Schon wenige Social Bots können Stimmung in Netzwerk lenken

Schon wenige sogenannte Social Bots können ausreichen, um in einem Netzwerk die Stimmung zu lenken. Dies fand ein interdisziplinäres Team der Universität Duisburg-Essen (UDE) bei Forschungen zum Einfluss dieser Softwareroboter in sozialen Medien heraus, wie die Hochschule am Montag mitteilte. Die Ergebnisse wurden im “European Journal of Information Systems” veröffentlicht. Social Bots sind Computerprogramme, die in sozialen Medien wie echte Nutzer agieren und automatisiert Botschaften verbreiten. Vermutungen zufolge sollen sich mit Bots Themen künstlich intensivieren und Debatten verfälschen lassen. Demnach könnten sie auch politische Wirkung entfalten, was beispielsweise bei der bevorstehenden Europawahl befürchtet wird. “Wie stark Bots Nutzer beeinflussen können, war bislang nicht nachzuweisen, weil die wissenschaftlichen Methoden fehlten”, erklärte der UDE-Informatiker und Projektleiter Björn Ross. “Wir haben daher ein Netzwerk mit tausend virtuellen Akteuren simuliert und angenommen, dass die Meinungen zu einem Thema 50 zu 50, positiv und negativ, sind. In der Hälfte der Fälle gewinnt eine Seite die Oberhand – ohne dass Bots im Spiel sind.”
Der Co-Autor German Neubaum verwies in diesem Zusammenhang auf Erkenntnisse zur sogenannten Schweigespirale. Aus der Forschung sei bekannt, “dass Menschen sich weniger trauen, ihre Meinung zu vertreten, wenn sie sich damit in der Minderheit wähnen”. “Deswegen haben wir untersucht, wie Bots eine solche Spirale auslösen können.” Dabei fand das UDE-Team heraus, dass bereits eine geringe Anzahl von zwei bis vier Prozent Bots erreichen könnten, dass Nutzer in einer kontroversen Diskussion lieber still sind. Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent auf zwei Drittel, dass sich die von den Robotern unterstützte Meinung durchsetze. Es entstehe ein falscher Eindruck der Stimmungslage.

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siehe auch: Are social bots a real threat? An agent-based model of the spiral of silence to analyse the impact of manipulative actors in social networks. Information systems such as social media strongly influence public opinion formation. Additionally, communication on the internet is shaped by individuals and organisations with various aims. This environment has given rise to phenomena such as manipulated content, fake news, and social bots. To examine the influence of manipulated opinions, we draw on the spiral of silence theory and complex adaptive systems. We translate empirical evidence of individual behaviour into an agent-based model and show that the model results in the emergence of a consensus on the collective level. In contrast to most previous approaches, this model explicitly represents interactions as a network. The most central actor in the network determines the final consensus 60–70% of the time. We then use the model to examine the influence of manipulative actors such as social bots on public opinion formation. The results indicate that, in a highly polarised setting, depending on their network position and the overall network density, bot participation by as little as 2–4% of a communication network can be sufficient to tip over the opinion climate in two out of three cases. These findings demonstrate a mechanism by which bots could shape the norms adopted by social media users.

Verhetzung: Verfassungsschutz prüft Gudenus-Posting über Flüchtlinge

Der FPÖ-Klubchef suggerierte, Flüchtlinge seien für die Rückkehr der Krätze zuständig Die Krätze ist nach Österreich zurückgekehrt. Im Jahr 2018 haben sich die Fälle zum Teil verdreifacht. Die juckende Hautkrankheit ist dafür bekannt, alle paar Jahre zurückzukehren, auch aktuell sind Patienten sozial enorm durchgemischt. FPÖ-Klubchef Johann Gudenus verfasste aber auf Facebook einen Beitrag, in dem er suggerierte, die Krätze sei auf Flüchtlinge zurückzuführen. Nun prüft das Landesamt für Verfassungsschutz in Wien das Posting. Die Krankheit habe, wie zum Beispiel “auch ausgestorbene”, schreibt Gudenus sarkastisch, “natürlich nichts mit der hirnverbrannten Willkommenskultur zu tun”. Bei der Behauptung handelt es sich, wie der “Kurier” berichtet, um einen fremdenfeindlichen Mythos. Migranten seien laut Alessandra Handisurya, die die Dermatologie-Ambulanz am AKH Wien leitet, nicht häufiger Patienten als andere Menschen. Eher seien alle Alters- und Berufsgruppen aus allen Bezirken betroffen. Auf sozialen Medien löste der Beitrag zum Teil Empörung aus. Ein Nutzer fragte daraufhin das Social-Media-Team der Polizei Wien, ob das Posting als Verhetzung zu bewerten sei. Diese kündigte daraufhin eine Überprüfung an. (…) Es ist nicht das erste Mal, dass Gudenus‘ Online-Behauptungen ein Nachspiel haben: Erst Ende Jänner wurde er wegen übler Nachrede verurteilt, wobei das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Er hatte dem Grünen Rudi Anschober vorgeworfen, einen “Terrorsympathisanten” zu unterstüzen.

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Von GuentherZEigenes Werk, CC BY 3.0, Link – Krätzen-Johann

AfD-Parteijugend äußerte sich in Chats extremistisch

Vorstandsmitglieder der Jungen Alternative haben laut einem Bericht verfassungsfeindliche Positionen in Chats vertreten. Einer von ihnen trat aus der Parteijugend aus. Vor dem Bundeskongress der AfD-Parteijugend Junge Alternative (JA) in Magdeburg sind extremistische Äußerungen von Landesvorstandsmitgliedern in Hessen öffentlich geworden. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) liegen Bildschirmfotos vor, die verfassungswidrige Positionen in der Chatgruppe “JA Hessen Intern” belegen sollen. Der JA-Landesvorstand sagte der FAZ, es handele sich bei den vorliegenden Chatverläufen um “authentische Beweisstücke”. Das Gremium verurteilte die Weitergabe des Chatverlaufs an die FAZ als “enormen Vertrauensbruch” und drohte damit, den Whistleblower in den eigenen Reihen zu verfolgen.
Einer der Chatteilnehmer, Elliott Murray aus dem Hessener Landesvorstand, trat daraufhin am Freitagabend aus der JA aus. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Nolte hatte ihm dies nahegelegt. Murray hatte die Todesstrafe für Politiker gefordert, “die ihr Volk verraten”. Die Aussage sei “widerlich und mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung absolut nicht vereinbar”, sagte Nolte. Ein weiteres JA-Mitglied bezeichnete die Todesstrafe dem Bericht zufolge als “etwas völlig normales und als absolut letztes Mittel auch völlig legitim”. Kritik an der Todesstrafe bezeichnete er als “liberales weichgespüle (sic)”. Murray verlangte unter anderem, Frauen das Wahlrecht zu entziehen. “Frauenwahlrecht abschaffen und die links-grünen haben Probleme”, schrieb Murray; Frauen hätten “eh nichts im Beruf verloren”. Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Patrick Pana äußerte sich im Chat. Den Spruch “Revolutionär zu sein in einer Gesellschaft des Siechtums ist ein Zeichen der geistigen Gesundheit” kommentierte er mit den Worten: “Schön formuliert.”

via zeit: AfD-Parteijugend äußerte sich in Chats extremistisch

Visions of Chaos: Weighing the Violent Legacy of Iron March – #charlottesville

Brandon Russell, the 22-year-old founder of the neo-Nazi group Atomwaffen Division, posted a PDF of an obscure textbook about paramilitary tactics to Iron March on the morning of May 17, 2017, and then his account on that website went dark. Two days after posting the link to the book, Russell, who went by the handle “Odin” on Iron March, walked into his Tampa, Florida, home to find two corpses disfigured by gunshot wounds. Devon Arthurs, one of his four roommates, who went by the handle “TheWeissewolfe” on Iron March, shot and killed Russell’s two other roommates, Andrew Oneschuk and Jeremy Himmelman. Oneschuk went by “Borovikov” on Iron March. Himmelman’s Iron March handle, if he had one, is unknown. The murders, and Russell’s subsequent conviction for building explosives, are now infamous examples of the violence that emerged during Iron March’s six-year run.
It’s not difficult to imagine a different and bloodier scenario taking place, one in which Russell actually carried out his alleged plan to bomb power lines, synagogues and a Miami-area power plant, potentially killing thousands of people. Had such events transpired, an examination of the online environment in which those men were radicalized would have arrived too late. Hatewatch conducted a scrape of Iron March spanning over 150,000 posts ranging from Sept. 13, 2011, to Sept. 24, 2017, two months before someone took the website offline under mysterious circumstances. It includes posts from the 18- to 22-year-old men whose fates were irrevocably altered in Russell’s apartment that day. The sprawling scrape, taken from a time when the broader white supremacist movement in the West was both evolving and thriving, paints a portrait of a largely young, white and male online community slowly talking itself into embracing radical, terroristic methods to achieve their political goals. (…) The 1,653 users of Iron March believed they were united across the borders of white majority countries in a fascist struggle of an international scale. These users came to Iron March to debate what they believed to be universal truths about fascism, according to a 2016 podcast that featured one of the site’s founders and another contributing member. Fascism was a subject for which Iron March had a religious reverence, the Hatewatch scrape of the site reveals.

via splcenter: Visions of Chaos: Weighing the Violent Legacy of Iron March

Gefährliche Parallelwelt – Judenwitze in Beamten-Chats

Einzelne Fälle zeigen: Polizisten, Soldaten und Justizbeamte organisieren sich in internen Chats – und propagieren rechte Ideologie. Beamte haben über WhatsApp-Chats rechte Ideologie wie Juden-Witze und Hilter-Fotos verbreitet. Am Anfang stand der Schmuggel. Justizbeamte schleusten Handys in das Gefängnis in Heilbronn, später auch Drogen. Mal kassierten die Beschuldigten für die Geschäfte einhundert Euro, mal dreihundert Euro.
Doch im vergangenen Sommer flog einer der Männer auf, als er in einer präparierten Trinkpackung mehrere Tausend Tabl-etten Subutex zu den Gefangenen, ein Ersatzstoff für Heroin, schmuggeln wollte – versteckt in einer Tetrapak-Trinkverpackung. Der Wert: rund 1000 Euro. Juden-Witze in Beamten-Chats – das Wichtigste in Kürze: In Chats von Beamten auf WhatsApp hat die Polizei Juden-Witze entdeckt Darüber hinaus hatten sich die Beamten Hitler-Fotos geschickt Die Fälle werfen die Frage auf, ob es unter Beamten eine gefährliche rechte Parallelwelt gibt Kurz nach Beginn der Ermittlungen gegen den Justizbeamten gerieten weitere Staatsbedienstete ins Visier der Polizei. Um den Fall aufzuklären, beschlagnahmten die Ermittler die Handys der Vollzugsbeamten. Bei zwei mutmaßlichen Schmugglern in Uniform entdeckten sie mehr. In einer Chatgruppe des Messangerdienstes WhatsApp fielen den Polizisten Hitler-Bilder auf, auch eine Rede von Hitler wurde dort verschickt, sowie Hakenkreuze und Witze etwa über den Mord an Juden in deutschen Konzentrationslagern. Clique hinter Gittern Die beiden Justizbeamten waren nicht die einzigen, die diese rechtsextreme Propaganda verbreiteten. In der Chatgruppe tauschten sich mehrere Mitarbeitende des Heilbronner Gefängnisses offenbar regelmäßig auf ihren privaten Handys aus – mehr als ein Jahr lang. Seit Monaten werten Ermittler die Nachrichten der Chats aus und gehen auch der Frage nach, wie verboten einzelne verschickte Sprüche oder Bilder sind. Die Beamten waren mutmaßlich eine kleine, eingeschworene Clique hinter Gittern. Dabei sollten sie genau dort eigentlich auf der Seite des Gesetzes stehen. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen ein knappes Dutzend Staatsbedienstete und Anwärter, also junge Beamte auf Widerruf. Der Vorwurf: Volksverhetzung und Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen. Die Beschuldigten haben derzeit Dienstverbot. Die Justiz nimmt ihre eigenen Justizbeamten ins Visier.

via morgenpost: Gefährliche Parallelwelt – Judenwitze in Beamten-Chats

Desinformation und Diskreditierung – Wie rechte Netzwerke die Bayernwahl beeinflussen wollten

Rechte und rechtsextreme Gruppen aus dem In- und Ausland haben gemeinsam versucht, die Landtagswahl in Bayern zugunsten der AfD zu beeinflussen. Eine neue Studie nennt ihre Taktiken und Treffpunkte. (…) Dass es dabei nicht immer nur um Russlands Trolle und Geheimdienste gehen sollte, zeigt eine Studie des auf Extremismusforschung spezialisierten Institute for Strategic Dialogue (ISD) mit Sitz in London, die an diesem Freitag in München vorgestellt wird. “The Battle for Bavaria” lautet ihr plakativer Titel. Darin geht es um Onlinekampagnen rechter und rechtsextremer Gruppen im Vorfeld der bayerischen Landtagswahl im Oktober 2018. Die Ergebnisse lagen dem SPIEGEL vorab vor. Demnach kamen dabei dieselben Methoden zum Einsatz wie schon bei den landesweiten Wahlen in Frankreich, Deutschland und Italien in den Jahren 2017 und 2018. Ziel sei es dabei jeweils gewesen, die Wählerstimmung nach rechts zu verschieben – im Fall von Bayern vor allem zugunsten der Alternative für Deutschland (AfD). Die zentralen Ergebnisse der Studie:Es kamen verschiedene Taktiken zum Einsatz Laut der ISD-Analyse nutzen die rechten Aktivisten vor allem drei Mittel. Erstens versuchen sie den politischen “Gegner” zu diskreditieren. So wurde zum Beispiel in einem Forum gezielt nach Schmutz (“dirt”) zur Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze gesucht, den man teilen könne. An anderer Stelle wurden gefälschte Wahlplakate der Grünen und der SPD erstellt und verbreitet. (…) Dazu kamen gezielte Falschdarstellungen zu echten Ereignissen. (…) Zweites Mittel war das Streuen der eigenen Botschaft. So hätten bestimmte Accounts gezielt AfD-freundliche Hashtags wie #Merkelmussweg oder #AfDwirkt verbreitet, heißt es in der ISD-Studie.
Drittens wurde die Legitimität der Wahl angezweifelt. Eine Kampagne, so ISD, habe Zweifel gesät, ob Stimmen korrekt ausgezählt würden. Es gab daher einen Aufruf, sich als “Wahlbeobachter” zu registrieren – der sich allerdings gezielt nur an “Nicht-Juden” gerichtet habe. (…) Wer steckt hinter diesen Kampagnen? Jedenfalls kein Staat oder Geheimdienst, das ist die übergeordnete Erkenntnis. “Andere Staaten schienen nicht übermäßig entschlossen zu sein, sich in den bayerischen Wahlkampf einzumischen”, heißt es in der Studie, “nichtstaatliche Netzwerke internationaler rechtsextremer Aktivisten waren sehr viel aktiver”. Unter denen gebe es aber keine zentrale Steuerung oder stringente Organisation, sagt Julia Ebner, Mitautorin der ISD-Studie. “Es ist ein loses Netzwerk aus rechten Onlineaktivisten.” Das wiederum reicht über die deutschen Grenzen hinaus. So habe man auf Twitter starke Überlappungen gefunden zwischen Accounts, die sowohl für einen Hardcore-Brexit Stimmung gemacht haben, als auch vor den Parlamentswahlen in Deutschland und Schweden.

via spon: Desinformation und Diskreditierung Wie rechte Netzwerke die Bayernwahl beeinflussen wollten

siehe auch: The Battle for Bavaria: Online information campaigns in the 2018 Bavarian State Election. A combination of social media analysis, network mapping and investigative reporting carried out by ISD’s Digital Research Unit found that far-right conspiracy and misinformation networks used a suite of new and existing platforms to mobilise and coordinate election-related activities online and offline in the lead up to the Bavarian State elections in Germany in 2018. The report also revealed that new transnational far-right communities are emerging in Europe and were actively spreading disinformation in tandem with transatlantic allies during the Bavarian State election. Despite evidence of foreign state interference in previous elections, the report found little identifiable Russian state activity in the Bavarian elections.

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Fascist Forge, the Online Neo-Nazi Recruitment Forum, Is Down

The site was taken down by its name registrar, but the company would not tell VICE why. Fascist Forge, the newest online breeding ground for neo-Nazi terror cells, has been taken down.
The forum was founded in April of 2018 with the explicit goal of creating a networking site for some of the most extreme and violent players in the far-right. In a write-up posted shortly after Fascist Forge went live, a founder who goes by the name Mathias wrote that the goal of Fascist Forge was to fill the void left by the takedown of Iron March—an infamous online meeting ground for fascists that went dark two years ago—and “continue where they left off.” On Fascist Forge, Nazis urged each other to rape women, spoke about “direct actions”—in other words, terror attacks—shared manuals on how to create weapons, housed propaganda for numerous violent groups, discussed fascism in depth, and worked to radicalize all who viewed their words and images. Iron March is where Atomwaffen—the neo-Nazi extremist group that killed five people in three separate incidents in 2017—was infamously founded, and the forum has been described by experts as an accelerant for the far-right. Fascist Forge showed signs of growth initially. But now, less than a year after it was founded, the site is offline. The site’s registrar placed it into a status called “clientHold” on February 12. ClientHold status, according to the Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN), effectively shuts down the website by telling a “domain’s registry to not activate your domain in the DNS and as a consequence, it will not resolve.” (…) A spokesperson for DreamHost, the site’s registrar—but not where it is hosted—confirmed to VICE that they were the ones to place Fascist Forge into the status but said, for privacy reasons, could not comment on why they did so. In an email spokesperson Brett Dunst described DreamHost as a “content-neutral service provider” who “have zero tolerance for illegal content on our network, and work regularly with law enforcement to take action against sites that contain such content.”

via vice: Fascist Forge, the Online Neo-Nazi Recruitment Forum, Is Down

Extremist Content Online: Neo-Nazis Continue Recruiting

The Counter Extremism Project (CEP) reports weekly on the methods used by extremists to exploit the Internet and social media platforms to recruit followers and incite violence. Today’s edition details the creation of the new neo-Nazi group Feuerkrieg Division, a post calling for violence on a white supremacist online forum, and the release of new ISIS content.A new European neo-Nazi group, the Feuerkrieg Division (FKD), inspired by James Mason’s Siege and the Atomwaffen Division, is attempting to recruit. In an interview on a neo-Nazi podcast in January, Feuerkrieg’s leader indicated that he lived in the Netherlands, but that the group also has at least one member in Estonia. He also praised the actions of Dylann Roof and Robert Bowers, noting that in each case, racial or anti-Semitic violence furthered racial, religious and ethnic tension, which in turn created more recruits for national socialist movements. “New radical organizations such as FKD are able to spread content and recruit online through the negligence of tech companies that should be aware of the danger these groups present,” said CEP Researcher Joshua Fisher-Birch. “FKD is directly influenced by Siege, a neo-Nazi manifesto that CEP had identified on at least nine different websites, some for months at a time. The various websites in which FKD can currently be found or is hosted – WordPress, YouTube and Twitter – need to take down their content before hateful rhetoric online turns into ‘real world activism.’” FKD is currently looking for individuals who are motivated by Siege and want to participate in offline activism. They mainly use a WordPress website and a Gab account for recruitment and propaganda purposes. The group also has a recruitment video on YouTube, as well as a Twitter account and a blank account on the web forum Fascist Forge. Posted on the Gab account are numerous propaganda images and statements encouraging violence against government authorities, Jews, feminists, LGBT people and leftists. Of particular note is a poem on the Gab page calling for the murder of Jews and the burning of synagogues.
Propaganda image on Feuerkrieg Division’s Gab account, depicting the Oklahoma City Bombing and promoting Siege and the group. Located on February 7, 2019.
User on Neo-Nazi Web Forum Encourages Campaign of “Sexual Terrorism” Against Women On February 5, a prominent user of the extreme neo-Nazi Fascist Forge web forum encouraged the use of “sexual terrorism” against women, which he defined as the use of rape, murder, kidnapping and attacks on women’s organizations. The user encouraged this activity in order to terrorize both women as a whole and the country, and to further the goal of government/societal collapse by causing conflict between the left and the right wing, and between men and women. Ultimately, the user hoped that a campaign of systematic gendered violence would lead to women leaving the workforce, causing economic damage. Additionally, the author noted that women were an easy target for violence. As an example, the person pointed to the actions of the serial killer Ted Bundy, describing his killings as a reaction to feminism. The post had 9 likes or reactions, a relatively high amount on the forum. Fascist Forge uses Dream Host, headquartered in California, as the site’s registrar and name server. The site is specifically for fascists that follow the book Siege by James Mason. The forum takes after Iron March, the neo-Nazi forum that helped in the formation and growth of the Atomwaffen Division. Fascist Forge received approximately 60,000-page views for the month of January 2019. The forum currently has over 520 registered members as of February 7, 2019.

via counterextremism: Extremist Content Online: Neo-Nazis Continue Recruiting

The Neo-Nazi Podcaster Next Door

Alleged Pittsburgh shooter Robert Bowers was a fan of a white supremacist propagandist known as Grandpa Lampshade. Here’s who he really is. A few days before alleged gunman Robert Bowers murdered 11 people in a Pittsburgh synagogue last October, he promoted a post by a well-known racist user of Gab, a social media platform that caters to white supremacists. The user had a “Pepe” frog avatar and a distinctly offensive moniker — “Grandpa Lampshade,” a reference to an apocryphal story about a Nazi woman who made lampshades from the skin of Holocaust victims. On Gab, where Bowers appears to have been radicalized,(…) But there were many posts that were worse. Many that might inspire a person to scream “All Jews must die!” before shooting up a synagogue because he’d bought into alt-right propaganda falsely claiming that Jews had orchestrated a migrant caravan heading toward the United States. (…) On one podcast a few weeks before the Pittsburgh shooting, Grandpa Lampshade said that whites are “not gonna outbreed all of these blacks and browns” and that the “answer” might “involve a whole lotta killin’.” After the Oct. 27, 2018, massacre, he suggested that murdering 11 random Jews in a synagogue might not be the best approach, because of the scrutiny it attracted to the white supremacist movement and its chosen propaganda platforms. Better, he said, for the killin’ to focus on strategic targets.
There was a twang to his voice and some grizzle in his chosen handle — they were clues to his identity. Grandpa Lampshade fretted about being exposed, but he’d been sloppy in covering his tracks. He used the name “oilylizzard” in one email address to collect donations and in another email linked to his real name. His wife advertised his now-defunct Grandpa Lampshade Twitter account in memes she’d posted years ago.
And people were looking for him. His rapid rise to prominence in the white nationalist community had brought him to the attention of anti-fascist activists. Watchdog groups and journalists were looking for him, too. Grandpa Lampshade had gone big-time. The podcast had played on the Daily Stormer, the internet’s main hub for neo-Nazi content, from where he solicited bitcoin donations. (He has raised and spent almost $7,000 in bitcoin, according to information security researcher John Bambenek, who tracks neo-Nazi bitcoin transactions.)

via huff: The Neo-Nazi Podcaster Next Door

‘No Way’ Gab Has 800,000 Users, Web Host Says

Gab, the floundering social media network that serves as an organizing hub for white supremacists, is inflating its number of users in federal securities filings relied on by investors and regulators, a software engineer for Gab’s web hosting company Sibyl System Ltd. tells Hatewatch. In a series of interviews, emails and text messages, Lilac Kapul said Gab’s claims in U.S. Securities and Exchange Commission filings on Dec. 19 and Jan. 28 of more than 835,000 users greatly exceeds the internet infrastructure capacity that London-based Sibyl is providing to Gab. Kapul, a resident of Brisbane, Australia, also said Gab’s user data indicates that most of the active users on the site signed up soon after it was launched in August 2016, raising questions about Gab’s claims of rapid growth.
“Based on what they are getting through us services-wise there is no way they have 800,000 users, or it would be very odd if they did,” Kapul told Hatewatch. “I would say they probably have a few thousand or a few tens of thousands. That sounds a lot more believable.” Hatewatch detailed Gab’s crowdfunding approach to raising money in a story published Jan. 24. The social media company is using provisions in the 2012 JOBS Act that allow startup companies to sell speculative securities to private investors through crowdfunding and stock offerings. In order to do this, Gab is required to submit documentation to the SEC for review. Providing false statements to the SEC can lead to enforcement actions including federal civil law suits and administration actions resulting in cease-and-desist orders. “I’ve been following their SEC filings, especially when we first took them on as a client … and definitely some things struck me as odd when reading them,” Kapul said.
Kapul, an 18-year-old University of Queensland (Australia) computer science student, is one of at least three very young information technology experts who operate Sibyl’s web hosting service, including one who is a minor living in the U.S., Kapul said. Sibyl is a shadowy operation with little transparency on its website, a murky history of ownership and no fixed base of operations. Its handful of employees work remotely scattered around the world. Repeated attempts to interview Marcelo Goncalves, the 19- or 20-year-old Portuguese owner of all of Sibyl’s privately held stock, were limited to an exchange of cursory emails. But Kapul provided extensive details of Gab’s operations during interviews over a week. Sibyl reached a web hosting agreement with Gab last November. The deal happened just days after Gab was dropped by its previous web host, following reports that the suspect in last October’s Pittsburgh synagogue shootings had made threatening statements on Gab prior to the massacre. Gab was offline for a week after Joyent dropped the website. Kapul said her “rough” estimate of the number of Gab’s users is based on the number and size of computer servers used by Gab and the amount of traffic the site gets. She said Gab is using three servers that handle the website and two servers that act as an entry point to the site. Sibyl has servers located in Norway, the Netherlands, Switzerland and Japan, according to its website. “The level/extent of infrastructure Gab is purchasing from us [is] much smaller than would be expected for a platform like theirs with over 800,000 users,” Kapul stated in a Feb. 3 email to Hatewatch. “It’s not impossible for them to have an active user count in the hundreds of thousands, however, given the modest number of servers, the nature of their site and the technology they are using, it’s unlikely.”

via splcenter: ‘No Way’ Gab Has 800,000 Users, Web Host Says