Der #Verfassungsschutz in Sachsen brandmarkt Menschen, die gegen Rassismus kämpfen – #wirsindmehr #fcknzs #antifaschistFürImmer

Der sächsische Verfassungsschutz nennt das Festival #Wirsindmehr in Chemnitz als Beispiel für die linksextremistische Musikszene – zu Unrecht. „Nazis raus“ – wer diese Aussage von sich gibt, ist für den sächsischen Verfassungsschutz offenbar schon mit halbem Fuß im Linksextremismus gelandet. Die Behörde hat am Dienstag ihren Bericht für das Jahr 2018 vorgestellt. Darin wird das Festival #Wirsindmehr in Chemnitz als Beispiel dafür genannt, wie die linksextremistische Szene Musikveranstaltungen für sich vereinnahmt. Damit brandmarkt die Institution, die maßgeblich für den Schutz unserer Grundwerte zuständig ist, die Menschen, die für ebendiese Werte kämpfen. Das Festival wäre zwar von überwiegend nichtextremistischen Menschen besucht worden, stellt der sächsische Verfassungsschutz fest. Trotzdem hat er mehrere Indizien für linksextremistische Umtriebe bei #Wirsindmehr entdeckt: Das Rap-Ensemble K.I.Z. hätte sich bei der Antifa und dem Schwarzen Block bedankt; Fahnen der Antifaschistischen Aktion seien im Publikum geschwenkt worden; und Menschen hätten „Nazis raus“ skandiert. (…) Um welche „extremistische Ideologie“ handelt es sich hier, mit der „Nichtextremisten“ konfrontiert wurden? Unter dem Motto Wir sind mehr fand am 3. September 2018 in Chemnitz ein kostenloses Konzert als Antwort auf die gewalttätigen, rassistischen Ausschreitungen, statt. Die beteiligten Musikerinnen und Organisatorinnen wollten ein Zeichen setzen: gegen Rassismus, gegen rechte Hetze, für Offenheit, Menschlichkeit und Solidarität. (…) Die offizielle Extremismusdefinition des bundesdeutschen Verfassungsschutzes lautet: „Als extremistisch werden die Aktivitäten bezeichnet, die darauf abzielen, die Grundwerte der freiheitlichen Demokratie zu beseitigen.“ Der Ausgangspunkt dieser Grundwerte ist die Überzeugung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. In Parteien wie der AfD, deren Mitglieder migrantische Menschen quasi mit Ungeziefer vergleichen, werden diese Grundwerte komplett verneint. Rechte Politik spricht bestimmten Menschen die Würde ab oder – am extremen Rand – gar das Menschsein per se. Menschen, die sich gegen Rassismus und gegen Rechts engagieren, handeln nach dieser Definition nicht extremistisch – sondern im Gegenteil: Sie verteidigen die Grundwerte einer freiheitlichen Demokratie. Es wäre schön, wenn diejenige Institution, welche die deutsche Verfassung verteidigen soll, in der Lage wäre, diesen Unterschied zu erkennen.

via ze.tt: Der Verfassungsschutz in Sachsen brandmarkt Menschen, die gegen Rassismus kämpfen

Nazivortrag im Willen des Verfassungsschutzes?

Rechte Veranstaltungen in Kleingärten sind keine Seltenheit. In Leipzig sorgte aber scheinbar niemand geringeres als der Verfassungsschutz dafür, dass die Nazis keine Steine in den Weg gelegt bekamen. Themar und Ostritz wurden nicht gefragt, doch die Kleinstädte sind trotzdem zur Bühne von Kapellen mit Namen wie »Stahlgewitter«, »Blutzeugen« und »Treueorden« geworden. Rechtsrockkonzerte sorgten in Sachsen spätestens seit dem letzten Sommer immer wieder für Ärger. Die Konzerte stoßen zwar auf immer breitere Ablehnung – nicht zuletzt, weil dort Bands spielen, die auf dem Index stehen. Einige Gemeinden wehren sich und werden kreativ darin, den Rechtsextremen die Räume eng zu machen. Doch diese suchen sich andere Auftrittsorte. Kleingartenvereine gibt es in Sachsen viele. Seit geraumer Zeit dienen sie nicht nur zur Entspannung gestresster Städter, sondern sind Schauplatz politischer Veranstaltungen geworden. Eine Anfrage des sächsischen Grünen-Politikers Valentin Lippmann deckte auf, dass es in Sachsen 2018 17 der Staatsregierung bekannte Fälle rechtsextremistischer Aktivitäten in sächsischen Kleingartenanlagen gab. Dabei handelte es sich um Mitgliedertreffen, Schulungen sowie Zeitzeugenvorträge. (…) Warum vermietete der Falk Dossin dann noch ein zweites Mal an die Rechten? Dieselbe Frau fragte erneut nach einem Termin. »Ich wollte natürlich absagen«, erzählt er. Doch der Verfassungsschutz bat den Stadtrat, den Nazis ihre Feier zu lassen. Man wolle die Veranstaltung gerne begleiten, hieß es.Falk Dossin, etwas überrumpelt, gab der Bitte des Verfassungsschutzes nach, ließ die Veranstaltung stattfinden. Noch mal würden wir das aber nicht machen, sagt Dossin. Inzwischen gäbe es einen Vorstandsbeschluss des Vereines dazu. Auch wenn der Verfassungsschutz darauf drängt, das nächste Mal wolle man das Hausrecht durchsetzen und nicht vermieten. (…) Pikant daran, dass der Verfassungsschutz den Zeitzeugenvortrag durchgebracht haben soll, ist noch ein anderes Detail: Erst vor kurzem bat der Verfassungsschutz die Universität Leipzig zu einem Gespräch: Linksextremisten machen sich an der Universität breit, so der Inlandsgeheimdienst. In der Folge wurden mehrere Vorträge von dem Rektorat abgesagt wegen der Beteiligung einer Gruppe, die der Verfassungsschutz als »linksextrem« listet. »nd« berichtete damals als Erstes über die Einmischung des Verfassungsschutzes an den Hochschulen

via nd: Nazivortrag im Willen des Verfassungsschutzes?

Prozessauftakt gegen Hendrik Möbus

Wegen seines NSBM-Versandhandels steht der Thüringer Neonazi seit Donnerstag in Berlin vor Gericht. Am heutigen Donnerstag hat vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin-Moabit ein Prozess gegen den umtriebigen NSBM-Versandhändler und -Konzertorganisator Hendrik Möbus. (bnr.de berichtete regelmäßig, zuletzt) Zusammen mit seinem Komplizen Christian S. wird ihm in mehreren Fällen das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole sowie Volksverhetzung vorgeworfen. Im Zeitraum zwischen Oktober 2014 und November 2015 sollen die beiden T-Shirts vertrieben haben, auf denen SS-Totenköpfe und Keltenkreuze abgebildet waren. Hinzu kommen CDs, auf deren Cover sich ebenfalls solche Symbole aber auch Hakenkreuze und Sigrunen befanden. Zusätzlich wird Möbus vorgeworfen, die CD „Kristallnacht – Warspirit“ verkauft zu haben, auf der sich mehrere antisemitische Liedzeilen befinden, die zum gewaltsamen Vorgehen gegen Juden aufrufen und die SS glorifizieren. Ein Lied beginnt und endet mit „Sieg Heil“.
Strippenzieher im NSBM-Milieu Sowohl Möbus als auch S. entstammen der Thüringer Neonazi-Szene, waren zeitweise sogar zusammen inhaftiert. Durch seine Beteiligung an einem Mordfall in Sondershausen 1993 und als Kopf der NSBM-Band „Absurd“ genießt der 43-jährige Möbus in der Szene bis heute hohes Ansehen. Auch durch sein Label „Darker than Black Records“ und der Organisation von Konzerten gilt er in dieser Szene als einer der Strippenzieher. (bnr.de berichtete) Beide Neonazis betrieben bis Ende 2014 von Berlin-Plänterwald und Neukölln aus den „Merchant of Death“-Versandhandel.

via bnr: Prozessauftakt gegen Hendrik Möbus

Thüringens Neonazi-Hotspot vor dem Aus?

Ein thüringisches Dorf, ein Gasthaus und Tausende Rechtsextreme als Besucher. Kloster Veßra ist ein Treffpunkt für Neonazis. Noch. SPIEGEL-Recherchen zeigen: Der rechte Strippenzieher könnte bald seine Immobilie verlieren. Die Touristikbeauftragten der Region müssten angesichts dieser Zahlen eigentlich jubeln. Zwischen 2015 und 2017 kamen 18.000 neue Besucher in den eher unscheinbaren Landkreis Hildburghausen im Süden Thüringens. Und das, obwohl die Region nicht als überregionaler Top-Touristenmagnet gilt – trotz einiger Klöster, des nahen Thüringer Waldes und einer malerischen Landschaft. Allein: Bei den neuen Gästen handelt es sich weniger um Erholungssuchende. Sie kommen wegen rechtsextremer Konzerte und Liederabende, der Geschichtsklitterung mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und der Vernetzung mit anderen Neonazis. Die Zahlen stammen aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Linken-Anfrage und belegen deutlich, wie sich die Region und insbesondere das Örtchen Kloster Veßra in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot für Neonazis entwickelt haben. In Kloster Veßra hat sich ein besonderes Zentrum des Rechtsextremismus entwickelt. Und das liegt vor allem an einer Szenegröße: Tommy Frenck. Der gelernte Koch stammt aus der Gegend, im Jahr 2014 erwarb er ein Gasthaus in der Gemeinde. Neben seiner Gaststätte, die als Szene-Treffpunkt dient, betreibt der 32-Jährige mit dem auffälligen “Aryan”-Tattoo am Hals dort einen Versandhandel mit rechtem Merchandising. Nebenbei tritt Frenck auch als Konzert-Veranstalter auf. 2017 organisierte er eines der europaweit größten Rechtsrock-Treffen mit Tausenden Besuchern. (…) SPIEGEL-Recherchen zeigen, dass der Neonazi – anders als bisher vielfach berichtet – immer noch nicht der Eigentümer der Gaststätte ist. Das geht aus der Grundbuchakte hervor, die dem SPIEGEL vorliegt.
Grund für das Gezerre um die Immobilie nach Aktenlage: Als 2014 bekannt wurde, dass Frenck das Gebäude kaufen will, versuchte die Kommune, genauer gesagt die Verwaltungsgemeinschaft Feldstein, dies zu verhindern. Sie machte ein Vorkaufsrecht mit Verweis auf Denkmalschutz geltend. Seitdem läuft ein Verfahren am Verwaltungsgericht Meiningen. Ein Sprecher bestätigte das Verfahren, wollte sich aber nicht weiter dazu äußern. Denkmalschutz als Knackpunkt Im September soll nun voraussichtlich nach mehr als vier Jahren das Urteil fallen. Folgt das Gericht der Gemeinde, müsste Frenck aus dem Gebäude raus – es wäre ein Schlag gegen die rechtsextreme Szene. Schließlich fiele dann nicht nur ein wichtiger Ort für Treffen und Konzerte weg. Frenck verlöre auch die Einnahmen aus seinem Restaurantbetrieb. “Ich bin zuversichtlich, dass ich vor Gericht Recht bekomme”, sagt Frenck auf SPIEGEL-Anfrage. “Wenn ich verliere, gehe ich in die nächsten Instanzen, bis nichts mehr geht.” Wie wichtig der Neonazi und sein Umfeld für die rechte Szene sind, belegen die Veranstaltungszahlen aus dem vergangenen Jahr, die die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen gezählt hat: Im kleinen Ort Kloster Veßra fanden vier Rechtsrock-Konzerte und sechs Liederabende statt. In der benachbarten Stadt Themar, die zu Frencks Einzugsbereich zählt, waren es elf Liederabende und eine rechtsextreme Großveranstaltung mit mehr als 2000 Besuchern. Für dieses Jahr sind bereits mehrere Veranstaltungen angekündigt. Damit könnte bald Schluss sein. Knackpunkt der gerichtlichen Auseinandersetzung wird die Frage sein, ob das Gebäude des Gasthauses tatsächlich von Amt für Denkmalschutz als schützenswert eingestuft wird. In den Grundbucheinträgen erklärt die Gemeinde ihren Vorkauf damit, dass es sich um ein Kulturdenkmal handle und es bedeutend für die Orts- und Regionalgeschichte sei.

via spon: Thüringens Neonazi-Hotspot vor dem Aus?

“#Fremdenfeindlichkeit und #Geschichtsrevisionismus haben Fuß gefasst”

Vor dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau häufen sich antisemitische Vorfälle. Zudem machen Neonazis auf dem Max-Joseph-Platz eine Kundgebung mit 20 Teilnehmern, um an einen Holocaust-Leugner zu erinnern. Die Häufung mag dem Zufall geschuldet sein – doch eine ganze Reihe antisemitischer Vorfälle im zeitlichen Zusammenhang mit dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau lässt aufhorchen. Trauriger Tiefpunkt ist die Schändung eines Mahnmals für deportierte und ermordete Juden an der Obermenzinger Kirche “Leiden Christi”. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt, nachdem Unbekannte dort während der Osterfeiertage SS-Runen mit weißer Farbe angebracht hatten. Es ist ein “gebeugter, leerer Stuhl”, den die Künstlerinnen Blanka Wilchfort und Marlies Poss im Jahr 2016 an der katholischen Pfarrkirche aufgestellt haben. Die Stahl-Skulptur besteht aus einem leicht nach vorne gekippten Stuhlobjekt auf verlängerten Füßen mit einer Höhe von 4,50 Metern. “Die Schieflage der einstigen – nun mehr leeren – Sitzfläche symbolisiert die Vertreibung beziehungsweise Vernichtung der Opfer, deren Platz danach leer blieb”, so die Künstlerinnen. Auf dem Sockel der Skulptur erinnert eine Inschrift an die vertriebenen, deportierten und ermordeten jüdischen Bürger aus Obermenzing. Dort haben die mutmaßlich neonazistischen Täter ihr Erkennungszeichen hinterlassen: die Doppel-Sigrune der SS in weißer Sprayfarbe, 20 auf 20 Zentimeter groß. Das Staatsschutzkommissariat der Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Hinweise von Zeugen (Telefon 089/2910-0).
Am 29. April vor 74 Jahren befreiten US-amerikanische Truppen die Überlebenden des Konzentrationslagers Dachau. Erst am Mittwoch hatte die Leiterin der Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Dachau, Gabriele Hammermann, der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass ihre Einrichtung zuletzt verstärkt das Ziel verbaler Angriffe gewesen sei. “Fremdenfeindlichkeit und Geschichtsrevisionismus haben in Teilen der Gesellschaft Fuß gefasst”, urteilt Hammermann.
Rechtsextreme provozieren am Platz der Opfer des Nationalsozialismus
Neonazis und andere rechte Gruppierungen nutzen diesen Rechtsruck für gezielte Provokationen. So trafen sich am Donnerstagabend auf dem Max-Joseph-Platz 20 Demonstranten zu einer Kundgebung, um an einen Holocaust-Leugner zu erinnern. Aufgerufen hat dazu auch die rechtsextreme Splittergruppe “Der dritte Weg”, die am Montag mit einem Plakat (“Reserviert für Volksverräter”) ausgerechnet am Platz der Opfer des Nationalsozialismus provozierte. Die Grünen und die Linke erstatteten Anzeigen bei der Polizei. Das Kreisverwaltungsreferat hat zudem ein Bußgeldverfahren “wegen Belästigung der Allgemeinheit” eingeleitet.
Harsche Kritik mussten am Donnerstag die Betreiber des “Backstage” für ihr Programm einstecken. Am 1. Mai sollten dort zwei polnische Bands auftreten, die dem Umfeld der rechtsradikalen, in Teilen antisemitischen NSBM-Szene zugerechnet werden. Das Kürzel steht für National Socialist Black Metal. Das Linke Bündnis gegen Antisemitismus forderte den Hallenbetreiber in einem offenen Brief auf, das Konzert der Bands “MGLA” und “Deus Mortem” abzusagen. Einer der Musiker habe etwa mit seiner früheren Band “Leichenhalle” Songs veröffentlicht mit Titeln wie “Judenfrei” oder “Jerusalem in Flames”, ein anderer sei ebenfalls Mitglied einer Band, die gegen Juden hetzt.

via sz: “Fremdenfeindlichkeit und Geschichtsrevisionismus haben Fuß gefasst”

“Sage Nein!”: Musikvideo gegen Rassismus geht viral – dank prominenter Unterstützung

Der junge Dresdner Musiker Ezé Wendtoin coverte den Konstantin-Wecker-Klassiker “Sage Nein!”. Im Videoclip dazu sind zahlreiche bekannte Gesichter zu sehen – unter anderem die von Atze Schröder, Micky Beisenherz oder Raul Krauthausen. Der Song “Sage Nein!” von Konstantin Wecker ist mehr als 25 Jahre alt. “Wenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazi-Lieder johlen, über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen”, heißt es darin, “dann steh auf und misch dich ein – sage Nein!” Und heute klingen diese Zeilen aktuell wie nie zuvor. Leider. Um das eindringliche Lied mit der wichtigen Botschaft auch einer jüngeren Generation bekannt zu machen, wurde es nun vom Dresdner Musiker Ezé Wendtoin gecovert. Nachdem er das Video dazu auf Facebook postete, explodierten die Abrufzahlen über Nacht. Die Botschaft kam an.
Mehr als 9000 Menschen teilten das Video
Wendtoin, der mit Liedermacher Konstantin Wecker persönlich befreundet ist, konnte für den Clip zahlreiche bekannte Mitstreiter gewinnen, die einzelne Zeilen im Playback-Stil mitsingen. Comedian Atze Schröder ist zu sehen, Aktivist Raul Krauthausen, der sich für Menschen mit Behinderungen einsetzt, Autor und Moderator Micky Beisenherz, Viva-Legende Nilz Bokelberg und Schauspieler Kida Ramadan (“4 Blocks”). Und das ist nur ein kleiner Teil der prominenten Besetzung. Auch Konstantin Wecker selbst hat einen Auftritt im Clip. Um Promo für sich selbst oder seine Arbeit geht es bei diesem Song aber weder dem 34-jährigen Sänger, der selbst aus Burkina Faso stammt, noch allen Beteiligten, die im Video mitspielen. Viel mehr wollen sie aufrufen, sich rechtem Gedankengut entschlossen entgegenzustellen und Position zu beziehen. “SAGE NEIN! Gegen Rassismus, Sexismus, Patriarchat, Hetze, Hass und Nazis! Jetzt erst Recht! Aufstehen und Haltung zeigen”, schreiben die Macher im Beschreibungstext über das Lied.

via stern: “Sage Nein!”: Musikvideo gegen Rassismus geht viral – dank prominenter Unterstützung

RechtsRock-Konzert zu Ehren Adolf Hitlers in Norditalien

Am Osterwochenende veranstaltete die italienische Neonazi-Organisation «Veneto Fronte Skinheads» (VFS) über zwei Tage ein RechtsRock-Konzert in Norditalien unter dem Motto „Defend Europe“. Zum Auftakt des Wochenendes versammelten sich am Freitagabend bereits etwa 600 Neonazis in der kleinen Gemeinde Sanguinetto in der Provinz Verona. Band-Mitglieder der am Folgetag angekündigten Acts, boten den europaweit angereisten Neonazis dort eine Akustik-Show samt DJ-Set. Am Samstag begann das Hauptkonzert bereits um 14 Uhr. Über 2.000 Neonazis feierten Adolf Hitlers 130. Geburtstag, ungestört von Polizei und Behörden, in einem öffentlichen Gebäude mitten im Zentrum der Kleinstadt Cerea. Auf der Bühne standen namenhafte RechtsRock-Bands aus Australien, Schweden, Spanien, Italien, Polen und England. Auch die deutsche Band «Sleipnir» trat auf. Dementsprechend international war auch das Publikum. Nachweislich folgten der Einladung Neonazis aus Österreich, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, Kroatien, Ungarn, Irland, Polen, der Schweiz, Spanien, Griechenland, Bulgarien, England und sogar aus Brasilien. Die wohl größte Gruppe aus dem Ausland stellten mehrere hundert Neonazis aus Deutschland. Allein über 30 Autos mit deutschen Kennzeichen konnten vor Ort gezählt werden. Weitere Neonazis traten die Reise mit dem Flugzeug an.
Sebastian Reiche (links im Bild) Neben den «Veneto Fronte Skinheads» als Hauptorganisatoren, waren dutzend andere Neonazi-Gruppierungen anwesend. Darunter «Blood & Honour» (B&H), «Combat 18», wie auch unterschiedliche Ableger der «Hammerskins». Schon seit etlichen Jahren reisen u.a. sächsische Neonazis aus dem 2000 in Deutschland verbotenen Netzwerk von B&H, zu den Events der VFS.
Am vergangenen Wochenende konnte u.a. der Dresdner Neonazi Sebastian Reiche als Besucher ausgemacht werden, wie auch der Chemnitzer Yves Rahmel. Während Reiche als exponierte Person für B&H im Dresdner Land aktiv war und später dem Umfeld der militanten Kameradschaft «Skinheads Sächsische Schweiz» angehörte, galt Rahmel als Führungsfigur von B&H in Chemnitz. Als Drahtzieher des Labels «PC Records» unterhält er bis heute beste Kontakte zu Neonazis in der ganzen Welt. Dass er auf dem Konzert in Italien einen Verkaufsstand betrieb liegt nah. Zumal auch Steve Geburtig vor Ort war, der offiziell für das Label verantwortlich ist. Zum «Defend Europe»-Konzert in Norditalien brachte Rahmel ein Kind mit – vermutlich seine kleine Tochter. Yves Rahmel mit Kind beim «Defend Europe»-Konzert in Norditalien Auch andere Neonazis besuchten mit ihren Kindern die Veranstaltung, auf der unentwegt Hitlergrüße gezeigt und etwa T-Shirts getragen wurden, auf denen das Konterfei Adolf Hitlers oder das Hakenkreuz zu sehen waren. Die Tochter eines angereisten deutschen Neonazis trug darüber hinaus selbst ein T-Shirt mit der Aufschrift „Blood & Honour“. Neonazis aus Österreich mit «Blood & Honour Central Europe Division»-Shirts Auch eine Gruppe Neonazis aus Österreich präsentierte sich in T-Shirts mit der Aufschrift «Blood & Honour Central Europe Division». Sie brachten Kisten gefüllt mit T-Shirts mit, die u.a. für 25 Euro für den Weiterverkauf gedacht waren. In der Gruppe befand sich auch Sandra Grischenig aus Hohenems, die dem B&H-Ableger in Vorarlberg zugerechnet wird. Bereits beim «ISD Memorial» 2015 trugen Personen aus Grischenigs Allgäuer Freundeskreis T-Shirts mit dem Namen des B&H-Ablegers «Central Europe Division» – offensichtlich eine Codierung für das Netzwerk in Deutschland und Österreich.

via exif: RechtsRock-Konzert zu Ehren Adolf Hitlers in Norditalien

Hitler-Feier mit deutscher Beteiligung

Mehrere Hundert europäische Neofaschisten haben in Italien den Geburtstag Adolf Hitlers begangen – ungestört von Polizei oder Demonstranten. Das ließen sich auch deutsche Rechtsextreme nicht entgehen. Kahl rasierte Männer, auf schwarzen T-Shirts steht „HKN KRZ“ – Hakenkreuz. Groß gewachsen und tätowiert, sie laufen nachts auf einer kaum befahrenen Dorfstraße im Nordosten Italiens, vorbei an etlichen geparkten Autos. Das verschlafene Bauerndorf Sanguinetto hat schon bessere Zeiten gesehen. Weitab von großen Städten zieht es Hunderte Neonazis aus ganz Europa in die Veranstaltungshalle des Ortes, das Mamma Mia. Es ist Karfreitag, der 19. April, die Nacht zum Geburtstag von Adolf Hitler. Vierzig Kilometer südlich der Stadt Verona und knapp hundert Kilometer westlich von Venedig findet ein Neonazikonzert im Nirgendwo statt. In Deutschland gilt zur selben Zeit ein Tanzverbot. Für den Samstag ist eine weitere Veranstaltung geplant. Das Konzert wurde im Internet vom international organisierten Netzwerk Blood and Honour beworben. Deutsche Rechtsrockfans hatten über Chatgruppen Fahrgemeinschaften nach Italien gebildet. Der genaue Ort war bis zuletzt geheim gehalten worden. Um ihn zu erfahren, sollten Besucher einen Schleusungspunkt anfahren, eine Tankstelle an der Schnellstraße von Verona. Dort gab es die Adresse. Bei konspirativ organisierten Neonazikonzerten ist das üblich. Neonazis nutzen Schleusungspunkte, um sich vor Journalisten und Polizei zu verstecken. Doch das ist diesmal nicht nötig. Die Polizei hat eine Station nur 200 Meter neben dem Gelände. Polizisten sind keine zu sehen. An den Kreuzungen im Ort stehen Wachposten der Rechten. Kein Gegenprotest. Rund 250 Neonazis treffen sich völlig ungestört.
Organisiert hat das Fest die Gruppe Veneto Fronte Skinheads (VFS). Die über vierzig Jahre alte Organisation steht Blood and Honour und den Hammerskins nahe. Gruppenmitglieder reisen durch ganz Europa, nehmen an Demonstrationen teil und halten auch in Deutschland ihre Reden.
Vor dem Parkplatz des Mamma Mia steht ein Schild mit dem Slogan der Konzerte: „Defend Europe“. Der Spruch gehört zum Markenkern der Identitären Bewegung, auch andere Rechtsextreme nutzen ihn. Am Straßenrand leuchten Kennzeichen aus Nordsachsen und Oberbayern auf. Die meisten Besucher aber sind Italiener. Faschisten und Neonazis, Mitternacht werden sie auf Hitler anstoßen. Sie brüllen „Sieg Heil“, Musik spielt. Karsamstag: Eine Messehalle für den Führer Am Samstagmorgen parkt nur noch ein Offroad-Lkw mit Freisinger Kennzeichen vor dem Mamma Mia. Oberkörperfreie bayerische Neonazis sitzen davor und frühstücken. Alle anderen sind abgereist. Über eine anonyme Telefonnummer ist zu erfahren: Das große Konzert zum Hitler-Geburtstag findet in der 17.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Cerea statt, ganz in der Nähe. (…) Am Haupteingang der Konzerthalle stehen um die dreihundert Neonazis. Im Inneren sind es wohl weit über tausend, wie Bilder zeigen. Immer wieder urinieren Betrunkene an die Glasfassaden der großen Veranstaltungsgebäude. Die Anwohner müssen den Anblick ertragen.
Dazu kommen Schlagzeugtrommeln, Bassgitarren und das Gebrüll. Die Rufe „HooNaRa! CFC! Chemnitzer FC!“ dröhnen aus der Halle. Die deutsche Band Sleipnir spielt. Wenig später grölt die Band: „Ohohoh, wir sind Patrioten! Wir sind die Patrioten!“ Zwischendurch hört man ein deutliches „Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!“ aus dem Publikum. Der Schlachtruf „HooNaRa“ ist bemerkenswert: Die Abkürzung steht für „Hooligans, Nazis, Rassisten“. Die braune Fangruppe des Chemnitzer Fußballclubs hatte sich nach dem Tod ihres Anführers 2007 offiziell aufgelöst. Gegen Folgevereinigungen von HooNaRa laufen Terrorermittlungen. Chemnitz spielt eine Schlüsselrolle für die deutsche Neonaziszene, das Kerntrio der Terrorgruppe NSU konnte dort Ende der Neunzigerjahre untertauchen. Vergangenes Jahr kam es in der Stadt an mehreren Tagen zu rassistischen Ausschreitungen.

via störungsmelder: Hitler-Feier mit deutscher Beteiligung

Pussy Riot Member Veronika Nikulshina Arrested in Moscow

She and two other people were reportedly taken into custody en route to an awards ceremony. Pussy Riot member Veronika Nikulshina has been taken into police custody in Moscow, their representative confirms to Pitchfork. As of press time, she is still in custody, along with Alexey Yershov and Maxim Karnaukhov, who head the Russian theatre company Teatr. Na Vynos. Pussy Riot issued the following statement to Pitchfork: Right at the exit from their apartment Nika, Alexey and Maxim were arrested before going to the “Golden Mask” theatre award at the Bolshoi theatre, the main theatre award in Russia where all 3 were officially nominated and invited. Police said they need to take them them in for a certain check up.
Nikulshina was among the Pussy Riot members who stormed the field in protest during the 2018 World Cup finals in Moscow.

via pitchfork: Pussy Riot Member Veronika Nikulshina Arrested in Moscow

Tocan el domingo 14 de abril en Niceto Club – Pussy Riot: “No somos un grupo, somos un movimiento”

La rusa Nadya Tolokonnikova anticipa la primera visita al país de la poderosa banda punk feminista que puso en evidencia la falta de libertades en su país. Nadya Tolokonnikova, integrante de Pussy Riot, la agrupación rusa llega a Buenos Aires por primera vez. Para el VAR: la final de “El perro del millón” de Guido Kaczka estuvo llena de polémicas y denuncias
Para el VAR: la final de “El perro del millón” de Guido Kaczka estuvo llena de polémicas y denuncias Ángela Torres, dura con Juan Darthés: “Hoy ya no puedo ver escenas de Simona” Tres activistas. Dos años en prisión. Un arresto que causó conmoción internacional. La carrera de Pussy Riot es la permanente cuenta regresiva de un nuevo estallido, y va más allá de la música provocadora y enérgica que reactivó la llama rebelde del punk. Cada recital, acto y nueva canción del grupo refleja una actitud vital y movilizadora, un activismo político y social que las llevó a contar con inesperados aliados en todo el mundo, desde Madonna y Paul McCartney hasta el candidato Bernie Sanders y los movimientos anti-Trump en Estados Unidos. Desde 2011, Nadya Tolokonnikov, Masha Alyokhina y Katya Samutsevich revolucionaron la escena artística de Rusia con sus canciones, performances, recitales y manifiestos. Tras el sonoro arresto por cantar en una catedral en contra del presidente Vladimir Putin, fueron juzgadas y condenadas a la cárcel. Las soltaron después de 21 meses, y desde entonces siguen lanzando canciones de descarga gratuita, tocando en vivo y editando libros con su experiencia. Y ya es notorio que aparecieron en la serie House of Cards y que expusieron en el MoMa.

via clarin: Tocan el domingo 14 de abril en Niceto Club – Pussy Riot: “No somos un grupo, somos un movimiento”