EuGH: Polens Justizreform ist europarechtswidrig

Ein Teil der vielfach kritisierten Justizreform in Polen ist nun auch offiziell EU-rechtswidrig: Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) hat am Montag die Senkung des Pensionsalters für polnische Höchstrichterinnen und Höchstrichter gekippt. Die EU-Kommission hatte Warschau vergangenes Jahr wegen der Reform verklagt, in der sie einen Angriff auf die Unabhängigkeit der Justiz sah. Konkret hatte das Gesetz vorgesehen, dass polnische Höchstrichter statt wie bisher mit 70 Jahren bereits mit 65 in Pension gehen sollen. Nicht nur in Brüssel, sondern auch in der polnischen Opposition war daran massive Kritik laut geworden. Viele sahen in der Bestimmung den Versuch, missliebige Richter aus ihren Positionen zu entfernen.
Das Urteil vom Montag kam nicht überraschend. Bereits im vergangenen Oktober hatte der EuGH die polnische Regierung in einer einstweiligen Verfügung angewiesen, die Zwangspensionierungen zu stoppen. Warschau hat daraufhin die Rückkehr der betroffenen Höchstrichter ermöglicht. Das jetzige Urteil bestätigt im Wesentlichen die damalige Entscheidung. Zudem hatte im April auch EuGH-Generalanwalt Evgeni Tanchev die Ruhestandsregel für das Oberste Gericht für rechtswidrig erklärt.

via standard: EuGH: Polens Justizreform ist europarechtswidrig

Siegel des Europäischen Gerichtshofs
Von unbekannt – curia.europa.eu, Logo, Link

Chef der Identitären Bewegung akzeptiert #Waffenlizenz-Entzug – #noIB #IB #eingesellnert #entwaffnet

Der Bundesvorsitzende der rechtsextremen Identitären Bewegung, Nils Altmieks, bekommt seinen Waffenschein endgültig nicht zurück. Der 32-Jährige habe keinen Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Ansbach am Dienstag auf Anfrage. Nach einer Sicherheitsüberprüfung hatte das Landratsamt Erlangen-Höchstadt Altmieks die Erlaubnis widerrufen und seine Waffen im Jahr 2016 eingezogen. Hiergegen hatte Altmieks vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Die Klage war mit der Begründung abgewiesen worden, Altmieks beeinflusse als langjähriger Bundeschef maßgeblich eine Organisation, deren Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet seien.

via rtl: Chef der Identitären Bewegung akzeptiert Waffenlizenz-Entzug

#Gewaltaufruf in #Neonazi-Chat – #Polizei durchsucht Neonazi-Wohnung im Kreis #Konstanz – #terror

Die Polizei ermittelt gegen den Administrator einer Neonazi-Chatgruppe. Es geht um Gewaltaufrufe – und Waffen-Angebote. Ermittler des Landeskriminalamts haben am Dienstag die Wohnung eines mutmaßlichen Rechtsextremisten in Gottmadingen (Kreis Konstanz) durchsucht. Bei dem 28-Jährigen wurden laut Mitteilung ein Luftgewehr, ein Messer sowie Datenträger und Schriften sichergestellt. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, Administrator einer Neonazi-Chatgruppe zu sein. In dem Chat sollen nationalsozialistische Inhalte sowie Aufrufe zu Gewalttaten gepostet worden sein. (…) Ein Verdächtiger aus Oberhausen (NRW) soll zudem angeboten haben, Schusswaffen zu besorgen

via swp: Gewaltaufruf in Neonazi-Chat Polizei durchsucht Neonazi-Wohnung im Kreis Konstanz

Erste Sitzung im Stadtrat Eisenachs – Oberbürgermeisterin Wolf verweigert #NPD Handschlag – #antifaisthandarbeit #fcknzs #nazisraus

Vor einigen Wochen kassierte Katja Wolf vor dem Oberverwaltungsgericht eine Niederlage gegen die NPD. Sie hatte im Jahr 2014 NPD-Stadträten den Handschlag verweigert. Auch zur ersten Sitzung fünf Jahre später weigerte sie sich. Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) hat bei der ersten Sitzung des Stadtrats NPD-Stadtratsmitgliedern den Handschlag verweigert. Ihren Schritt hatte Wolf vor der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl schriftlich angekündigt. “Ich bleibe dabei, dass ich den NPD-Stadträten zur Verpflichtung nicht die Hand geben werde”, teilte Wolf mit. Der Handschlag habe eine rein symbolische Bedeutung und schaffe eine persönliche Nähe, so Wolf. Für Sie sei es nicht zumutbar, Verfassungsfeinden die Hand zu geben. Wolf verweist dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe zum NPD-Verbotsverfahren. Darin habe das Gericht deutlich gemacht, dass die NPD verfassungsfeindliche Positionen vertritt.

via mdr: Erste Sitzung im Stadtrat Eisenachs Oberbürgermeisterin Wolf verweigert NPD Handschlag

Neo-Nazis on DeviantArt Radicalized a Woman Who Planned a Mass Shooting

The cutesy art site was the surprising birthplace for a number of players in the modern extreme-right movement. Lindsay Souvannarath, a young woman from Illinois, likely didn’t expect a trip to DeviantArt would end with her plotting a mass killing. But thanks in part to some neo-Nazi artwork she spotted on the site, that’s exactly what happened. Almost a decade ago, Souvannarath was a regular DeviantArt visitor who posted under the account snoopyfemme, something in particular caught her eye. Interested by the artwork, Souvannarath messaged the artist and they started chatting. She soon learned he was a neo-Nazi. Souvannarath found him fascinating, and the two continued to talk as her journey into darkness went deeper. “[The neo-Nazi beliefs] just started by chance on this art website when I came across this one painting and thought, whoa, that’s a really cool painting. So I decided to like and comment on it and talk to the artist a little,” Souvannarath would later say on a podcast. “The artist just happened to be a national socialist and later on through him I started to meet more national socialists and started networking through them.” She met other neo-Nazis online, started exploring other morbid subcultures, and became a part of their community. She started submitting her own Nazi artwork, and eventually grew that into a Tumblr page called Cock-Swastika. She became obsessed with mass killers, especially the Columbine shooters. Then, one day in late 2014, she was taken by another piece of art, this time a meme about Columbine, and, once again, messaged the creator. The creator, a man named James Gamble, another online neo-Nazi obsessed with mass killers, messaged her back and a romance blossomed. The pair were obsessed with death, and eventually the two planned to shoot up a mall in Halifax, Canada. Somehow, a plot to commit one of the worst mass killings in Canadian history had its beginnings on the website mostly known for hosting subversive artwork like drawings of a pregnant Sonic the Hedgehog. Jeremy Blackburn, a professor at the University of Alabama at Birmingham, studies memes and the online spaces of the far-right. Blackburn said that in the far-right ecosystem like 4Chan’s /pol/ board or Gab, images like the ones created and stored on DeviantArt are immensely important. (…)
But like many large social media platforms, there exists a small but thriving hive of extremists on DeviantArt, similar to the ones Souvannarath came across. These extremists have created a network of far-right user groups where they create and share far-right propaganda, talk and write about fascism, and recruit vulnerable users. The far-right propaganda posted on DeviantArt is then disseminated across the web, which experts say works as a gateway drug to recruitment to neo-Nazi groups. (…) For Souvannarath, that was a pipeline that worked all too well. Within several years she went from being an awkward and isolated teen in Illinois to one that planned out the clothing she would wear during a mass killing with her online neo-Nazi boyfriend. The had never met, and planned to lose their virginity to each other the night before they tried to kill as many as they could in the food court of the Halifax Mall. “On February 14, 2015, they would go to the area of the food court of the Halifax Shopping Centre, and throw Molotov cocktails,” reads the agreed statement of facts from her ensuing court case. “Next, Gamble and Ms. Souvannarath would indiscriminately shoot whoever was there, with a lever action .308 hunting rifle, and a single action 16 gauge shotgun respectively. Gamble would kill any wounded persons with a hunting knife. Their intention was to inflict as many casualties as their ammunition would allow.”

via vice: Neo-Nazis on DeviantArt Radicalized a Woman Who Planned a Mass Shooting

Bundestagsverwaltung droht AfD mit einer Geldstrafe – #schauhin #pinocchiopartei #bernd #hoecke

Die Bundestagsverwaltung droht dem AfD-Kreisverband von Björn Höcke mit einer Geldstrafe. Hintergrund sind nach Informationen von MDR THÜRINGEN unklare Einnahmen des Verbandes Nordhausen-Eichsfeld-Mühlhausen aus dem so genannten Kyffhäusertreffen, dem Jahrestreffen der rechtsnationalen AfD-Sammlungsbewegung “Flügel” im Jahr 2016. Die Gelder wurden offenbar im Rechenschaftsbericht des Kreisverbandes nicht ordnungsgemäß ausgewiesen. Vorsitzender des Kreisverbandes ist AfD-Landes- und Fraktionschef sowie “Flügel”-Wortführer Björn Höcke. Die Bundestagsverwaltung hat die AfD nun zu einer Stellungaufnahme aufgefordert. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN geht es bei den fraglichen Einnahmen nicht nur um Teilnehmergebühren für das Treffen, sondern auch um Spenden. Einige Teilnehmer hatten offenbar höhere Summen als die geforderten Gebühren bezahlt.

via mdr: Bundestagsverwaltung droht AfD mit einer Geldstrafe

Geld – was ist schon Geld? Warum soll ich ads korrekt abrechnen? Bernd und schwarze Kassen???

Mann im Besitz von #Kinderpornografie war #AfD-Mitglied – #schauhin

Ein Student soll einen Computer reparieren und entdeckt dabei kinderpornografische Bilder. Besonders brisant: Der Mann war bei der AfD. in Mann wollte eigentlich nur seine Festplatte zur Reparatur bringen. Jetzt ermittelt die Polizei gegen ihn. Denn auf der Festplatte waren kinderpornografische Dateien. Der 41-Jährige aus der Gemeinde Nordharz wollte die Dienste eines Studenten aus Wernigerode in Anspruch nehmen, der in seiner Freizeit Computer überprüft und repariert. Als der sich die Festplatte genauer ansah, erkannte er die kinderpornografischen Bilder – und informierte die Polizei. Ein Sprecher in Halberstadt teilte das am Wochenende mit.Nun wurde bekannt, dass der Mann für die AfD bei der Kommunalwahl im Mai ein Mandat errungen hatte. Die Landesgeschäftsstelle der AfD teilte am Montag in Magdeburg mit, der Mann sei mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgetreten. (…) Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Tatverdächtigen. Mit Hilfe eines Experten aus dem Landeskriminalamt stellten die Beamten umfangreiches Datenmaterial sicher, das den Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie bestätigte.

via thüringer allgemeine: Mann im Besitz von Kinderpornografie war AfD-Mitglied

siehe auch: Nach Kinderporno-Vorwürfen: AfD-Mitglied verlässt Partei. Ein AfD-Mitglied im Nordharz ist nach Kinderpornografie-Vorwürfen am Montag aus der Partei ausgetreten. Die AfD verlangt, dass der Beschuldigte auch sein Kommunalwahl-Mandat der Gemeinde Nordharz nicht annimmt. Ein AfD-Mitglied im Landkreis Harz hat am Montag die Partei verlassen, nachdem auf seiner Festplatte Kinderpornografie gefunden wurde. A

Rassismus-Eklat auf Strabag-Baustelle

Strabag-Bauleiter soll Arbeiter beschimpft und geschlagen haben – Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Vorwürfe gegen einen Strabag-Bauleiter wiegen schwer: Jürgen H. (47) soll während des Multimillionen-Dammprojekts in Mwea in Kenia Mitarbeiter geschlagen und rassistisch beschimpft haben („Idioten“, „Buschmänner“). Die sechs betroffenen Arbeiter nahmen die Hasstiraden auf, um Beweise gegen den 47-Jährigen zu sammeln, der zuvor immer davongekommen sein soll. Nach seiner Einvernahme verließ H. trotz laufender Ermittlungen das Land. Jetzt ziehen dunkle Wolken über den Baukonzern auf. Denn die kenianische Polizei macht die Strabag für das Abtauchen (mit-)verantwortlich. Vergangenen Montag hätte der Austro-Bauleiter erneut befragt werden sollen. „Wir haben dem Management gesagt, dass sie den Leiter zur Polizeistation bringen sollen, damit er weitere Fragen beantwortet. Sie haben dem aber nicht Folge geleistet“, sagt der örtliche Polizeichef, Antony Wanjuu, gegenüber lokalen Medien und kündigt „harte Maßnahmen“ sowie das Hinzuziehen von Interpol bei der Fahndung an. Ein Manager der Strabag in Kenia sagte dazu, dass das Unternehmen selbst nicht von Jürgen H. über dessen Abreise informiert worden sei. H. soll mittlerweile wieder in Österreich sein. Jürgen H. fällt nicht zum ersten Mal negativ im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit in Afrika auf. Während eines Straßenbau-Projekts in Malawi soll Jürgen H. im März 2017 gegenüber eines Lkw-Fahrers ausfällig geworden sein. Er soll ihn einen „Affen“ genannt haben, weil dieser Autoreifen eines Firmenwagens beschädigte. H. musste daraufhin das Land verlassen.

via oö24: Rassismus-Eklat auf Strabag-Baustelle

#AfD will Kulturbetriebe auf Migranten hin durchleuchten – #KfdK #schauhin #nskg

Die AfD will wissen, welche Staatsangehörigkeiten die Künstler in den Bereichen Ballett, Schauspiel und Oper auf staatlichen Bühnen im Land haben. Die Staatstheater Stuttgart zeigen sich irritiert. Die AfD interessiert sich für die Staatsangehörigkeiten der an staatlichen Theatern beschäftigten Künstlern in Baden-Württemberg. In einer Landtagsanfrage fordert die AfD die Offenlegung, wie viele Balletttänzer, Schauspieler, Sänger und Musiker in der Oper keinen deutschen Pass besitzen. Außerdem will die Partei wissen, welche Staatsangehörigkeit die Künstler haben und wo sie ausgebildet wurden.

via stuttgarter nachrichten: AfD will Kulturbetriebe auf Migranten hin durchleuchten

Rechte #Terrorgruppe – Anklage gegen “Revolution #Chemnitz” – #schauhin

Im Herbst 2018 wurde die mutmaßlich rechtsextreme Terrorgruppe “Revolution Chemnitz” ausgehoben. Jetzt hat der Generalbundesanwalt nach Informationen von NDR, WDR und SZ acht Mitglieder angeklagt. Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe hat Anklage gegen acht Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremen Terrorgruppe “Revolution Chemnitz” erhoben. Der Vorwurf lautet auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Den Männern im Alter von 21 bis 31 Jahren wird vorgeworfen, sich im September 2018 zusammengeschlossen zu haben, um tödliche Anschläge zu begehen. Insbesondere sollen sie geplant haben, am 3. Oktober 2018 einen bürgerkriegsartigen Aufstand in Berlin anzuzetteln. Nach Informationen von NDR, WDR und “Süddeutscher Zeitung” wollte die Gruppe es so aussehen lassen, als hätten linke Gruppierungen die Anschläge begangen. Kurz zuvor – am 1. Oktober 2018 – waren die Beschuldigten allerdings verhaftet worden.
Grundlage für die Anklage ist unter anderem die Auswertung von Chat-Protokollen auf den Mobiltelefonen der Beschuldigten. Unter der Führung von Christian K. hatten sich die Männer Mitte September in einer verschlüsselten Chat-Gruppe “Planung zur Revolution” zusammengefunden. In der Gruppe wurden auch Bilder von Adolf Hitler gepostet. Zur geplanten Aktion am 3. Oktober 2018 schrieb Christian K. in die Gruppe, es müsse “nur so aussehen, als hätten die Parasiten angefangen!” In einer Vernehmung räumte einer der Angeklagten ein, mit der Aktion hätten “Gesetze außer Kraft gesetzt werden” sollen. In Berlin sollte “so etwas wie ein Bürgerkrieg, ein Aufstand entstehen” – mit der Folge, “dass sich die Polizei auf unsere Seite stellt, gegen die Linken”. Nach Überzeugung der Ermittler sollten der Aktion “langfristig weitere Gewaltakte” folgen. Ziel der Gruppe sei der Sturz der Regierung und der Zusammenbruch der demokratischen Ordnung gewesen. (…) Die Ermittler gehen davon aus, dass Christian K. die anderen Mitglieder von “Revolution Chemnitz” ausgewählt habe, weil sie aus verschiedenen rechtsradikalen Zusammenhängen weitere Mitglieder rekrutieren sollten, so beispielsweise aus dem Hooligan-Milieu der Fußballmannschaften Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Des Weiteren soll die Gruppe Kontakte zur Partei “Der III. Weg” und der Kleinstpartei “Pro Chemnitz” gehabt haben. Einer der Angeklagten war während der Demonstrationen in Chemnitz Ordner für “Pro Chemnitz”.

via welt: Rechte Terrorgruppe – Anklage gegen “Revolution Chemnitz”

siehe auch: siehe auch: Rechtsextreme Anschläge geplant – Neonazi-Gruppe angeklagt. Acht Neonazis wollten als „Revolution Chemnitz“ wohl einen „Systemwechsel“ herbeiführen. Nun erhebt die Bundesanwaltschaft Anklage gegen sie. (…) Die Polizei hatte die Männer, 21 bis 31 Jahre alt, schon im September und Oktober 2018 festgenommen. Die Anklage wirft ihnen vor, Anschläge geplant zu haben, die Gruppe sei bereits auf der Suche nach Waffen gewesen. Ziel seien „effektive Schläge gegen Linksparasiten, Merkel-Zombies, Mediendiktatur und deren Sklaven“ gewesen, wie es in einer internen Telegram-Chatgruppe hieß. Man wolle einen „Systemwechsel“, es gelte „das Regime zu stürzen“. Die Männer kommen aus der Region um Chemnitz, einige haben langjährige Szeneerfahrung, etwa in der früheren Kameradschaft „Sturm 34“, andere bewegten sich unter Hooligans mit. Und sie beteiligten sich im Sommer 2018 auch an den rechten Aufmärschen nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Chemnitzer, bei denen es zu Angriffen auf Migranten, GegendemonstrantInnen und JournalistInnen kam. Als Radelsführer gilt den Anklägern dabei Christian K. Er soll die Chatgruppe gegründet haben – Titel: „Planung der Revolution“. Bereits Mitte September war der 31-Jährige mit einem Dutzend Mitstreitern nach einer rechten Kundgebung auf die Chemnitzer Schlossteichinsel gezogen und hatte dort als Bürgerwehr Anwesende kontrolliert und Migranten bedroht. Ein Iraner erlitt eine Kopfplatzwunde durch einen Flaschenwurf. Dann setzte die Polizei die Gruppe fest. Intern hatte diese die Aktion als „Probelauf“ ausgegeben. Nach Sicht der Ermittler sollte ein tatsächlicher Anschlag dann am 3. Oktober in Berlin geschehen. Dort, wo „die Leute“ sitzen, die „abgesetzt werden müssen“, wie es im Chat von „Revolution Chemnitz“ hieß. Im Fortgang hätten sich nach Willen der Neonazis dann auch Polizisten und „normale Bürger“ an Aktionen beteiligen sollen. Wie konkret die Pläne waren, blieb den Ermittlern aber unklar.