Rechte Schulhof-CD kommt aus Chemnitz

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Hetzlieder wurden hier produziert
Verfassungsschützer schlagen Alarm: Neue, rechtsradikale „Schulhof-CDs“, offenbar vom einschlägig bekannten Chemnitzer Label „PC Records“, sind aufgetaucht. Bürgerrechtler und Behörden befürchten, dass die einheimische CD auch an Chemnitzer Schüler verteilt werden soll. Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden ermittelt.

Totenköpfe, Monster und die Farben des Deutschen Reiches zieren das Cover. Neonazi-Szene- Bands wie „Racial Purity“ („Rassische Reinheit“) oder „White Fist“ („Weiße Faust“) singen Hetzlieder. „Ein Lied ist dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß gewidmet. Eine Ansprache fordert die Schüler auf, sich bei ,PC Records‘ zu melden“, sagt Johannes Enke (28) von der „Aktion Zivilcourage“ in Pirna. Die CDs waren an zwei dortigen Schulen verteilt worden. Auf deren Rückseite ist das Logo der Chemnitzer „PC Records“ abgebildet.

siehe auch: Neue rechtsextreme Schulhof-CD entdeckt. Lehrer des Pirnaer BSZ für Technik bemerken drei derartige Tonträger. Am 5. Juni ist im sächsischen Pirna eine neue rechtsextreme Schulhof-CD am Berufsschulzentrum für Technik (BSZ) aufgetaucht. Lehrer und Schulleiter bemerkten drei Exemplare bei Schülern. Das Motto diesmal: “60 Minuten Musik gegen 60 Jahre Umerziehung”; Lehrer des Berufsschulzentrums Technik entdecken rechtsextreme Schulhof-CD. Gestern wurde eine neue rechtsextreme Schulhof-CD am Berufsschulzentrum für Technik (BSZT) in Pirna-Copitz entdeckt. Dank der großen Aufmerksamkeit der Lehrer und des Schulleiters des BSZT wurde die CD bei Schülern bemerkt. „Wir haben sofort erkannt, dass diese CD nichts an einer Schule zu suchen hat“, sagte Peter Baldauf, Sozialarbeiter am Berufsschulzentrum. Die Kriminalpolizei wurde informiert und leitete die CD zur rechtlichen Prüfung weiter; Juni 2007 “Schulhof CD – 60 Minuten Musik gegen 60 Jahre Umerziehung”. So der Titel einer aktuellen “Schulhof-CD”. Dem “Forum für Musik, Kultur, Gegen Rechtsrock (Turn it down!)” zufolge ist vor einigen Tagen im Landkreis Sächsische Schweiz an mehreren Schulen eine neue rechte “Schulhof-CD” in Umlauf gebracht worden. Produziert wurde der Tonträger vermutlich von dem rechten Szene-Label “PC Records” aus Chemnitz. “PC Records” verfügen zu dem Label über ein Ladengeschäft und einen Internetversand mit Vernetzungsstrukturen (Termine, Forum, Kontakte). Die Inhalte der CD umfassen eine gesprochene Einleitung mit rechter Argumentationsweise über “das System”, Musik rechter Szene-Gruppen und “Das Lied der Deutschen” mit allen drei Strophen. Ein Lied ist Rudolf Heß gewidmet.

Anm. dokmz: Schon für die verbotene Neonazi-CD “Anpassung ist Feigheit”, die erste der so genannten Schulhof-CDs, kamen überdurchschnittlich viele Unterstützer aus Sachsen – darunter war auch PC Records; siehe Razzia im Club 14

Rechter “Bayerntag” vor dem Aus?

redok – Rechter “Bayerntag” vor dem Aus?
Das landesweite Sommerfest der bayerischen NPD am nächsten Samstag in Schmidgaden (Landkreis Schwandorf) scheint vor dem Aus zu stehen. Das Landratsamt Schwandorf stellte der Partei einen Ablehnungsbescheid zu. Bereits seit dem Februar war Schmidgaden als Veranstaltungsort für den NPD-“Bayerntag” genannt worden. Lange verhielt sich die NPD selbst zugeknöpft, erst vor kurzem kündigte sie die rechtsextreme Fete für den “Landkreis Schwandorf” an. Zu der Veranstaltung erwartet die NPD etwa 1.000 Besucher, die sich an Musikgruppen wie etwa “Weißer Rückschlag” oder dem notorischen “Liedermacher” Frank Rennicke erfreuen sollen. Stattfinden sollte das NPD-Fest auf einer Wiese von einem Hektar Fläche nahe einem Gewerbegebiet. Die Gemeinde von knapp 3.000 Einwohnern kündigte an, sich gegen die Veranstaltung wehren zu wollen. Das zuständige Landratsamt Schwandorf verlangte von der NPD für die Prüfung des Veranstaltungs-Antrages eine Gebühr von 300 Euro. Bis zum vorgegebenen Fälligkeitstermin Ende Mai zahlte die NPD jedoch nicht – das Landratsamt sah damit keinen Anlass, die Angelegenheit weiter zu bearbeiten.

siehe auch: Sommer, Sonne, Nazifest? [16.6NPD-Bayerntag]. Am Samstag, dem 16. Juni 2007, will die NPD ein großes Sommerfest im Landkreis Schwandorf veranstalten. Natürlich organisieren AntifaschistINNEN Protest. Im folgenden Artikel geht es um die Hintergründe zum NPD-Bayerntag
Die bayrische NPD plant im oberpfälzerischen Schmidgaden im Landkreis Schwandorf den, dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindenden, „NPD-Bayerntag zu veranstalten. Wie jedoch gestern bekannt wurde, stellte das Landratsamt Schwandorf der NPD einen förmlichen Ablehnungsbescheid zu, gegen den die Partei jedoch bereits Widerspruch eingelegt hat (vgl.
http://www.redok.de/content/view/715/36/). Allerdings mobilisiert die NPD auch heute noch auf den Landkreis Schwandorf, was Rückschlüsse darauf zulässt, dass das Parteitreffen, zudem von der neonazistischen Partei bis zu 1000 Nazis erwartet werden, doch noch in Schwandorf stattfindet oder die Partei ein Ausweichgelände im Landkreis vorweisen kann.

Aktuelle Infos zum NPD-Bayerntag unter NoBayernTagnobayerntag

Nach Neonazi-Konzerten: Pächter hört auf

newsclick.de – Braunschweiger Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Salzgitter-Zeitung – Nach Neonazi-Konzerten: Pächter hört auf
Kleingartenverein beugt sich öffentlichem Druck und verlängert Vertrag mit Gastwirt nicht

Zweimal seit dem vergangenen Herbst hatte sich die rechte Szene aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Ruhrgebiet zu einem Konzert in der Gaststätte des Kleingartenvereins Am Hamberg in Salzgitter-Bad getroffen. Jetzt hört das Pächter-Paar Kirsten Uhrbach und Glen Rustemeyer, das diese Treffen ermöglicht hatte, auf. (…) 340 Skinheads und andere Fans hatten sich am Abend des 10. Februar zu einem Konzert von sieben Bands mit rechtsextremem Hintergrund getroffen. Gastgeber war der führende Kopf der so genannten Kameradschaft Salzgitter gewesen, der im Oktober bereits eine ähnliche Feier in der Gaststätte durchgezogen hatte. Beim ersten Treffen der rechten Szene waren 60 Polizeikräfte vor Ort, im Februar 150 Beamte.

Schule feuerte den Nazi-Lehrer

Hamburger Morgenpost – www.mopo.de – Nachrichten Hamburg Politik – Schule feuerte den Nazi-Lehrer
»Rechtsextreme Gesinnung passt nicht zu unserem christlichen Menschenbild«

Der öffentliche Druck hat schnell gewirkt: Der rechtsextreme Lehrer Jochen S. muss sich einen neuen Job suchen. Die katholische Schule in Farmsen hält ihn für untragbar und entließ ihn. Seine Ehefrau, die NPD-Lehrerin Karin S. (46) aus Wandsbek, wird ebenfalls ab sofort keine Grundschüler mehr unterrichten. Die Bildungsbehörde hat sie mit sofortiger Wirkung in den “Innendienst” versetzt. Dort kann sie in Zukunft bei der Aktenablage ihr geliebtes Horst-Wessel-Lied summen. (…) Da die resolute Frau S. nur einen befristeten Vertrag bei der Stadt Hamburg hat, muss man ihr auch nur befristet einen anderen Arbeitsplatz zuweisen.
Jochen S. wird seine Schüler der katholischen Grundschule Farmsen auch nicht wiedersehen. “Die rechtsextremistische Gesinnung von Jochen S. ist mit unserem christlichen Menschenbild nicht zu vereinbaren”, erklärt der Vorsitzende der Kirchengemeinde, Monsignore Peter Mies, die Entscheidung, den Lehrer zu entlassen.

siehe auch: Rechtsextreme Lehrerin darf nicht mehr unterrichten. Die Hamburger Schulbehörde hat eine Musikpädagogin mit NPD-Parteibuch vom Unterricht an einer Grundschule freigestellt. Es sei “kurz- und mittelfristig mit einer Gefährdung des Schulfriedens zu rechnen”, sagte ein Behördensprecher; Rechtsextreme Lehrerin darf nicht mehr unterrichten. Die Hamburger Schulbehörde hat eine Musikpädagogin mit NPD-Parteibuch vom Unterricht an einer Grundschule freigestellt. Es sei “kurz- und mittelfristig mit einer Gefährdung des Schulfriedens zu rechnen”, sagte ein Behördensprecher; Rechtsextremes Ehepaar unterrichtet Grundschüler. Hinweise aus der Innenbehörde und vom Amt für Verfassungsschutz hatte es angeblich schon vor Monaten gegeben. Die Hamburger Schulbehörde, hieß es da, habe wohl ein faules Ei im Nest. Eine Lehrerin an der Grundschule Buckhorn im Stadtteil Volksdorf sei Mitglied in der rechtsextremen NPD, sogar für den Bundestag habe die Dame schon kandidiert. Tatsächlich findet sich der Name von Karin S., 46, auf den Wahlzetteln zur Bundestagswahl 2002 – damals segelte sie noch unter der Fahne der Republikaner, während sie schon seit 1992 Hamburger Grundschülern Musikunterricht gab. Seit Dienstag ist damit Schluss: Die Schulbehörde hat der rechtsextremen Lehrerin schriftlich mitgeteilt, sie brauche nicht mehr zum Unterricht erscheinen; sie werde versetzt. Auch ihr Ehemann Jochen S. ist seit dieser Woche öfter daheim. Der Lehrer an der Katholischen Grundschule Farmsen gehört der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft “Chattia Friedberg” an. Die Katholische Schulaufsicht hat ihn freigestellt.

Lehrerin ist NPD-Mitglied. Karin S. (46) ist rechtsextrem und unterrichtet Grundschüler

Ermittlung gegen «Ex»-Neonazi Kunz

Ermittlung gegen «Ex»-Neonazi Kunz – Aktuell – Sonntagsblick – Blick Online
«Ich steige aus», behauptete Neonazi-Führer Sacha Kunz (28) vor einem Jahr. Ein Konzertauftritt im aargauischen Oberentfelden lässt nun Zweifel aufkommen. (…) Wegen seines äusserst sadistischen Inhalts ist das Lied in Deutschland seit Jahren verboten. «Wir sind an diesem Abend von Sacha Kunz überrumpelt worden», sagt Tom S.*, der Schlagzeuger der Begleitband. Den Drummer schüttelt es heute noch: «Es war ein Fehler, ihn mit diesem menschenverachtenden Song auftreten zu lassen. Dazu hat er nach seinem Auftritt im Lokal noch rechtsextreme Sprüche von sich gegeben.» Erstaunlich: 2006 behauptete Sacha Kunz, langjähriger Führer der Rechtsextremen in der Schweiz, aus der Neonazi-Szene ausgestiegen zu sein. Über seinen Ausstieg gab der sonst medienscheue Kunz bereitwillig Auskunft.

Brandanschlag auf PDS-Gebäude Oranienburg

[inforiot] alternative termine & news für brandenburg – Brandanschlag auf PDS-Gebäude Oranienburg
Erst marschieren am vergangenen Wochenende gut 80 Neonazis – erstmalig seit 1990! – mit einer Spontandemo durch Oranienburg, dann verüben lokale Rechtsextreme einen Brandanschlag auf das Kreistagsbüro der PDS. Es scheint auf den ersten Blick zu überraschen, dass sich der Rechtsextremismus in Oranienburg plötzlich so offensiv und in letzterem Fall unverhohlen gewalttätig zeigt.

Letztlich ist die Gewalttat aber nur die traurige Spitze eines wieder zunehmend organisierten und selbstsicherer auftretenden Neonazismus in der Stadt. Hinter dem Brandanschlag steckt als “Drahtzieher” der Oranienburger Patrick Schulz, der als aktives Mitglied bei der Kameradschaft „Sturm Oranienburg“ mitwirkte. Erstmals seit Jahren konnte sich mit dieser Formierung wieder eine waffenhortende Kameradschaft in Oranienburg bilden. Schulz ist einschlägig vorbestraft und arbeitete zeitweilig für den rechtsradikalen West-Versand, der Nazi-Devotionalen über das Internet verkauft.

rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken

de.indymedia.org | rechtes Blackmetalkonzert in Mittelfranken
Am kommenden Samstag, den 9. Juni 2007, soll im mittelfränkischen Gremsdorf in der Gaststätte Göb (Hauptstr. 14, 91350 Gremsdorf) ein Konzert der rechtsradikalen Blackmetallbands “Absurd”, “Blessed in Sin”, “Finis Gloria Dei” und “Funeral Winds” stattfinden.Es reicht!!!

Seit vielen Jahren finden in der Gaststätte Göb in Gremsdorf (Mittelfranken) Veranstaltungen rechtsradikaler Vereine/Parteien und Rechtsrockkonzerte statt. Im Januar 2004 spielte die rechtsextreme Band “Absurd” das erste mal dort auf. Ihr zweites Konzert gaben “Absurd” im Februar 2005 in Gremsdorf vor 140 Gästen. Mai 2004 spielten drei rechte Bands bereits vor einem Publikum von 250 Personen. Aber auch rechtsradikale Vereinigungen nutzen die Gaststätte für Veranstaltungen: Die “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V.” hielt im März 2005 ihre Jahresversammlung in Gremsdorf ab. Dessen nicht genug veranstaltete die bayerische NPD ihren Landesparteitag im Mai 2005 in der Gremsdorfer Gaststätte.
Dem Betreiber der Gaststätte, Herrn Göb, wurden von seiten der Lokalpolitik mehrere wirtschaftlich interessante Angebote gemacht, die er allerdings immer ausschlug. Das Argument, er sei auf die Erträge aus der Saalmiete angewiesen, hat sich damit auch erledigt. Es geht ihm nicht ums Geld sondern um die Unterstützung von Nazis; seien es die Anzugträger von der NPD, Skinheads oder Blackmetaller!

“So etwas wird uns nie wieder passieren”

newsclick.de – Braunschweiger Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Salzgitter-Zeitung – “So etwas wird uns nie wieder passieren”
Rechtsextreme Band tritt im Vereinslokal der Kleingartensparte Ernteglück auf: Vorstand der Sparte reagiert sofort deutlich
Im Rosenweg blühen Rhododendron und Lilien. Die Kleingarten-sparte “Ernteglück” ist das Feierabend-Paradies für 102 Wolfsburger. Jetzt ist die Freude getrübt. Seit am Wochenende unweit des Idylls Musik dröhnte, die man hier noch nicht gehört hat, und Texte zu vernehmen waren, die irgendwie nicht richtig klingen, ist in der Sparte der Wurm drin. (…) Am Samstag haben gut 250 radikale Fußball-Anhänger, so die offizielle Bezeichnung für Hooligans, im Vereinslokal der Sparte “Ernteglück” gefeiert. Aufgetreten ist eine Band, die “eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen ist”, bestätigt Polizeichef Hans-Ulrich Podehl den WN.

Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg

Anti-Nazi Media Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg «
Neo-Nazis in neuem Gewand – Bsp. Spremberg
Inhaltlich sind immer noch menschenverachtenden Ideologien verhaftet, die Szene bedient sich aber moderner Mittel und Moden. Das Ziel ist offenbar eine rechtsextreme Gegenkultur. Neo-Nazis versuchen die Freizeitkultur der Jugendlichen zu erobern. Dabei spielen Musik und Internet eine große Rolle. In vielen Regionen ist ein „rechter Lifestyle“ mit Konzerten, Läden und Festen entstanden. (Link zu Videobeitrag)

Gays March In Latvia Under Heavy Police Guard

Gay News From 365Gay.com: Gays March In Latvia Under Heavy Police Guard
Latvian gays marched in the capital city of Riga on Sunday under the watchful eyes of police who last year were accused of doing nothing while gays were attacked by extremists. Sunday’s parade was held in a park that had been fenced in to prevent a repeat of last year’s counter protest. Inside the enclosure several hundred gays – some from other European Union countries – marched along a roadway that ran in a circle inside Vermanes Park. (…) Outside the perimeter almost as many people staged a noisy demonstration against LGBT civil rights. Later in the day the anti-gay groups – skinheads, extreme nationalists, neo-Nazis and churchgoers – held a concert billed as pro-family.

siehe auch: Homosexuelle in Osteuropa. Von Normalität weit entfernt. In Lettland feiern Lesben und Schwule ihre Parade unter Polizeischutz. Die Gegner organisieren ein buntes Festival mit Bands und Luftballons – und dem Motto “Die Welt gegen Homosexualismus”. (…) Denn während die Polizei den Vermanes Park abriegelt, veranstalten die Gegner ein Familienfest auf der anderen Seite der Altstadt. Das Motto prangt in riesigen Lettern auf der Bühne: „Die ganze Welt ist gegen die homosexualistische Propaganda. Und du?“ Der Begriff “Homosexualismus” stammt aus der Sowjetzeit und wird gern benutzt, um eine vermeintliche Nähe zu Alkoholismus und Drogenkonsum zu konstruieren. Die Zeitung Ritdiena hat das Festival organisiert und unzählige T-Shirts und Aufkleber drucken lassen. Es kommt zu skurrilen Szenen: Kinder im Grundschulalter betteln ihre Eltern um Süßigkeiten an und stecken in Hemden mit dem Schriftzug: “Die ganze Welt und Ritdiena ist gegen Schwule. Ich bin es auch.” Kleine Jungen und Mädchen mit schwulenfeindlichen Slogans – das prägt das Stadtbild an diesem warmen Sonntag im Juni. Teenager haben sich die Aufkleber auf ihre Skateboards geklebt und zucken nur mit den Achseln, wenn man nach dem Warum fragt.
Memorandum des lettischen Volkes – Homophobie ist in Lettland weit verbreitet. Der Erzbischof von Riga, Kardinal Janis Pujats beschuldigt die Homosexuellen, den Tod der lettischen Nation herbeizuführen: “Ein verfaulter Apfel reiche aus, um die gesunden verfaulen zu lassen”. Auch Pujats unterstützt das Festival, zu dem mehrere tausend Besucher gekommen sind. Viele tragen sich in die Unterschriftenlisten ein, um das “Memorandum des lettischen Volkes” zu unterschreiben.