#Incels are celebrating lockdown because attractive people can’t have casual sex

On popular forums like 4chan and Reddit, involuntary celibates are flocking to rejoice at people forced to live sexless lives – like them. (…) But on Reddit, 4chan, and misogynistic online forums, incels have been celebrating the fact that attractive people are about to be stuck inside – living their lives just like incels, and crucially, unable to have casual sex. On forums such as Reddit’s r/shortcels (short incels) and incel website Incels.Co, news of a UK lockdown last night kicked these posts into overdrive. Incels had been gloating about this prospect since coronavirus first appeared in the west, and now they had a case where Chads and Stacys – men and women demonised by incels for being sexually active and stereotypically attractive – would be forced indoors for the foreseeable. Posts gleefully remarked about how British “foids” (a derogatory slang term for sexually active women) would be “crying and suffering” and how “roasties” (a similar slang term) would be “seething”. “I would like to thank the [person] that ate a bat,” one Reddit user wrote, “and consequentially [sic] made roasties have mental breakdowns because they can’t get ravage by a Chad for weeks.”

via newstatesman: Incels are celebrating lockdown because attractive people can’t have casual sex

Xavier #Naidoo meldet sich erstmals zu Wort – “Ich habe mir die Reichweite von RTL zunutze gemacht” – #schauhin #aluhut #reichsbürger

Er hatte alles so geplant für die maximale Aufmerksamkeit. In einem Video nimmt Xavier Naidoo Stellung zum Rauswurf von RTL. In eigenen Worten leugnet Naidoo den Klimawandel und stützt sich einmal mehr auf Verschwörungstheorien. Eine Einordnung. All das, was Xavier Naidoo in einem jetzt aufgetauchten, merkwürdigen Video-Interview mit dem Journalisten und Rechtspopulisten Oliver Janich äußert, sind bekannte Positionen des Sängers. Die gleichen Thesen und Verschwörungstheorien unterstützt Naidoo seit Jahren öffentlich – aber Vox, ARD, Sky, RTL und andere Partner von Naidoo haben über Jahre hinweg beide Augen zugedrückt, wenn es darum ging, Naidoo für die Unterhaltung zu engagieren. Nach den seltsamen Kurzvideos von Naidoo, die Anfang März eben so gar nicht zufällig vor der ersten Live-Show auftauchten, wurde es RTL immerhin zu bunt. Auch, weil Xavier Naidoo nach Aussagen des Senders jedes Gesprächsangebot verweigerte und sich auf mehrfache Bitte nicht erklärte, flog er konsequenterweise raus. (…) Warum er überhaupt zu RTL und “DSDS” gegangen sei, will offenbar Oliver Janich wissen. Wir sehen und hören den Herren jedoch nie. Naidoo wiederholt stattdessen seine Fragen. “Ich sehe mich als Vollprofi und habe gerne der Einladung Folge geleistet, bei ‘DSDS’ mitzumachen, denn erstens mal interessiert es mich natürlich wie ‘Wie funktioniert so eine riesige TV-Show? Warum ist die so lange erfolgreich?’, außerdem habe ich Dieter Bohlen schon vor ein paar Jahren kennengelernt und verstand, versteh mich super mit ihm. Und als die Anfrage kam, auch über ihn, hab ich natürlich dann mir mal Gedanken darüber gemacht und fand das eigentlich ganz gut.” Und dann wird deutlich, dass der provozierte Rauswurf eine lange geplante PR-Nummer war für ein neues Album, das offenbar laut den Kurzvideos Anfang März ein “patriotisches” Album werden soll. Naidoo jetzt wörtlich: “Außerdem wusste ich, dass ich mit dem Album, das ich jetzt hier habe, auch ein Album habe – würd ich mal sagen – wo ich danach vielleicht nicht mehr die Chance bekomme, in so ner Show mitzumachen und deswegen habe ich die Chance wahrgenommen. Das heißt: Ich habe mir die Reichweite von RTL zunutze gemacht.” Im Gegenzug habe er seine Expertise in die Jury eingebracht. Im weiteren Verlauf des Videos leugnet Naidoo den menschengemachten Klimawandel. Er habe zu dem Thema mal so einen Film gesehen und “Nachforschungen” angestellt. Wissenschaftler Xavier Naidoo: “Ich bin zu dem Schluss gekommen, das CO2 nicht der große Veränderer des Klimas ist.” Danach geht es um eines von Xavier Naidoos Lieblingsthemen: Der Souveränität Deutschlands. Seine Sympathien für die Reichsbürger-Bewegung sind seit Jahren bekannt. “Der Lockdown ist vielleicht genau die richtige Zeit dafür, sich richtig zu informieren, über die Souveränität zum Beispiel und auch andere geschichtliche Begebenheiten sollte man sich da zu Gemüte führen. Auch die Geschichte Adenauers sollte man sich anschauen. Und auch die sogenannte Kanzlerakte sollte man sich anschauen, auch die Verbalnoten. Professor Foschepoth ist für mich da immer maßgebend gewesen bei meinen Aussagen, schon seit langem”, erklärt Naidoo und holt danach zu einer pauschalen Medienschelte aus.

via dwdl: Xavier Naidoo meldet sich erstmals zu Wort – “Ich habe mir die Reichweite von RTL zunutze gemacht”

#Attentäter von #Halle legt umfassendes #Geständnis ab – #terror #incels #antisemitismus

In den nächsten Tagen wird die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Attentäter von Halle erheben. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat der rechtsextreme Beschuldigte bereits ein Geständnis abgelegt. Der 28-Jährige hatte im Oktober 2019 versucht, in eine Synagoge einzudringen und dort Menschen umzubringen. Als er an der Tür scheiterte, tötete er zwei Passanten und verletzte zwei weitere Personen. Der Mann war schon 27, aber er lebte in einer engen Welt. Ohne Partnerin, ohne Freunde, in einem winzigen Zimmer in dem kleinen Dorf Benndorf bei Eisleben, in der Wohnung seiner Mutter. Er hatte acht, höchstens neun Quadratmeter für sich – für mehr als ein Bett, einen Schrank und einen kleinen Schreibtisch war kein Platz. Auf diesen acht Quadratmetern fristete Stephan B. sein Leben, er kam nur raus, um mit seiner Mutter etwas zu essen oder in der Werkstatt seines Vaters zu basteln. Aber er hatte einen Weg gefunden, aus dieser Welt zu fliehen. Er öffnete seinen Laptop und traf sich mit Gleichgesinnten, in den USA, in Australien, in Neuseeland. Als er vor einem Jahr das Attentat des Rechtextremisten Brenton Tarrant auf zwei Moscheen in Christchurch mitbekam, wusste er, was er zu tun hatte: Er begann sich zu bewaffnen. Die Gewehre versteckte er in seinem Zimmer, im Bettkasten. Sechs Monate später wollte er tun, was sein Vorbild in Christchurch getan hatte. Nur waren seine bevorzugten Gegner nicht Muslime, sondern Juden. Er betrachtete sie als Ursprung allen Übels, schuld an der Flüchtlingskrise, an der Emanzipation der Frauen und daran, dass er selbst nichts zustande gebracht hatte. (…) Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat Stephan B. ein ausführliches Geständnis abgelegt. Darin bereute er die Tat – aber nur deswegen, weil er zu wenige Menschen getötet habe und auch noch die falschen. Seine Opfer waren keine Juden, keine Migranten. Als er ihre Namen hörte, Jana Lange und Kevin Schwarze, zuckte er zusammen. So notierten es die BKA-Beamten. Er hatte es nach eigenen Aussagen in erster Linie auf Juden abgesehen und war danach auf Menschen in dem Dönerladen ausgewichen, die er abschätzig “Nahöstler” nannte. (…) Die Ermittler konnten keine Helfer oder Mitwisser des Attentats ausmachen. Stephan B. handelte offenbar völlig allein, er radikalisierte sich auch selbst. Allerdings hatte er geistige Unterstützung: Er traf sich im Netz anonym auf sogenannten Image Boards mit Gleichgesinnten, vor allem aus den USA. Gegenseitig bestärkten sie sich in ihrem Juden- und Frauenhass. Er nannte sie “unzufriedene weiße Männer”, und rechnete sich da auch selbst dazu. Seine Tat nahm er per Video auf und streamte sie im Internet. Dabei entschuldigte er sich bereits bei seiner imaginären Männer-Community, weil er versagt habe

via sz: Attentäter von Halle legt umfassendes Geständnis ab

siehe auch: Halle-Attentäter gesteht Motive für das Unerklärliche. Stephan B., mutmaßlicher Attentäter von Halle, steht demnächst vor Gericht. Welche Motive trieben ihn zu der unfassbaren Tat? Laut NDR, WDR und SZ hat er ein umfassendes Geständnis abgelegt. (…) Danach habe er zunächst überlegt, Muslime zu töten, die Ankunft der Flüchtlinge im Jahr 2015 sei für ihn eine “Zäsur” gewesen. Er habe sich entschieden, sich zu bewaffnen, wenn keiner etwas tue, dann müsse er es tun. Schließlich habe er sich aber für einen Anschlag gegen Juden entschieden, diese seien schließlich für Leute wie ihn das größte Problem. Auf die Frage, wer Leute wie er seien, antwortete Stephan B.: “Unzufriedene weiße Männer.” Er habe gegen diejenigen vorgehen wollen, die ihn aus dem Leben drängen. Als er gefragt wurde, ob er Juden kenne, antwortete B., er kenne auch Angela Merkel und Adolf Hitler nicht – aber habe sich dennoch eine Meinung über sie gebildet. (…) In einer Vernehmung erklärte B.s Mutter, er habe auf alles geschimpft. Auf Greta Thunberg, den Wetterbericht oder Frauen in der Politik. Immer wieder habe er die Fernsehkanäle durchgezappt, um ihr zu zeigen, dass weiße Frauen ständig mit farbigen Männern zusammen seien. B. erklärte, in Deutschland gebe es keine Redefreiheit, das sehe man schon am Verbot der Holocaustleugnung. Der frühere Panzergrenadier der Bundeswehr machte auch ausführliche Angaben, wie er die Waffen – darunter selbstgebaute Handgranaten und Schusswaffen – für den Anschlag selbst herstellte. Er sei handwerklich eigentlich nicht sonderlich begabt. Der finanzielle Aufwand für die Herstellung sei bescheiden gewesen, er habe Zinnfiguren über eBay verkauft, die er früher gesammelt habe. Die Patronen habe er gebraucht im Internet gekauft und selbst gefüllt. Er habe der ganzen Welt zeigen wollen, dass man Waffen sehr günstig herstellen könne. Auf seinem Computer sicherten die Ermittler zahlreiche Videos, auf denen Menschen auf brutalste Art umgebracht werden. Ein Film zeigt, wie der sogenannte Islamische Staat zwei türkische Soldaten bei lebendigem Leib verbrennt.

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Von AllexkochEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

#AfD unterliegt im Streit ums #Schächten: Klatsche für falsche Tierfreunde – #schauhin

Niedersachsens AfD wollte Details über muslimische Schächtungen erstreiten. Der Staatsgerichtshof verneint. Der Tierschutz ist historisch verwoben mit dem Ausgrenzen angeblich Anderer mit ihren uns ach so wesensfremden Sitten. Nur folgerichtig, dass eine von Ressentiments und „Wir gegen die“ sich nährende Partei wie die AfD irgendwann darauf kommt: Da könnte etwas zu holen sein. Ein Objekt für solchen Kulturkampf hatte der niedersächsische AfD-Landesverband – nicht als einziger, vielleicht nicht mal zuerst – im Schächten erkannt, also dem Töten bestimmter Nutztiere ohne Betäubung. Erlaubt ist es einzig im Rahmen religiöser, genauer: muslimischer und jüdischer Rituale.
Anzeige Womit wir bei der AfD im niedersächsischen Landtag wären: Die wollte im Sommer 2019 – so wie schon in früher – fürs entsprechende Jahr erfahren, ob in Niedersachsen solche Genehmigungen erteilt wurden; und falls ja, wie oft. Was das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dann auch beantwortete: Ja, eine Ausnahme war genehmigt worden, bis zu 200 Schafe respektive Ziegen durften auf diese besondere Weise aus dem Leben befördert werden. Nicht zufrieden war die Partei damit, dass sie den Namen des beteiligten Schlachtbetriebs nicht erfahren durfte – das Ministerium berief sich auf schutzwürdige Interessen (…) „Tierschutzfragen führen regelmäßig zu einer starken Polarisierung, die einzelne Personen zu Hassreden und Übergriffen veranlassen kann“, heißt es in der Begründung. „Im vorliegenden Fall ist die Diskussion zudem dadurch gekennzeichnet, dass Tierschutzerwägungen mit Fragen der Religionsfreiheit und der Einwanderung verknüpft werden.“ Eben diese „Verknüpfung“, so das Gericht weiter, stelle die AfD-Fraktionsvorsitzende Dana Guth „auf einer bis Oktober 2019 aktualisierten Internetseite selbst her“. In der tat: Es war die Website zu einer vermeintlichen Tierwohl-Kampagne der Rechtspopulist*innen – der Name: „#MähToo“.

via taz: AfD unterliegt im Streit ums Schächten: Klatsche für falsche Tierfreunde

Der nicht-rechte Rassist – #terror #hanau

Der vorläufige Bericht des BKA zu Tobias R. spricht vom „Rassismus ohne Rechtsradikalismus“. Es zeigt ein gefährliches Unterfangen, rechten Terror zu entpolitisieren. Der Terroranschlag in Hanau am 19. Februar 2020 scheint kaum mehr präsent zu sein. Nur bedingt ist das der Corona-Pandemie anzulasten, die medial die dominante Rolle spielt. Stunden und Tage nach einem politisch motivierten Anschlag ist die individuelle Trauer und die verordnete Staatstrauer stets omnipräsent und man bekundet die Selbstaufgabe, alles zu tun, um zukünftiges zu verhindern. Dass dem nur schale Worte sind und relevante Taten nur selten folgen, mag keine Überraschung mehr sein. Bereits die Aufarbeitung stellt für die herrschende Klasse eine Problematik dar, die in letzter Konsequenz an die eigene Wurzel zu gehen hat. Nicht selten werden hiernach dezidiert rechtsradikale Terroranschläge mit Verweis auf den individuellen Faktor heruntergespielt, die Betonung der psychischen Verfassung wirkt hierbei obligatorisch. Dass hier mit zweierlei Maß gearbeitet wird, ist ebenfalls keine Überraschung: während der Terminus der „linksextremistischen Gewalt“ eine breite Streuung erfährt, die bei Sitzblockaden beginnt und bei Terror endet (obgleich wirklich linksradikaler Terrorismus seit der Selbstaufgabe der Roten Armee Fraktion in den 1990er Jahren keine relevante Bedeutung mehr spielt), wird genuin rechtsradikaler Terrorismus entpolitisiert als auch individualisiert. Das Kalkül ist durchschaubar, doch ändern wird sich wenig, denn es ist System. Der vorläufige Abschlussbericht des Bundeskriminalamtes (BKA) zeugt davon ausdrücklich. Der Täter R., welcher am besagten Tag vor mehr als einem Monat zehn Menschen und sich selbst ermordete, publizierte ein obskures „Manifest“, wie es seit des norwegischen Rechtsterroristen Breivik Normalität unter Rechtsterroristinnen scheint. Darin ist eine rassistische Ideologie erkennbar, was auch das BKA beteuert. Die Crux des Berichtes indes ist: der offenkundige Rassismus wird nicht als Teilstruktur einer rechtsradikalen Gesinnung charakterisiert. Er sei „kein Anhänger einer rechtsextremistischen Ideologie“ gewesen. Begründet wird das schematisch mit einer vermeintlich fehlenden Radikalisierung des Terroristen. So wird die im rechtsradikalen Dunst beliebte Argumentation rezipiert, R. habe in der Vergangenheit einem „dunkelhäutigen Nachbarn“ geholfen. Hiernach sei die rassistische Ideologie keine aus einer Radikalisierung entsprungene, sondern – so will man es verstanden wissen – eine von allen objektiven Bedingungen freigesprochene Zufallskomponente. Unterstrichen wird die Argumentation, dass eine ältere Version des „Manifests“ noch keinen Rassismus erkennen mochte. Erst zu einem späteren sei jener hinzugefügt worden. Würde es sich nicht um ein bundespolitisches Amt handeln, man könnte meinen, es handelte sich um Dilettantinnen, die mit allen Mitteln versuchen, das Offensichtliche zu vertuschen. Es stellt freilich kein Novum dar in der Geschichte der BRD, rechtsradikalen Terrorismus mit Samthandschuhen anzufassen. Der vorläufige Abschlussbericht zeigt dennoch etwas Neues: den Versuch, dem Rechtsradikalismus das rechts abzusprechen. Die Argumentation, wonach R. Rassist, aber kein „Rechtsextremist“ gewesen sei, gleicht einer Bankrotterklärung. Zu retten wird versucht, diese Begründung mit der fehlenden standardisierten Radikalisierung zu rechtfertigen, dennoch zeigt sich die gesellschaftlich-politische Rechtsverschiebung ein um weiteres Mal. Die Normalisierung einer radikalen Rechten wird durch diese vorläufige Konklusion untermauert, welche in Konsequenz den Rassismus als eigenständiges Phänomen betrachtet wissen möchte. Dabei wird diese Trennung im eigenen Haus noch vehement bestritten. Im „Dossier Migration“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) definiert MaureenMaishaAuma den Rassismus als „Widerspruch der Gleichheitsideologie der Aufklärung“. Er ist darüber hinaus inhärent mit „instituierten Ungleichheiten“ und „hierarchisierter Differenzen“. Die Bejahung hierarchischer Strukturen sowie die Betonung vermeintlich naturgegebener (gesellschaftlicher) Ungleichheiten sind die Kerntheoreme der politischen Rechten. Als Antagonismus der politischen Linken, welche die Gleichberechtigung der Menschen propagiert, ob gesellschaftlich, ökonomisch oder politisch, kommt die Radikalisierung der Politik nicht um das Schärfen der Waffe herum. Der Rassismus ist tief verwurzelt mit der politischen Rechten, er kann nicht ohne sie gedacht werden.

via freitag: Der nicht-rechte Rassist

Rechtsextremisten auf Lesbos: Bundesregierung weiß von nichts

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Irene Mihalic hat gefragt, wie viele Rechtsextremisten zuletzt nach Griechenland ausgereist sind, um Konflikte mit Flüchtlingen zu schüren. Das Bundesinnenministerium konnte darauf keine Antwort geben. Mihalic findet das nicht nachvollziehbar. (…) In einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, heißt es auf eine entsprechende Frage, die Statistiken über die polizeiliche Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs „ermöglichen keine Differenzierung im Sinne der Fragestellung“. Allerdings setzten die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden – gemeint ist wohl die Bundespolizei – bereits jetzt die durch Landesbehörden gegenüber bekannten Rechtsextremen angeordneten pass- und aufenthaltsrechtlichen Maßnahmen um. Was dies genau bedeutet, bleibt unklar. Anfang März hatten sich mehrere deutsche Rechtsextremisten auf Lesbos eingefunden, um die Situation an der griechisch-türkischen Grenze infolge der zeitweiligen Grenzöffnung durch die Türkei auszunutzen und Konflikte zu schüren. Darunter waren nach griechischen Angaben unter anderem fünf Neonazis der „Identitären Bewegung”. Sie liefen mit Kameras durch die Innenstadt und gaben vor, „die Perspektive des Griechen” in einer Reportage festhalten zu wollen, meldete das griechische Nachrichtenportal „Sto Nisi”. (…) Und die Bundesregierung habe nun bestätigt, dass sie „keine Ahnung“ habe, „ob die zuständigen Behörden bekannten Rechtsextremisten die Ausreise untersagt haben“. Auch künftig solle sich daran offenkundig nichts ändern, fuhr die Grünen-Politikerin fort. „Dieser sorglose Umgang mit möglicherweise rechtsterroristischem Gefährdungspotenzial ist nicht nachvollziehbar.”

via rnd: Rechtsextremisten auf Lesbos: Bundesregierung weiß von nichts

The Radical Right’s Violent Hatred of Women

While bigotry and white supremacy are core tenets of the radical right, underlying it all is a deeply ingrained misogyny that has manifested in violence. (…) The contemporary iteration of the radical right, often referred to as the Alt-Right, has developed as a core feature a deep-seated misogyny, a hatred of women that ranges from the view that women shouldn’t be allowed to vote or partake in the making of policy to the most extreme proposals of the online “manosphere” of “men’s rights” activists, including the “corrective rape” of women and girls. Take Richard Spencer. For at least the first part of Donald Trump’s first term, Spencer was the face of the Alt-Right. He claimed to have developed the phrase, was endlessly quoted as the top spokesman of the movement in media accounts, and led the radical right’s embrace of Trump. At the same time, despite his unapologetically Nazi views, Spencer portrayed himself as a genteel radical, opposed to violence and in favor only of “peaceful ethnic cleansing.” But that Pollyannish Spencer self-portrait took a beating when the divorce court pleadings of his wife, Nina Kouprianova, became public. Far from the Aryan family man he had portrayed himself as, the pleadings — many of them backed by audiotapes and online screenshots — suggest instead a man who physically and mentally abused the mother of his two children over a period of many years. At one point, Kouprianova alleges, Spencer dragged her down a staircase by her hair and arms. He woke her up screaming that she should kill herself. In 2012, he “had me down on the ground smashing my face into the floor,” she wrote. In 2014, when she was pregnant, Spencer pushed her down and bruised her neck and jaw, she said. In 2017, he tried to “punch me in the face.” He sent her messages like, “Fuck you. Please kill yourself” and “You are a disgusting cunt.” His mantra, Kouprianova alleged in interviews, was one he repeated to her on several occasions: “The only language women understand is violence.” (…) Misogyny is endemic across the radical right. Stephen Bannon, the one-time Trump campaign manager who described his Breitbart News as “the platform for the alt-right,” ran headlines like “Birth Control Makes Women Unattractive and Crazy” and “Would You Rather Your Child Have Feminism or Cancer?” Bannon’s attitude allegedly was not limited to sexist headlines. In 1996, his then-wife wife told police called to her home that Bannon had violently grabbed her by the neck during a fight, leaving her bruised. According to a police report on the incident, she also told officers that the pair had earlier attended marriage counseling after “three or four arguments that became physical.” Bannon was charged with misdemeanor witness intimidation, domestic violence, and battery, but the case was dismissed after his then-wife failed to appear in court. The radical right today plainly includes the so-called manosphere, a world of mostly online groups where misogynistic men complain that women routinely make false accusations of rape, lead men on in a whole variety of deceitful ways, and refuse to have sex with those who are not “alpha males.” This movement has produced a whole series of massacres of women, as exemplified most recently by the 2018 murder of 10 people in Toronto by a radicalized woman-hater.

via rantt: The Radical Right’s Violent Hatred of Women

How The Radical Right Weaponizes Memes

The radical right has become increasingly skillful at using dishonest memes to radicalize a wider audience into a state of extremism. Far-right populist nationalism seems contagious. It’s the new normal and one can only wonder how it all started, as the rise of far-right populism appears to come out of nowhere. An average reader of the mainstream media would have long overlooked the discord sowed among the ordinary people in the grassroots. Far-right ideologues have been cultivating their worldviews for ages, targeting the mostly apolitical masses, stoking fear through fake stories such as the Great Replacement, QAnon, Deep State, and even stories about the world domination plans of fictitious reptilians (humanoid reptiles) who would rule over humans. (…) The information revolution changed the way in which people communicate, express themselves, and engage with each other. The digital universe has become a territory populated by millions of people. Offering people the ability to break physical boundaries by entering this virtual universe, digital technologies have become a part of a cultural revolution. The Internet instigated the development of countless new mediums of communication. Among such innovative communication mediums, imageboards—a popular visual communication medium—became a key platform for the radical right’s metapolitical struggle, which aims to change existing cultural values in favor of ultra-right nationalism, traditionalism, and race preservation. What is the contribution of imageboards in creating a radical right popular culture, especially through the specific brand name called Chan sites? The contribution of Chan sites is largely concentrated on visual content called memes. Understanding memes is as important as understanding the popular culture created by memes. What is a meme? It’s a simple expression modeled to be visually and textually appealing and is delivered via available online broadcasting platforms to as many people as possible. Lexico defines a meme as ‘An element of culture or system of behavior passed from one individual to another’. As Dawkins explains: ‘Memes (discrete units of knowledge, gossip, jokes and so on) are to culture what genes are to life. […] cultural evolution may be driven by the most successful memes’. When considering the many contributions of memes, it’s crucial role in bringing thought movements to life, in a form of ‘expressions’ appears to be its main strength. Memes affect people in many ways. First, a meme is generated in the mind; thoughts of this mind become memes; this mind can form a habit of producing memes, becoming prolific in its craft in the long run. Second, memes are addictive or habit-forming thought expressions, which means that memes can spread among people to incite thought movements. As memes are identified as an ‘element of culture’, what’s actually being transmitted as ‘memes’ have real and penetrating cultural impact.

via radicalrightanalysis: How The Radical Right Weaponizes Memes

Alex Jones Loses Sandy Hook Court Appeal, Must Now Pay Nearly $150,000 In Legal Fees

The Infowars host is being sued by nine people whose family members were killed in the shooting at the Connecticut elementary school. Alex Jones, a conspiracy theorist and repeated loser of court battles, was ordered Wednesday to pay more than $20,000 in attorney fees after losing another appeal in a defamation case related to the 2012 mass shooting at Sandy Hook Elementary School. He now owes nearly $150,000 in legal fees before he even faces a jury. The Texas Court of Appeals sided with Sandy Hook father Neil Heslin, who for years has been attacked by conspiracy theorists who falsely claim the school shooting in which 20 children and six adults were killed never happened. (…) Attorney Mark Bankston, who is representing Heslin and other families suing Jones, told HuffPost in a statement that the latest victory for his client spells the end for Jones. “It is rare to see a legal defense so incompetent and disrespectful to the rule of law that it causes a defendant to rack up $150,000 in fines during preliminary motions before even reaching trial,” Bankston said. “These fines are only the beginning. A far greater reckoning awaits Mr. Jones.”

via huffpost: Alex Jones Loses Sandy Hook Court Appeal, Must Now Pay Nearly $150,000 In Legal Fees

#Amazon Continues Allowing #Sales Of Anti-Semitic, Neo-Nazi #Propaganda – #atomwaffen #awd #TheSiege

Earlier this month, Amazon announced a ban on the sale of Adolf Hitler’s Mein Kampf from its site, telling sellers that they would no longer be allowed to list the autobiographical screed on its website, citing sales as a violation of their code of conduct. However, Amazon quietly reversed the policy and once again made the manifesto available for sale under the guise of free speech. The company claimed that it did not want to determine what people are allowed to read. (…) As CEP has previously highlighted, Internet platforms like Amazon have long normalized the sale of neo-Nazi propaganda. A February 9 article in the New York Times about the multi-billion dollar company wrote it was “quietly canceling its Nazis” stating that Amazon was halting sales of several neo-Nazi and white supremacist books. However, CEP found that claim to be false after locating copies of the William Luther Pierce’s white supremacist book The Turner Diaries still available for sale through the Amazon Marketplace, which is used by third-party sellers. The Turner Diaries describes a white supremacist revolution in the U.S. and eventual genocide. The book has helped inspire several terrorists and extremists, including Timothy McVeigh, who perpetrated the 1995 Oklahoma City bombing, and Anders Breivik, who murdered 77 people in two terror attacks in Norway on July 22, 2011. CEP has also previously noted that a new edition of the book Siege, by James Mason, was made available for sale in 2018. Unlike The Turner Diaries which is sold via the Marketplace, the 2018 edition of Siege was made available on Amazon’s main site, meaning it was in an Amazon warehouse and could be shipped via Amazon Prime. The new edition of Siege has since been removed from the platform, but is still available through the Marketplace. Siege advocates for a violent leaderless neo-Nazi guerilla movement and lone wolf terrorism to bring down the government. The book is considered one of the most important pieces of work for the American neo-Nazi group Atomwaffen Division, whose members have killed five people since May 2017.

via counterextremism Amazon Continues Allowing Sales Of Anti-Semitic, Neo-Nazi Propaganda