Rechtslastiger Polizist höchstrichterlich suspendiert

Die Suspendierung eines Polizeihauptkommissars wegen seiner führenden Funktionen bei der extrem rechten und als verfassungsfeindlich eingestuften Splitterpartei „pro NRW“ war rechtens. Über Jahre war Wolfgang Palm aus Aachen gegen seine Suspendierung rechtlich vorgegangen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht 2018 entschieden hatte, jener Schritt sei rechtmäßig gewesen (bnr.de berichtete) wagte Palm noch den Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Er reichte in der Sache Verfassungsbeschwerde ein. Auf seiner Homepage teilte er seinerzeit mit, das zu erwartende Urteil in Karlsruhe werde „zukunftsweisend“ sein und „Rechtsgeschichte schreiben“. Am gestrigen Mittwoch teilte das BVerfG seinen Beschluss von Ende März mit. Dem ehemaligen Polizisten respektive seinem Kölner Anwalt Jochen L. bescheinigte das höchste Gericht dabei eine mangelhafte Arbeit. Eine „ordnungsgemäße Begründung der Verfassungsbeschwerde“ erfordere „eine konkrete inhaltliche Auseinandersetzung mit den angegriffenen instanzgerichtlichen Entscheidungen“. Eine „hinreichende argumentative Auseinandersetzung“ mit den Gründen jener Entscheidungen sei jedoch „im vorliegenden Fall im Hinblick auf keine der geltend gemachten grundrechtlichen Schutzpositionen erfolgt.“ Die Verfassungsbeschwerde nahm die Kammer daher erst gar nicht zur Entscheidung an. Gemeinsame Ratsgruppe mit AfD-Rechtsaußen Palm war einst Vorsitzender des „pro NRW“-Kreisverbandes Aachen sowie einer von mehreren stellvertretenden Landesvorsitzenden der Splitterpartei. Mitte Mai 2012 war er als Polizist vom Dienst suspendiert worden, auch weil die Partei vom Landesverfassungsschutz beobachtet wurde und der Polizeihauptkommissar durch sein Parteiengagement und seine Funktionen gegen die Treuepflicht als Beamter zur Verfassung verstoßen habe. Nach einem heftigen Machtkampf verließ Palm 2015 dann mit anderen Mitgliedern die Partei. Nachdem er 2014 für „pro NRW“ in den Rat gewählt worden war, gehört er seitdem dem Stadtrat parteilos an. Seit dem Jahreswechsel 2015/2016 bilden er und der AfD-Rechtsaußen Markus Mohr jedoch die Ratsgruppe „Allianz für Aachen“ (AfA).

via bnr: Rechtslastiger Polizist höchstrichterlich suspendiert

#Polizist soll bei Einsatz in #Dresden #Holocaust infrage gestellt haben – #schauhin

Bei einem Protest gegen einen AfD-Stand an der Schauburg in Dresden müssen Beamte dazwischen gehen. Gegen einen von ihnen erhebt das Kulturbüro Sachsen nun schwerwiegende Vorwürfe. Neue Vorwürfe gegen die Polizei: Am Rand eines Protests ge­gen einen Stand der AfD in der Äu­ßeren Neustadt soll ein Beamter den Holocaust infrage gestellt ha­ben. Der Polizist habe Zweifel da­ran geäußert, dass während der NS-Diktatur tatsächlich sechs Millionen Juden ermordet worden seien. Ein Mitarbeiter des Kulturbüros Sachsen habe die Aussagen mitbekommen und daraufhin angekündigt, Be­schwerde einzulegen. Über Twitter teilte die sächsische Polizei mit, dass dieser Vorfall aufgearbeitet werden soll. (…) Als die Mitarbeiter des Kulturbüros vom AfD-Stand hörten, wollte Michael Nattke nachschauen, ob sich die Ak­tion letztlich nicht gegen das Kulturbüro richtet. Vor Ort angekommen, wurde er jedoch zum Zeugen eines Ge­sprächs – in dem ein Beamter krude An­sichten geäußert ha­ben soll.
Seinen Worten zufolge sollen zu­nächst zwei Vertreter vom Gegenprotest und ein Anhänger der AfD vor Ort miteinander diskutiert ha­ben. Dabei habe der Sympathisant der Partei die Proteste gegen die AfD mit dem Vorgehen der Nazis gleichgesetzt, die zum Boykott jüdischer Läden aufgerufen haben. Der Polizist habe daneben gestanden und dieser Äußerung zugestimmt, erklärt Michael Nattke.
Doch damit nicht genug. Als die Demonstranten darauf verwiesen hätten, dass währen der Naziherrschaft sechs Millionen Juden er­mordet worden seien und der Protest gegen die AfD dagegen in keinerlei Verhältnis stünde, habe der Polizist Zweifel an den historischen Tatsachen angemeldet. „Er hat die Frage gestellt, ob es denn bewiesen sei, dass sechs Millionen Menschen ermordet wurden und wissen wollen, wo das denn stehe“, schildert Michael Nattke das Geschehen. Daraufhin sprach der Mitarbeiter des Kulturbüros den Polizisten an, bat darum, dass er seine Dienstnummer nennt oder sich ausweist. „Das tat er aber nicht“, so Mi­chael Nattke, der sich deshalb an einen an­deren am Einsatz beteiligten Po­lizisten wandte. Bei ihm habe es sich um ei­nen Beamten der Bereitschaftspolizei gehandelt. „Er sagte mir, er könne mir nicht die Nummer des Kollegen geben, weil der zu ei­ner anderen Einheit ge­hört.“

via dnn: Polizist soll bei Einsatz in Dresden Holocaust infrage gestellt haben

Video Shows Chicago Police Officers Punching And Dragging A 16-Year-Old Student Down Stairs – #polizeigewalt #gewaltgegenfrauen

The video appears to contradict the officers statements that the student initiated the violent encounter. Surveillance video released Thursday shows Chicago police officers pushing and dragging a 16-year-old student down the stairs at a city high school before punching and tasing the girl. The video, obtained by BuzzFeed News, appears to contradict the officers’ statements that the student, Dnigma Howard, initiated the violent Jan. 29 encounter at Marshall High School and that her actions caused the three of them to fall down the stairs. Howard was initially charged with two felony counts of aggravated battery in connection with the incident, according to the Chicago Sun-Times, which first published the video. The charges were dropped shortly thereafter. “The video evidence completely contradicts the narrative given by the police,” Howard’s attorney Andrew Stroth told BuzzFeed News Thursday. “If she would have been convicted of those charges it would have ruined this young lady’s life but thank god for the video because the video clearly showed what happened.” In the video, Howard appears to speak to the two officers, Johnnie Pierre and Sherry Tripp. As she begins to walk away, Pierre grabs her and wrestles her down the stairs with Tripp following behind. About 20 seconds later, Pierre is captured dragging Howard by her wrist down the bottom of the stairs with Tripp on top of her. Pierre and Tripp then proceed to punch and step on her body while she lays on the ground, the video shows. The girl’s father, Laurentio Howard, is suing the city, the two officers, and the Chicago Board of Education in federal court, alleging the officers’ use of force violated his daughter’s civil rights.

via buzzfeed news: Video Shows Chicago Police Officers Punching And Dragging A 16-Year-Old Student Down Stairs

screenshot; Graphic video. YT: https://www.youtube.com/watch?v=EOj2Hm1dcmw

Einsicht nach fünf Jahren – Bundespolizei erkennt kurz vor Gerichtstermin ‚Racial-Profiling‘ als rechtswidrig an

Überraschende Wendung: Kurz vor dem Gerichtstermin hat die Bundspolizei die Rechtswidrigkeit einer vor fünf Jahren durchgeführten verdachtsunabhängigen Personenkontrolle zugegeben. Experten fordern jetzt Maßnahmen. Anfang Januar 2014 fuhr der Wissenschaftler Dr. Andreas S. (Name geändert), der aus einer deutsch- indischen Familie stammt, mit dem Zug von Kempten nach München. In der Nähe von Kaufbeuren stiegen Bundespolizeibeamte zu und führten bei Herrn Dr. S. anlasslos eine sogenannte verdachtsunabhängige Personenkontrolle durch. Im Waggon kontrollierten die Beamten keine weiteren Personen. Der Betroffene, der bereits wiederholt ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, vermutete, wegen seiner Hautfarbe kontrolliert worden zu sein (Racial Profiling). Hierdurch fühlte er sich diskriminiert. Außerdem rügte er einen Verstoß der maßgeblichen Vorschrift im Bundespolizeigesetz für Personenkontrollen gegen Vorgaben des Europarechts und legte Klage beim Verwaltungsgericht München ein. (…) Der Kläger beantragte die Zulassung der Berufung. Darüber sollte am 8. April 2019 vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof verhandelt werden. Doch es kam nicht dazu. Kurz vor der Verhandlung teilte die Bundespolizeidirektion München mit, dass „die von ihren Beamten durchgeführte Personalienfeststellung des Klägers vom 07.01.2014 sowie der unmittelbar fernmündlich durchgeführte Personalienabgleich rechtswidrig waren.“ „Eine späte Einsicht“, so Rechtsanwalt Sven Adam, der den Kläger vertritt. „Bundesweit hat sich geklärt, dass verdachtsunabhängige Kontrollen, wenn sie aufgrund phänotypischer Merkmale durchgeführt werden, rechtlich nicht haltbar sind.“

via migazin: Einsicht nach fünf Jahren – Bundespolizei erkennt kurz vor Gerichtstermin ‚Racial-Profiling‘ als rechtswidrig an

Rechtsextreme Posts in Polizeiuniform – Wer ist Gaia St.?

Eine Frau, die sich als Hamburger Polizistin ausgibt, postet auf Facebook fremdenfeindliche und islamophobe Kommentare. Die Polizei ist alarmiert. Amtsanmaßung oder Beispiel für ultrarechtes Gedankengut bei der Polizei? Ein Facebook-Auftritt einer Frau, die sich als Hamburger Polizistin ausgibt, beschäftigt die Sicherheitsbehörden und die Bürgerschaft. Auf ihrem Facebook-Account gibt sich die nach eigenen Angaben 49-jährige Frau als Polizistin aus: Sie präsentiert sich in Hamburger Polizeiuniform und legt nahe, dass sie auf Demos eingesetzt würde. Hamburgs Polizeipressesprecher Timo Zill allerdings betont gegenüber der taz: „Wir kennen diese Frau nicht“. Für die Schutzpolizei habe man das bereits „durchprüfen lassen“ und sei zu dem Ergebnis gekommen, „dass diese Frau der Schutzpolizei definitiv nicht angehört“. Für alle anderen Bereiche der Polizei sei diese Frage noch nicht definitiv geklärt, doch spräche „nichts dafür“, dass die Frau dem Polizeiapparat angehöre. Die Polizei ist alarmiert. Denn das was die selbsternannte Beamtin über die sozialen Medien postet, droht die Polizei in Verruf zu bringen und linken PolizeikritikerInnen, die immer wieder den Vorwurf erheben, die Polizei sei von Rechten durchsetzt, in die Hände zu spielen. So postet die Unbekannte auf der Facebook-Seite von Henryk Stöckl, AfD-Aktivist und Gastredner auf der für kommenden Sonntag geplanten Demonstration „Michel, wach auf!“: „Passt auf Euch auf, Hamburg ist ein heißes Pflaster. Wenn Euch eine Polizistin zuwinkt, könnte ich das sein.“
Wem die angebliche Beamtin da während des Dienstes zuwinken möchte, macht der Sprecher des Hamburger Verfassungsschutzes Marco Haase deutlich: Die Michel-Kundgebung sei „eine von Rechtsextremisten organisierte Versammlung. Unsere klare Botschaft lautet: Jeder, der an dieser ‚Kundgebung‘ teilnimmt, legt sich mit Rechtsextremisten ins Bett“. Doch die selbsternannte Polizisten, die angeblich Gaia St. heißt und unter einem Pseudonym auf Facebook aktiv ist, geizt auch auf den einschlägigen ultrarechten, fremdenfeindlichen und islamophoben Facebook-Seiten nicht mit kraftvollen Kommentaren. In einem Post auf der Seite der nordrhein-westfälischen Gruppe „Deutschland Zuerst“ bezeichnet die angebliche Polizistin Angela Merkel als „Stasi-Kanzlerin“.

via taz: Rechtsextreme Posts in Polizeiuniform – Wer ist Gaia St.?

Mann soll Kirchen schwarzer Gemeinden angezündet haben – #white #terror

Innerhalb kurzer Zeit brannten drei Kirchen in Louisiana. Nun ist der mutmaßliche Brandstifter festgenommen worden. Holden M. aus dem US-Bundesstaat Louisiana ist am Mittwoch festgenommen worden, weil er drei Kirchen mit überwiegend schwarzen Gemeinden angezündet haben soll. Es habe die Befürchtung gegeben, dass weitere Verbrechen direkt bevorstünden, hieß es von den zuständigen Behörden. Bei dem Verdächtigen handelt es sich demnach um den Sohn des stellvertretenden Sheriffs von St. Landry Parish. Der weiße Mann wurde offiziell der dreifachen Brandstiftung an religiösen Gebäuden beschuldigt. Für jeden Fall drohen M. im Falle einer Verurteilung maximal 15 Jahre Haft.

via spon; Mann soll Kirchen schwarzer Gemeinden angezündet haben

siehe auch: Black Church Burnings Arrest: Sheriff’s deputy’s son with Nazi ties under investigation. Police have taken into custody a suspect who they believe set fire to at least three historically Black churches in Louisiana. Police have taken a suspect believed to have neo-Nazi connections into custody in connection with suspicious fires at three historic African American churches in Louisiana according to multiple news sources in the area. Federal officials say Holden Matthews, 21, the son of a St. Landry, La., parish sheriff’s deputy was arrested Wednesday, local station KATC confirmed. (…) On his Facebook page, Matthews says he is the lead singer and songwriter with a band called Vodka Vultures. He is also connected to the black metal and pagan movements, both of which have significant neo-Nazi followings. According to The Daily Beast, Matthews commented often about his pagan beliefs, including one about a Norse god with an upload of a picture of him with weapons captioned: “I carry this…..maybe not legally but I only truly follow the law of Odin….. which says as you said,arm yourself…… Odins advice> modern law.” In social media, The Daily Beast reported, Matthews also commented on memes about a far-right metal musician named Varg Vikernes, who served 15 years in a Norway prison for burning churches there, and for the killing of a fellow metal musician.

Schwere Vorwürfe gegen Dortmunder #Polizei – #schauhin #kaltland #polizeigewalt #schläger

Razzia in Shisha-Cafè eskaliert – Polizist soll Schwangere misshandelt haben. Polizei leitet nach WDR-Anfrage Ermittlungen ein. Am 01. März 2019 durchsucht die Polizei das Shisha-Café “X-Lounge” in der Dortmunder Nordstadt. Dabei kommt es zum Streit zwischen der Frau des Café-Betreibers und der Polizei. Kurze Zeit später soll ein Beamter die Frau geschlagen, gewürgt und bedroht haben. Als die Razzia im Shisha-Café läuft, sitzt Aouatef Mimouni zuhause auf der Couch. Die Razzia sieht sie live auf ihrem Handy – über eine App ist sie mit den Überwachungskameras im Laden verbunden. Als die Schwangere sieht, dass einer der Polizisten die Kasse öffnet, geht sie in den Laden und will ihn zur Rede stellen. Nach einer kleinen Rangelei beginnt das, was die Frau einen Albtraum nennt. Ein offensichtlich ranghoher Beamter folgt ihr in den Hinterhof. Draußen, so sagt sie, würgt sie der Beamte und schlägt ihr mit der Faust ins Gesicht. Ein Arzt stellt später eine Kiefergelenksprellung mit Verdacht auf einen Bruch und eine Jochbeinprellung fest. Der Vorgang wird dokumentiert.
Wüste Bedrohungen durch den Polizeibeamten
Außerdem soll der Beamte die Schwangere über Minuten mit dem Bauch auf den Boden gedrückt haben, mit dem Knie im Rücken. Und dass, obwohl die 36-Jährige mehrfach auf ihre Schwangerschaft hingewiesen habe. Von dem Lärm aufgeschreckt, kommen Nachbarn an die Fenster. Einer filmt mit dem Handy. Zu sehen ist im Dunklen kaum etwas, aber das was zu hören ist, belegt, dass der Beamte von der Schwangerschaft wusste. Im Handyvideo sind Drohungen zu hören. Wörtlich heißt es: “So, das ist tätlicher Widerstand, da geht’s in Bau jetzt für. Dann kannste die Schwangerschaft im Gefängnis machen. Drehst du jetzt noch einmal durch, hau ich dir was in die Schnauze. Hast du mich verstanden? Ein Mucks, dann hau ich dir ein Paar ins Gesicht, dass du deine Zähne aufsammeln kannst.” (…) Aouatef Mimouni erzählt außerdem, dass sie den Polizisten nach seinem Angriff gefragt habe, ob er eine deutsche Frau auch so behandelt hätte. Darauf habe der Polizist gegrinst und gesagt: “Natürlich nicht.”

via wdr: Schwere Vorwürfe gegen Dortmunder Polizei

Erniedrigt und getreten – Richter schämt sich für Staatsgewalt

Homophober Übergriff in Köln dürfte Nachspiel für Polizeischläger haben. Auch einige Tage später sorgt das Vorgehen eines Kölner Richters noch für Aufsehen. So kämpfte dieser am vergangenen Freitag bei einer Urteilsverkündung vor dem Landgericht der Domstadt mehrfach mit den Tränen und entschuldigte sich als Vertreter eines Staates, den er für »einen der bestmöglichen« halte. Und »als solcher schäme ich mich im Grunde. Sofern es an mir ist, bitte ich den Angeklagten für den Staat um Entschuldigung«, sagte er einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers vom Freitag zufolge. Was war geschehen? Bereits in der Nacht zum 4. Juli 2016 war Sven W. am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Köln von Polizisten geschlagen, misshandelt und festgenommen worden. In einem hundertfach geteilten Facebook-Post hatte der junge schwule Mann kurz danach beschrieben, wie er im McDonald’s-Ladenlokal am Dom vor den Toiletten von den Beamten niedergeschlagen und gefesselt wurde. Noch in der Zelle wurde der Betroffene von den Beamten erniedrigt und getreten. »Das wirst du morgen noch spüren, du kleiner Wichser«, soll ihm noch in der Zelle einer seiner Peiniger zugerufen haben.
»Das ganze war ein unmenschlicher, nicht rechtsstaatlicher, willkürlicher, diskriminierender Akt ganz gezielt gegen mich als schwächstes Glied der Gesellschaft, ein reines sexualisiertes Dominanzspiel, was ausartete. Man sah in ihren Gesichtern, dass sie viel Spaß hatten«, schrieb das Opfer der vermeintlichen Ordnungshüter damals bei Facebook. Wie in derlei Fällen fast ausnahmslos üblich, drehten die Beamten die Vorwürfe um und beschuldigten ihr Opfer der angeblich von ihm begangenen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der falschen Verdächtigung und der Beleidigung. Nachdem das Amtsgericht Köln den jungen Mann bereits im Mai 2018 von den Vorwürfen freigesprochen hatte, war die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen. Dies, obwohl bereits in der ersten Instanz mehrere Zeugen die Sicht des mit einem Gewicht von nur 55 Kilo recht schmächtig wirkenden Angeklagten bestätigten. Darunter sogar eine Polizeibeamtin, die zum Zeitpunkt der Verhandlung bereits aus dem Dienst ausgeschieden war.

via jw: Erniedrigt und getreten – Richter schämt sich für Staatsgewalt

Dresdner JVA-Beamter schickte Nazi-Botschaften per WhatsApp an Kollegen

Als die Dresdner Justizvollzugsanstalt im August und September 2018 die Handys von mehreren Justizbediensteten beschlagnahmen ließ, stießen die Ermittler auf brisante Dialoge. Ein Obersekretär postete ungeniert über „Kanaken“ und das „Haus der Häuser“ in Braunau. Gegen ihn wird inzwischen auch im Fall der Übergriffe auf ausländische Gefangene ermittelt. Blick aus dem Fenster eines Haftraums im Dresdner Gefängnis. Sechs Bedienstete sind wegen möglicher Übergriffe aus ausländische gefangene suspendiert. Der Mann schickt „Kameradschaftliche Grüße aus Braunau!“ Später textet er: „Aber das geilste war, als wir mit den deutschen Schäferhunden durch Braunau marschierten äh spazierten, hatten wir alle Aufmerksamkeit der Leute. Erstaunen und Begeisterung. Und dann kamen uns drei Kanaken entgegen, die sofort die Straßenseite wechselten!“
Auf die Bemerkung eines Adressaten der Mitteilungen, er solle in Braunau aufräumen, lautet die Antwort: „Das schaff ich nicht. Gegenüber dem Haus der Häuser befindet sich ein türkischer Barbier. Braunau scheint verloren…“
Die Textauszüge stammen aus dem Chatprotokoll einer WhatsApp-Gruppe. Der Autor der Nachrichten aus der Geburtsstadt von Adolf Hitler: ein Obersekretär im Justizvollzugsdienst des Freistaats Sachsen. Die anderen Gruppenmitglieder: Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Dresden. Datum der Nachrichten: 28. August 2018. Wie das Sächsische Justizministerium auf Anfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten bestätigte, gehört der Obersekretär zu sechs Beamten der Dresdner Anstalt, die vom Dienst suspendiert wurden. Gegen sie wird ermittelt, weil in der WhatsApp-Gruppe nicht nur eindeutige politische Botschaften verbreitet wurden. Es fanden sich auch Hinweise auf mögliche, gegen ausländische Gefangene gerichtete Übergriffe.

via lvz: Dresdner JVA-Beamter schickte Nazi-Botschaften per WhatsApp an Kollegen

#Police release body-cam video of Willie McCoy killing, showing him asleep in car – #blackLivesMatter

Footage is consistent with claims of McCoy’s family, who said officers did not try to wake him or talk to him before shooting. Vallejo police have released footage of the killing of Willie McCoy at a Taco Bell, showing six officers shooting the 20-year-old who was sleeping in his car. The disturbing body-camera videos show the young rapper had moved his hand to scratch his shoulder before officers opened fire. The footage is consistent with key claims of McCoy’s family, who watched footage earlier this month and said the officers “executed” him while he was not alert or awake. The videos, released after significant pressure, show: The officers did not try to wake McCoy up or talk to him after they spotted a gun in his lap, and instead pointed their firearms at his head directly outside the car as he slept for several minutes. One officer said: “I’m going to pull him out and snatch his ass.” The officers then realized the firearm did not have a magazine in it, noting to each other that if it was loaded, it would have a single bullet in it: “He’s only got one shot if he shoots.” The officers then appeared to make a plan to fire at him, with one saying: “If he reaches for it, you know what to do.” McCoy eventually started to move, scratching his shoulder and not yet appearing alert or saying anything to officers, and several seconds later, all six officers fired at him. Vallejo police officials slowed down the video in the final seconds before the shootings, adding a caption that said “hand reaches to gun on lap”. The videos of the 9 February incident, however, are blurry in that moment and show McCoy’s body moving slightly, but do not capture his hand moving to the firearm, which is not visible in the footage. Marc McCoy, Willie’s older brother, told the Guardian on Friday that he was glad the public would finally see the video, but was not confident it would lead to justice.
“There’s a thousand videos on YouTube that show police misconduct, whether it’s beatings of citizens or killing them,” said Marc, 50. “It gets dismissed … The Vallejo police saw the video, and they don’t think there’s anything wrong with it or that the officers did anything criminal.” The police department in Vallejo, 30 miles north-east of San Francisco, has repeatedly claimed that the six officers fired out of “fear for their own safety”. The footage, however, shows some of them talking somewhat calmly for nearly five minutes before they opened fire. Two officers began shooting almost immediately after they arrived on scene as backup.
After the officers stopped shooting, they all kept their guns pointed at the car, shouting: “Let me see your hands! Put your hands up!” One said: “Officers are OK.” Police hit Willie with an estimated 25 shots, including in his face, throat, chest, ear and arms. John Burris, the family’s lawyer, showed reporters graphic photos of Willie’s body at a news conference Friday, saying: “He was shot to pieces.”

via guardian: Police release body-cam video of Willie McCoy killing, showing him asleep in car

siehe auch: Bodycam Footage Shows Vallejo Police Shoot Willie McCoy While Asleep in Car. Vallejo Police have released footage of the killing of 20-year-old Willie McCoy, who was in his car at a Taco Bell before six officers shot into his vehicle. The body cam footage supports claims made by McCoy’s family who said their loved one, who rapped as Willie Bo with group FBG, was not alert when shot. The footage can be seen below. The shooting begins 19:58 into the video. Vallejo Police have claimed that the officers fired into McCoy’s vehicle due to fear for their own safety. The 30-minute body cam video shows officers calmly assessing the situation for minutes before opening fire. (…) McCoy family attorney John Burris said the family planned to file a civil rights suit against the officers and the police department. At a press conference Friday, Marc McCoy blamed the police for his brother’s death. “Willie was a sitting duck in that car,” he said. “He was asleep. Anybody can see that he was asleep.”