Berlin: Nazis erhalten offenbar von der Polizei Informationen über politische Gegner

Endstation Rechts – Berlin: Nazis erhalten offenbar von der Polizei Informationen über politische Gegner
Die Polizei steht im Verdacht, Neonazis zu Anzeigen gegen linke Aktivisten aufgefordert und ihnen deren persönliche Daten zugespielt zu haben. Nun fürchten die Betroffenen rechte Übergriffe, berichtet die taz. Den Betroffenen wurde vorgeworfen, im September 2007 eine Kopie eines Plakats mit Fotos einschlägig bekannter Neonazis an einem Infostand gezeigt zu haben. Die Polizei ging mit einer Razzia gegen die Betroffenen vor, bei einer Wohngemeinschaft wurde die Tür mit einem Rammbock eingeschlagen. Für einen möglichen Verstoß gegen das Urhebergesetz schon ein verhältnismäßig ungewöhnliches Vorgehen. Doch damit nicht genug: Die kompletten Vor- und Nachnamen der Beschuldigten tauchten wenige Stunden nach der Polizeiaktion auf einer Webseite der militanten Berliner Neonaziszene auf, berichtet das Blatt. Auf welchem Weg diese sensiblen Informationen an die rechte Szene gelangt sind, konnte man sich auf Nachfrage bei der Polizei nicht erklären. Die Anwälte der Beschuldigten haben Anzeige gegen unbekannt wegen “Verrats privater Geheimnisse” gestellt.

siehe auch: Polizei macht Neonazis Mut. Die Polizei steht im Verdacht, Neonazis zu Anzeigen gegen linke Aktivisten aufgefordert und ihnen deren persönliche Daten zugespielt zu haben. Nun fürchten die Betroffenen rechte Übergriffe

Computer Hackers Allege That Notorious Neo-Nazi Radio Host Is on FBI Payroll

AlterNet: Rights and Liberties: Computer Hackers Allege That Notorious Neo-Nazi Radio Host Is on FBI Payroll
After allegations emerge that key white supremacist figure Hal Turner may be a government informant, experts warn FBI crossed the line. New Jersey radio host Hal Turner is well known as one of the most vicious neo-Nazis in America, a man who routinely suggests killing his enemies. (…) On Jan. 1, unidentified hackers electronically confronted Turner in the forum of his website for “The Hal Turner Show.” After a heated exchange, they told Turner that they had successfully hacked into his server and found correspondence with an FBI agent who is apparently Turner’s handler. Then they posted an alleged July 7 E-mail to the agent in which Turner hands over a message from someone who sent in a death threat against Sen. Russ Feingold (D-Wisc.). “Once again,” Turner writes to his handler, “my fierce rhetoric has served to flush out a possible crazy.” In what is allegedly a portion of another E-mail, Turner discusses the money he is paid. On Thursday, as the E-mail exchange was heatedly discussed on a major neo-Nazi website, Turner suddenly announced he was quitting political work. “I hereby separate from the ‘pro-White’ movement,” he said, adding that he was ending his radio show immediately. “I will no longer involve myself in any aspect of it.” The FBI declined comment. “Longstanding FBI policy prohibits disclosing who may or may not provide information,” Agent Richard Kolko of the agency’s press unit said. Reached in New Jersey, Turner also declined all comment.

siehe auch: Hate-monitoring group: Turner was FBI informant. Hal Turner stalked in front of Kingston High School with his neo-Nazi supporters in 2005, tossing white-power taunts at counter-demonstrators. That was just part of his legacy. He railed against President Bush and Jews, too. He handed out the private addresses of New Jersey Supreme Court justices. But some government agencies are OK if you work for them — and Turner apparently did. He was an FBI informant, according to the Southern Poverty Law Center, a group that monitors hate groups and extremists; Neo-Nazi Threatmaker Accused of Working for FBI. New Jersey radio host Hal Turner is well known as one of the most vicious neo-Nazis in America, a man who routinely suggests killing his enemies; Und wieder einer … Offenbar hat nicht nur der Verfassungsschutz in der BRD führende Nazis zuweilen auf seiner Gehaltsliste; es gibt laut einer Meldung des Southern Poverty Law Centers (SPLC) sich verdichtende Hinweise, dass ausgerechnet Hal Turner, der in seiner “Radioshow” permanent zur Gewalt und zu Morden beispielsweise an mexikanischen MigrantInnen oder dem Politiker Russ Feingold aufruft, beim US-amerikanischen FBI als Einflussagent geführt wird.

Vorwürfe gegen Polizei

Vorwürfe gegen Polizei
Beim Gerichtsverfahren zu einem Neonazi-Angriff in Sachsen-Anhalt, bei dem Rechtsextreme eine Party alternativer Jugendliche überfielen, wird der Polizei vorgehalten, nicht genug gegen rechte Bedrohung zu tun. Ein Angeklagter empfindet den Begriff „Nazi“ keineswegs als Schimpfwort. Ein anderer nennt sich „neutral“, doch sein Wahlverteidiger ist der DVU- Vorsitzende von Sachsen-Anhalt, Ingmar Knop. Und im Publikum sitzt ein halbes Dutzend Jungnazis, man grinst den fünf Angeklagten zu. So beginnt am Donnerstag im Amtsgericht Burg (bei Magdeburg) der Prozess um einen Überfall von Rechtsextremisten auf eine Party alternativer Jugendlicher im Ort Gerwisch, der sich bereits im Oktober 2006 ereignet hat. Die lange Dauer von der Tat bis zur Hauptverhandlung ist jedoch nur ein Anlass zur Kritik, der sich die Behörden in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sehen. Die Polizei ist wieder einmal dem Vorwurf ausgesetzt, nicht entschlossen genug gegen rechtsextreme Kriminalität eingeschritten zu sein. In der Anklage, die Staatsanwalt Frank Mießler am Donnerstag vorträgt, ist allerdings nur von dem Angriff der „rechtspolitisch orientierten Personen“ die Rede. Danach stürmten in der Nacht zum 22. Oktober 2006 bis zu 20 Rechtsextremisten das „Bürgerhaus Gerwisch“, warfen mit Flaschen und Stühlen um sich, rissen einen Heizkörper aus der Wand und verletzten mehrere Gäste.

siehe auch: Nebenklage: “Das ist doch keine einfache Wirtshausschlägerei gewesen”. Am gestrigen ersten Prozesstag um einen Überfall rechtsextremer Jugendlicher auf eine Feier in Gerwisch ( Jerichower Land ) war das Interesse groß. Mehrere Mitglieder der rechten Szene beobachteten den Prozess im Verhandlungssaal und vor dem Gebäude des Burger Amtsgerichtes. Um keine Möglichkeit der Eskalation zu schaffen, waren etwa zehn Beamte des Polizeireviers vor Ort. Die Zuhörer der Verhandlung mussten durch eine Detektorschleuse gehen, Personalien wurden vorsorglich aufgenommen und Fotokameras von Privatpersonen vorübergehend konfisziert. Auch zahlreiche Medienvertreter, darunter aus Berlin, verfolgten den Prozessauftakt in Burg.

Hate-monitoring group: Turner was FBI informant – RecordOnline.com – The Times Herald Record

Hate-monitoring group: Turner was FBI informant – RecordOnline.com – The Times Herald Record
Hal Turner stalked in front of Kingston High School with his neo-Nazi supporters in 2005, tossing white-power taunts at counter-demonstrators. That was just part of his legacy. He railed against President Bush and Jews, too. He handed out the private addresses of New Jersey Supreme Court justices. But some government agencies are OK if you work for them — and Turner apparently did. He was an FBI informant, according to the Southern Poverty Law Center, a group that monitors hate groups and extremists. According to the center, hackers confronted Turner on his Web site Jan. 1 and told him they had broken into Turner’s computer server. What they found were e-mails between Turner and an FBI agent who was apparently Turner’s handler. The unidentified hackers posted a July 7 e-mail to the agent. In it, Turner gave the agent a message from someone threatening to kill Sen. Russ Feingold, Democrat of Wisconsin, the center said in a story on its Web site, www.splcenter.org.

Czech police trained against discrimination

Romano Vodi – Czech police trained against discrimination – News
Over 1,000 Czech police officers have been trained against discrimination by various NGO activists, Interior Minister Ivan Langer (the Civic Democratic Party, ODS) told journalists today. The seminars of the People in Need and the Consultancy Centre for Citizenship, Civic and Human Rights were to narrow the gap between the world of the police and residents of socially excluded localities such as Romanies, Langer said. Anti-discrimination should soon become part of basic training of all the police, he added. The anti-discrimination seminars have been held at all regional police offices in the Czech Republic since last February.

Staatsanwalt prüft Neonazi-Videos auf Youtube

Staatsanwalt prüft Neonazi-Videos auf Youtube
Die Staatsanwaltschaft Gießen ermittelt im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von rechtsextremistischen Videos auf der Internetplattform Youtube. Es werde umfassend geprüft, ob die Aufnahmen strafbare Inhalte hätten, sagte Behördensprecherin Ute Sehlbach-Schellenberg am Donnerstag. Demnach könnte es sich um Volksverhetzung handeln. Angaben zur Identität und der Zahl der Verdächtigen machte die Sprecherin nicht. (…) Die Initiative “Laut gegen Nazis” machte besonders auf ein antisemitisches Video aufmerksam, das mit einer Szene endet, bei der schwarz gekleidete Teilnehmer eines Aufmarschs die Parole rufen: “Nach unserem Sieg nie wieder Krieg”. Das Video ist aber laut Staatsanwaltschaft Gießen nicht Gegenstand der Ermittlungen. Der Filmbeitrag enthält auch einen Link auf eine Website hessischer Rechtsextremisten. Dort werden “kritische Nachrichten” veröffentlicht, bei denen es sich um rechtsextremistische Propaganda in der Aufmachung einer Nachrichtensendung handelt.

[upd 15.08.2016 – Dieser Beitrag verzeichnet aktuell, warum auch immer, hohe Zugriffszahlen. Es handelt sich um einen angeteaserten Artikel von 2008, der im Original nicht mehr online ist. Bei dem beschriebenen Video handelt es sich um das rechtsextreme Video “Augen auf du bist im Krieg”, das unter dem Namen “Volksfront Medien” publiziert wurde.

siehe dazu auch: aib 2008: Beinahe-Mord durch Neonazi. Seit einem Überfall des damals 19jährigen Neonazis Kevin Schnippkoweit auf ein Jugendcamp der Linkspartei auf einem Campingplatz in Neuental-Neuenhain (Hessen) erwartet diesen ein Strafverfahren wegen versuchtem Mord. Er hatte am 20. Juli 2008 einer 13jährigen schlafenden Camperin durch Schläge auf den Kopf mit einem Spaten lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt.

Weitere Meldungen zu Kevin S.]

Nur fünf Nazis mit »A 15 und höher«

08.01.2008: Nur fünf Nazis mit »A 15 und höher« (Tageszeitung Neues Deutschland)
Bundesregierung verharmlost noch heute die schwarz-braune Vergangenheit des BND. »Aufarbeitung der Gründungsgeschichte der Nachrichtendienste unter besonderer Berücksichtigung möglicher Nachwirkungen des Nationalsozialismus« lautete der Titel einer aktuellen Kleinen Anfrage von FDP-Bundestagsabgeordneten. Die Antwort der Regierung zeigt, dass es sich bei dem Thema noch lange nicht um ein historisches handelt. (…) Zurück zum BND. Aus den – man bemerke die Feinheit – »vorhandenen« Personalakten konnten 69 Mitarbeiter ermittelt werden, die Ex-SS-Leute waren, drei gehörten der Gestapo an, acht dem SD, also dem Geheimdienst der SS, sieben waren ehemalige Angehörige der Sicherheitspolizei, zehn arbeiteten im Reichssicherheitshauptamt. Auch dass viele ehemalige BND-Geheimdienstler ihrem Chef Gehlen aus der Abteilung Fremde Heere Ost (FHO) in den BND gefolgt sind, hat die Bundesregierung »schon« erreicht. Wie tröstlich klingt da der Satz: »Im Übrigen wurde im weiteren zeitlichen Verlauf die Zahl der BND-Mitarbeiter mit FHO-Hintergrund tendenziell geringer.« Das ist nicht mehr als ein Dank an die Endlichkeit von Leben.

A Better Class of Fascists

Transitions Online: A Better Class of Fascists
Extremist violence is on the rise in Russia, but don’t look for the culprits among the downtrodden. The lessons of World War II, in which the Soviet Union lost more than 20 million people while battling the forces of fascism and Nazism, seem lost on Roman, a 30-year-old shaven-headed ultranationalist from Moscow. “All non-Russians should be ousted from Russian territories. Minorities should live in their own zones. Yakuts should stay in the Sakha Republic. Chechens in Chechnya, Russians in Russia,” he said. Armed with brass knuckles and metal rods, sporting clean black boots and swastika armbands, Russia’s extreme nationalists and neo-Nazis have typically been disaffected young men in the big cities, fueled by alcohol or drugs.But Roman, deputy director of a manufacturing firm in Moscow, is a good example of how those patterns are changing. “In the past two or three years, the social structure of active neo-Nazi groups has changed significantly. Before they were coming from troubled families, while now they’re students at prestigious universities and sons of engineers, service members, police officers,” said Galina Kozhevnikova, an analyst at the SOVA Center think tank, which tracks extremist activity.  (…) “There are a number of instances of strong ties between ultranationalists and law enforcement agencies, including studying at police schools, working for the police, being related to someone in the police force,” Kozhevnikova said. She noted that the founder of the notorious neo-Nazi gang Mad Crowd 13, Dmitry Borovikov, was the son of a “a high-profile police official.” Mad Crowd 13 members have been charged with murdering an African student in 2006, killing a Chinese citizen, and attacking an Armenian citizen in 2003. Most of the gang members were detained shortly after Borovikov was fatally wounded while being arrested last year.

Barbie ‘boasted of hunting down Che’

Barbie ‘boasted of hunting down Che’ | World | The Observer
The CIA made use of a Nazi war criminal’s anti-guerrilla skills. Oscar-winning British director Kevin Macdonald has raised the intriguing possibility that Che Guevara’s capture by the CIA in the forests of Bolivia 40 years ago was orchestrated by Klaus Barbie, the Nazi war criminal called the ‘Butcher of Lyon’. (…) The Americans had been hunting Guevara and, according to the film, turned to Barbie for his first-hand knowledge of counter-guerrilla warfare: he had attempted to crush the French Resistance and was responsible for the death of its celebrated leader, Jean Moulin. Alvaro de Castro, a longtime confidant of Barbie interviewed for the film, says: ‘He met Major Shelton, the commander of the unit from the US. Altmann [Barbie] no doubt gave him advice on how to fight this guerrilla war. He used the expertise gained doing this kind of work in World War Two. They made the most of the fact that he had this experience.’ (…) Barbie was involved in torture again in Bolivia and dreamed of establishing a Fourth Reich in the Andes. But he was tracked down by Nazi hunters and eventually extradited to France, where he was sentenced to life imprisonment and died in jail in Lyon in September 1991.