Neonazis in Nordhessen etabliert

24.07.2008: Neonazis in Nordhessen etabliert (Tageszeitung junge Welt)
Nach Überfall auf Jugendcamp festgenommener Tatverdächtiger ist bekannter Aktivist der rechtsradikalen Szene. Der von der Polizei nach einem Überfall auf ein linkes Jugendcamp im hessischen Neuental festgenommene Gewalttäter Kevin S., der am Sonntag morgen ein 13jähriges Mädchen schwer verletzt hat, ist für Kenner der hessischen Neonaziszene kein Unbekannter. »Uns ist der eng mit dem früheren NPD-Parteivorsitzenden und vielfach vorbestraften Gewalttäter und Holocaustleugner Marcel Wöll kooperierende Kevin Schnippkoweit schon lange ein Begriff«, erklärte Pfarrer Hans-Christoph Stoodt von der Frankfurter Anti-Nazi-Koordination gegenüber junge Welt. Es sei ein »unglaubliches Maß an Unverschämtheit«, wenn die Polizei behaupte, den bereits im Vorfeld seiner Attacke im Camp bei einer Demonstration in Treysa kurzzeitig Festgenommenen nicht zu kennen. »Entweder die Polizei will nichts wissen, oder sie ist gänzlich inkompetent«, fügte Stoodt hinzu. Die Anti-Nazi-Koordination hatte bereits im Vorfeld eines Neonaziaufmarschs in Frankfurt am Main am 7. Juli 2007 auf Schnippkoweit aufmerksam gemacht. Unter dem Tarnnamen »exvodsphoenix« habe dieser antisemitische und gewaltverherrlichende Videos im Internet veröffentlicht. Damals habe der Frankfurter Polizeisprecher Jürgen Linker jedoch abgewiegelt und ein Video, in dem eine NPD-Aktivistin mit einer Molotow-Cocktail herumfuchtelt und zur Teilnahme an der Demonstration aufruft, als »Antifa-Fake« bezeichnet.

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siehe auch: Wo der braune Reisekader zuschlägt. Überfall am Zelt. Solche Nachrichten kommen sonst nur aus dem Osten Deutschlands: Neonazis überfallen ein Zeltlager mit links-alternativen Jugendlichen, schlagen wahllos zu. Ganz selbstbewusst, am helllichten Tag. Diesmal aber geschah es mitten im Westen, in Nordhessen, am Neuenhainer See zwischen Homberg und Schwalmstadt. (…) Die braunen Schläger aber kamen morgens, als es längst hell war, und überraschten die Camper im Schlaf. Ein 13-jähriges Mädchen prügelten sie krankenhausreif, wohl mit einem Klappspaten. Der mutmaßliche Haupttäter, der bereits seit Montag in Untersuchungshaft ist und die heimtückische Attacke nach Polizeiangaben gestanden hat, ist in der rechtsextremistischen Szene bekannt: Kevin S., 19 Jahre alt, stammt aus dem Umfeld des ehemaligen hessischen NPD-Vorsitzenden Marcel Wöll in Butzbach und verbreitet über eine eigene Internetseite selbstgemachte Propaganda-Videos übelster Natur; Attacke rechtsextrem motiviert. Im Schlaf attackiert: Eine 13jährige liegt schwerverletzt im Krankenhaus – auch der Bruder ist verletzt. Die Täter kommen offenbar aus der organisierten rechtsextremen Szene. In seinen Videos soll er behauptet haben, Deutschland befände sich im Krieg gegen die Juden. Nun sitzt Kevin S. in Untersuchungshaft, weil er selbst in den Krieg gezogen ist. Der 19jährige hat gestanden zusammen mit anderen Rechtsextremisten ein Camp der Linken-Jugendorganisation Solid in Hessen angegriffen zu haben. Ein 13jähriges Mädchen liegt seitdem schwer verletzt im Krankenhaus; Schnippkoweit gesteht Überfall auf Solid-Camp. Kevin Schnippkoweit, bekanter Neonazi und Volksfrontmedien-Aktivist hat gestanden, an dem brutalen Überfall auf das Solidcamp am 20.07.08 in Nordhessen; Rechtem Schläger droht Anklage wegen versuchten Mordes. Im Fall einer Verurteilung könnte der 19-Jährige maximal lebenslang hinter Gitter kommen. Dem rechtsradikalen Hauptbeschuldigten des Überfalls auf ein Zeltlager von linken Jugendlichen in Nordhessen droht eine Anklage wegen versuchten Mordes. Im Fall einer Verurteilung könnte der 19-Jährige damit sogar maximal lebenslang hinter Gitter kommen. Die Kasseler Staatsanwaltschaft sieht Hinweise, dass bei der Tat die beiden Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe erfüllt sein könnten. Dies müssten die weiteren Ermittlungen aber noch bestätigen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans-Manfred Jung, am Donnerstag auf Anfrage. Jung erläuterte, wer schlafende Camper mit einem Klappspaten und einer Bierflasche attackiere, handele heimtückisch. Wenn dies aus einer rechten Gesinnung heraus geschehe, müsse man außerdem über das Mordmerkmal niedrige Beweggründe nachdenken; “Kollateralschaden” – das faschistische Internetportal “Altermedia” verhöhnt das Opfer der Nazi-Mordattacke vom Neuenhainer See. Während Polizei, CDU-Landesregierung und viele andere sich jetzt heuchlerisch-betroffen zum Nazi-Überfall auf das [‘solid]-Camp äußern, obwohl sie selber die politische und praktische Mitverantwortung dafür tragen, daß es dazu kommen konnte (gegen Schnippkoweit hätte man spätestens 2007 wegen Volksverhetzung und Gewaltverherrlichung vorgehen können, wenn man nur gewollt hätte – wer weiß, ob es dann zu seiner neuerlichen Tat gekommen wäre! siehe auch *Anmerkung_1) , äußert sich das Nazi-Internet-Portal “Altermedia” geradezu erfrischend offen und wirbt um Verständnis für den seit langem bekannten Täter:
Unter der Überschrift “Missglückter SOLID-Campingausflug” heißt es da über das Opfer: “Die 13-Jährige ist nichts weiter als ein Kollateralschaden in den Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links. Schließlich wird sie ja wohl niemand gezwungen haben, im SOLID-Jugendcamp zu übernachten oder an der Demonstration gegen Rechts einen Tag zuvor teilzunehmen”; Polizei behauptet weiterhin: Schnippkoweit war uns als Nazi kein Begriff, rechte Vernetzung im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nicht…Der in U-Haft einsitzende Kevin Schnippkoweit war der Polizei des Schwalm-Eder-Kreises angeblich als Neonazi unbekannt. Das behauptet nach einem Bericht in “junge Welt” der Polizeisprecher der Direktion Schwalm-Eder, Markus Brettschneider. Auch behauptet er weiterhin, es gebe keine “Vernetzung rechtsextremer Kräfte” in Nordhessen. Dabei hätte ein Blick auf die Seite “antimanifest.de” genügt, um die Vielzahl neofaschistischer Aktionen in der Region genau aufgelistet zu finden. Ihren konzentrierten Ausdruck findet diese objektiv den Nazis nutzende Ideologie und Praxis im aktuellen Verfassungsschutz-Bericht des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen politische Linie allerdings das genaue Gegenteil von dem ist, was der FR-Kommentator zu Recht fordert: den Schulterschluss aller Feinde der Rechtsextremisten.

Wo der braune Reisekader zuschlägt

Politik – Wo der braune Reisekader zuschlägt

Überfall am Zelt. Solche Nachrichten kommen sonst nur aus dem Osten Deutschlands: Neonazis überfallen ein Zeltlager mit links-alternativen Jugendlichen, schlagen wahllos zu. Ganz selbstbewusst, am helllichten Tag. Diesmal aber geschah es mitten im Westen, in Nordhessen, am Neuenhainer See zwischen Homberg und Schwalmstadt. Solid, die Jugendorganisation der Linkspartei, veranstaltete hier am vergangenen Wochenende ein Sommercamp. Und hatte, ganz als zeltete man in entlegenen Gegenden Ostdeutschlands, sogar mit einem Angriff der Rechten gerechnet. “Wir hatten deshalb von Anfang an Nachtwachen aufgestellt”, sagte der Sprecher der örtlichen Solid-Basisgruppe, Markus Lange. Die braunen Schläger aber kamen morgens, als es längst hell war, und überraschten die Camper im Schlaf. Ein 13-jähriges Mädchen prügelten sie krankenhausreif, wohl mit einem Klappspaten. Der mutmaßliche Haupttäter, der bereits seit Montag in Untersuchungshaft ist und die heimtückische Attacke nach Polizeiangaben gestanden hat, ist in der rechtsextremistischen Szene bekannt: Kevin S., 19 Jahre alt, stammt aus dem Umfeld des ehemaligen hessischen NPD-Vorsitzenden Marcel Wöll in Butzbach und verbreitet über eine eigene Internetseite selbstgemachte Propaganda-Videos übelster Natur. Seit einigen Monaten soll er sich als eine Art brauner Reisekader um die Neonazi-Kameradschaft im Schwalm-Eder-Kreis bemüht haben. Und das offenbar mit Erfolg: Auch wenn die Polizei die sogenannten Autonomen Nationalisten der “Freien Kräfte Schwalm-Eder” nach wie vor als “relativ losen Zusammenschluss” einstufen mag, haben sich die rechtsextremistischen Aktivitäten in der Region rund um Schwalmstadt in jüngerer Zeit vervielfacht.

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siehe auch: Überfall auf Sommercamp am Neuenhainer See – Täter ermittelt und festgenommen, 19-jähriger Haupttäter in Untersuchungshaft. Gestern Morgen um 07:45 Uhr kam es am Neuenhainer See im Schwalm-Eder-Kreis zu einem gewalttätigen Überfall auf Teilnehmer eines Sommercamps der Jugendorganisation der Partei Die Linke (‘solid). Eine 13-jährige Teilnehmerin und ihr 23-jähriger Stiefbruder wurden zum Teil schwer verletzt (wir berichteten). Die zuvor unbekannten Täter im Alter zwischen 19 und 23 Jahren, konnten noch am gleichen Tag ermittelt und festgenommen werden. Der 19-jährige Haupttäter wurde heute der Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar vorgeführt, sie erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung; Neonazis überfallen linkes Sommercamp. Am frühen Morgen wurde das Sommercamp der Linksjugend [´solid] am Neuenhainer See (Nordhessen) von rechten Schlägern überfallen. Eine 13-jährige Teilnehmerin erlitt schwere Kopfverletzungen. Am Vortag hatte die Jugendorganisation eine Demonstration gegen Rechts in Schwalmstadt-Treysa veranstaltet, an der über 200 überwiegend junge Menschen teilgenommen hatten. Bereits am Rande der Demonstration hatten Anhänger der “Freien Kräfte Schwalm-Eder” vereinzelte Teilnehmer provoziert und einen Zugriff durch die Polizei erzwungen; Kevin Schnippkoweit in Untersuchungshaft wegen des Überfalls auf das [‘solid]-Camp am Neuenhainer See. Wie aus zuverlässiger Quelle bekannt wird, handelt es sich bei dem wegen versuchten Totschlags in Haft genommenen Nazi-Schläger, der am frühen Morgen des 21. Juli eine dreizehnjährige Teilnehmerin an einem Jugendcamp der Gruppe [‘solid] schwer verletzt hatte, um den seit längerem bereits bekannten ehemaligen engen Mitstreiter des früheren NPD-Parteivorsitzenden Marcel Wöll, Kevin Schnippkoweit; HR-Beitrag (Video); Neonazis überfallen linkes Sommercamp am Neuenhainer See. Am frühen Morgen wurde das Sommercamp der Linksjugend [´solid] am Neuenhainer See von Schlägern überfallen. Eine 13-jährige Teilnehmerin erlitt schwere Kopfverletzungen. Am Vortag hatte die Jugendorganisation eine Demonstration gegen Rechts in Schwalmstadt-Treysa veranstaltet, an der mehr als 200 überwiegend junge Menschen teilgenommen hatten. Bereits am Rande der Demonstration hatten Anhänger der “Freien Kräfte Schwalm-Eder” vereinzelte Teilnehmer provoziert und einen Zugriff durch die Polizei erzwungen; siehe auch: Wer hinter “Volksfront Medien” steckt. NPD-Wahlkampf-, Propaganda-, Musik- und Demonstrationsvideos – wahlweise auf der eigenen website oder dem Videoportal Youtube veröffentlichen die Neonazis von „Volksfront Medien“ (VfM) ihre Kurzfilme. Hinter dem Projekt stehen Christian Müller, Kevin Schnippkoweit und Philipp John, drei hessische Neonazis aus dem Umfeld des extrem rechten Hausprojektes in der Langgasse 16 in Butzbach-Hochweisel (Kreis Wetterau). Gemeinsam mit dem dort ansässigen Landesvorsitzenden der NPD Hessen, Marcel Wöll, produzier(t)en sie hier ihre Amateurvideoclips. Alle drei entstammen dem Umfeld der militanten Neonazigruppe “Freie Nationalisten Rhein-Main” (FRNM) und zählen sich zu „autonomen Nationalisten“ [1]. Trotzdem stehen sie der NPD sehr nahe und produzieren für sie Wahlwerbespots für das Internet, so z.B. mit Wöll oder dem Landesgeschäftsführer der NPD Thüringen Patrick Wieschke. Auch das NPD-nahe Tagesschau-Plagiat “Kritische Nachrichten der Woche” wird von „Volksfront Medien“ produziert; Neonazis prügeln Kinder. Neonazis haben ein Sommercamp der Linksjugend in Nordhessen überfallen. Ein 13-jähriges Mädchen wurde dabei krankenhausreif geprügelt. Bereits einen Tag nach dem brutalen Überfall von Neonazis auf ein Sommercamp der Linksjugend in Nordhessen hat die Polizei die vier mutmaßlichen Täter festgenommen. Drei von ihnen gehören der rechten Szene an, teilte Polizeisprecher Markus Brettschneider in Homberg mit.

Schule wird umbenannt

23.07.2008: Schule wird umbenannt (Tageszeitung junge Welt)
Charlottenburger Gymnasium hält nichts vom Mythos 20. Juli und trennt sich vom Namensgeber Erich Hoepner. Ein deutscher Held fällt: Zeitnah zum 20. Juli gibt sich das Erich-Hoepner-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg einen neuen Namen. Der Wehrmachtsgeneral Hoepner war 1944 am gescheiterten Staatsstreich gegen Hitler beteiligt und wurde am 8. August 1944 hingerichtet. Während die Bundeswehr auch in diesem Jahr wieder den 20. Juli mit einem pompösen Gelöbnis am Reichstag beging und knapp 2000 Polizisten 200 Kriegsgegner, die nicht zuletzt auf den heuchlerischen Bezug zu den Attentätern hinwiesen, kamen Schulleitung, Elternvertretung und Schüler nach jahrelangen Diskussionen zu der Erkenntnis: Wer gegen Hitler war, muß noch lange kein Vorbild sein. Hoepner als Namensgeber für die Schule wird am 1. August durch den jüdischen Kunstmäzen Heinz Berggruen ersetzt. (…) Hoepner hatte seinem Führer, wie auch andere Verschwörer des 20. Juli, solange die Treue gehalten, wie der Krieg erfolgreich verlief. »Die Polenfrage muß ja einmal gelöst werden«, rechtfertigte er 1939 den Überfall auf das Nachbarland. Über der polnischen Hauptstadt ließ er Flugblätter abwerfen mit der Ankündigung: »Für jeden deutschen, in Warschau gefallenen Soldaten werden zwanzig von Euch erschossen!« Im Mai 1941 hetzte der Generaloberst der Panzergruppe 4 seine Truppen in den »Daseinskampf des deutschen Volkes«. Zum Überfall auf die Sowjetunion sagte er: »Es ist der alte Kampf der Germanen gegen das Slawentum, die Verteidigung europäischer Kultur gegen moskowitisch-asiatische Überschwemmung, die Abwehr des jüdischen Bolschewismus.« Hoepner war ein Kriegsverbrecher. Die Einsatzgruppen der SS lobten ihn für seine hervorragende Kooperation. Er reichte zum Beispiel Vorschläge ein, Partisanen mit Giftgas zu bekämpfen. Hatte er zunächst angeordnet, Sabotageaktionen »einzelnen kommunistischen Elementen, vor allem Juden anzulasten«, ging er später zu »kollektiver Vergeltung« über: »Jede Weichheit in der Partisanenbekämpfung muß schwinden. Partisanenverdächtige Elemente sind zu erschießen und nicht an die Gefangenensammelstellen abzugeben« (November 1941). Gemser listet all die kleinen, vergessenen Dörfer auf, die Hoepner auf dem Marsch nach Moskau zerstören ließ, weil sie als »partisanenverseucht« galten oder der Wehrmacht einfach im Weg standen. Zum »Hitlergegner« wurde Hoepner im Januar 1942. Um seine von der Roten Armee umringten Divisionen zu retten, befahl er den Rückzug. Eine militärisch kluge Entscheidung, die aber gegen ausdrücklichen Führerbefehl verstieß. Hitler tobte, Hoepner wurde entlassen – eine Herabwürdigung, die dieser bis zum 20. Juli nicht verwunden hat

Heftige Debatten um rechtsradikale Gewalt in Ungarn

0830rechtsradikale – Heftige Debatten um rechtsradikale Gewalt in Ungarn

Krieg der Worte. Die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen um das Auftreten der Rechtsradikalen halten unvermindert an. Als „Gegengewicht“ zu Webauftritten der neofaschistischen Szene haben sich mittlerweile Portale der Linken zu Wort gemeldet. Diese beschimpfen in ebenso wüstem Ton die Gegenseite und publizieren Fotos sowie Daten über die Akteure der extremen Rechten. Gleichzeitig will sich das Oberste Gericht mit der Frage befassen, wie die Justiz mit den Taten der Randalierer umgehen soll. Die Videos von den jüngsten Budapester Straßenschlachten, vom Toben des rechten Mobs gegen einen Aufmarsch Homosexueller, dessen Attacken gegen die Polizei – all diese unschönen Bilder und Vorgänge haben dem Ruf des Landes sicherlich erneut schweren Schaden zugefügt. Und vermutlich wird das Agieren der Gerichte diesem Ruf auch nicht förderlich sein: Einige Randalierer waren nach Schnellverfahren mit der Begründung auf freien Fuß gesetzt worden, dass das Werfen von Eiern in den Rahmen der freien Meinungsäußerung passe. Später kamen die ersten schwereren Fälle vor Gericht. Lächerliche Strafen.Mit Hilfe von Videos konnte die Polizei Personen identifizieren, die beispielsweise Pflastersteine gegen die Beamten warfen – also eindeutig schwere Körperverletzungen begingen und dabei den potenziellen Tod von Polizisten billigend in Kauf nahmen. Die ersten Verurteilten kamen mit 14 beziehungsweise 18 Monaten Haft davon, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Neues Gesetz schützt Berlusconi vor Gefängnis

espace.ch – Neues Gesetz schützt Berlusconi vor Gefängnis
Der italienische Senat hat mit grosser Mehrheit einem Gesetz zugestimmt, das Regierungschef Silvio Berlusconi Immunität garantiert. Berlusconi muss damit die Justiz bis zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit nicht mehr fürchten. 171 Senatoren stimmten am Abend für das Gesetz, 128 dagegen, sechs enthielten sich der Stimmen. Damit tritt das umstrittene Immunitätsgesetz endgültig in Kraft, da es schon von der Abgeordnetenkammer verabschiedet worden war. Neben dem Regierungschef sind künftig auch der Staatschef und die Präsidenten der beiden Parlamentskammern während ihrer Amtszeit vor Strafverfolgung geschützt. Ein bereits vor einem Gericht in Mailand laufender Prozess gegen Berlusconi wird zunächst ausgesetzt. Der Medienunternehmer und sein früherer britischer Anwalt David Mills waren unter anderem wegen Bestechung angeklagt – die Vorwürfe reichen in die 90er Jahre zurück.

Man Fined for Hate Speech on Internet Forum

Union of Councils for Soviet Jews: Man Fined for Hate Speech on Internet Forum

A court found a resident of Aleksandrov, Russia (Vladimir region) guilty of inciting ethnic hatred and fined him 54,000 rubles (around $2,300), according to a July 18, 2008 report by the Sova Information-Analytical Center. The 23-year-old man went onto a local web forum that featured postings by Chechen refugees and wrote about the need to: “Destroy this scum, every last one of them, so that this evil no longer exists on Earth.”

Czech police to watch Saturday’s march of skinheads closely

Romano Vodi – Czech police to watch Saturday’s march of skinheads closely – News

Dozens of Czech police will closely watch a protest march of members and supporters of the skinhead movement on Saturday, July 26, designed to highlight an alleged judiciary mistake in the case of Vlastimil Pechanec who was sentenced to 17 years in prison for the racially motivated murder of a Romany, the local police head told CTK today. The Svitavy municipal police will assist the state police, Svitavy police director Miroslav Brandejs said, adding that about 200 participants were expected, the same number that marched along the Svitavy streets last year. However, police do not expect any skirmishes, he said. “We do not think that public order would be violated. It will be a peaceful march and everyone has the right to organise it. Given last years’ experience I see no reason for any extreme security measures,” Bandejs said. “If the participants violated the conditions set by the law we are prepared to disperse the march in coordination with the police,” Erich Stuendl, crime prevention coordinator from the Svitavy Town Hall, said. It will be the third such march and the previous ones had a peaceful nature. In 2004, Pechanec, then a 23-year-old skinhead, was sentenced by the Prague High Court to 17 years in prison for a racially-motivated murder of a Romany man in 2001. According to the verdict, Pechanec stabbed to death a Romany after a verbal conflict. The victim left behind a seriously ill partner and two small children.

Serbien: Österreich soll Asner ausliefern

Serbien: Österreich soll Asner ausliefern « DiePresse.com

Serbien will die Auslieferung des in Klagenfurt lebenden gesuchten Kriegsverbrechers Milivoj Asner beantragen. Die britische Zeitung “Sun” hatte während der Euro auf Asners Fall aufmerksam gemacht. Serbien werde die Auslieferung des in Klagenfurt lebenden und in Kroatien als Kriegsverbrecher gesuchten Milivoj Asner (95) beantragen. Dies berichtete die Belgrader Tageszeitung “Blic”. Der Kroate Asner solle für Massenmorde während des Zweiten Weltkriegs im kroatischen Pozega verantwortlich gemacht werden. Asners Fall war während der EURO vom britischen Boulevardblatt “Sun” thematisiert worden.

siehe auch: Auch Serbien fordert Asners Auslieferung: Verfahren scheitern an Österreichs Justiz. Belgrader Gericht für Kriegsverbrechen hat Interesse.  Gutachten in Österreich bescheinigen ihm Demenz. Haiders schützende Hand über Alt-Nazi. Landeshauptmann: “Das ist eine nette Familie” Serbien werde die Auslieferung des in Klagenfurt lebenden und in Kroatien als Kriegsverbrecher gesuchten Milivoj Asner beantragen. Dies berichtete die Belgrader Tageszeitung “Blic”. Der Kroate Asner solle für Massenmorde während des Zweiten Weltkriegs im kroatischen Pozega verantwortlich gemacht werden. Asners Fall war während der EURO vom britischen Boulevardblatt “Sun” thematisiert worden.

Naziopfer wurden doppelt bestraft – vor und nach 1945

VVN/BdA NRW – Naziopfer wurden doppelt bestraft – vor und nach 1945

Das Thema Entschädigung ist wieder auf der Tagesordnung. Die VVN-BdA nahm auf ihrem Bundeskongress dazu Stellung (siehe den folgenden Beitrag). Im Sommer 2007 und im Mai 2008 hat der Bundestag zwei Entscheidungen getroffen, die den Opfern des kalten Krieges im Westen neues Unrecht brachten. Es wurde ihnen eine Rente verweigert – die den Opfern des kalten Krieges im Osten gewährt wurde. Und ausgerechnet am 8. Mai 2008 beschloss der Bundestag, den kommunistischen Widerstandskämpfern, die sowohl unter Hitler wie auch unter Adenauer verfolgt wurden, weiterhin die Entschädigung nach dem Bundesentschädigungsgesetz zu verweigern. Das betrifft oft auch Hinterbliebene der Opfer. Zwei davon haben auf unsere Bitte hin zum Thema geschrieben. Dazu die nachfolgenden Beiträge bzw. Briefe von Klara Tuchscherer geb. Schabrod und Peter Dürrbeck. U.S. (VVN-BdA)

Documents found on Nazi Egner

B92 – News – Crime & War crimes – Documents found on Nazi Egner

The War Crimes Prosecution will take over documents incriminating Peter Egner, a suspected WW2 Nazi. Egner, a U.S. citizen, was discovered living in Seattle recently. He is suspected of taking part in the murder of thousands of Serbs, Jews and Romas during Nazi Germany’s Second World War occupation of Yugoslavia. Now the director of the Belgrade Archive, Branka Prpa, says this institution has in its possession two documents regarding Egner. “The Belgrade Archive has found documents on Peter Egner in the card of Belgrade residents, where he registered in 1940, which shows that the German plan to occupy Belgrade was underway.”