Nähe zur „Reichsbürger“-Szene – Zwei bayerische Polizisten verlieren ihren Beamtenstatus

Zwei bayerischen Polizisten ist der Beamtenstatus entzogen worden. Insgesamt haben die Behörden in Bayern 18 Disziplinarverfahren gegen Polizisten eingeleitet. Zwei der unter Reichsbürgerverdacht stehenden bayerische Polizisten haben ihren Beamtenstatus verloren. In einem Fall entzog das Münchner Verwaltungsgericht einem Ersten Polizeihauptkommissar der Bereitschaftspolizei den Beamtenstatus, in einem anderen Fall beantragte ein Polizeihauptmeister des Präsidiums Schwaben Nord selbst die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München mitteilte. “Wer vom Gedankengut der Reichsbürger überzeugt ist, der gehört nicht zur bayerischen Polizei und hat dort nichts zu suchen”, erklärte Herrmann. Insgesamt leiteten die Behörden in Bayern mittlerweile laut Herrmann 18 Disziplinarverfahren gegen Polizisten ein, die in Zusammenhang mit der Reichsbürgerbewegung gebracht werden.

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Preussische Pickelhaube.jpg
By de:User:Stahlkocher – german wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Ein Neonazi geht für die SBB auf Patrouille

Ein 43-Jähriger sorgt für die SBB als Polizist für Sicherheit. Doch sein Auftreten in den sozialen Medien könnte nun Konsequenzen haben. Er fiel in den sozialen Medien mit rassistischen Sprüchen und Gewaltfantasien gegen Migranten auf, zeigt Bewunderung für die Waffen-SS – und arbeitet als Transportpolizist für die SBB. Bis 2011 war der St. Galler bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserhoden angestellt. «Danach wechselte er in die Privatwirtschaft», so ein Sprecher zu 20 Minuten. Der Mann habe das Corps von sich aus verlassen. Mehr kann der Sprecher zur Trennung mit dem Mitarbeiter vor rund acht Jahren nicht sagen. Nur so viel: «Was Gesinnung angeht, herrscht im Corps Nulltoleranz. Da kann sich ein Mitarbeiter nichts erlauben.» Der Facebook-Post des 43-Jährigen vor einer Woche wäre wohl zu viel des Guten gewesen: Am 20. April veröffentlichte der Bahnpolizist nämlich einen indirekten Geburtstags-Glückwunsch an Adolf Hitler, wie der «SonntagsBlick» schreibt. «Eine Kerze für den Onkel! GruSS», soll er auf seinem Facebook-Profil geschrieben haben. Das SS steht für Schutzstaffel. Diese diente Hitler als Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument. Die Nähe zu Nazi-Gedankengut scheint seinen Vorgesetzten bislang nicht wirklich aufgefallen zu sein Denn seit Jahren geht er ungehindert bewaffnet in Zügen und an Bahnhöfen auf Patrouille

via 20min: Ein Neonazi geht für die SBB auf Patrouille

Grüne befürchten rechte Netzwerke in der Berliner Polizei

Unter den Beamten gab es zuletzt wiederholt Verdachtsfälle mit Bezügen in die extremistische Szene. Der Mann hatte das Beiheft für eine Neonazi-CD geschrieben, auf seiner Brust hatte er sich die Noten des verbotenen Horst-Wessel-Liedes eintätowiert, und bei einer Hausdurchsuchung fanden sich Fotos, auf denen er mit Hitlergruß und Hakenkreuzfahne posierte sowie weitere Bilder von Adolf Hitler. Andreas T., so darf man wohl sagen, hatte klare Bezüge zur Nazi-Ideologie. Um so erstaunlicher war es, für wen er arbeitete: die Berliner Polizei. Der Fund der Nazi-Devotionalien in der Wohnung des Polizeibeamten liegt schon mehr als zehn Jahre zurück und nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurde Andreas T. Ende 2017 aus dem Polizei-Dienst entlassen. Verdachtsfälle auf rechtsextreme Einstellungen in den Reihen der Berliner Polizei gibt es jedoch bis zum heutigen Tag immer wieder mal. Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus fordert deshalb nun Aufklärung. Die Abgeordneten Benedikt Lux und June Tomiak wollen der Innenverwaltung einen umfänglichen Fragenkatalog übermitteln. Das Dokument gipfelt in der Frage, ob es sich beim Thema Rechtsextremismus in der Polizei um ein strukturelles Problem handeln könnte – und ob der Senat ausschließen könne, dass es innerhalb der Berliner Sicherheitsbehörden ein rechtsextremes Netzwerk geben könnte. In anderen Bundesländern gibt es klare Hinweise auf ein solches Netzwerk. In Baden-Württemberg gehörten zwei Polizisten zu dem umstrittenen Verein „Uniter“. Dessen Gründer, ein ehemaliger Feldwebel des Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, soll unter dem Tarnnamen „Hannibal“ ein im Verborgenen agierendes rechtsextremistisches Netzwerk geleitet haben. (…) Da wären die SMS-Chats, in denen sich einige Beamte, zuständig ausgerechnet für die Extremismus-Bekämpfung, zum Jahreswechsel 2016/17 bemerkenswerte Nachrichten zukommen ließen. „Kommt jut rinn“, schrieb ein Polizeioberkommissar am Silvestertag 2016. Dann folgte der Satz, der ihm noch einigen Ärger einbringen sollte – und der als Beleg für seine rechtsextremistische Gesinnung gewertet werden kann: „haltet euch von Merkel & Co und ihren scheiß Gut-Menschen fern“, hieß es. Einige Wochen später folgte ein SMS-Chat mit einer Verabschiedung, die an der Gesinnung des Polizeioberkommissars keinen Zweifel lassen sollte: „88“, tippte er in die Tastatur seines Handys ein. Für Außenstehende mag das unverfänglich erscheinen. Doch die Ziffernkombination hat in der Neonazi-Szene eine klare Bedeutung. Acht steht für den achten Buchstaben des Alphabets, also für das „H“ – und „88“ steht als Codeformel für den verbotenen Nazi-Gruß „Heil Hitler!“

via morgenpost: Grüne befürchten rechte Netzwerke in der Berliner Polizei

Florida Police Officers Who Slammed A 15 Year-Old Black Boy’s Head To The Ground In Viral Arrest Video Said He Was Acting “Aggressive”

The unarmed high school student was attempting to retrieve a cell phone that had fallen out of the pocket of another teen who was being arrested.
Ellie Hall BuzzFeed News Reporter. A Florida police deputy has been placed on restricted duty after cellphone video footage surfaced of two white officers slamming the head of a pepper-sprayed black teenager against the ground while placing him under arrest on Thursday. Thousands of people shared videos of the incident on Twitter and Facebook over the weekend, tagging them “#justiceforlucca,” and demanding that the officers be fired or prosecuted. Broward County Sheriff Gregory Tony said in a statement Friday that the department would conduct a “thorough investigation” into the incident and said that Deputy Christopher Krickovich, one of the officers pictured in the video, had been placed on restricted duty. In an arrest warrant affidavit, Krickovich said that the teenage boy — who has been identified on social media as “Lucca” or “DeLucca” — took an “aggressive stance” towards his partner while they were arresting another teenager for trespassing. The15 year-old appeared in court Friday morning, where he was formally charged with assault, resisting arrest, and trespassing. Video of the arrest began to circulate on social media soon after the incident occurred, but it went viral Saturday after it was shared on Twitter by activist and Church of God in Christ Bishop Talbert Swan.

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2 Virginia police officers fired for alleged ties to white supremacist groups

Social media posts show white nationalist beliefs. Two Virginia police officers were fired after allegations of involvement with white supremacist groups surfaced. Virginia Division of Capitol Police announced on Wednesday that officer Robert Stamm was fired after a review of possible violations of state and division policies. Stamm had been on administrative leave since February 6. Capitol Police spokesperson Joe Macenka told CNN the investigation that ultimately led to Stamm’s termination started after activist group Antifa Seven Hills shared screenshots of Stamm’s social media posts to Twitter, tagging the Capitol Police’s account. On February 5, Antifa Seven Hills wrote a blog post with pictures of Stamm showing tattoos and flags with symbols the activist group says are commonly associated with white supremacy. On his Facebook profile photo, Stamm has a stamp of the Asatru Folk Assembly, an organization the Southern Poverty Law Center classifies as “perhaps this country’s largest neo-Völkisch hate group.” The SPLC says neo-Völkisc “adherents base their spirituality on the survival of those descended from white Europeans. …” (…) The second officer, Daniel Morley, worked for the Chesterfield County Police and was fired on Thursday, Police Chief Jeffrey Katz wrote on a Facebook post. Katz said Morley was investigated because he “may have an affiliation with Identify Evropa — an organization widely known for promoting white nationalism.”
CNN’s attempts to reach Morley for comment were unsuccessful. Antifa of the Seven Hills also wrote a blog post about Morley, alleging he plays an active role in the Identity Evropa discussion groups as a pledge coordinator.
(…) A federal lawsuit filed in 2017 alleges that Richard Spencer, a white nationalist leader, said one of Identity Evropa’s founders, Nathan Damigo, “took the lead in organizing white supremacist participation among people from outside Charlottesville” for the Unite the Right rally in Charlottesville.
The organization was then rebranded as American Identity Movement in early March – and photos on the Antifa blog post show Morley waving an American flag behind the organization’s banner. The SPLC calls the newly-coined movement a “derivative” of Identity Evropa.

via localnews8_ Virginia police officers fired for alleged ties to white supremacist groups

Linke fordert Aufklärung – Welche Kontakte unterhielt ein #LKA-Mann zu einem #Neonazi? – #schauhin #polizeischutz

Die Linke-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) aufgefordert, die mögliche Verstrickung eines Mitarbeiters des Landeskriminalamtes (LKA) mit der rechten Szene „persönlich und unverzüglich“ aufzuklären. Wenn das LKA nicht in der Lage sei, die Serie mutmaßlich rechter Straftaten in Berlin-Neukölln aufzuklären, sollte die Bundesanwaltschaft den Fall übernehmen, erklärten Anne Helm und Niklas Schrader am Mittwoch. Nach Informationen des Politikmagazins „Kontraste“ und des RBB soll ein LKA-Beamter Kontakte zu einem vorbestraften Neonazi gehabt und sich mehrfach mit ihm getroffen haben. Dieser soll verdächtig sein, an Brandanschlägen in Neukölln beteiligt gewesen zu sein. Berliner Opferberatungsstelle stellt Strafanzeige gegen das LKA Die Berliner Opferberatungsstelle ReachOut stellte am Mittwoch Strafanzeige gegen das LKA. Es liege der Verdacht nahe, dass ein Beamter geheime Informationen an mögliche Straftäter weitergegeben habe, teilte ReachOut-Projektleiterin Helga Seyb mit. Seit Jahren gebe es unaufgeklärte Taten in Neukölln, bei denen gegen Rechts engagierte Menschen und Projekte gegen Rechtsextremismus attackiert würden. Laut Staatsanwaltschaft gab es langwierige Ermittlungen gegen den Polizisten. Diese seien aber eingestellt worden, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärtet habe, sagte ein Sprecher. Laut RBB arbeitet der Beamte weiter in der Behörde. Die Strafanzeige von ReachOut lag der Staatsanwaltschaft noch nicht vor.

via berliner zeitung: Linke fordert Aufklärung Welche Kontakte unterhielt ein LKA-Mann zu einem Neonazi?

siehe auch: Beamter des Berliner #LKA bei #Treffen mit bekanntem #Neonazi beobachtet – #schauhin #polizeischutz. Ein Beamter des Berliner Landeskriminalamtes soll Kontakt zu einem mehrfach vorbestraften Berliner Neonazi unterhalten haben. Das ergeben Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste und von rbb24 Recherche. Der Neonazi wird verdächtigt, an einer Reihe von Brandanschlägen in Berlin Neukölln beteiligt gewesen zu sein. Der Beamte W. des Landeskriminalamtes wurde von einem Observationsteam einer Sicherheitsbehörde beobachtet, als er sich am 16. März 2018 in einer Fußballkneipe mit dem mehrfach vorbestraften Neonazi T. und weiteren Männern unterhalten hat. Kurz danach fuhren T. und der LKA-Beamte gemeinsam in dem Privatauto des Beamten W. weg. W. ist im Berliner Landeskriminalamt in einem Bereich tätig, der auch für polizeiliche Observationsmaßnahmen zuständig ist.

Beamter des Berliner #LKA bei #Treffen mit bekanntem #Neonazi beobachtet – #schauhin #polizeischutz

Ein Beamter des Berliner Landeskriminalamtes soll Kontakt zu einem mehrfach vorbestraften Berliner Neonazi unterhalten haben. Das ergeben Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste und von rbb24 Recherche. Der Neonazi wird verdächtigt, an einer Reihe von Brandanschlägen in Berlin Neukölln beteiligt gewesen zu sein. Der Beamte W. des Landeskriminalamtes wurde von einem Observationsteam einer Sicherheitsbehörde beobachtet, als er sich am 16. März 2018 in einer Fußballkneipe mit dem mehrfach vorbestraften Neonazi T. und weiteren Männern unterhalten hat. Kurz danach fuhren T. und der LKA-Beamte gemeinsam in dem Privatauto des Beamten W. weg. W. ist im Berliner Landeskriminalamt in einem Bereich tätig, der auch für polizeiliche Observationsmaßnahmen zuständig ist. Die Beamten der Sicherheitsbehörde, die das Treffen beobachtet hatten, meldeten den Vorfall weiter. Nach einer polizeiinternen Untersuchung leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein, dass inzwischen eingestellt wurde. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu den konkreten Gründen des Ermittlungsverfahrens nicht äußern. Keine disziplinarrechtlichen Konsequenzen Das Verfahren stehe „im Zusammenhang mit einem weiteren Ermittlungsverfahren, bei dem eine Auskunftserteilung einer Ermittlungsgefährdung entgegensteht.“ Das Landeskriminalamt teilte auf mehrfache Nachfrage mit, dass der Beamte W. weiterhin im LKA 6 tätig sei und dass gegen ihn „keine Disziplinarmaßnahmen erforderlich“ gewesen seien.

via next24: Beamter des Berliner LKA bei Treffen mit bekanntem Neonazi beobachtet

siehe auch: Rechte Anschlagsserie in Neukölln Undichte Stelle im LKA? Ein LKA-Beamter soll mit Verdächtigen in der rechten Anschlagsserie in Neukölln in Kontakt gestanden haben. Das Verfahren gegen ihn wurde jedoch eingestellt. Gibt es eine undichte Stelle im LKA? Diesen Verdacht erhebt ein Bericht von RBB und “Kontraste”. Demnach soll ein LKA-Beamter aus einer Abteilung, die auch für polizeiliche Observationsmaßnahmen zuständig ist, Kontakte zu den Verdächtigen in der rechten Anschlagserie in Neukölln unterhalten haben. Der Verdacht ließ sich jedoch offenbar trotz umfangreicher Ermittlungen nicht belegen. Dem Bericht zufolge soll sich der mehrfach vorbestrafte Neonazi Sebastian T. im März 2018 mit dem LKA-Beamten W. und weiteren Neonazis in einer einschlägig bekannten Kneipe im Neuköllner Ortsteil Rudow getroffen haben. Dabei sei er von zwei Beamten einer Sicherheitsbehörde – nach Tagesspiegel-Informationen dem Berliner Verfassungsschutz – beobachtet worden, berichtet der RBB. W. soll zudem die Kneipe gemeinsam mit T. verlassen haben – beide seien dann im Auto des LKA-Mannes weggefahren. Dem Bericht zufolge soll zunächst polizeiintern ermittelt worden sein, schließlich habe die Staatsanwaltschaft den Fall geprüft. Diese habe dem RBB mitgeteilt, das Verfahren gegen den Beamten sei eingestellt worden und stehe “im Zusammenhang mit einem weiteren Ermittlungsverfahren, bei dem eine Auskunftserteilung einer Ermittlungsgefährdung entgegensteht”.

#AfD-Mann mit #Kriegswaffe – Mario Lehmann posiert in #Uniform, mit Patronengurt und #MG – #schauhin #militanz

Der Polizist auf dem gelbstichigen Foto lächelt leicht, die Augen hinter einer Sonnenbrille verborgen. Auf dem Uniformhemd prangt das Wappen Sachsen-Anhalts, die Schulterklappen zeigen den Dienstgrad eines Hauptkommissars. Ein Detail jedoch passt nicht ins Bild: Um den Hals trägt der Mann einen Patronengurt – für ein Maschinengewehr. Eine solche Waffe besitzt Sachsen-Anhalts Polizei gar nicht, es ist eine Kriegswaffe.
Der Polizist von einst ist heute Politiker: Mario Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion. Ein weiteres Foto liegt der MZ vor, offenbar am selben Tag aufgenommen. Es zeigt Lehmann hinter einem Maschinengewehr liegend, den Finger am Abzug. Wann und wo hatte er Zugriff auf diese Waffe? Die Frage ist nicht unerheblich, denn Lehmann ist ein umstrittener Politiker. Im vergangenen Jahr wurde er von einem Parteifreund wegen Körperverletzung angezeigt, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren später ein. Vor wenigen Wochen fiel Lehmann auf, weil er einen Waffenschein beantragte. Möglicherweise gibt es eine plausible Erklärung für die Bilder. Sie müssen einige Jahre alt sein, Lehmann trägt noch die 2010 ausgemusterte gelb-braune Uniform. Seltsam ist nur: Lehmann schweigt. Auf MZ-Anfragen reagiert er nicht.
Wie kam AfD-Abgeordneter an ein Maschinengewehr? Wer könnte Lehmann an ein Maschinengewehr gelassen haben? Das Landeskommando der Bundeswehr hat keine Erklärung. Schießwettbewerbe, an denen auch Nicht-Soldaten teilnehmen können, veranstalte man nicht. Der Reservistenverband indes lädt zwar Gäste ein zum Schießen um den „Sachsen-Anhalt-Pokal“ – weiß aber nichts von einem Teilnehmer Mario Lehmann. „Der ist auch nicht Mitglied bei uns“, so Landeschef Hans Thiele.
Auf MZ-Nachfrage zeigt sich auch das Landesinnenministerium ratlos. Klar ist nur eines: „In der Landespolizei sind Maschinengewehre nicht als Waffe zugelassen“, erklärt ein Sprecher. Die Polizeiinspektion Magdeburg kündigt derweil eine Untersuchung an. „Unsere Behörde wird intern prüfen, wie es zu diesen Fotos gekommen sein konnte“, sagte eine Sprecherin. Dabei werde man auch Lehmann befragen. Lehmann könnte nach Politkarriere zur Polizei zurückkehren Das Beamtenverhältnis des Kriminalhauptkommissars ruht seit dessen Wahl in den Landtag Sachsen-Anhalts. Sollte Lehmann das Parlament verlassen, hätte er Anspruch auf Rückkehr in die Polizei. Lehmann ist für seine große Neigung zu Waffen bekannt. Erst vor kurzem hatte er im Landtag gefordert, ausgediente Polizeipistolen kostenlos an die Schießsportvereine im Land zu verteilen. Zugleich verbreitet Lehmann extrem rechte Ansichten. Im Februar etwa wurde über seinen Facebook-Account der Holocaust relativiert.

via mz web: AfD-Mann mit Kriegswaffe Mario Lehmann posiert in Uniform, mit Patronengurt und MG

Pinkelten Frankfurter Polizisten an Gefährder-Haus? #schauhin #wildpinkeln #183aStGB #pissemisse @Polizei_Ffm

Bei der Frankfurter Polizei gibt es neue Ermittlungen gegen Beamte wegen möglichen Fehlverhaltens. Sie sollen nach einer Feier unter Kollegen zum Haus eines observierten Gefährders gefahren sein und an dessen Haus uriniert haben. Wie eine Sprecherin der Frankfurter Polizei dem hr am Montag bestätigte, laufen gegen insgesamt sechs Beamte der Frankfurter Polizei Disziplinarverfahren wegen möglichen Fehlverhaltens. Bei diesen Polizisten handele es sich um fünf Männer und eine Frau.(…) Mehrere betrunkene Beamten sollen dann laut der Zeitung zu dem Haus eines observierten Gefährders gefahren sein, zwei von ihnen hätten dann gegen dessen Haus uriniert. Die Beamten sollen Kapuzenshirts getragen haben, um von den eigenen Polizei-Überwachungskameras nicht erkannt zu werden. Man gehe davon aus, dass es den Vorfall gegeben habe, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag: “Wir müssen erst mal sehen, was an den Berichten dran ist und das verifizieren.”

via hessenschau: Pinkelten Frankfurter Polizisten an Gefährder-Haus?

siehe auch: Ermittlungen gegen Polizisten – Feier ausgeufert? Nach einer Ausstands-Party der Frankfurter Polizei sollen sich mehrere Beamte danebenbenommen haben. Es gibt bereits Disziplinarmaßnahmen. Was ist geschehen? In Frankfurt am Main laufen Ermittlungen gegen mehrere Polizisten, die sich nach einer Feier danebenbenommen haben sollen. Gegen sechs Beamte seien disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums. (…) Man gehe erst einmal davon aus, dass es den Vorfall gegeben habe, sagte die Polizeisprecherin. Es werde aber noch geprüft, was sich im Detail ereignet habe; Feier eskaliert: Betrunkene Polizisten urinieren an Haustür von Gefährder. Nach den Vorwürfen, es gäbe rechtsextreme Tendenzen bei der hessischen Polizei, geraten Beamte abermals in den Fokus der Öffentlichkeit – weil sie nach einer Feier betrunken an die Haustür eines Gefährders uriniert haben sollen.

Rechtslastiger Polizist höchstrichterlich suspendiert

Die Suspendierung eines Polizeihauptkommissars wegen seiner führenden Funktionen bei der extrem rechten und als verfassungsfeindlich eingestuften Splitterpartei „pro NRW“ war rechtens. Über Jahre war Wolfgang Palm aus Aachen gegen seine Suspendierung rechtlich vorgegangen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht 2018 entschieden hatte, jener Schritt sei rechtmäßig gewesen (bnr.de berichtete) wagte Palm noch den Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Er reichte in der Sache Verfassungsbeschwerde ein. Auf seiner Homepage teilte er seinerzeit mit, das zu erwartende Urteil in Karlsruhe werde „zukunftsweisend“ sein und „Rechtsgeschichte schreiben“. Am gestrigen Mittwoch teilte das BVerfG seinen Beschluss von Ende März mit. Dem ehemaligen Polizisten respektive seinem Kölner Anwalt Jochen L. bescheinigte das höchste Gericht dabei eine mangelhafte Arbeit. Eine „ordnungsgemäße Begründung der Verfassungsbeschwerde“ erfordere „eine konkrete inhaltliche Auseinandersetzung mit den angegriffenen instanzgerichtlichen Entscheidungen“. Eine „hinreichende argumentative Auseinandersetzung“ mit den Gründen jener Entscheidungen sei jedoch „im vorliegenden Fall im Hinblick auf keine der geltend gemachten grundrechtlichen Schutzpositionen erfolgt.“ Die Verfassungsbeschwerde nahm die Kammer daher erst gar nicht zur Entscheidung an. Gemeinsame Ratsgruppe mit AfD-Rechtsaußen Palm war einst Vorsitzender des „pro NRW“-Kreisverbandes Aachen sowie einer von mehreren stellvertretenden Landesvorsitzenden der Splitterpartei. Mitte Mai 2012 war er als Polizist vom Dienst suspendiert worden, auch weil die Partei vom Landesverfassungsschutz beobachtet wurde und der Polizeihauptkommissar durch sein Parteiengagement und seine Funktionen gegen die Treuepflicht als Beamter zur Verfassung verstoßen habe. Nach einem heftigen Machtkampf verließ Palm 2015 dann mit anderen Mitgliedern die Partei. Nachdem er 2014 für „pro NRW“ in den Rat gewählt worden war, gehört er seitdem dem Stadtrat parteilos an. Seit dem Jahreswechsel 2015/2016 bilden er und der AfD-Rechtsaußen Markus Mohr jedoch die Ratsgruppe „Allianz für Aachen“ (AfA).

via bnr: Rechtslastiger Polizist höchstrichterlich suspendiert