Politik der verbrannten Erde – NPD schwärzt angeblich pro NRW an

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen unterlag die NPD im Kampf der Sonstigen pro NRW recht deutlich. Ganz verdaut ist diese Niederlage aber offenbar noch nicht. In Dortmund will die NPD der Stadtverwaltung nun gar eine Liste übergeben haben mit Standorten, an denen auch mehr als zwei Wochen nach der Wahl noch pro-Wahlplakate hängen. Man hofft wohl auf eine Strafzahlung für die Bürgerbewegung. Da die NPD offenbar stolz auf ihre Denunziation ist, macht sie diesen heroischen Akt auf ihrer Internetseite öffentlich. Angeblich will sie bei der Auflistung der verbliebenen Standorte der Wahlplakate Unterstützung „zahlreicher Bürger“ erhalten haben, die mitteilten, wo auch 16 Tage nach der Wahl noch Pappen der „Pseudonationalen Spaltertruppe Pro-NRW“ verblieben sind. Nach eigenen Angaben hat die NPD daraufhin Anzeige beim Ordnungsamt der Stadt Dortmund gestellt.

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Brutaler „Freiheitskämpfer“

Anfang Mai wurde ein Jugendlicher von einem Neonazi schwer verletzt. Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter mittlerweile identifiziert und verhaftet. Seine Kameraden stilisieren ihn nun zum „Freiheitskämpfer“ und veranstalteten eine Spontandemonstration. Am 7. Mai dieses Jahres wurde ein Jugendlicher in den Abendstunden an einer Tankstelle im sächsischen Geithain von einem Neonazi angegriffen und schwer verletzt. Das 15-jährige Opfer erlitt dabei unter anderem eine Nasennebenhöhlenfraktur und schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr. Wenige Tage später, am 10. Mai, verhaftete die Polizei den 19 Jahre alten Albert R. aus Lunzenau als mutmaßlichen Täter. Seitdem sitzt der Neonazi, der zuletzt im April dieses Jahres auf einer Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) gesehen worden sein soll, in U-Haft. Wenige Wochen vor dem Überfall an der Tankstelle wurde ein Foto des Opfers auf einem einschlägigen Neonazi-Portal veröffentlicht, das als so genannte „Anti-Antifa“-Plattform dient.

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HSK: Streit unter Rechtsrock-Bands – „Früher gab es was auf die Fresse!“

Das eine oder andere Mal standen die nordrhein-westfälischen Neonazi-Bands „Extressiv“ und „Weisse Wölfe“ in den letzten Jahren gemeinsam auf der Bühne. Jetzt scheint das Tischtuch zerschnitten: Zu besichtigen ist eine Schlammschlacht unter Rechtsrockern. Zwei Autoren in einem einschlägigen Internetforum – einer nennt sich „Extressiv“ und behauptet, für die gleichnamige Band zu sprechen, der andere schreibt als „meister-proper“ und behauptet, in den letzten drei Jahren zu den „Weissen Wölfen“ gehört zu haben – lassen kein gutes Haar an Stjepan Jus, dem „Kopf“ der „Weissen Wölfe“ aus Neheim-Hüsten (Hochsauerlandkreis). Dessen Namen nennen sie zwar nicht, aber seinen Spitznamen „Schnack“, unter dem Jus in der Vergangenheit auch in jenem Forum unterwegs war. Autor „Extressiv“ beklagt sich über Gerüchte, die jener Jus/„Schnack“ in die Welt gesetzt haben soll: Die Band „Extressiv“ werbe demzufolge Musiker von den „Weissen Wölfen“ ab. „Alles erstunken und erlogen“, meint Autor „Extressiv“ und erhebt umgekehrt gegen Jus/„Schnack“ genau diesen Vorwurf: „Wir entsinnen uns an eine Silvesterfeier im Hause Extressiv, wo besagter Herr Schnack – Duzen würden wir ihn nicht mehr – an einen Musiker der Band herantrat und ihn mit einem lieblächelndem schleimgefüllten Gelaber wie aus einer Schüssel Wackelpudding umwarb in seiner Band das Instrument zu spielen.“

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Nazimode umgedreht: Freiwillig komisch

Das T-Shirt-Label Storch Heinar veralbert Nazimode und benutzt dafür deren eigene Symbole. Mediatex, der Betreiber vom Original “Thor Steinar”, hat dagegen geklagt. Ein kleiner, missratener Storch mit Seitenscheitel, Hitlerbärtchen und schwerer Kindheit will die Mode-Weltherrschaft an sich reißen und den Fashion Victims zeigen, wo der Frosch die Locken hat: Storch Heinar. Der gleichnamige Web-Shop vertreibt seit Dezember 2008 Textilien mit Storchenwappen im Kampf gegen Rechtsextremismus. Die Betreiberfirma der Marke “Thor Steinar”, die Mediatex GmbH, findet das nicht lustig. Sie klagt gegen den Projektleiter, den mecklenburgischen SPD-Landtagsabgeordneten Mathias Brodkorb, wegen Verletzung und Verunglimpfung ihrer Marke. In seinem Büro im Schweriner Schloss trägt Mathias Brodkorb kein Storchen-Shirt, stattdessen Anzug und Hemd. “Im Parlament wären die T-Shirts vermutlich verboten”, sagt der 33-Jährige. Ausprobiert hat er es noch nicht. Das Tragen von Thor-Steinar-T-Shirts ist verboten.

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Szene-Ausrüster

Der Versand „Explosive Salzwedel“ im sachsen-anhaltinischen Salzwedel bietet Bekleidung für den so genannten „Schwarzen Block“ der Neonazi-Szene an. (…) Für die rechtsterroristische Fraktion werden eine ballistische Schutzweste (105 Euro) und Baseball-Schläger (22 Euro) offeriert. Inhaber des braunen Devotionalien-Handels ist Toni Bliesener (alias „[email protected]“) von den „Freien Nationalisten Altmark West“.

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DO: „Oidoxie“ wieder ausgeladen

Die Dortmunder Rechtsrock-Band „Oidoxie“ ist beim von Neonazis organisierten „9. Thüringentag der nationalen Jugend“ nun offenbar doch nicht mehr willkommen. „Um wieder Bands, Redner und vorallem Ruhe in diese Veranstaltung zu bekommen haben wir Oidoxie wieder ausgeladen“, teilte jemand aus dem Umfeld der Organisatoren in einem einschlägigen Neonazi-Forum mit. Wie berichtet, hatte sich an der Einladung der Dortmunder Band Kritik entzündet, weil ihr vorgeworfen wurde, Veranstaltungen der Neonaziszene im Ruhrgebiet zu boykottieren und sogar durch Parallelveranstaltungen zu stören. Außerdem war „Oidoxie“ vorgehalten worden, mit einem V-Mann des Verfassungsschutzes zusammengearbeitet zu haben bzw. immer noch zusammenzuarbeiten.

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Van stolen in Clinton Co. used in Ark. shooting

Two occupants of a van registered to the House of God’s Prayer in New Vienna killed two police officers Thursday afternoon in a shootout in West Memphis, Ark., then fled the scene. The suspects were later killed in a second shootout in a Walmart parking lot. Names and addresses of the suspects were not available at press time, but Colonel Brian Prickett, chief deputy with the Clinton County Sheriff’s Office, said he did not believe they were from Clinton County. “The van was registered to the white supremacy church in New Vienna,” Prickett said. “That church has not been open for a long time.” New Vienna Police Chief James Holcomb said he has not seen any activity at the storefront church, located at 143 Main St. in New Vienna. More than 10 years ago, Aryan Nation activity had been associated with the church, which at the time was known as the Church of Jesus Christ Christian.

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siehe auch: Van Driven By Gunmen Registered to “House of God’s Prayer” in Ohio. The two gunmen connected to the shootings in West Memphis that left two West Memphis police officers dead Thursday, drove a van that’s registered to a church in Ohio. According to records with the Ohio Department of Motor Vehicles, the plates on the gunmen’s van are registered to “House of God’s Prayer” in New Vienna, Ohio. The church was once affiliated with Harold Ray Redfeairn, a white supremacist preacher who died in 2003; Claims police shooting suspects had extremist ‘anti-government’ links. Two police officers were shot with an assault weapon and killed in West Memphis, Arkansas.. Two suspects accused of gunning down Arkansas police officers this week may have ties to extremist anti-government groups, two civil rights organizations say. Jerry R. Kane, 45, and his 16-year-old son Joseph Kane fatally shot two police officers and wounded two others during a wild shootout Thursday, according to Arkansas state police. (…) The Anti-Defamation League said the two suspects belonged to “an extreme right-wing movement that believes that virtually all existing government in the United States is illegitimate and which seeks to restore an idealized, minimalist government that never actually existed.” The Southern Poverty Law Center, a nonprofit civil rights organization, also said the two member are part of the “sovereign citizen” movement; Police killers identified as activists on mission to spread anti-government message. In the final moments of their lives, West Memphis Police Department veterans Brandon Paudert and Bill Evans encountered Thursday an old white Plymouth Voyager minivan carrying 16-year-old Joe Kane and his 45-year-old father, Jerry R. Kane — a man who unbeknownst to them harbored extreme anti-government views. He also had a record of previous trouble with police and a philosophy, which he credited to the Bible, of applying overwhelming violence to “conquer” foes. (…) Jerry Kane traveled the country with his son giving seminars on what he called “mortgage fraud” and offering advice on foreclosure strategies. A website promoting those seminars provided a trove of information — audio files and YouTube videos and links to various documents — detailing his world views. One particularly chilling YouTube clip involves Kane fielding a question about a “rogue” Internal Revenue Service agent: “Violence doesn’t solve anything, OK. It’s not violence that we’re after. The Bible even tells us that if you’re going to go and make war against somebody, you have to kill their sheep and their goats and their chickens and their babies and their wives. OK?” In the YouTube video he said, “You have to kill them all. So what we’re after here is not fighting, it’s conquering. I don’t want to have to kill anybody, but if they keep messing with me, that’s what it’s going to have to come out. That’s what it’s going to come down to, is I’m going to have to kill. And if I have to kill one, then I’m not going to be able to stop, I just know it.”