“Report Mainz”: Angriffe auf Politiker- und Parteibüros nehmen stark zu / Rechtsextremismus-Forscher: “Beginn einer terroristischen Struktur”

Eingeschlagene Scheiben, Schüsse, rechtsextreme Schmierereien und Brandsätze: Die Zahl der Angriffe auf Politiker- und Parteibüros in Deutschland hat nach Recherchen des ARD-Politikmagazins “Report Mainz” deutlich zugenommen. Auch Privatwohnungen von Politikern wurden Ziele von Angriffen. Bis Anfang Juni kam es bundesweit bereits zu 59 Vorfällen, hochgerechnet auf das gesamte Jahr stellt dies im Vergleich zu 2009 (36 Vorfälle) fast eine Vervierfachung dar. Bei den meisten Angriffen wird von einem rechtsextremen Hintergrund ausgegangen. Das ARD-Politikmagazin “Report Mainz” hat Anschläge auf Büros von demokratischen Parteien und Politikern für die Jahre 2009 und 2010 erstmals bundesweit erfasst und ausgewertet.(…) Das ARD-Politikmagazin “Report Mainz” geht in seiner Sendung heute Abend den Verbindungen zwischen der NPD und den Angriffen auf Politiker- und Parteibüros am Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern nach. In diesem Bundesland haben die Anschläge deutlich zugenommen, nachdem ein Aufruf mit dem Titel “Demokraten gibt es auch in Deiner Stadt” auf einer NPD-nahen Internetseite erschien. Darin wurden Adressen von Bürgerbüros aller demokratischen Parteien im Land aufgelistet. Seit der Veröffentlichung des Artikels am 18. April 2010 kam es in Mecklenburg-Vorpommern zu 17 Angriffen auf Bürgerbüros, fast alle davon standen auf der Liste. Verantwortlich für die Internetseite ist David Petereit, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD und Mitarbeiter eines NPD-Landtagsabgeordneten.

viaPresseportal: SWR – Das Erste – “Report Mainz”: Angriffe auf Politiker- und Parteibüros nehmen stark zu / Rechtsextremismus-Forscher: “Beginn einer terroristischen Struktur”.

Preacher of hate age 10

YOUNG Andrew Pendergraft is playing in the sprawling grounds of his family’s country home. Like any other active ten-year-old, he loves running through the fields and splashing about in the river. But later he will appear on internet TV and – clearly reading from a script – he will solemnly share his bigoted views on the supremacy of the white race with potentially thousands of other children online. Andrew may be only ten but he is the face of youth within America’s Ku Klux Klan, the most infamous hate organisation in the world. He has been indoctrinated into the ways of the Klan – famed for its burning crosses, lynch mobs and attacks on black people – by his mum Rachel at their home in Harrison, Arkansas, deep in America’s Bible Belt. It will be three years until Andrew can officially join the Klan, but he already uses his own programme on his family’s internet station, White Pride TV, to preach to his audience of like-minded people about the “evils” of races mixing.

viaPreacher of hate age 10 | The Sun |Features.

Police put dent in neo-Nazi websites

The number of illegal German neo-Nazi homepages on the internet has fallen in the past year, delivering authorities their first victory in combating right-wing extremism on the web, media reported Wednesday. According to daily Hamburger Abendblatt, efforts by the police and intelligence services have begun to pay off, with fewer dangerous websites on the internet than a year ago. The figures were revealed by federal government in response to questions put by opposition Social Democrats (SPD). The government said the drop was the result of work by the Office for the Protection of the Constitution, or Verfassungsschutz, and of tougher searching and controlling of cyberspace by the police.

viaPolice put dent in neo-Nazi websites – The Local.

siehe auch: Anzahl rechtsextremer Inhalte im Internet rückläufig – 40 Websites gelöscht. Im Kampf gegen rechtsextreme Inhalte im Internet verweist die Bundesregierung auf erste Erfolge: Die Zahl der deutschen Websites mit strafbaren Inhalten sei in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Mehrere Dutzend rechtsextreme Internetseiten seien im vergangenen Jahr gelöscht worden. (…) „jugendschutz.net“ hat am 31. Mai die Ergebnisse des Jahresberichts 2009 zum Thema „Jugendschutz im Internet“ veröffentlicht. Demzufolge gab es 2009 jedoch 1.872 rechtsextreme Webangebote, also fast doppelt so viele gegenüber den Zahlen des Verfassungsschutzes. Auch laut „jugendschutz.net“ nimmt die Bedeutung szeneeigener Netzwerke zu, zudem würden 80 Prozent strafbare Inhalte aufweisen.

Altermedia-Administrator verurteilt – 150 Tagessätze wegen Volksverhetzung und Beleidigung

Mit seiner Antwort auf die Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Birgit Schwebs (Die Linke) wies das Innenministerium M-V auf eine Verurteilung des Administrators der rechtsextremen Internetseite „Altermedia“ hin. Mit einem Strafmaß von 150 Tagessätzen würde der Betreiber als vorbestraft gelten. Wie der NPD-Blog vom Amtsgericht Stralsund erfahren haben will, handelt es sich bei dem Verurteilten um Axel Möller, der habe allerdings Berufung gegen das noch nciht rechtskräftige Urteil eingelegt. Die Verurteilung geht zurück auf drei Anklagen aus den Jahren 2008 und 2009, in denen dem Angeklagten zur Last gelegt wurde, „durch 14 selbstständige Taten als redaktionell Verantwortlicher auf den genannten Internetseiten Artikel verbreitet zu haben, in denen der Holocaust verharmlost, gebilligt oder geleugnet, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufgestachelt, ein anderer Beleidigt, Gewalt verherrlicht und ein Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen dargestellt wird.“ Bereits am 3. März hat der Anfrage (Drs. 5/3421) zufolge das Amtsgericht den Angeklagten wegen Volksverhetzung in 10 Fällen, Beleidigung in 2 Fällen sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in zwei Fällen eine Geldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt.

viaAltermedia-Administrator verurteilt – 150 Tagessätze wegen Volksverhetzung und Beleidigung.

siehe auch: Neonaziforen-Macher geoutet. “Altermedia” und “Thiazi” sind die wichtigsten rechtsextremen Seiten. Jetzt wurde bekannt, wer hinter der Netzhetze steht. Ein harter Schlag für die Szene.  Lange wusste niemand sicher, wer hinter “Altermedia” und dem “Thiazi”-Forum steckt. Doch nun sind kurz hintereinander maßgebliche Macher der beiden wichtigsten Neonazi-Internetportale in Deutschland aufgeflogen – ein harter Schlag für die rechtsextreme Szene; „Front der Frauen“. In der Neonazi-Szene sind zahlreiche „Mutterfrauen“ aktiv – die Fanatikerinnen führen häufig ein Doppelleben, engagieren sich scheinbar unpolitisch ehrenamtlich in Vereinen oder Elternvertretungen (…) Die Übermutter „Enibas“ Eine, die solche Aufgaben gerne übernimmt, ist Sabine R. Die Mutter von zehn Kindern aus Mannheim wurde Anfang Juni dieses Jahres von Nazigegnern aus der Region und von der Autonomen Antifa Freiburg als Moderatorin des Neonazi-Forums „Thiazi“ namens Enibas (Sabine rückwärts) und Anti-Antifa-Fotografin bei Aufmärschen geoutet; “Altermedia”-Administrator verurteilt. Stralsund: Wie erst jetzt bekannt wurde, hat das Amtsgericht Stralsund bereits im März dieses Jahres den bekannten Neonazi Axel M. als redaktionell Verantwortlichen der deutschen Sektion von „Altermedia“ – u.a. wegen Volksverhetzung in zehn Fällen – zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hetze gegen Juden für alle sichtbar

Antisemitische Kommentare überfluten das Netz. Dass manche Kommentare, die Nutzer im Sozialen Netzwerk Facebook schreiben, bei entsprechend laxen Einstellungen später auch jenseits von Facebook für alle öffentlich im Internet stehen, ist eigentlich bekannt. Einigen Mitgliedern des Netzwerkes scheint das trotzdem nicht klar zu sein. Oder es ist ihnen vielleicht auch egal, ob die ganze Welt lesen kann, wenn sie menschenverachtende und antisemitische Einträge verfassen wie “Ein toter Jude ist ein guter Jude”. “Messer rein, Messer raus, Messer rot, Jude tot”, textete ein anderer Nutzer aus Frankfurt am Main am Dienstag.

viaHetze gegen Juden für alle sichtbar : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv.

„Front der Frauen“

In der Neonazi-Szene sind zahlreiche „Mutterfrauen“ aktiv – die Fanatikerinnen führen häufig ein Doppelleben, engagieren sich scheinbar unpolitisch ehrenamtlich in Vereinen oder Elternvertretungen. Die junge Neonazistin Ricarda Riefling aus Hildesheim ist Mutter von vier Kindern und hat jede Menge ehrenamtliche politische Arbeit. Nicht nur, dass die 1983 in Peine geborene Chefin des NPD-Kreisverbandes Oberweser die Demonstration zum Thema „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ am Samstag in Hildesheim mitplant, jetzt ist auch noch für Freitagabend eine Kundgebung in der Innenstadt der Landeshauptstadt Hannover zum gleichen Thema anberaumt worden. Riefling ist eine der rührigsten extrem rechten Frauen bundesweit. Über ihren Ehemann genießt sie beste Kontakte ins Hardcore-Milieu der Kameradschaften, sie ist Funktionärin der ältesten Neonazi-Frauengruppe der „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF) und noch dazu Repräsentantin der NPD-Unterganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) in Niedersachsen. Bei dieser Aufgabe wird sie vor allem im Süden des Bundeslandes von Nadine Grosenick aus Dransfeld unterstützt. Grosenick ist ebenso wie Riefling Partnerin eines Neonazis, ihr Freund ist NPD-chef in Göttingen. (…) Haushalt, Kinder, Brauchtum und Politik – engagierten Neonazistinnen wird viel abverlangt. Die Übermutter „Enibas“ Eine, die solche Aufgaben gerne übernimmt, ist Sabine R. Die Mutter von zehn Kindern aus Mannheim wurde Anfang Juni dieses Jahres von Nazigegnern aus der Region und von der Autonomen Antifa Freiburg als Moderatorin des Neonazi-Forums „Thiazi“ namens Enibas (Sabine rückwärts) und Anti-Antifa-Fotografin bei Aufmärschen geoutet. Ganz in schwarz mit Cap und Sonnenbrille fotografierte sie unter anderem in Frankfurt und Zweibrücken Gegendemonstranten und stellte deren Fotos später mit üblen Kommentaren versehen ins Netz. Zuhause führt die 1959 geborene Graphikdesignerin mit Ehemann, Kinderschar, Eigenheim und Ehrenamt ein scheinbar bürgerliches Leben. Seit 2006 jedoch verbreitet sie rassistisches und antisemitisches Gedankengut auf einschlägigen Seiten im Internet. Als „Enibas“ genießt sie inzwischen als Übermutter Kultstatus, wurde sogar mit virtuellen Auszeichnungen bedacht.

via„Front der Frauen“ | Bnr.de – Blick nach Rechts.

siehe auch: Die Nazi-Mutter. Sabine R. ist das Gegenteil des Klischees vom jungen, männlichen, arbeitslosen, ostdeutschen Neonazi: Tarnung ist ihre Taktik. So kann eine Rechtsradikale im Elternbeirat zweier Schulen in Ruhe agitieren; Nazimutter Sabine und Übermutter Enibas. Sabine Rasch aus Mannheim – Nazimutter, „Thiazi“-Moderatorin, Anti-Antifa-Fotografin. Sabine Rasch aus Mannheim ist überzeugte Nationalsozialistin, Moderatorin des wichtigsten deutschsprachigen Naziforums, Anti-Antifa-Aktivistin und Mutter von zehn Kindern. Neben ihrem bürgerlichen Leben mit Eigenheim und Ehrenamt marschiert sie am Wochenende mit NPD und Kameradschaften und verbreitet ihre Nazipropaganda im Internet. Am 2. Juni wurde Sabine Rasch in Mannheim-Käfertal mit Flugblättern geoutet. Direkt danach änderte sie den Namen ihres Accounts auf thiazi.net mit der ID 11196 von „Enibas“ in „Heller_Schatten“. Sie begann mit der Löschung ihrer strafrechtlich relevanten Postings auf „Thiazi“ und nahm ihre private Website tulpenstrasse.de offline; Zu Hause backt sie Hakenkreuztorten. Im Elternbeirat der Schule macht Sabine Schülerinnen lächerlich, die Angst vor Neonazis äußern. Auf Nazi-Demonstrationen macht sie Fotos von Gegendemonstranten als Hass-Futter für die rechtsextreme Szene. Ihre Erfahrungen als bürgerlich getarnte Nazi-Aktivistin breitete die 50-jährige Mutter von zehn Kindern selbst lang und breit im rechtsextremen Thiazi-Internetforum aus. Userin Enibas ist Nationalsozialistin. Sie moderiert Foren auf thiazi.net, der wohl wichtigsten deutschen Neonazi-Plattform im Internet. Sie verehrt Joseph Goebbels und Leni Riefenstahl, feiert Hitlers Geburtstag und freut sich, dass “Jude”, wie sie meint, wieder ein “Schimpfwort” sei, denn “ein gewisser Antisemitismus ist normal und gesund”.

Amoklauf angekündigt: Neonazi verurteilt

Einen Amoklauf mit »Mord und Totschlag« hat ein Neonazi im Internet angekündigt – doch die Frau, der er die Zeilen schrieb, zeigte ihn an. Nun hat sich der Angeklagte dafür vor dem Amtsrichter verantworten müssen. Der 31-jährige Bernd Ammon (Name geändert) torkelt herein, setzt sich auf den Stuhl vor Richter Volkmar Kanz. Sein Hinterkopf ist ausrasiert, so wie die der drei Landser auf seinem Rücken. Das T-Shirt, das er trägt, zeigt Verse in altdeutscher Schrift. Sie rahmen die Soldatenköpfe ein: »Nichts bändigt unsere deutsche Wut«, heißt es da. Oder: »Der Teufel, er holt nur die Halben.« Nach Recherchen der Lokalredaktion stammen die Zeilen aus einem Liedtext der Ein-Mann-Band »Division Germania« des Neonazis und NPD-Aktivisten Andreas Koroschetz.

viaAmoklauf angekündigt: Neonazi verurteilt.