rund 700 Neonazis im Veranstaltungszelt kaum einer in Stimmung kam.Am Samstag konfiszierten Polizisten zudem die letzten Bierreserven in Themar. Mehrere Hundert Flaschen Radler und einige Bierfässer wurden auf einen Polizei-Laster umgeladen. Kurz danach wurde auch noch der Auftritt der Band Unbeliebte Jungs abgebrochen. Die Versammlungsbehörde wollte vorab wissen, welche Lieder gespielt werden. Die Gruppe hielt sich aber nicht an die eingereichte Liste. Neben den Bands bekamen auch einige der Teilnehmer Ärger mit der Polizei. Insgesamt wurden 45 Anzeigen aufgenommen, in den meisten Fällen wegen verfassungsfeindlicher Symbole. Ein Beamter entdeckte einen versteckten SS-Spruch auf der Haut unter einem T-Shirt-Ärmel – sofort schrieb er die Personalien des Mannes auf. Tagsüber wurden in Tommy Frencks Gasthof in Kloster Veßra die Bierreserven von der Polizei versiegelt. Vorher hatte er noch angekündigt, 500 Kästen stünden bei ihm für die bierdurstigen Besucher von Themar bereit. Am Samstag gab es für die meisten Neonazis keinen einzigen Tropfen Alkohol. Im thüringischen Themar wurden Tausende Neonazis zu einem großen Rechtsrock-Festival erwartet. Polizei und Bürger verdarben den braunen Besuchern ihren Spaß. Für das Jahr 2019 hatte sich die rechtsextreme Szene eigentlich viel vorgenommen: Tausende Neonazis waren Ende Juni zum Rechtsrockfestival im sächsischen Ostritz erwartet worden – tatsächlich wurden es rund 700. An diesem Wochenende stieg ein ähnliches Event im thüringischen Themar. Der Erfolg: ähnlich bescheiden. 2017 waren hier noch 6.000 Rechtsextreme aus ganz Europa angereist und hatten Adolf Hitler bejubelt. Es war eines der größten Events Deutschlands. In diesem Jahr herrschte vor allem Mangel: an Platz, an Besuchern, an Bier. Die Polizei sperrte die Neonazis auf dem Veranstaltungsgelände, einer Wiese, regelrecht ein. Bauzäune in Doppelreihe standen auf der Straße, zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer direkt dahinter. Die Besucher im Inneren durften am Freitag nur Leichtbier und Radler trinken – am Samstag folgte ein vollständiges Alkoholverbot.
Niederschmetternde Stimmung. Andere waren zwölf Kilometer durch die pralle Sonne gelaufen, um teilzunehmen. Sie hatten an einem nahen Stausee geparkt, weil die Polizei sämtliche Straßen nach Themar abgeriegelt hatte. Nur manche wurden von Kameraden in das zwei Kilometer entfernte Kloster Veßra mitgenommen. Dort empfing der Neonazi Tommy Frenck die Gleichgesinnten in seinem Gasthof Goldener Löwe und schenkte Normalbier aus. Manche der Gäste waren extra aus Schweden, Russland oder Polen angereist. Veranstalter Sebastian Schmidtke begrüßte persönlich eine Delegation der italienischen Neofaschisten Veneto Fronte Skinheads. Die Gruppe ist eng mit der deutschen Szene vernetzt. Zum Hitler-Geburtstag im April waren deutsche Neonazis ins norditalienische Cerea zu einem Konzert gereist.Auf dem Gelände wurden die Besucher allerdings von einer niederschmetternden Stimmung empfangen. Bei den Auftritten stand kaum ein Rechtsextremer vor der Bühne, die meisten saßen auf Bierbänken und starrten in ihr Radler. Andere begannen vorsichtige Gespräche mit Journalisten oder pöbelten drauf los. Am Abend dann die Hiobsbotschaft für Veranstalter Schmidtke: Die Band Sturmwehr bekam nach wenigen Liedern ein Auftrittsverbot für das gesamte Wochenende. Die zwei Musiker der Band wurden von der Bühne geholt. Aufmerksame Polizisten hatten erkannt, dass die Band offenbar ein indiziertes Lied spielte. Ein Beamter sagte, der Text stamme von der Hitlerjugend – und die ist, samt ihrer Kennzeichen, verboten. Schmidtke schickte die Band vom Gelände.
Die Band Oidoxie spielte dafür am Freitag bereits fünf Lieder – für den Sänger offenbar zu viel: Am Samstag war seine Stimme weg, dabei hätte die Truppe als einer der Headliner für Begeisterung sorgen sollen. Selbst die Band beschwerte sich, dass von den rund 700 Neonazis im Veranstaltungszelt kaum einer in Stimmung kam.Am Samstag konfiszierten Polizisten zudem die letzten Bierreserven in Themar. Mehrere Hundert Flaschen Radler und einige Bierfässer wurden auf einen Polizei-Laster umgeladen. Kurz danach wurde auch noch der Auftritt der Band Unbeliebte Jungs abgebrochen. Die Versammlungsbehörde wollte vorab wissen, welche Lieder gespielt werden. Die Gruppe hielt sich aber nicht an die eingereichte Liste. Neben den Bands bekamen auch einige der Teilnehmer Ärger mit der Polizei. Insgesamt wurden 45 Anzeigen aufgenommen, in den meisten Fällen wegen verfassungsfeindlicher Symbole. Ein Beamter entdeckte einen versteckten SS-Spruch auf der Haut unter einem T-Shirt-Ärmel – sofort schrieb er die Personalien des Mannes auf.

via störungsmelder<. Bier weg, Bands weg, Stimmung weg

Polizei legt Neonazi-Festival trocken – #Themar

Auf dem Gelände des Rechtsrock-Festivals in Themar haben Polizisten Hunderte Liter Bier beschlagnahmt. Gegner und Anhänger der bringen sich in Stellung. Rund 400 Gegner eines Rechtsrock-Festivals im südthüringischen Themar haben sich am frühen Samstagnachmittag in der Stadt versammelt. Darunter waren Thüringer Regierungsmitglieder und Landespolitiker. Die Zahl der Gegendemonstranten werde am Nachmittag und Abend weiter steigen, schätzte ein Sprecher der Landespolizeidirektion. Die Organisatoren gingen von 1.100 Teilnehmern aus. Geplant ist unter anderem ein Friedensgebet, ein Demokratiefest und Live-Musik. Währenddessen fanden sich am Samstagmittag Polizeiangaben zufolge rund 100 Besucher auf dem Festivalgelände ein. 100 weitere versammelten sich in einer nahe gelegenen Gaststätte in Kloster Veßra, die als zentrale Anlaufstelle für rechtsextreme Musik gilt. Sowohl auf dem Festivalgelände als auch in der Gaststätte war ein Alkoholverbot verhängt worden – auf dem Gelände den ganzen Samstag, in der Gaststätte ab Samstagnachmittag bis in die Nacht zu Sonntag.
Am Freitag war Leichtbier mit bis zu 2,7 Prozent Alkohol erlaubt gewesen. Samstagmittag beschlagnahmte die Polizei auf dem Festivalgelände 16 Bierfässer und 188 Sixpacks mit Bier. Die Polizei hat eine Tankstelle in der Nähe angemietet, die die Festivalgänger in den vergangenen Jahren zur Getränkeversorgung genutzt hatten. Das Rechtsrock-Festival hatte am Freitag begonnen. Die Polizei nahm am ersten Abend 18 Strafanzeigen auf. Überwiegend ging es dabei um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, sagte der Polizeisprecher am Samstag. Neun Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt, von 20 Teilnehmern wurde die Identität festgestellt, acht wurden des Platzes verwiesen. Am Freitagabend kamen nach Polizeischätzungen rund 380 Besucher. Die Beamten brachen die Auftritte von zwei der drei Bands vorzeitig ab. Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, der Text eines Liedes war außerdem strafbar, wie der Sprecher sagte.

via sächsische: Polizei legt Neonazi-Festival trocken

siehe auch: Polizei beschlagnahmt Bierfässer bei Nazi-Festival. Die Polizei in Thüringen spitzt die Ohren und beendet mehrere Auftritte bei einem Neonazi-Festival. Auch eine größere Menge an Bier haben die Behörden konfisziert. (…) Bereits am Freitagabend hatte die Polizei die Auftritte von zwei der drei Bands vorzeitig abgebrochen. Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher. Die Band Sturmwehr habe einen indizierten Titel gespielt, die Band Unbeliebte Jungs einen Titel, der nicht auf der vorher eingereichten Liste stand. Für beide Gruppen gilt ein Auftrittsverbot bis Sonntag. Die dritte am Freitagabend auf dem Programm stehende Band hatte einen planmäßig kurzen Auftritt; Polizei bricht zwei Bandauftritte vorzeitig ab. Weil rechte Bands sich nicht an die Auflagen hielten, hat die Polizei beim sogenannten Rechtsrock-Konzert in Themar zwei Aufritte abgebrochen. Bis Sonntag dürfen die Bands nicht mehr auf die Bühne. “Hier spitzen wir wieder die Ohren”: Auf Twitter hatte die Polizei Thüringen noch flapsig angekündigt, Straftaten von Bands beim sogenannten Rechtsrock-Konzert im südthüringischen Themar konsequent zu ahnden. Diese Ankündigung haben die Beamten am Freitagabend dann auch umgesetzt: Die Auftritte von zwei der drei Bands wurden vorzeitig beendet. Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher. Die Band Sturmwehr habe einen indizierten Titel gespielt, die Band Unbeliebte Jungs einen Titel, der nicht auf der vorher eingereichten Liste stand. Für beide Gruppen gilt ein Auftrittsverbot bis Sonntag. Die dritte am Freitagabend auf dem Programm stehende Band hatte einen planmäßig kurzen Auftritt

Vom “Satansmörder” zum rechtsextremistischen Netzwerker

Der sogenannte “Satansmord von Sondershausen” sorgte vor 26 Jahren für Entsetzen. Mit der Zeit wurde klar, einer der Täter war auch ein überzeugter Neonazi. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Vor 26 Jahren sorgte der “Satansmord von Sondershausen” bundesweit für Entsetzen. Drei Teenager ermordeten grausam einen Mitschüler und verscharrten ihn im Wald. Medien und Öffentlichkeit waren schnell überzeugt: Satanismus sei das Mordmotiv – auch weil die Täter zusammen in der Black Metal-Band “Absurd” spielten. Doch mit der Zeit wurde klar – Hendrik Möbus, einer der beiden Haupttäter, war auch ein überzeugter Neonazi. Daran hat sich bis heute offenbar nichts geändert. Hendrik Möbus ist inzwischen ein erfolgreicher Neonazi-Musikproduzent, warnt die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Die Linke): “Jetzt ist er wieder da, auch mit seiner Band. Vielleicht wittert er auch einfach das große Geschäft. 23.000 organisierte Neonazis, 12.000 gewaltbereite. (…) Nach insgesamt zwölf Jahren im Gefängnis ist Möbus seit 2007 wieder auf freiem Fuß. Seine Gesinnung hat er offenbar nicht geändert. Als in Themar im Oktober 2017 zum dritten Mal ein Neonazi-Großkonzert stattfindet ist auch Möbus dabei. Heute betreibt er den bedeutendsten Versand für “Nationalsozialistischen Black Metal” (NSBM) – eine spezielle Strömung in der rechtsextremen Musikszene. “Möbus ist seit den Neunzigerjahren eine sehr, sehr wichtige Person. Er hat verschiedenste NS-Black-Metal-Verbände”, sagt ein Szenekenner, der anonym bleiben will. So habe dieser etwa versucht die “Deutsche Heidnische Front” oder die “Pagan-Front” auch international zu etablieren. Möbus gelte als einer der wichtigsten Konzertveranstalter in Deutschland. “Und er ist einfach ein Bindeglied zwischen einer militanten Black-Metal-Szene, der Rechtsrock-Szene und verbotenen Netzwerken wie “Blood & Honour” oder “Hammerskins”. Das ist einfach ein Ermöglicher, ein Netzwerker.“

via mdr: Vom “Satansmörder” zum rechtsextremistischen Netzwerker

Damit es nie wieder ein Neonazi-Konzert wie in Unterwasser gibt

Oktober 2016. Mehrere tausend Leute versammeln sich in Unterwasser im Toggenburg an einem Neonazi-Konzert. Eine Schande für den Kanton St. Gallen, die sich nie mehr wiederholen soll. «Wenn 5000 Leute den Kanton St. Gallen missbrauchen wollen, um zu schreien, dann will ich das einfach nicht. Und deshalb brauche ich eine gesetzliche Grundlage», sagt der zuständige Regierungsrat Fredy Fässler. Wenn 5000 Leute den Kanton St. Gallen missbrauchen wollen, um «Heil Hitler» zu schreien, dann will ich das einfach nicht. Autor: Fredy FässlerRegierungsrat SG. Diese gesetzliche Grundlage liegt nun vor. Mit dieser lassen sich in Zukunft Veranstaltungen mit einem extremistischen Hintergrund im Kanton St. Gallen verbieten.

via srf: Damit es nie wieder ein Neonazi-Konzert wie in Unterwasser gibt

Innenminister sieht Gerichtsstreit mit Rechtsradikalen um Themar gelassen

“Diesmal sind wir besser vorbereitet”, ist sich Innenminister Georg Maier (SPD) sicher, wenn er auf den Rechtsstreit mit Rechtsradikalen um das Neonazi-Treffen in Themar angesprochen wird. Zwar rechne er damit, dass die Veranstalter den Weg zur nächst höheren Instanz, dem Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar gehen, um die erteilten Auflagen zu verhindern. Er gibt dem Versuch aber wenig Chancen. “Wir haben viel Energie in die 48 Seiten gesteckt und gut vorgearbeitet”, das würden die Gerichte mögen. So seien laut Bescheid der Ordnungsbehörde nicht nur Alkohol, sondern auch Glasflaschen, Hunde und Kinder auf dem Veranstaltungsgelände verboten. Die Auflagen seien insgesamt “schmerzhaft”. Um den bekannten Durst der Rechtsradikalen etwas anzuheizen, ließ sich die Thüringer Polizei etwas einfallen, das landesweit Schlagzeilen machte: Der Freistaat wird die einzige Tankstelle in Themar am Veranstaltungswochenende in Beschlag nehmen, die Einsatzleitung der Polizei dort stationieren. Somit sei auch kein Alkoholverkauf an die Neonazis mehr möglich. “Die Rechtsradikalen haben sich in dieser Tankstelle umfassend versorgt”, sagte Maier MDR THÜRINGEN, er finde die Idee der Polizei deshalb gut. Von der Tankstelle aus könne man den Einsatz strukturiert leiten, vor Ort in einem geschlossenen Raum.

via mdr: Innenminister sieht Gerichtsstreit mit Rechtsradikalen um Themar gelassen