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The biggest losers: Donald Trump, Steve Bannon

Trump’s agenda hits a roadblock. Bannon’s influence is greatly diminished. And Republicans wonder what’s next. The biggest loser in Alabama’s special election on Tuesday night is without question, President Donald Trump, who suffered his second consecutive loss in the state after endorsing a failed primary candidate, and eventually the disgraced Roy Moore, despite his landslide victory in the state in the 2016 presidential election. The seat formerly occupied by Attorney General Jeff Sessions in the U.S. Senate will soon be filled by the Democratic challenger, Doug Jones, whose opponent, Moore, was heavily endorsed by the president and his former chief strategist — a leader of the conservative insurgency movement — Steve Bannon. Bannon’s political skills are now fair game. The Wall Street Journal called Bannon a “loser.” “The Alabama result shows that Mr. Bannon cares less about conservative policy victories than he does personal king-making. He wants to depose Mitch McConnell as Majority Leader even if it costs Republicans Senate control,” the editorial said. “GOP voters, take note: Mr. Bannon is for losers.” The surprisingly high blue turnout — specifically among black Americans — in a ruby red state dealt a significant blow to the president’s agenda, and also shook up the dynamics of power in the Senate. The Republican majority is now razor-thin, at 51-49. Hours after the election, Trump attempted to perform damage control, as he reasserted his personal image in an attempt to prove he is immune to defeat.

via salon: The biggest losers: Donald Trump, Steve Bannon

Chef der AfD-Jugend propagiert „Volkskapitalismus“

Markus Frohnmaier will Sozialleistungen für Ausländer einschränken. Geld soll nur erhalten, wer zehn Jahre lang Beiträge gezahlt hat. Sein Feindbild ist „der linke Sozialindustrie-Quatsch für die untersten fünf bis zehn Prozent“. (…) etzt probiert es ein Bundestagsabgeordneter. Markus Frohnmaier, der 26-jährige Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, hat ein Grundsatzpapier verfasst, das der WELT vorliegt und die AfD laut Untertitel als „volkskapitalistische Partei rechts der Mitte“ positionieren soll. Und wie der Begriff volkskapitalistisch bereits nahelegt: Frohnmaier, der dem rechten Parteiflügel zuzurechnen ist, aber auch zu den eher wirtschaftsliberalen AfDlern in Baden-Württemberg gehört, versucht sich an einer Synthese. (…) Nationalkonservativen AfDlern wird an Frohnmaiers Papier gefallen, dass „Sozialleistungen an die Staatsangehörigkeit gekoppelt werden“ sollen. Erst wenn Ausländer „zehn Jahre lang Sozialversicherungsbeiträge abgeführt haben“, sollen sie nach Frohnmaiers Willen deutsche Sozialleistungen erhalten. Vorher seien sie bei eventueller Hilfsbedürftigkeit „mit Sachleistungen zu versorgen“. Wobei aber das „Ziel“ sein müsse, „solche Ausländer in ihre Heimat so schnell wie möglich abzuschieben“.

via welt: Chef der AfD-Jugend propagiert „Volkskapitalismus“

#Terrorismus – #Reichsbürger droht mit #Sprengung von Mehrfamilienhaus

Zum zweiten Mal innerhalb von knapp 14 Tagen wurde am Dienstagabend in Alsdorf ein polizeibekannter 34-jähriger Reichsbürger festgenommen. Zum zweiten Mal innerhalb von knapp 14 Tagen wurde am Dienstagabend in Alsdorf ein polizeibekannter 34-jähriger Reichsbürger festgenommen. Wie die Aachener Polizei am Mittwoch mitteilte habe der Mann mit der Sprengung eines Mehrfamilienhauses gedroht. Mehrere Bewohner des Hauses hörten demnach die Drohungen und alarmierten daraufhin die Polizei. Die konnte den Mann nach einem “sorgfältig vorbereiteten Einsatz” und nach entsprechender Fahndung nicht weit vom Wohnhaus entfernt widerstandslos festnehmen. Bereits Anfang Dezember hatten Spezialkräfte der Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung die Wohnung des Mannes gestürmt und dort mehrere Schusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen sichergestellt. Gestern Abend fanden Beamte und ein Sprengstoffspürhund in der Wohnung des Mannes Drogen, das sichergestellt worden sei. der Mann habe sich selbst als Reichsbürger bezeichnet.

via nachrichtenexpress: Terrorismus – Reichsbürger droht mit Sprengung von Mehrfamilienhaus

Bundestag entzieht AfD-Spitzenkandidat Münzenmaier Immunität

Der rheinland-pfälzische AfD-Politiker Sebastian Münzenmaier im Juli auf der Anklagebank des Amtsgerichts. Der Bundestag hat am Mittwoch dem rheinland-pfälzischen AfD-Spitzenkandidaten Sebastian Münzenmaier die Immunität entzogen. Damit wird ermöglicht, dass gegen den Abgeordneten ein Strafverfahren geführt werden kann. Für den Beschluss stimmten alle Fraktionen, auch die der AfD (bei einer Enthaltung). Gericht: Beihilfe zur Körperverletzung Im Oktober war der AfD-Politiker, der in Annweiler aufwuchs, vom Amtsgericht Mainz wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er als Anhänger des 1. FC Kaiserslautern geholfen, Fans des FSV Mainz 05 zu verprügeln. Dagegen hat er Revision eingelegt. Platz 1 der Landesliste Ob die Aufhebung der Immunität Münzenmaiers mit dieser Tat zusammenhängt oder ob es neue Ermittlungen gegen den AfD-Abgeordneten gibt, ist nicht bekannt.

via rheinpfalz: Bundestag entzieht AfD-Spitzenkandidat Münzenmaier Immunität

siehe auch: Ermittlungen möglich – Bundestag hebt Immunität von zwei AfD-Abgeordneten auf. Der Bundestag hat am Mittwoch die Immunität zweier AfD-Abgeordneten aufgehoben. Damit ist die Durchführung eines Strafverfahrens gegen beide Abgeordnete möglich. Der Bundestag hat den Weg für Ermittlungen gegen zwei Abgeordnete der AfD freigemacht. Das Parlament hob am Mittwoch die Immunität des rheinland-pfälzischen Abgeordneten Sebastian Münzenmaier und des nordrhein-westfälischen Spitzenkandidaten Martin Renner auf. Beide Entscheidungen fielen nahezu einstimmig mit jeweils nur einer Enthaltung aus der AfD-Fraktion. Damit genehmigte das Plenum die Durchführung von Strafverfahren gegen die Abgeordneten. Die konkreten Hintergründe waren bis zum späten Nachmittag unklar. Die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland sprachen jedoch von einem “völlig normalen parlamentarischen Vorgang”. Münzenmaier war im Oktober wegen der Beteiligung an einem Überfall auf Fußball-Fans zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er hatte über seinen Anwalt Berufung dagegen eingelegt. Worauf sich die Ermittlungen gegen Renner beziehen könnten, blieb trotz Anfrage bei der AfD-Fraktion im Dunkeln. Der 63-Jährige wird dem äußersten rechten Flügel der Partei zugerechnet. Das Amtsgericht Mainz hatte Münzenmaier im Herbst verurteilt, weil er Mitgliedern der Ultra- und Hooliganszene des 1. FC Kaiserslautern vor fünf Jahren geholfen haben soll, Fans des Fußball-Bundesligisten Mainz 05 aufzulauern und sie zu verprügeln.

auszug screenshot FB-Seite Münzenmaier; archive is QOdKp – anderen unterstellt er gerne, gewaltsam zu sein. Er selbst aber … naja. Urteil sagt alles.

Headquarters of neo-Nazi Organization in Northern Italy Raided

The Italian police raided the headquarters of the extreme-right wing organization ”Do.Ra. Militant Community of the Twelve Rays” in the northern community of Sumirago, Lombard province of Varese. As a result of the raid ordered by the Attorney’s Office of the Republic and the court of the neighboring city of Busto Arsizio, information and propaganda items of open Nazi affiliation were seized, as well as axes, knives and hammers with runic symbols engraved. According to the official information, the investigation into this organization and some of its members is related to the crime of ‘reorganization of the dissolved fascist party’, following public demonstrations that promoted the Nazi-fascist ideology.

via plenglish: Headquarters of neo-Nazi Organization in Northern Italy Raided

North Korea’s prisons are ‘worse than Auschwitz’ claims war crimes judge who survived Nazi death camps as a child

Former judge at International Court of Justice says North Korea’s brutal regime is worse than the Nazis in its treatment of political prisoners. A NAZI concentration camp survivor has said North Korea’s brutal political prisons are worse than Auschwitz. Thomas Buergenthal, a former International Court of Justice judge, this week called on tyrannical dictator Kim Jong-un to be trialled for crimes against humanity. As a child he was housed in ungodly squalor at Hitler’s evil death factories Auschwitz and Sachsenhausen. But he claimed even these are outmatched in their depravity by the remote work camps where undesirables are locked up by the enslaving North Korean regime. Mr Buergenthal said: “I believe that the conditions in the [North] Korean prison camps are as terrible, or even worse, than those I saw and experienced in my youth in these Nazi camps and in my long professional career in the human rights field”. North Korea says the camps no longer operate, despite the fact they are clearly visible in satellite images. This is a close in satellite image showing the changes in this area of the camp, such as some new buildings and a new wall Changes in the camp, such as some new buildings and a new wall, show it is still being used to house prisoners in dire conditions North Korea’s leader Kim Jong-un should be trialled for crimes against humanity, a group of international jurists said Mr Buergenthal is one of three jurists to conclude Kim Jong-un should be hauled to court for his authoritarian use of brutal political prisons to control the population. Their report for the United Nations was presented at a meeting on Monday. It cites horrific details of systematic murder, including infanticide, and torture, persecution of Christians, rape, forced abortions, starvation and overwork leading to “countless deaths”. Based on the testimony and evidence of defectors, former prisoners, prison guards and experts on the camps, it says: “[North Korea] continues to deny the very existence of these political prisons. “Yet, detailed satellite imagery, as well as the corroborated testimony of scores of former prisoners and state actors with first-hand knowledge of the prisons, established the existence of this prison system, and the horrific practices that occur therein, beyond any doubt.” They see ample evidence that Kim can be charged with 10 of the 11 internationally recognised war crimes — including murder, enslavement, torture and sexual violence.

via sun: North Korea’s prisons are ‘worse than Auschwitz’ claims war crimes judge who survived Nazi death camps as a child

Alt-Right Movement Despairs After Roy Moore’s Loss, Blames ‘Cuckservatives’

For the so-called alt-right movement, which spans white nationalists, neo-Nazis and white supremacists, the fall after Roy Moore’s loss in the Alabama Senate race was precipitous and loud. Organizers in the movement had made an alliance with Moore, a hardline conservative with unsavory allegations of pedophilia hovering over him, and hours before the election many of them had voiced unwavering confidence that he would win. “I don’t really have any doubts, so to me it is something of a non-event,” neo-Nazi blogger Andrew Anglin wrote on Tuesday morning on his site, Daily Stormer, about Moore’s chances of winning. “No one actually thinks a Democrat can win, but they ran with it anyway because the Jew media has literally nothing left to lose.” Twelve hours later, Anglin called the doomed election “a bad moon.” His political allies also voiced despair and outrage about the news of the Republican’s defeat. Many of them blamed mainstream conservatives for the loss. (…) Robert Warren Ray, an avowed white supremacist who writes for Daily Stormer, had endorsed Moore for that site a day earlier for “correctly” quoting Adolf Hitler. After Moore’s loss, Ray posted on Gab that he blamed conservatives like Mitch McConnell and Paul Ryan for not supporting their movement strongly enough. He called them “cuckservatives,” a slang term suggesting weakness, and that their wives were cheating on them with other men.

via newsweek: Alt-Right Movement Despairs After Roy Moore’s Loss, Blames ‘Cuckservatives’

Support from women hands Democrats victory in Alabama: Exit polls

Negative perceptions among voters over the sexual misconduct allegations against Republican Roy Moore handed the Democrats a rare victory in deep-red Alabama, with broad gender and racial gaps and vast shifts among typically pro-GOP groups in the state, including independents, moderates and non-evangelical whites. On the central issue of the election, 51 percent of voters said the allegations against Moore were definitely or probably true, vs. 44 percent who saw them as definitely or probably false. Those who believed Moore’s accusers backed Jones by 90-8 percent. Among key groups, Democrat Doug Jones led Moore by 17 percentage points among women in exit poll results, 58-41 percent, a sharp shift from 12- and 21-point Republican margins among women in the 2012 presidential and 2008 Senate elections in the state, the last two races in which exit polls were conducted. Jones’ support from women was concentrated, in particular, among women with children under 18 at home, who backed him by 66-32 percent. The Moore controversy involved his alleged advances toward young and underage women. Jones won 31 percent of whites, double Barack Obama’s share in 2012 and nearly triple the Democratic share in the 2008 Senate race. College-educated white women and non-evangelical whites swung very sharply toward the Democrat. Blacks, a nearly unanimous group for Jones, accounted for 28 percent of voters, in line with their past turnout despite a more restrictive voter ID law enacted in 2014. One big shift came among political independents. Twenty-one percent of voters, they favored Jones by 9 points, after voting Republican by an overwhelming 52-point margin in 2012 and by 45 points in 2008. The result came in a state that’s about as solidly Republican as they come. Now-President Donald Trump beat Hillary Clinton by 28 points here last year, the largest margin of victory in a presidential contest in the state since 1972 and Trump’s fifth biggest win (after Wyoming, West Virginia, Oklahoma and North Dakota). Republican Sen. Richard Shelby won re-election also by 28 points last year, and then-Sen. Jeff Sessions beat the Democrat by 27 points in 2008. (Sessions was unopposed in 2014.) Trump, who controversially endorsed Moore, managed only a 48-47 percent approval-disapproval rating among Alabama voters. Those who “strongly” disapprove of the president’s work in office, moreover, outnumbered strong approvers by 7 points, 40 to 33 percent.

via abcnews: Support from women hands Democrats victory in Alabama: Exit polls

Prozess in #Leipzig – #Körperverletzung im Amt: Interne – Ermittlungen belasten Polizisten – #polizeigewalt

Am Leipziger Amtsgericht steht ein Beamter der Dresdner Bereitschaftspolizei vor Gericht. Der 28-Jährige soll Demonstranten getreten und geschlagen haben. Interne Ermittlungen der Polizei belasten ihn schwer. Im Prozess gegen einen Beamten der Dresdner Bereitschaftspolizei, der mehrere Gegendemonstranten eines Legida-Aufmarsches in Leipzig geschlagen und getreten haben soll, sind am Dienstag die Ergebnisse der internen Behördenermittlungen vorgestellt worden. Und diese belasten den angeklagten Nico S. schwer. Wie der zuständige Chefermittler Frank H. erklärte, seien bereits am Morgen nach den Vorfällen auf dem Leipziger Innenstadtring entsprechende Untersuchungen aufgenommen worden. Fernsehaufnahmen der Proteste am 20. April 2015 hätten den Verdacht nahegelegt, dass einem Beamten mindestens versuchte gefährliche Körperverletzung vorzuwerfen sei. Schnell habe der Name des Verdächtigen auf internen Wegen ermittelt werden können, später wurden acht DVDs mit Videoaufnahmen der Bereitschaftspolizei sowie weitere Aufnahmen im Netz von Mitarbeitern der Leipziger Kriminalpolizei ausgewertet. Dabei verhärtete sich zunehmend der Anfangsverdacht einer Straftat im Amt. Zum Prozessauftakt Ende November, zweieinhalb Jahre nach den Vorfällen, hatte Staatsanwalt Ulrich Jakob dann insgesamt sieben verschiedene Angriffe des 28-jährigen Angeklagten auf Gegendemonstranten aufgelistet, darunter Tritte gegen Sitzende, unverhältnismäßiger Einsatz von Pfefferspray sowie ein Faustschlag ins Gesicht eines Demonstranten. Identifizierung anhand taktischer Kennzeichnung Unklar blieb am ersten Prozesstag trotz zahlreicher Zeugenaussagen, wie der Angeklagte in der Menge der uniformen Beamten identifiziert werden konnte. Dazu befragte Richterin Martina Kadler-Orthen am Dienstag Sachbearbeiter Mario W.. Der Polizeibeamte schilderte, wie er zahlreiche Videos mit unterschiedlichen Perspektiven auf immer dieselben Szenen ausgewertet hat, Screenshots von den beteiligten Beamten gesammelt und Laufwege rekonstruiert hat. Bei der Identifizierung von Nico S. hätten letztlich mehrere individuelle Merkmale geholfen: die taktische Beschriftung auf seiner Uniform, spezielle Aufnäher auf der Kluft, Art und Weise, wie Protektoren und Helm getragen wurden und nicht zuletzt, dass der Angeklagte bei den Attacken auch eine Kamera zur Beweissicherung in der Hand habe. Neben den individuellen Angriffen stand für Richtern Kadler-Orthen am Dienstag zudem immer wieder die Frage im Raum, ob die Beamten am 20. April 2015 allgemein zu schnell und brutal eingegriffen hätten – ob beispielsweise die eher passiven Demonstranten vor dem Einsatz von Pfefferspray und unmittelbarem Zwang gewarnt wurden. „Das Handeln der Polizeikräfte an diesem Tag ist auch meiner Sicht sehr kritisch zu sehen“, sagte Chefermittler Frank H. am Dienstag vor Gericht. Die kurze Zeit, in der sich Blockadeentstehung auf der Kreuzung und Räumung abgespielt hätten, sei nicht nachvollziehbar. In nicht einmal zwei Minuten spielte sich alles ab, setzten die Polizisten Pfefferspray ein, wendeten Zwang an und lösten die Blockade wieder auf. „Hochprofessionell war die Lösung auf jeden Fall nicht. Aus meiner Sicht bestand auch keine Notwendigkeit zur Räumung, man hätte die Legida-Demonstration auch herum führen können“, so der Leipziger Kriminalhauptkommissar weiter.

via lvz: Prozess in Leipzig Körperverletzung im Amt: Interne Ermittlungen belasten Polizisten

Der V-Mann “Nias” – Teil einer gescheiterten Strategie?

An einem Samstag im März 2000 gelang dem Landeskriminalamt Berlin eine außergewöhnlich erfolgreiche Durchsuchung. In der Wohnung des Deutschland-Chefs von „Blood & Honour“ (B&H), Stephan Lange, fanden Polizisten fast die komplette Korrespondenz der „Division“ Deutschland.1 Zum ersten Mal fiel der Poli­zei auch eine Satzung der Neonazi-Gruppe in die Hände, deren Mitglieder sich als die „Elite der Bewe­gung“ verstanden. In Langes VW-Bus stellte das LKA zudem 1.500 Hefte der damals neuen Ausgabe des Magazins der B&H-„Division“ Deutschland sicher. Darin: Ein langes Interview mit Thorsten Heise und ein Gespräch mit dem Autor der „Turner Diaries“ William Pierce. Neofaschisten aus zig Ländern schrieben in dem Heft, was sie zum neuen Jahrtausend sagen wollten. Der „Thüringer Heimatschutz“ zitierte dabei aus Adolf Hitlers „Mein Kampf“: „Wer leben will, der kämpfe…“ (…) „Lange habe laut Auskunft von StA Berlin und LfV Berlin glaubhaft seinen Ausstieg und die Auflösung der Sektion B&H-Berlin behauptet.“2 Rücktritt vom Chefposten, Auflösung der Sektion, Ausstieg aus der Szene – warum sollte man jetzt noch gegen Lange als Chef von „Blood & Honour“ ermitteln, wo er doch gerade den Absprung geschafft hatte? Das LKA Berlin ermittelte fortan nicht mehr gegen Lange und die angeblich kopflose Bewegung „Blood & Honour“, sondern konzentrierte sich bei ihren Ermittlungen stattdessen auf die RechtsRock-Band “Landser” als kriminelle Vereinigung, quasi als Ersatzhandlung. Tatsächlich jedoch deutete auf Langes Ausstieg in dieser Phase nichts hin. Wenige Tage nach dem Treffen der Sicherheitsbehörden reiste er zur großen Sonnenwendfeier von „Blood & Honour“ nach Schweden. Und gerade erst am Tag vor dem Treffen der Sicherheitsbehörden in Berlin hatte ihn auch der Chef der ehemaligen sächsischen B&H-Sektion, Jan Werner, in der Hauptstadt besucht. Dabei wurde Werner, damals einer der wichtigsten Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU), von sächsischen Verfassungsschützern observiert.3 Als „Blood & Honour“ im September 2000 schließlich verboten wurde, stellte das Bundesinnenministerium die Verbotsverfügung auch Stephan Lange zu. Offenbar hatten die Berliner Behörden – das LfV und die Staatsanwaltschaft – die Sachlage komplett falsch eingeschätzt oder schlicht gelogen.
Als der Vorgang erstmals vom Autoren 2013 beschrieben wurde, drängte sich schon damals Beobachtern – etwa Mitgliedern des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages – ein naheliegender Verdacht auf: Stephan Lange sollte als V-Mann rekrutiert werden oder war bereits ein Informant. Nur deswegen bewahrten ihn deutsche Behörden davor, in den Mittelpunkt einer möglichen polizeilichen Ermittlung zu rücken. Angestossen durch die Arbeit des 2. NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestage steht nun vier Jahre später fest: Stephan Lange war tatsächlich eine V-Person.4 Vertreter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) haben das gegenüber der Parlamentarischen Kontrollkommission des Bundestages bestätigt. Er soll als V-Mann „Nias“ offiziell ab 2002 dem BfV acht Jahre lang über die Nachfolgerstrukturen von „Blood & Honour“ berichtet haben. Das Bundesamt räumte jedoch ein, dass man Lange schon im Jahr 2000 kontaktiert habe. Welcher Art diese Kontakte genau waren und ob Lange nicht schon früher für andere Behörden als Informant gearbeitet hatte – etwa für das LfV Berlin – ist noch nicht geklärt.5 Schutz vor Strafverfolgung? Der Fall Lange zeigt, dass das Gestrüpp aus polizeilichen Ermittlungen gegen Lange, „Blood & Honour“ und Landser ab dem Jahr 2000 bislang nicht ausreichend beleuchtet wurde. Und das, obwohl damals mehrere Schlüsselfiguren aus dem direkten Umfeld des NSU in diesem Zusammenhang Gegenstand intensiver Ermittlungen diverser Polizeibehörden waren – zu einem Zeitpunkt, als die Terrorgruppe bereits aktiv geworden war. Im Zuge des Verfahrens gegen “Landser” wurde sogar ein enger Unterstützer des NSU vom LKA Berlin auf Wunsch der Bundesanwaltschaft hin als „Vertrauensperson“ (so nennt die Kriminalpolizei ihre Informanten) angeworben: Thomas Starke aus Chemnitz.

via aib: Der V-Mann “Nias” – Teil einer gescheiterten Strategie?