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Alt-Right Movement Despairs After Roy Moore’s Loss, Blames ‘Cuckservatives’

For the so-called alt-right movement, which spans white nationalists, neo-Nazis and white supremacists, the fall after Roy Moore’s loss in the Alabama Senate race was precipitous and loud. Organizers in the movement had made an alliance with Moore, a hardline conservative with unsavory allegations of pedophilia hovering over him, and hours before the election many of them had voiced unwavering confidence that he would win. “I don’t really have any doubts, so to me it is something of a non-event,” neo-Nazi blogger Andrew Anglin wrote on Tuesday morning on his site, Daily Stormer, about Moore’s chances of winning. “No one actually thinks a Democrat can win, but they ran with it anyway because the Jew media has literally nothing left to lose.” Twelve hours later, Anglin called the doomed election “a bad moon.” His political allies also voiced despair and outrage about the news of the Republican’s defeat. Many of them blamed mainstream conservatives for the loss. (…) Robert Warren Ray, an avowed white supremacist who writes for Daily Stormer, had endorsed Moore for that site a day earlier for “correctly” quoting Adolf Hitler. After Moore’s loss, Ray posted on Gab that he blamed conservatives like Mitch McConnell and Paul Ryan for not supporting their movement strongly enough. He called them “cuckservatives,” a slang term suggesting weakness, and that their wives were cheating on them with other men.

via newsweek: Alt-Right Movement Despairs After Roy Moore’s Loss, Blames ‘Cuckservatives’

Wenn Gerüchte regieren

Der Messenger-Dienst Telegram bestimmt immer mehr, worüber Russland spricht. Das Problem: Niemand weiß, wo seine Nachrichten herkommen. Was soll man zum Beispiel von der Nachricht halten, der russische Präsident prüfe derzeit Entwürfe zur Reform von Polizei und Geheimdiensten? Diverse Dienste, die zu Sowjetzeiten dem KGB angehörten, sollten wieder dem FSB angeschlossen werden, um eine “Super-Behörde” für Staatssicherheit zu schaffen. So berichtet es der Kanal Metoditschka (@metodi4ka). Nesygar (@russica2) weiß derweil von einer Razzia bei Voentelecom zu berichten, einer Telekommunikationsfirma, die dem Verteidigungsministerium gehört. “Die Durchsuchung und die Verhaftung von Top-Managern muss noch bestätigt werden.” Quellen für diese Scoops werden nicht genannt. Nesygar und Metoditschka sind zwei der populärsten Politik-Kanäle auf dem Messenger-Dienst Telegram, einem Programm vergleichbar mit Whatsapp. Sie versprechen Insider-Informationen aus dem Kreml, den Ministerien und aus russischen Behörden noch bevor sie in anderen Medien auftauchen. Die Autoren hinter den Nachrichten bleiben anonym, doch in Russland gehören die beiden Kanäle trotzdem derzeit zu den einflussreichen politischen Nachrichtenquellen. Telegram, das russische Whatsapp, hat der junge IT-Unternehmer Pawel Durow vor vier Jahren erstmals veröffentlicht. Zuerst war die App nur ein weiterer Messenger, schnell, komfortabel zu bedienen und mit der Möglichkeit, die Kommunikation zu verschlüsseln. Seit Telegram vor zwei Jahren so genannte “Kanäle” einführte, hat sich das Chat-Programm auch zu einem neuen Medium entwickelt, über das Nachrichten und Gerüchte verbreitet werden. Und auch Falschmeldungen. Im Kanal “Stalingulag” kann man bissige Kommentare zum politischen Tagesgeschehen lesen Die Zahl der Abonnenten ist inzwischen so groß, dass die kostenlosen Kanäle als Mitspieler auf dem Markt der Informationen ernst genommen werden. Ganz gleich, ob die Gerüchte stimmen oder nicht – sie setzen Themen, denen Journalisten bei Zeitungen, Internetportale und Sendern nachgehen. Nesygar hat mehr als 90 000 Abonnenten, Metoditschka fast 40 000. Der beliebteste politische Kanal ist Stalingulag (@stalin_gulag) mit mehr als 160 000 Lesern. Er veröffentlicht keine Insider-Informationen, sondern bissige Kommentare zum politischen Tagesgeschehen. Die Berichte sind nicht immer zutreffend, es gibt keine klassischen journalistischen Standards, aber sie sind es oft genug. Und manche stellen sich auch erst nach Monaten als wahr heraus.

via sz: Wenn Gerüchte regieren

The ‘Alt-Right’ Created a Parallel Internet. It’s an Unholy Mess.

Cody Wilson developed a crowdfunding website, Hatreon, to give right-wing personalities and others a way to raise money for their projects. If you’ve lost sleep worrying about the growing power of the alt-right — that shadowy coalition that includes white nationalists, anti-feminists, far-right reactionaries and meme-sharing trolls — I may have found a cure for your anxiety. Just try using its websites. In recent months, as sites like YouTube, Twitter and Facebook have cracked down on hate speech and barred several high-profile conservative users, the alt-right made a declaration of technological independence from Silicon Valley. Hard-right activists vowed to create their own versions of these digital services, on which all views would be welcome, no matter how crude or incendiary.
More than a dozen “alt-tech” companies have now emerged, each promising a refuge from political correctness and censorship. There is Gab, a kind of alt-Twitter social network that began last year, whose early adopters included prominent figures like Milo Yiannopoulos and Andrew Anglin, the founder of the neo-Nazi Daily Stormer website. There is WrongThink (alt-Facebook), PewTube (alt-YouTube), Voat (alt-Reddit), Infogalactic (alt-Wikipedia) and GoyFundMe (alt-Kickstarter). There is even WASP.love, a dating site for white nationalists and others “wishing to preserve their heritage.” (…) Gab, which claims to have more than 300,000 registered users, was supposed to be an alt-tech success story. The service attracted reams of attention when it launched last year, and it raised more than $1 million in a crowdfunding campaign, making it the rare alt-tech platform with significant resources. Utsav Sanduja, Gab’s chief operating officer, told Slate this year that the company was starting an organization called the “Free Speech Tech Alliance,” and had recruited more than 100 Silicon Valley engineers to help. But today, Gab is buggy and confusing, and much of the activity on the site appears to come from a small core of frequent users. Several of the well-known figures who once posted on the site have abandoned it. (“I’m a creature of habit, and fell out of habit of posting there,” Mike Cernovich, a notorious right-wing media personality, told me.) The site also had its own censorship drama earlier this year, after moderators removed a post that mocked Heather Heyer, the activist killed during the Charlottesville protests. Gab’s founder, Andrew Torba, declined to comment on the site’s progress, telling me in a Gab message that “I don’t do interviews with fake news outlets.”

via nytimes: The ‘Alt-Right’ Created a Parallel Internet. It’s an Unholy Mess.

Böllerfund bei Razzia in Dippoldiswalde

Eine Frau steht wegen mehrerer Vorwürfe vor Gericht. Die Polizei hatte ihre Wohnung nach einem Containerbrand durchsucht. Nach dem Brand einer Containeranlage im Oktober 2015 in der Dippoldiswalder Friedrich-Engels-Straße ging die Polizei von Brandstiftung aus. Es gab danach auch Hausdurchsuchungen.  Nach der Einstellung der ergebnislosen Ermittlungen wegen des Containerbrands am 31. Oktober 2015 in der Friedrich-Engels-Straße in Dippoldiswalde (SZ berichtete) war der Vorfall nun noch mal bei einer Verhandlung am Amtsgericht Dippoldiswalde Thema. Dort musste sich eine 39-Jährige aus dem Ortsteil Oberhäslich verantworten. Am 26. April dieses Jahres hatten Polizisten wegen des Verdachts der Brandstiftung die Wohnung der Frau und die ihres 31-jährigen Nachbarn durchsucht. Dabei fanden die Ermittler in einer Handtasche, die bei ihrem Nachbarn gelegen hatte eine Taschenlampe mit Elektroschockerfunktion. Darüber hinaus entdeckten die Polizisten in der Wohnung der Hotelfachfrau in einer Flurkommode mit Safe 15 illegale Knaller aus Tschechien und Polen, darunter Böller der als gefährlich geltenden Marke „La Bomba“. Die beschuldigte Deutsche habe damals mit den Beamten, die nach gefährlichen Gegenständen oder Waffen im Haus fragten, kooperiert. Warum allerdings der laut Zeugen ebenfalls in der Kommode gefundene Teleskopschlagstock nicht mehr in der jetzigen Anklage gegen die Frau erwähnt wurde, irritierte das Gericht. Laut Zeugen und Beschuldigter habe der Nachbar Böller und Schlagstock „ganz normal“ auf einem Markt in Tschechien gekauft. (…) Die Angeklagte schweigt vor Gericht dazu – sagt auch zu den weiteren Vorwürfen gegen sie nichts. Denn der 39-Jährigen werden am Amtsgericht außerdem Volksverhetzung und Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen zur Last gelegt. Laut Anklage habe sie auf ihrem Profil auf der Online-Plattform vk.com, einem aus Russland stammenden sozialen Netzwerk, ein Bild von einer Mütze der Waffen-SS mit Hakenkreuz stehen gehabt. Das allein ist schon verboten. Darunter habe sie allerdings auch noch kommentiert: „Liebe Flüchtlinge, an dieser Mütze erkennen Sie Ihren Sachbearbeiter“. Die Anklage wertet das als Volksverhetzung, weil ihrer Ansicht nach hiermit zur Gewalt gegen eine Bevölkerungsgruppe aufgerufen werde. Die Ermittler stießen bei Recherchen vor der Wohnungsdurchsuchung auf Bild und Kommentar bei einem Profil mit anderem Namen, das aber der Angeklagten zugeordnet werden könne. Indizien sprächen klar dafür. Zumal laut den Beamten auch eine Verbindung zum vk.com-Konto ihres Nachbarn bestanden hätte. Der 31-Jährige, der 2015 an der Organisation mehrerer Demonstrationen der „Bürgerbewegung Dippoldiswalde“ beteiligt war, soll noch in dem Prozess aussagen, der im Januar 2018 fortgesetzt wird.

via sz online: Böllerfund bei Razzia in Dippoldiswalde

Verhandlung am Amtsgericht Dachau – Aufruf zu Mord im Chat

20-jähriger Dachauer soll einer neonazistischen Whatsapp-Gruppe angehören. Mangels Beweisen freigesprochen. Die Nachrichten, die in einer Whatsapp-Gruppe mit dem Namen “Arische Bruderschaft” verbreitet wurden, machen fassungslos. Nicht nur, dass darin zu Gewalt und Mord an Juden und Asylsuchenden aufgerufen wird, die in dem Chat auf das Übelste beleidigt und diskriminiert werden. Die überwiegend Jugendlichen, die sich in der Gruppe zusammengefunden haben, verherrlichen auch die SS. Sie posten Bilder von Nazi-Flaggen oder SS-Runen und lichten sich in eindeutig rechtsradikalen Posen ab. Mehr als 15 000 solcher Nachrichten aus dem Chat hat die Polizei bereits untersucht. Aus dem Münchner Raum sind 20 Jugendliche ins Visier der Ermittler geraten. Ein 20-jähriger Mann aus Dachau musste sich am Montag nun wegen Volksverhetzung und der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen vor dem Amtsgericht Dachau verantworten. Dort konnte ihm allerdings nicht nachgewiesen werden, die Nachrichten verfasst zu haben. Der 20-jährige Mann wurde freigesprochen im Gegensatz zu zahlreichen anderen Jugendlichen aus der Chat-Gruppe, die bereits verurteilt worden sind. Die Eltern eines 14-jährigen Schülers aus München hatten die Whatsapp-Gruppe zu Jahresbeginn auffliegen lassen, nachdem sie auf dem Handy ihres Sohnes rechtsradikale Parolen entdeckt hatten. Nach Erkenntnissen der Münchner Staatsanwaltschaft beteiligten sich 179 Personen an der Gruppe, die sich untereinander nicht kannten und über ganz Deutschland und das Ausland verteilt waren. Sie amüsierten sich über Judenwitze, verherrlichten die SS, bezeichneten sich selbst als Nazis und zeigten sich mit dem Hitlergruß. Pro Tag setzten die Schüler und Jugendlichen bis zu 1000 rechtsradikale Sprüche ab. Mitmachen konnte jeder, der von einem Gruppenadministrator eine persönliche Einladung erhielt. 47 der Gruppenmitglieder konnte die Polizei als Bundesbürger identifizieren. Viele davon müssen sich wegen Volksverhetzung, Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen oder der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten verantworten.

via sz: Verhandlung am Amtsgericht Dachau – Aufruf zu Mord im Chat

Seenotretter wehren sich gegen »Identitäre«

Der Verein »Mission Lifeline« beantragt eine Einstweilige Verfügung gegen die Rechtsradikalen. Im Mittelmeer versuchen auch andere Organisationen, Geflüchtete zu retten. So auch die NGO “Jugend Rettet”. Der Seenotrettungsverein Mission Lifeline hat beim Landgericht Dresden eine Einstweilige Verfügung gegen die »Identitäre Bewegung« (IB) beantragt. Die völkisch-nationalistische Gruppe hatte zurvor krude Behauptungen über den Dresdener Verein verbreitet, um dessen Ansehen zu schaden. Die Identitären nannten die Seenotretter eine »Schlepperorganisation«, die sich »unerlaubt in Libyschen Gewässern aufhalte« und so Geflüchtete und Schiffsbesatzung gefährde. Außerdem träfe sich der Verein mit Schlepperbanden »zur Übergabe der heißen Ware«. Für die Schmäh-Kampagne gegen Mission Lifeline nutzt die Identitäre Bewegung in Dresden vor allem ihren Facebookaccount. »Die Rechtsextremen versuchen, die Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu minimieren, indem haltlose Behauptungen aufgestellt werden«, erklärte der Specher von Mission Lifeline, Axel Steier, am Dienstag. »Fakt ist, dass nichts von den Behauptungen wahr ist. Entsprechende Beweise haben wir dem Landgericht Dresden vorgelegt«, sagte Steier. Vor dem Antrag auf eine Einstweilige Verfügung hatte der Verein es mit einer Unterlassungserklärung bei den Neurechten versucht – vergebens. Die IB wollte die Erklärung nicht unterzeichnen.

via nd: Seenotretter wehren sich gegen »Identitäre«

AfD-Bundestagsabgeordnete hat eine Frage, will die Antwort aber nicht hören

Das Leben einer AfD-Bundestagsabgeordneten ist nicht immer leicht. Gerade erst nach Berlin gezogen, neue Büros und immer gibt es irgendwo Schnittchen, die gegessen werden wollen. Das erlebt auch gerade Franziska Gminder. Die 73-jährige Heilbronnerin ist Gründungsmitglied der Bundespartei und wurde über die Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag gewählt. Bisher leitete sie die Geschäftsstelle der Partei in Heilbronn und nach Informationen der “Zeit” ist sie mit einem “hochrangigen Manager der deutschen Waffenindustrie” verheiratet. Laut einem “Portrait” auf der Website des Heilbronner Kreisverbandes macht Frau Gminder in Immobilien: “Statt den Ruhestand zu genießen ist Franziska Gminder Eigentumsunternehmerin und Arbeitgeberin in einer gewerblichen Immobilie mit 170 Mietparteien.” In dem ganzen Trubel hat Franziska Gminder jedenfalls Fragen. Auf Facebook teilt sie den Post eines Nutzers, der insgesamt acht Bilder von verwüsteten Kirchen hochgeladen hat und schreibt, dass alleine im Jahr 2017 bis Juli “mehr als 4.500 Kirchenschändungen bekannt” seien. Frau Gminder will wissen: “Wo sind die Presse-Berichte?”. Ihre Frage versuchen mehrere Nutzer_innen zu beantworten, unter anderem die Facebookseite “AfD-Watch Heidelberg” die zu jedem der Bilder herausgefunden hat, wo über den jeweiligen Fall berichtet wurde (….) Aber die Antworten der hilfsbereiten Nutzer auf die Frage der Abgeordneten verschwinden leider immer wieder von ihrer Facebook-Seite. (…) Franziskas Gminders Facebookpost ist ein weiteres Paradebeispiel für das Empörungs-Baukasten-System der AfD. Die Wortwahl: möglichst skandalisierend “Kirchenschändung” klingt bei weitem dramatischer als Dachrinnendiebstahl. Vollkommen unterschiedliche Tatgründe werden alle auf einen Haufen geworfen. Und am Ende ist das alles natürlich ein Angriff auf das christliche Abendland. Die Zahlen: eigentlich egal Die Zahlen, die von Gminder geteilt werden, lassen sich nicht nachprüfen. Der Fakt, dass eine Zahl auf einer Website veröffentlicht wird, bedeutet nicht, dass sie auch stimmt. Der frischgebackenen Bundestagsabgeordneten ist das offenbar egal. Hauptsache, die Empörung stimmt. Diskussion: unerwünscht

via belltower: AfD-Bundestagsabgeordnete hat eine Frage, will die Antwort aber nicht hören

AfD-Abgeordneter aus Essen will glänzen – aber sein Facebook-Fake fliegt auf

AfD-Bundestagsabgeordneter Stefan Keuter wollte die Altparteien mit einem Facebook-Post vorführen. Mit einem Facebook-Post wollte Stefan Keuter am Dienstagmorgen offenbar beweisen, wie sich die AfD im Gegensatz zu den restlichen Fraktionen im Bundestag für die Belange der Wähler einsetzt. Doch seine Behauptung stellte sich als Täuschung heraus. Das berichtet die WAZ. Der Essener AfD-Abgeordnete veröffentlichte ein Bild von einer Plenarsitzung im Bundestag, auf dem lediglich seine Parteigenossen zu sehen sind. Dazu schrieb er: „Heute Plenarsitzung. Charakteristisch war gleich zu Beginn: Die AfD lief ein, in den Reihen der Altparteien herrschte gähnende Leere.“ Dass der Bundestag zum Zeitpunkt der Aufnahme so leer war, ist indes kein Wunder. Keuter hatte das Foto mehr als 21 Minuten vor Beginn der Sitzung aufgenommen. Renate Künast mit Spitze Richtung AfD-Abgeordneten Grünen-Politikerin Renate Künast reagierte via Twitter: „Ich glaube, die anderen hatten 20 Minuten vor der Sitzung noch was zu arbeiten.“

via derwesten: AfD-Abgeordneter aus Essen will glänzen – aber sein Facebook-Fake fliegt auf

siehe auch: Warum Bundesanwaltschaft nun Anklage gegen Franco A. erhebt. Die Bundesanwaltschaft hält den Offizier für einen potenziellen Attentäter. Nun hat sie Anklage erhoben. Aber der Fall ist verworren. Journalist oder Soldat lautet die Berufswahl von Franco A. Die Alternative stellt sich schon bald nicht mehr. Er geht zur Bundeswehr. Dort glaubt er am ehesten die Welt verändern zu können. Nicht mit Worten. Mit Taten. Mit einem Attentat, glaubt die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe. Sie will beweisen, dass der rechtsextreme Oberleutnant einen Anschlag begehen und eine falsche Fährte legen wollte, um den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Am Dienstag hat sie vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in Frankfurt am Main Anklage erhoben. (…) Er sei “hinreichend verdächtig”, eine schwere staatsgefährdenden Gewalttat (Paragraf 89a) vorbereitet zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Das Bundeskriminalamt durchsuchte 16 Objekte, verhaftete mit Oberleutnant Mathias F. und dem Studenten Maximilian T. zwei mutmaßliche Helfer, fand “Todeslisten”, auf denen unter anderem die Namen von Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth und Justizminister Heiko Maas stehen, dazu Notizen, Skizzen (unter anderen vom Büro der Menschenrechtsaktivistin Anetta Kahane), Filme, Fotos und nicht zuletzt auf seinem Smartphone Aufnahmen mit Selbstreflexionen (“Gewalt muss eine Option sein”) von Franco A.

Asylhelfer und NPD-Mann streiten vor Gericht

Bei der Integrationsmesse in Aue filmte ein Gast den Gastgeber. Zu unrecht? Ein Fall für die Justiz. Die verbalen Auseinandersetzungen am Rande der Auer Integrationsmesse im März dieses Jahres sind gestern am Amtsgericht Aue juristisch aufgearbeitet worden. Das Urteil wird für Ende Januar erwartet. Der NPD-Politiker Stefan Hartung hatte damals bei der Messe ohne Erlaubnis gefilmt. Die Aufnahmen, die später im Netz landeten, zeigen ein hitziges Wortgefecht mit dem früheren Flüchtlingsbeauftragten der Diakonie in Bad Schlema, Michael Beyerlein. Hartung hatte Beyerlein zu den Kosten der Veranstaltung befragen wollen und behauptet, der Freistaat finanziere diese. Beyerlein reagierte forsch und nannte das eine Lüge. Das Gespräch schaukelte sich so weit hoch, dass die Polizei anrücken musste und Hartung ein Platzverbot erteilte. Ein Grund für die Eskalation: Beyerlein als Gastgeber verbat sich mehrmals jegliche Aufnahmen, die Kamera blieb jedoch an. Gegen die Veröffentlichung ging Beyerlein deshalb juristisch vor. Die Aufnahme verletze sein Persönlichkeitsrecht und sei ein Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild, sagte er. “Das Video verfolgt mich bis heute.” Ein anonymer Internetnutzer habe in einem Kommentar unter dem Video sogar dazu aufgefordert, ihn totzuschlagen. Beyerlein forderte: Die Aufnahme sowie alle Veröffentlichungen Hartungs bei Facebook zur Integrationsmesse müssen gelöscht werden. Außerdem will er Hartung alle Aufnahmen von sich, die im Zusammenhang mit seinem Beruf stehen, untersagen lassen.

via freie presse: Asylhelfer und NPD-Mann streiten vor Gericht

Dubiose Wintergrüße von der #AfD – #faschistischer #kackscheiß

Der Sprecher der sächsischen AfD-Fraktion postet das Bild eines Julfest-Kerzenleuchters auf Facebook. Er ist einem Vorbild aus dem Nationalsozialismus nachempfunden. Die Originale hatten KZ-Häftlinge für die SS töpfern müssen: Der Pressesprecher der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, Andreas Harlaß, hat auf seinem privaten Facebook-Profil das Foto eines sogenannten Julleuchters veröffentlicht – und zeitweilig sogar zu seinem Titelbild gemacht. Der Leuchter, der für das Foto mit Blumen und einer brennenden Kerze geschmückt wurde, ist einem Vorbild aus dem Nationalsozialismus nachempfunden. „Das ist eindeutig ein Replikat eines SS-Julleuchters“, sagt die Historikerin Kirsten John-Stucke. „So etwas wird von einschlägigen rechten Online-Versandhäusern angeboten.“ John-Stucke ist Expertin für die Geschichte der SS: Sie leitet das Museum auf der Wewelsburg bei Paderborn, die im Nationalsozialismus zur Kult- und Terrorstätte der SS umgebaut wurde und heute eine Gedenkstätte beherbergt. (…) Hergestellt worden seien die Leuchter von Häftlingen der Konzentrationslager Dachau und Neuengamme. „In den Julleuchtern verbindet sich Ideologie und Terror“, meint die Museumsleiterin.
AfD „Der Leuchter“, erklärt Andreas Harlaß auf Anfrage der FR, „ist ein Erbstück meiner Eltern und mir daher sehr wichtig.“ Und er sei nicht verboten. Seine Antworten verbindet der AfD-Sprecher mit einer Drohung: „Sollten Sie in irgendeiner Form zu konstruieren versuchen, dass ich eine besondere Nähe zur als verbrecherische Organisation eingestuften SS hege, werde ich juristische Schritte gegen Sie und Ihr Blatt einreichen – Schadenersatz-Klage inklusive.“ Harlaß war fast 20 Jahre lang Redakteur der „Bild“-Zeitung in Dresden, schrieb dann für die rechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ – und stellte unter anderem die Alleinschuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg infrage. Seit 2014 ist er Pressesprecher der AfD-Landtagsfraktion in Sachsen.

via fr: Dubiose Wintergrüße von der AfD

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