Facebook ‘Bans’ Ukrainian Far-Right Group Over ‘Hate Speech’ — But Getting Rid Of It Isn’t Easy – #azov

Ukraine’s militaristic, far-right Azov movement and its various branches have used Facebook to promote its antidemocratic, ultranationalist messages and recruit new members since its inception at the start of the country’s war against Russia-backed separatists five years ago. The American social-networking giant has also been an important platform for Azov’s global expansion and attempts to legitimize itself among likeminded American and European white nationalists. Facebook has occasionally taken down pages and groups associated with Azov when they have been found to be in violation of its policies on hate speech and the depiction of violence. The first Facebook removals occurred in 2015, Azov members told RFE/RL. But after continuous, repeat violations Azov — which includes many war veterans and militant members with openly neo-Nazi views who have been involved in attacks on LGBT activists, Romany encampments, and women’s groups — is now officially banned from having any presence on Facebook, the social network has confirmed to RFE/RL.
Despite the ban, however, which quietly came into force months ago, a defiant Azov and its members remain active on the social network under pseudonyms and name variations, underscoring the difficulty Facebook faces in combating extremism on a platform with some 2.32 billion monthly active users. ‘Organized Hate’ Not Allowed For years, Facebook has struggled with how to deal with extremist content and it has been criticized for moving too slowly on it or behaving reactively. The issue was put front-and-center in August 2017, when the platform was used to organize a white supremacist rally in Charlottesville, Virginia, that turned deadly. The issue was raised most recently in the aftermath of the Christchurch massacre that left 50 people dead. The shooter livestreamed the killing on his Facebook page. The company said it had “quickly removed both the shooter’s Facebook and Instagram accounts and the video,” and was taking down posts of praise or support for the shooting. Joe Mulhall, a senior researcher at the U.K.-based antifascist organization Hope Not Hate, told RFE/RL by phone that Charlottesville brought a “sea change” when it came to social media companies and Facebook, in particular paying attention to extremists.
For instance, he praised the company for its “robust” action against the far-right founder of the English Defence League, Tommy Robinson, who had repeatedly violated Facebook’s policies on hate speech. But Mulhall said Facebook more often acts only after “they’re publicly shamed.” “When there is massive public pressure, they act; or when they think they can get away with things, they don’t,” he added. This may explain why it took Facebook years to ban the Azov movement, which received significant media attention following a series of violent attacks against minorities in 2018.

via rferl: Facebook ‘Bans’ Ukrainian Far-Right Group Over ‘Hate Speech’ — But Getting Rid Of It Isn’t Easy

French #Holocaust #denier sentenced to #prison for online posts

Alain Soral convicted and sentenced to one year prison after posting denial on the internet. Holocaust denier Alain Soral was convicted and sentenced to one year prison in France for publishing material denying the Holocaust on his website. It is the second conviction and prison sentence for Soral, a far rightist, since the beginning of the year. A Paris court convicted Soral, 60, on Monday and ordered him jailed. He was not in court and a warrant was issued for his arrest, The Associated Press reported.

via jewishnews: French Holocaust denier sentenced to prison for online posts

Sechsfache #Körperverletzung – #Pogida-Organisator Christian Müller wieder vor #Gericht – #schauhin #schläger #intensivtäter

Am Mittwoch um 9.30 Uhr beginnt im Saal 21 des Amtsgerichts Potsdam der Prozess gegen den Pogida-Gründer Christian Müller. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 36-Jährigen vorsätzliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Müller gilt als äußerst brutal. Er organisierte die Potsdamer Pogida-Demonstrationen, einen Ableger der Dresdener Pegida-Demos. Er saß bereits fünf Jahre im Gefängnis. Zuletzt war Müller im Februar 2017 zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er in der Silvesternacht Partygäste verprügelt hatte. (…) Müller, der nach Aussagen von Polizei und Staatsanwaltschaft als brutaler Intensivtäter gilt, soll mit Drogen-und Alkoholproblemen aufgefallen sein. Die spanischen Fahndungsexperten waren auf ihn aufmerksam geworden, weil er Geld in eine Tanzbar investiert hatte und dies öffentlich preisgab. Er selbst hatte sich zwei Monate nach seiner Flucht aus Deutschland unter dem Namen „Christiano De La Vega“ bei Facebook gemeldet. Dort bezeichnete er sich als Gründungssponsor des Lokals El Cubanito in Morro De Jable, hieß es in einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten.

via berliner zeitung: Sechsfache Körperverletzung Pogida-Organisator Christian Müller wieder vor Gericht

Darf man diese #AfD-Politiker #Neonazis nennen? Zwei Dresdner Gerichte sagen Ja – #schauhin

Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren ist die AfD immer weiter nach rechts gerückt. Von Lucke zu Petry zu Gauland. Von der Anti-Euro-Partei zur Anti-Flüchtlingspartei. Antisemitismus-Skandale folgten auf Reden im Nazi-Duktus. Rassistische Ausfälle von Politikern der Partei sind mittlerweile mehr die Regel als die Ausnahme. Als Rechtsextremisten oder gar Neonazis wollen sich AfD-Politiker allerdings nicht bezeichnen lassen. Zwei sächsische AfD-Politiker wehrten sich nun sogar juristisch dagegen. Zwei Dresdner Gerichte entschieden jedoch: Der Landesvorsitzende der AfD und der Pressesprecher der Partei dürfen als Neonazi beziehungsweise Anhänger der “NS-Rassenlehre” bezeichnet werden. Das sei von der Meinungsfreiheit gedeckt.

via watson: Darf man diese AfD-Politiker Neonazis nennen? Zwei Dresdner Gerichte sagen Ja

#AfD-Mann mit #Kriegswaffe – Mario Lehmann posiert in #Uniform, mit Patronengurt und #MG – #schauhin #militanz

Der Polizist auf dem gelbstichigen Foto lächelt leicht, die Augen hinter einer Sonnenbrille verborgen. Auf dem Uniformhemd prangt das Wappen Sachsen-Anhalts, die Schulterklappen zeigen den Dienstgrad eines Hauptkommissars. Ein Detail jedoch passt nicht ins Bild: Um den Hals trägt der Mann einen Patronengurt – für ein Maschinengewehr. Eine solche Waffe besitzt Sachsen-Anhalts Polizei gar nicht, es ist eine Kriegswaffe.
Der Polizist von einst ist heute Politiker: Mario Lehmann, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion. Ein weiteres Foto liegt der MZ vor, offenbar am selben Tag aufgenommen. Es zeigt Lehmann hinter einem Maschinengewehr liegend, den Finger am Abzug. Wann und wo hatte er Zugriff auf diese Waffe? Die Frage ist nicht unerheblich, denn Lehmann ist ein umstrittener Politiker. Im vergangenen Jahr wurde er von einem Parteifreund wegen Körperverletzung angezeigt, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren später ein. Vor wenigen Wochen fiel Lehmann auf, weil er einen Waffenschein beantragte. Möglicherweise gibt es eine plausible Erklärung für die Bilder. Sie müssen einige Jahre alt sein, Lehmann trägt noch die 2010 ausgemusterte gelb-braune Uniform. Seltsam ist nur: Lehmann schweigt. Auf MZ-Anfragen reagiert er nicht.
Wie kam AfD-Abgeordneter an ein Maschinengewehr? Wer könnte Lehmann an ein Maschinengewehr gelassen haben? Das Landeskommando der Bundeswehr hat keine Erklärung. Schießwettbewerbe, an denen auch Nicht-Soldaten teilnehmen können, veranstalte man nicht. Der Reservistenverband indes lädt zwar Gäste ein zum Schießen um den „Sachsen-Anhalt-Pokal“ – weiß aber nichts von einem Teilnehmer Mario Lehmann. „Der ist auch nicht Mitglied bei uns“, so Landeschef Hans Thiele.
Auf MZ-Nachfrage zeigt sich auch das Landesinnenministerium ratlos. Klar ist nur eines: „In der Landespolizei sind Maschinengewehre nicht als Waffe zugelassen“, erklärt ein Sprecher. Die Polizeiinspektion Magdeburg kündigt derweil eine Untersuchung an. „Unsere Behörde wird intern prüfen, wie es zu diesen Fotos gekommen sein konnte“, sagte eine Sprecherin. Dabei werde man auch Lehmann befragen. Lehmann könnte nach Politkarriere zur Polizei zurückkehren Das Beamtenverhältnis des Kriminalhauptkommissars ruht seit dessen Wahl in den Landtag Sachsen-Anhalts. Sollte Lehmann das Parlament verlassen, hätte er Anspruch auf Rückkehr in die Polizei. Lehmann ist für seine große Neigung zu Waffen bekannt. Erst vor kurzem hatte er im Landtag gefordert, ausgediente Polizeipistolen kostenlos an die Schießsportvereine im Land zu verteilen. Zugleich verbreitet Lehmann extrem rechte Ansichten. Im Februar etwa wurde über seinen Facebook-Account der Holocaust relativiert.

via mz web: AfD-Mann mit Kriegswaffe Mario Lehmann posiert in Uniform, mit Patronengurt und MG

Udo Landbauer folgt Instagram-Account “antizion03”

FPÖ-Landeschef abonniert Account mit Profilbild, das Schwarze Sonne zeigt. Seine Funktion bei der rechtsextremen pennalen Burschenschaft Germania Wiener Neustadt hatte er im Zuge der Liederbuch-Affäre im Vorjahr zurückgelegt, im dazugehörigen Strafverfahren war er nicht Beschuldigter, sondern nur Zeuge. Nun aber fällt Udo Landbauer, der geschäftsführende Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich, persönlich mit bedenklichen Bezügen auf, wie FPÖ Fails recherchiert hat.
Auf Instagram folgt Landbauer einem Account namens “antizion03”, der als Profilbild ein einschlägig bekanntes Symbol gewählt hat: eine sogenannte Schwarze Sonne. Das Symbol, das sich aus drei übereinandergelegten Hakenkreuzen zusammensetzt, war von der SS als Bodenornament in der nordrhein-westfälischen Wewelsburg eingelassen worden und dient Neonazis als Erkennungsmerkmal. In Strafverfahren nach dem Verbotsgesetz, etwa im Objekt-21-Verfahren am Landesgericht Wels, diente unter anderem dieses Symbol als Beleg für die nationalsozialistische Gesinnung der schuldiggesprochenen Angeklagten.

via standard: Udo Landbauer folgt Instagram-Account “antizion03”

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Von Ailura, CC BY-SA 3.0 AT, CC BY-SA 3.0 at, Link

Feuer in Notre-Dame Gerüchte und Spekulationen im Netz

Katastrophen wie das Feuer in Notre-Dame werden zumeist von Gerüchten im Netz begleitet. So streuten rechte Blogs Spekulationen über einen Anschlag. Es ist bereits ein Ritual geworden: Schon kurz nach den ersten Eilmeldungen wird im Netz versucht, große Ereignisse oder Katastrophen umgehend im eigenen Sinne zu interpretieren und zu instrumentaliseren.
“Fanal zum Untergang des Abendlandes”, titelte das Blog “PI-News” gestern; “ein weiterer Schritt Richtung Eurabia”, twittert der rechte Publizist David Berger – und die AfD Solingen verkündete auf Facebook: “Würde wohl niemanden verwundern, wenn es ein Anschlag mit islamistischen Hintergrund wäre.” Die Attacken auf “christliche Hoheitsabzeichen” werde in den nächsten Jahren massiv zunehmen.” (…) Zu einem Brand in der Kirche Saint-Jacques in Grenoble Mitte Januar bekannte sich eine Anarchistengruppe namens “Des courts-circuits” (Kurzschlüsse). Die Polizei ging jedoch nicht davon aus, dass es Brandstiftung war, sondern dass die Gruppe den Brand für sich reklamierte, um auf sich aufmerksam zu machen. Zudem sind auch andere öffentliche Institutionen in Frankreich von Angriffen betroffen: So wurde wenige Tage nach dem Brand in der Kirche in Grenoble ein Brandanschlag auf die Radiostation “France Bleu Isère” im gleichen Ort verübt. In der gesamten Region gab es seit 2017 Angriffe auf weitere öffentliche Einrichtungen, darunter auf eine Gendarmerie.

via faktenfinder tagesschau: Feuer in Notre-Dame Gerüchte und Spekulationen im Netz

siehe auch: As Notre-Dame burned, alt-right figures launched a campaign on social media falsely blaming Muslims for the blaze. As flames engulfed Notre-Dame cathedral in Paris on Monday night, far-right activists spread rumours and conspiracy theories about the cause of the fire. Many sought to link the fire with Muslims, despite officials declaring arson highly improbable. Twitter has faced widespread criticism over the spread of white nationalist propaganda on its platform. As a huge fire took hold of Paris’ Notre-Dame Cathedral on Monday evening, alt-right figures were in no time spreading rumours and disinformation on social media linking the blaze to Muslims and hinting at a sinister cover up. French officials on Monday night were quick to say that arson was unlikely to be the cause of the blaze as it engulfed the roof of the 12th century cathedral, but far-right activists and propagandists were already all over social media channels pushing conspiracies. Conspiracy theorist Jack Posobiec compared the blaze to 9/11, despite no link having made to terrorism by French officials, while alt-right activist Faith Goldy falsely claimed that three days previously “a Muslim jihadis [sic] in Paris was arrested for planning a terrorist attack at Notre-Dame Cathedral; Notre-Dame in Flammen: Diese Fakes, Gerüchte und Spekulationen zum Ausbruch des Feuers sind im Umlauf. Lachende Menschen vor der brennenden Kathedrale, Menschen laufen auf dem Gebäude herum – ein „islamistischer Anschlag“? Unmittelbar nach Ausbruch des Feuers im Notre-Dame häuften sich Spekulationen, Fotos werden ohne Kontext verbreitet. Bislang ist die Brandursache jedoch nicht geklärt. Das Dach der Notre-Dame, eine der bekanntesten Kathedralen der Welt und Wahrzeichen Frankreichs, ging am Montag, 15. April, in Flammen auf. Die Pariser Polizei meldete das um 19.16 Uhr auf Twitter. Fotos und Videos des Brandes verbreiteten sich zügig auf Sozialen Netzwerken – und das ist im Grunde genommen auch alles, was bisher dazu bekannt ist. Während Medien weltweit über den aktuellen Stand des Feuers berichteten, bildeten sich an anderer Stelle schnell Theorien und Spekulationen zum Ausbruch, genauer: ob es vielleicht absichtlich gelegt wurde. Es dauerte nicht lange, bis erstmals die Theorie fiel, es handele sich um einen „islamistischen Anschlag“ – angeheizt wurde diese Behauptung durch Fake- und Satire-Accounts, die sich etwa als CNN oder Fox News bezeichneten oder deutsche Blogs wie Philosophia Perennis und Journalistenwatch; bei letzterem wird ein Artikel mit „Notre-Dame: Haben wir einen Krieg in Europa?“ betitelt. Die Theorie von der angeblich absichtlichen Brandstiftung trug sich weiter, gestützt werden sollte sie durch Postings und Kommentare auf Facebook und Twitter, die alte Artikel, aus dem Kontext gerissene Fotos oder irreführende Fotos teilten.
CORRECTIV kooperiert im Vorfeld der EU-Wahl für das Projekt FactCheckEU mit 18 Faktencheck-Redaktionen in Europa. Mithilfe der französischen Partnerinnen hat CORRECTIV einige Gerüchte, Behauptungen und Spekulationen zum Thema überprüft.

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Von MillipedEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Wenn WhatsApp zur HassApp wird

Wie junge Menschen WhatsApp-Gruppen für rechte Propaganda, Judenwitze und Hass auf Minderheiten nutzen und warum WhatsApp nichts dagegen tut. „Du wurdest gehitlert. Hitlere mindestens 5 weitere Personen oder es wird in 88 Tagen ein geldgieriger Jude dein gesamtes Geld klauen und dich vergewaltigen.“ Das sind die ersten Worte eines Kettenbriefes, der vor einigen Monaten in mehreren WhatsApp-Gruppen geteilt wird. „Schicke diese Nachricht an alle, die du kennst, und trage zur Operation Weiße Weihnacht bei“, heißt es weiter. In der Nachricht folgt ein riesiges Hakenkreuz, das die gesamte Bildschirmbreite einnimmt, eine Darstellung von Adolf Hitler und darunter der Satz „Lauf Ali lauf“. Das Ende des Kettenbriefes lautet: „Für jede Person, die diese Nachricht weiter sendet, wird ein Einwanderer in sein Heimatland geschickt.“In einer der WhatsApp-Gruppen reagieren viele der damals gut 200 Mitglieder sofort mit Dutzenden Nachrichten. Vor allem mit: Gelächter. Es hagelt Lach-Emojis und Emojis mit Herz-Augen. Und viele Emojis mit ausgestrecktem rechten Arm 🙋‍♂️🙋‍♀. Innerhalb der Gruppe gilt dieses Emoji als Hitlergruß.
Einige antworten ausführlicher und schreiben „Deutschland Deutschland über alles in der Welt“ oder „Heil Hitler Kameraden“. Etwas später schickt ein Mann einen WhatsApp-Sticker, der Adolf Hitler zeigt. Der Text auf dem Bild: „Du bist lustig, dich vergase ich zuletzt.“ Im November 2018 machte das Jüdische Forum in einem Tweet auf rechte WhatsApp-Gruppen aufmerksam und zeigte in einem Bild Screenshots, der dort geteilten Sticker und Bilder. Nach Recherchen von BuzzFeed News Deutschland haben sich seitdem hunderte Menschen in einem Netzwerk aus rechten WhatsApp-Gruppen versammelt. Diese Menschen verbreiten dort verfassungsfeindliche Symbole, glorifizieren das Dritte Reich und Adolf Hitler, teilen antisemitische und gewaltverherrlichende WhatsApp-Sticker und rufen dazu auf, gemeinschaftlich Linke oder Flüchtlinge zu bedrohen. BuzzFeed News war seit Oktober in neun rechtsextremen WhatsApp-Gruppen Mitglied. Dort sind in dieser Zeit zehntausende Nachrichten verschickt worden. Auf Anfrage von BuzzFeed News verurteilt WhatsApp den Hass auf seiner Plattform, beruft sich aber darauf, keinen Zugriff auf die Nachrichten ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu haben. Die WhatsApp-Gruppen tragen Namen wie „Der Deutsche Sturm🇩🇪 卐ϟϟ 🇩🇪“, „Ku Klux Klan International“ oder „Nationalisten_Radikale etc.☠💀“. Zeitweise waren zwischen 90 und 250 Personen in den Gruppen. WhatsApp beschränkt die maximale Gruppengröße auf 256 Mitglieder. (…) In mindestens einem Fall hatte die Verbreitung von verbotenen SS-Symbolen oder Parolen auf WhatsApp bereits rechtliche Folgen. Im Jahr 2017 wurde ein 14-Jähriger verurteilt, die Süddeutsche Zeitung berichtete über den Fall. Eltern entdeckten Chats auf dem Handy ihres Sohnes, in denen sich die Teilnehmer über Juden lustig machten oder die SS verherrlichten. Die Eltern meldeten die Gruppen der Polizei, die Staatsanwaltschaft konnte später rund 180 Personen identifizieren. Der 14-Jährige musste sich einem Jugendgericht stellen. Er wurde zum Lesen von 25 Stunden historischer Literatur über die NS-Zeit verurteilt, außerdem bekam er für fünf Jahre einen Eintrag ins Erziehungsregister.

via buzzfeed: Wenn WhatsApp zur HassApp wird

As Notre-Dame burned, alt-right figures launched a campaign on social media falsely blaming Muslims for the blaze

As flames engulfed Notre-Dame cathedral in Paris on Monday night, far-right activists spread rumours and conspiracy theories about the cause of the fire. Many sought to link the fire with Muslims, despite officials declaring arson highly improbable. Twitter has faced widespread criticism over the spread of white nationalist propaganda on its platform. As a huge fire took hold of Paris’ Notre-Dame Cathedral on Monday evening, alt-right figures were in no time spreading rumours and disinformation on social media linking the blaze to Muslims and hinting at a sinister cover up.
French officials on Monday night were quick to say that arson was unlikely to be the cause of the blaze as it engulfed the roof of the 12th century cathedral, but far-right activists and propagandists were already all over social media channels pushing conspiracies. Conspiracy theorist Jack Posobiec compared the blaze to 9/11, despite no link having made to terrorism by French officials, while alt-right activist Faith Goldy falsely claimed that three days previously “a Muslim jihadis [sic] in Paris was arrested for planning a terrorist attack at Notre-Dame Cathedral.
“Today, Notre Dame is in flames. Probably just a coincidence,” she continued.
Goldy linked to a report on a woman being jailed three weeks previously for planning an attack at the church in 2016, with hundreds of other accounts spreading the tweet and linking to reports on the plot, without noting that reports were years old. Paul Joseph Watson, of the InfoWars website, tweeted that one worker was “claiming that the blaze was deliberately set,” linking to a report he wrote he said was based on a tweet by Time columnist and Fox News contributor Christopher J. Hale, which Hale later deleted, describing it as an “unsubstantiated rumor.” Watson provided no other evidence for the claim. InfoWars’ Paul Joseph Watson is currently amplifying known French far-right influencer and troll Damien Rieu. Rieu tweeted a sourceless video claiming that French Muslims on Facebook are posting smiley faces on a video of the Notre Dame fire. pic.twitter.com/nwDIuuYW9a — Ryan Broderick (@broderick) 15 April 2019 “IMO, it’s either massive carelessness – or arson,” tweeted alt-right activist Stefan Molyneux, who groundlessly alluded to a cover up, subsequently remarking: “Notre-Dame is going to go down the memory hole. Unless something leaks, nothing will be explained.” As the rumours and speculation took hold and spread, media organisations and populist politicians helped to broadcast them to an even wider audience. Russian state funded broadcaster RT — which has frequently provided a platform for the far right — published a story headlined “Notre-Dame fire hits after several cases of vandalism against French Catholic churches.”
Separately, right-wing populist website Breitbart published a tweet by French far-right activist Damien Rieu, in which he claimed that Muslims had used laughter emojis in comments on a Facebook report on the blaze. The tweet was also promoted by Watson. Alice Weidel, parliamentary leader of the far-right German AfD party, citing no evidence, linked the blaze to “discrimination against Christians,” tweeting “during Holy Week Notre-Dame burns. March: second largest church Saint-Sulpice burns. February: 47 attacks in France.” “The Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe speaks of a significant increase [in attacks against Christians],” she added, linking to a report on recent desecration of churches in France.

via business inside: As Notre-Dame burned, alt-right figures launched a campaign on social media falsely blaming Muslims for the blaze

siehe auch: Alt-right uses Paris cathedral fire for propaganda. Individuals on social media linked blaze to Muslims even though security officials have ruled out arson as cause. Alt-right individuals and conspiracy theorists are using the fire incident at the Notre Dame Cathedral to spread anti-Muslim hate and Islamophobic rhetoric on social media. Right-wing provocateurs, primarily on Twitter and Facebook, began declaring the inferno, which has caused serious damage to the famed cathedral in Paros, as an act of terrorism even before the blaze was put out. “If the Notre Dame fire serves to spur the White man into action—to seize power in his countries, in Europe, in the world—then it will have served a glorious purpose and we will one day bless this catastrophe,” wrote Richard Spencer, a well-known right-wing commentator and president of the far-right National Policy Institute, on Twitter. Another Twitter account with the name MorgothLives, who is also the editor of the right-wing blog Morgoth’s Review, posted a picture of the burning cathedral on Twitter along with a statement that reads: “‪#NotreDame Cathedral ablaze is the perfect symbol of the modern age, it’s almost as if the building set itself on fire to be done with seeing native Europeans replaced and spat on, the spiritual life of Europe crushed and mocked. The continent turned into a supermarket #Paris”. Jack Posobiec, an alt-right conspiracy theorist and a host at the right-wing One America News Network, compared the blaze to that of the 9/11 terrorist attack saying: “This feels like 9/11. I don’t know what else to compare it to” and that “many catholics are saying Notre Dame feels like 9/11 did”; Rechte Terrorwünsche. Zuerst zu den Fakten: In der weltberühmten Kathedrale in Paris ist ein Feuer ausgebrochen. Laut Feuerwehr befindet sich der Brand im oberen Bereich des Gebäudes, welches zur Zeit zur Renovierung eingerüstet steht. Der kleine Spitzturm ist bereits zusammengebrochen. Die Ursache ist derzeit noch unklar, die Feuerwehr glaubt, es könne mit den Renovierungsarbeiten zusammenhängen (Mehr dazu). Die Pariser Kathedrale #NotreDame steht in Flammen. “Ein schreckliches Feuer wütet in der Kathedrale Notre-Dame in Paris”, teilte Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf Twitter mit. pic.twitter.com/KWF3Az3wjT — tagesschau (@tagesschau) April 15, 2019
Rechte „Watch partys“ Soweit, so schrecklich. Social Media wird mit Äußerungen des Bedauerns und Entsetzens überschwemmt. Die Hashtags #NotreDame, #Feuerwehr, #Paris trenden. Aber auch #Brandstiftung. Doch rechtsextreme Hetzer und Influencer nutzen die Gunst der Stunde, um das Thema politisch auszuschlachten und ergötzen sich an dem Spektakel. In den rechten Hetzgruppen werden laut Recherchen von #DieInsider sogenannte „Watch Partys“ abgehalten.

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Von MillipedEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

#AfD-Kreisverband verbreitet manipuliertes Foto – Berlins Regierungschef schaltet #Justiz ein – #schauhin #lügenfresse

Berlins Regierender Bürgermeister schaltet die Justiz ein. Der Grund: Ein AfD-Kreisverband soll ein manipuliertes Foto verbreitet zu haben – darauf war zu lesen: „Alle nach #Berlin“. Das Original hatte aber eine ganz andere Botschaft. Berlins Regierungschef Michael Müller hat wegen eines mutmaßlich von der AfD verbreiteten manipulierten Fotos seiner Person die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. „Wir haben die Staatsanwaltschaft gebeten zu überprüfen, ob gegebenenfalls strafrechtlich dagegen vorgegangen werden kann, vorgegangen werden muss“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag.
„Nun muss erst mal ermittelt werden, wer steht eigentlich hinter diesem Fake-Eintrag.“ Wenn die Grundlagen dafür ausreichten, werde Strafantrag gestellt. Der Brandenburger AfD-Kreisverband Dahme-Spreewald soll via Twitter und Facebook ein Foto verbreitet haben, auf dem Müller mit einem Transparent zu sehen ist, auf dem steht: „Alle nach #Berlin“. Die Senatskanzlei spricht von einer Fälschung, auf dem Original-Foto wirbt Müller mit dem Transparent für die Kältehilfe.

via dnn: AfD-Kreisverband verbreitet manipuliertes Foto – Berlins Regierungschef schaltet Justiz ein

siehe auch: Senatskanzlei prüft rechtliche Schritte wegen Fake-Foto. Der Regierende Bürgermeister Müller lädt “Alle nach Berlin” ein – diese Botschaft verbreitete die AfD Dahme-Spreewald. Nachdem rbb|24 aufgedeckt hat, dass das Foto gefälscht war, will nun die Senatskanzlei aktiv werden.