Pünktlich vor Ostern: Wieder rechte Aufregung um den “Traditionshasen”

Diskussion um den Namen der Schokoladenfigur von Lindt geht in die nächste Runde. Er ist wieder da, pünktlich zur herannahenden Osterzeit: Der “Traditionshase” auf der Rechnung. Und er lässt es sich Kraft des eigenen Namens nicht nehmen, abermals einige Gemüter in den sozialen Medien ernsthaft zu erhitzen. Erneut gehen bei der Aufklärungsplattform Mimikama wieder Anfragen zur schokoladigen Osterware ein. Mysterium Traditionshase Schon seit 1952 ist der Goldhase ein fester Bestandteil des Ostersortiments des Süßwarenherstellers Lindt. Neben den Hasen in altbekannter Glitzerhülle, stehen auf der Homepage mittlerweile eigene Editionen in Animalprint oder sogar T-Shirts mit dem goldenen Tier zur Verfügung. “Als eines der traditionellsten Produkte von Lindt erblickte der Goldhase das Licht der Welt der Schokolade im Jahr 1952”, ist auf der Website des Firma zu lesen. Die geschichtsträchtige Vergangenheit des Schoko-Hasen solle die Namensänderung zu “Traditionshasen” rechtfertigen.
Belustigung im Netz Einige Nutzer vermuten freilich ganz andere Motive hinter dem Namen. So wird nach dem erneuten Auftauchen auf der Rechnung munter darüber spekuliert, wieso der Wechsel zum Namen “Traditionshasen” vonnöten gewesen sei. Ein User merkt ironisch an, dass die neue Bezeichnung wohl gewählt worden sein könne, “um keine religiösen Gefühle zu verletzen”.

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siehe dazu auch: MIMIKAMA: OSTERHASE, OSTERHASE, OSTERHASE – Ein anderes Wort gibt es dafür nicht [sic]. Da sind sie wieder – die Anfragen zum „Traditionshasen“. Vor gut einem Jahr berichteten wir über diesen Kassenbon und nun wieder – denn erneut wurde das Foto des Belegs auf Facebook hochgeladen und es sorgt abermals ordentlich für erhitzte Gemüter: Der Faktencheck Schon seit 1952 ist der Goldhase eine feste Größe im Ostersortiment von Lindt. Auf der offiziellen Webseite liest man folgende Worte über den Schokoladenhasen: Als eines der traditionellsten Produkte von LINDT erblickte der GOLDHASE das Licht der Welt der Schokolade im Jahr 1952. [Quelle: Lindt.ch] Das ist über 65 Jahre her – sein Auftritt zu Ostern hat ergo eine lange Tradition. Stellungnahme von Rewe
Während eine von uns angefragte Stellungnahme von Karstadt noch aussteht, hat sich Rewe u.a. auf Facebook zu Wort gemeldet: Auf der Facebook-Seite von Rewe schreibt das Social Media Team folgendes als Antwort auf diverse Fragen: „…. bereits seit einem Vierteljahrhundert – genau seit 1992 – bezeichnet REWE den allseits bekannten Lindt Goldhasen am Regal und auf dem Kassenbon als „Traditionshasen“. Den Lindt Goldhasen gibt es nach unserem Kenntnisstand bereits seit den frühen 50er Jahren in Deutschland. Insofern ist die begriffliche Reduktion auf dem Etikett am Regal bzw. dem Kassenbon auf „Traditionshase“ durchaus treffend. Viele Grüße, dein REWE Team“

Brenton T. und “Der große Austausch” – das ist die Geschichte der Verschwörungstheorie

“Der große Austausch” – so hieß das Manifest des Christchurch-Terroristen. Brenton T. hing offenbar einer Verschwörungstheorie nach, die seit Jahrzehnten verbreitet wird – und auch hierzulande Anhänger hat. Brenton T. verfasste vor seinem Anschlag in Christchurch offenbar ein 74-seitiges Manifest, in dem er der Verschwörungstheorie vom “großen Austausch” nachhängt Der Attentäter von Christchurch hat versucht, den Anschlag auf zwei Moscheen mit 50 Todesopfern in seinem Hass-Manifest “The Great Replacement” (Der große Austausch) zu rechtfertigen. Damit bezog sich Brenton T. bereits im Titel auf eine rechtsextreme Verschwörungstheorie, der zufolge die Bevölkerung Europas durch Zuwanderer ersetzt werden solle. Die Ursprünge dieser Vorstellung liegen in Nazi-Kreisen nach dem Zweiten Weltkrieg. Anders als heute standen damals jedoch nicht die Muslime im Fokus, sondern die Juden. Nach 1945 entwickelten Rechtsextreme die Vorstellung, wonach Europa durch afrikanische Zuwanderer “kolonisiert” werden solle. Als Drahtzieher hinter den vermeintlichen Plänen sahen sie eine angebliche jüdische Verschwörung, wie der Historiker Nicolas Lebourg in einem Beitrag für die französische Online-Zeitung “Médiapart” erläutert. Waffen-SS-Leute verbreiteten Verschöwrungstheorie “Ab 1946 behaupteten ehemalige Kämpfer der Waffen-SS, dass mittlerweile ganz Europa von ‘Negern’ (amerikanischen Soldaten) und ‘Mongolen’ (russischen Soldaten) besetzt sei und dass der Kontinent durch eine ‘neue Widerstandsbewegung’ von der ‘Besatzung’ befreit werden müsse”, erklärt Lebourg. Auf internationaler Ebene verhalf ein Franzose der Theorie zu Bekanntheit: der ehemalige Trotzkist und Angehörige der Waffen-SS, René Binet. Auch er war der Ansicht, dass die Juden hinter dem geplanten “großen Austausch” der europäischen Bevölkerung stünden.
Diese antisemitische Ausrichtung der Theorie änderte sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA, wie Lebourg weiter erklärt. Seither habe sich die Theorie zu einem “mobilisierenden Mythos für Rassismus und Islamfeindlichkeit” entwickelt. Anstelle der Juden machen nach seinen Worten Rechtsextreme nun den “Multikulturalismus” für die angebliche “Umvolkung” verantwortlich. Dessen Ziel sei es demnach, die “weißen und christlichen” Bevölkerungen Europas durch Muslime zu “ersetzen”. Christchurch-Terrorist schrieb vom “großen Austausch” Der Attentäter T. bediente sich in seiner 74-seitigen Hass-Schrift dieser aktualisierten Vorstellung vom “großen Austausch”. So bezog er sich auf einen angeblichen “weißen Genozid”, eine Formulierung, die laut Lebourg seit 40 Jahren von rechtsextremen Gruppen im englischsprachigen Raum verwendet wird. Sie sei ein Synonym für den “großen Austausch”.
Der 28-jährige Brenton T. filmte seine grausame Tat, offenbar mit einer Helmkamera Angriffe auf Moscheen Der Massenmörder von Christchurch und sein perverses Pamphlet Ein Rassist hat in Neuseeland mindestens 49 Menschen erschossen. In einem Pamphlet erklärt er seine Motivation und krude Sicht auf die Welt. Was man auf den 74 Seiten über den Massenmörder erfährt – und was er über Angela Merkel denkt. Auch solche Vorstellungen sind im Kern Verschwörungstheorien, wie die Historikerin Valérie Igounet in einer Studie für die linsgerichtete Jean-Jaurès-Stiftung darlegt. Demnach halten die Anhänger der Theorie den “Austausch” für “bewusst von den ‘Vertretern der weltweiten Elite’ organisiert”. Der französische Autor Renaud Camus griff diese Verschwörungstheorie in seinem 2001 erschienenen Buch “Le grand remplacement” (Der große Austausch) auf. Darin heißt es: “Frankreich ist dabei, unter muslimische Herrschaft zu geraten.” Dagegen rät Camus unter anderem, das französische Staatsangehörigkeitsrecht zu verschärfen, Familiennachzug zu verbieten und Sozialleistungen nur noch an Europäer auszuzahlen. Nach dem tödlichen Anschlag vom Freitag zeigte sich Camus kleinlaut. Er bezeichnete die Angriffe als “terroristisch, entsetzlich, kriminell, verheerend und sehr dumm”.

via stern: Brenton T. und “Der große Austausch” – das ist die Geschichte der Verschwörungstheorie

Weiterer Verdachtsfall im Vogelsberg Ermittlungen gegen weiteren Polizisten wegen rechtsextremer Chats

In der Affäre um rechtsextreme Chats von hessischen Polizisten gibt es einen neuen Verdachtsfall. Das Landeskriminalamt ermittelt gegen einen Beamten aus dem Vogelsberg. Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt wegen möglicher Verfassungsuntreue gegen einen weiteren Polizisten. Der Beamte ist in der Dienststelle Alsfeld (Vogelsberg) beschäftigt. Das hat ein Polizeisprecher des Präsidiums Osthessen in Fulda bestätigt. Zuerst hatte das Online-Magazin Oberhessen-live.de von dem Fall berichtet.
Mitarbeiter des LKA hatten im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen andere Polizeibeamte einen Onlinechat entdeckt, den der Polizist aus Alsfeld mit einem Kollegen geführt haben soll. Gegen diesen Kollegen wird derzeit in einem anderen Fall ermittelt. Beamter von Dienstgeschäften entbunden Bei dem Alsfelder Beamten handele es sich um einen reinen Verdachtsfall, betonte der Polizeisprecher in Fulda. Vorsorglich sei der Beamte jedoch von allen Dienstgeschäften entbunden worden

via hessenschau: Weiterer Verdachtsfall im Vogelsberg Ermittlungen gegen weiteren Polizisten wegen rechtsextremer Chats

Rechtsextreme wollen am Sonnabend erneut in Dresden aufmarschieren

Der Blogger Nikolai Nerling kündigt eine Kundgebung auf dem Theaterplatz an. Der selbsternannte „Volkslehrer“ fällt immer wieder wegen fremdenfeindlicher und antisemitischer Hetze auf. Die Dresdner Innenstadt droht am Sonnabend einmal mehr zur Bühne von Rechtsextremisten und Holocaustleugnern zu werden. Der rechtsradikale Vi­deoblogger Nikolai Nerling – im Netz bekannt als der „Volkslehrer“ – hat zu einer Kundgebung aufgerufen. Kritiker werfen ihm fremdenfeindliche, antisemitische sowie verschwörungstheoretische Hetze vor. Im Mai des vergangenen Jahres war der Berliner Grundschullehrer wegen seiner Aussagen aus dem Dienst entlassen worden.
Über die Plattform Youtube hat Nikolai Nerling zu einer vierstündigen Veranstaltung am Theaterplatz vor der Semperoper aufgerufen. Ankündigt sind gemeinsames Singen und Tanzen sowie verschiedene Redebeiträge. Wie aus einer Übersicht der Versammlungsbehörde der Stadtverwaltung vorgeht, werden zu der Veranstaltung etwa 100 Teilnehmer erwartet.
Bereits im vergangenen Jahr war Nikolai Nerling in Dresden aufgetreten. Am 17. Februar 2018 hatte er sich an der Demonstration des Rechtsextremisten und Holocaustleugners Gerhard Ittner beteiligt. Dort fungierte er unter anderem als Übersetzer für die französische Shoahleugnerin Michèle Renouf. Die Polizei hatte die Veranstaltung nach volksverhetzenden Reden abgebrochen – auch wegen der Aussagen von Michèle Renouf.

via dnn: Rechtsextreme wollen am Sonnabend erneut in Dresden aufmarschieren

Warum sich #Rechtsextreme so gern auf #Tempelritter beziehen – #noIB #schauhin #terror

Nicht nur Anders Breivik, auch der mutmaßliche Christchurch-Attentäter bezeichnete sich als Tempelritter. Gibt es eine global vernetzte neonazistische Terrorgruppe, die im Namen der Tempelritter agiert? Trotz intensiver Ermittlungen von Polizeibehörden weltweit gibt es dazu keine stichhaltigen Hinweise. Mit dem Australier Brenton T., der vergangene Woche in Neuseeland in zwei Moscheen 50 Menschen ermordete, bezeichnete sich jedoch ein weiterer rechtsextremer Terrorist als Tempelritter. In seinem Manifest schrieb er, dass er sich vor seiner Tat den Segen des “großen Tempelritters” Anders Breivik abgeholt hatte. Ob Breivik und T. Kontakt hatten, wird geprüft. Offensichtlich ist, dass T. den durch Breivik verbreiteten Mythos der modernen Tempelritter neu anheizen wollte. (…) Wahrscheinlich ist, dass Breivik die neuen Tempelritter erfunden hat, um Angst in der Bevölkerung auszulösen und potenzielle Gleichgesinnte zu inspirieren. Die Symbolik der Tempelritter findet jedoch auch in rechtsextremen Bewegungen Resonanz. So wirbt die Identitäre Bewegung mit der “Reconquista”, der “Rückeroberung Europas”. Sie bezieht sich damit auf die Vertreibung der Muslime von der Iberischen Halbinsel, an der im Mittelalter auch Orden nach Vorbild der Templer beteiligt waren. (…) Identitäre distanzierten sich nach dem Anschlag rasch auf den sozialen Medien – nicht zuletzt deshalb, weil sie Verschwörungstheorien des Terroristen nicht nur teilen, sondern selbst verbreitet hatten.
Dazu gehört vor allem die Idee des “Großen Austausches”, auf die der Attentäter im Titel seines Manifests hinwies: Die weiße Bevölkerung würde durch Migranten “ersetzt” werden. Diese Verschwörungstheorie wurde vom französischen Autor Renaud Camus populär gemacht, einem Vordenker der französischen Rechtsextremen, der passenderweise auf einer aus dem Mittelalter stammenden Burg lebt. Renauds Buch wurde wiederum vom Österreicher Martin Lichtmesz übersetzt, einem der intellektuellen Köpfe der hiesigen Neuen Rechten. In seinen Tweets und jenen von Martin Sellner, Kopf der Identitären in Österreich, werden die geistigen Grundlagen der Terrorattacke weiter verteidig
t: “Der Täter von Christchurch will die demografische Zeitbombe, auf der wir sitzen, hochjagen. Der Mainstream will so tun, als gäbe es sie nicht. Identitäre wollen sie entschärfen”, ließ etwa Sellner verlauten, der gleichzeitig die “Ermordung Unschuldiger” durch den Attentäter verurteilte.

via standard: Warum sich Rechtsextreme so gern auf Tempelritter beziehen

siehe auch: Rechtsextreme versuchen gerade verzweifelt, das Christchurch-Massaker umzudeuten. Dabei wissen sie genau, dass der Täter einer von ihnen war. “Es sind die Geburtenraten”, beginnt das Manifest des Mannes, der damit erklären wollte, warum er am Freitag in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen ermordet hat. “Wenn es eine Sache gibt, die ihr euch merken sollt, dann, dass die Geburtenraten sich ändern müssen.” Der Titel seines Manifests: Der Große Austausch. Den gleichen Titel wählte 2011 der französische Autor und Rechtsdenker Renaud Camus für einen Essay, in dem er die alte Theorie vom “Rassenselbstmord” oder dem “White Genocide” aufgreift. Seitdem ist der Begriff – auch wenn er faktisch Unsinn ist – ein zentraler Glaubenssatz der Identitären Bewegung weltweit. Doch mit genau dieser Befürchtung – dass die “Europäer” (womit er alle Weißen – außer Juden – meint) zur Minderheit werden, rechtfertigte der Terrorist von Christchurch seine Tat. “Es ist nie weise, zur Minderheit zu werden”, schreibt er. Sein Massaker an unschuldigen Muslimen war die direkte Konsequenz aus den von Rechtsextremen wie den Identitären verbreiteten Theorien über den “großen Austausch”. Genau diesen Rechten ist das jetzt allerdings unangenehm – zumindest in der Öffentlichkeit. Deshalb versuchen sie im Moment alles, um diese Wahrheit zu verschleiern.

#Prozess: #NPD-Mann sammelt #Kinderpornos – #schauhin wer so was macht

Ein ehemaliger Funktionär der NPD ist in Augsburg für den Besitz von Kinderpornos verurteilt worden. Das Augsburger Amtsgericht schickt einen Ex-Funktionär der NPD ins Gefängnis. Staatsanwalt und Richter finden in der Verhandlung deutliche Worte. Wenn es um Kindesmissbrauch und Kinderpornografie geht, fährt die NPD einen strengen Kurs. „Todesstrafe für Kinderschänder“ lautete ein Slogan der rechtsextremen Partei. So hart trifft es einen ehemaligen Funktionär der NPD in Augsburg und Bayern, der rund 3000, teils sehr brutale, kinderpornografische Fotos und Videos gesammelt hat, freilich nicht. Das Amtsgericht verhängte aber eine Gefängnisstrafe von 22 Monaten gegen den Mann. Bei einer Durchsuchung im April 2016 hatten Ermittler die Kinderpornos auf dem Laptop des zu der Zeit noch in der NPD aktiven Mannes gefunden. „Da wird es einem schlecht, wenn man sich solche abscheulichen und widerwärtigen Bilder anschaut. Das ist verachtenswert“, kommentiert Strafrichter Baptist Michale die Aufnahmen. Die gefundenen Pornos zeigen unter anderem ein einjähriges Baby, an dem Geschlechtsverkehr vollzogen wird. Kleinkinder im Alter ab zwei Jahren werden vergewaltigt, gefesselt, sind Opfer von Geschlechtsverkehr mit Tieren. Wer sich Gedanken um die jungen Opfer macht, die – so Staatsanwalt Benedikt Weinkamm „ein Leben lang geschädigt sind“ – muss sich die Frage stellen: Warum suchen erwachsene Menschen im Internet nach solch perversen Darstellungen, speichern sie und schauen sie sich an?

via augsburger allgemeine: Prozess: NPD-Mann sammelt Kinderpornos

anm: Titel und Teaser sind übernommen von der Augsburger Allgemeinen. Begriffe wie “Kinderporno”, “Kinderschänder”, “Mißbrauch” sind nicht unser Sprachgebrauch. Es handelt sich hier um brutale Vergewaltigung, die sexuelle Ausbeutung Schutzbefohlener und pädokriminelle Menschen.

Valve kämpft mit Steam-Usern, die mutmaßlichen Christchurch-Täter feiern

März 2019, 10:36
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Über 100 Accounts offenbar gelöscht – huldigende Profile an Massenmörder aber weiterhin online
Valve hat aktuell mit Steam-Nutzern zu kämpfen, die Sympathie und Unterstützung für den Terroristen von Christchurch zeigen. Über 100 Profile wurden laut einem Bericht von Kotaku entfernt. Die gelöschten User verwendeten etwa Ausschnitte aus dem Livestream der Tat als Profilfoto oder verwendeten Verweise rund um den mutmaßlichen Täter in ihren Profilen. Gleichzeitig wird er als “Held” oder “Heiliger” zelebriert. Besagte Profile wurden von Valve schnell gelöscht, allerdings kursieren auf der Plattform weiterhin einige Profile, die andere rechtsextreme Terroristen feiern. Accounts, die etwa Anders Breivik oder Dylann Roof huldigen, sind schnell gefunden und teilweise seit Monaten online. Auch rechtsextreme Gruppen muss man auf dem US-Portal nicht lange suchen. Im vergangenen Jahr wurde außerdem aufgedeckt, dass es auf Steam 173 Gruppen gibt, die Amokläufe auf Schulen zelebrieren.

via standard: Valve kämpft mit Steam-Usern, die mutmaßlichen Christchurch-Täter feiern

Postwurfsendung in Sachsen – #AfD-Verband zitiert #Goebbels und rechtfertigt sich – #schauhin #kaltland #nazisprech

Die AfD Bautzen druckt ein Zitat von Nazi-Propagandachef Goebbels in ein Infoheft. Das wird auch in Bautzener Briefkästen verteilt. Der Vorsitzende des Verbands sieht darin kein Problem. Ein Infoheft der AfD Bautzen sorgt für Diskussion. Darin hat die Partei ein Zitat des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels abgedruckt und das Logo des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Zudem tauchen Formulierungen wie “Denunziantenfront” und “Volksfeinde” auf. Die “Blaue Post BZ” wird unter anderem als Postwurfsendung verteilt und ist auch im Internet zu finden. Im Heft stellt sich der Kreistagsverband als Opfer dar. Man werde denunziert als “Volksverräter” – und verfolgt. Schon auf der ersten Seite der März-Ausgabe des Hefts steht die Überschrift “Angriffsziel AfD”. Wer in Deutschland Zweifel hege, müsse sich als “Pack” oder “Brut” beschimpfen lassen. Was nicht thematisiert wird: Die AfD treibt oft selbst Kampagnen und Pauschalisierungen voran. Ein Beispiel war die landesweite Meldeplattform, auf der Schüler ihre Lehrer melden sollten, wenn diese sich gegen die AfD äußerten. Der Ex-AfD-Politiker André Poggenburg hat Deutsch-Türken als “Kameltreiber” bezeichnet. Auch Angriffe auf Journalisten werden nicht thematisiert. Die vierte Seite des Hefts zeigt unter anderem ein Goebbels-Zitat, in dem die Rede von einem “einheitlichen Europa” ist. Er meinte die Schaffung eines “arisch reinen” Europas im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie – ein Plan, durch den Millionen Menschen systematisch getötet wurden.
Zuerst hatte der AfD-Aussteiger Arvid Immo Samtleben auf das Goebbels-Zitat im Heft hingewiesen. Er postete und kommentierte es auf Facebook. Das frühere sächsische AfD-Vorstandsmitglied kehrte seiner Partei im vergangenen Jahr den Rücken. Er beklagte damals unter anderem ein “Zurückdrängen der Basisdemokratie” in der AfD und Ämterhäufungen.

via t-online: Postwurfsendung in Sachsen – AfD-Verband zitiert Goebbels und rechtfertigt sich

Bundesarchiv Bild 183-1989-0821-502, Joseph Goebbels.jpg
By Bundesarchiv, Bild 183-1989-0821-502 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, LinkPropagandist, den die AfD zitiert

#Christchurch shootings: The rising new threat of alt-right #violence – #terror

The man accused of the Christchurch shootings left a trail of references to online culture and extremist alt-right ideology. When he first appeared in court, Brenton Tarrant flashed an “OK” hand sign. The gesture was described in some accounts as a white nationalist symbol, but perhaps more accurately could be called a trollish gesture. It is used by extremists, but also by a range of conservatives, far-right figures and the alt-right – a disparate group of activists who congregate on extreme message boards. A document posted shortly before the shooting and widely credited to the suspect, indicates the author is steeped in the alt-right’s toxic culture. Online, white nationalist ideology hides under layers of irony, often allowing its proponents to duck accusations of extremism while actively spreading hateful language and memes. Potential clues to the New Zealand’s suspect’s ideology and inspiration also appear in a live-streamed video which social networks have struggled to completely take down. The written document was posted on the extreme message board 8chan shortly before the attack began on Friday. It has been called it a “manifesto” but that term rather grandly overstates a confused jumble of thoughts and misinformation which rambles on for 74 poorly-written pages. (…) At the start of the document and throughout, the author refers to a conspiracy theory central to the new brand of far-right extremism springing from the alt-right: that there is a grand plan to eliminate the “white race” through a combination of immigration and interbreeding. It’s a fiction that plays into the paranoia of the hardcore alt-right, and relies on false assumptions about fixed, sharply genetically defined racial groups, bogus and distorted statistics, and the racist “one-drop” theory from early 20th Century America: the idea that any amount of racial interbreeding negates white racial heritage.

via bbc: Christchurch shootings: The rising new threat of alt-right violence

siehe auch: Weekend Read: A horrifying pattern of white supremacist attacks – #terror #christchurch. He approached the mosque on foot, his weapon visible in a country where guns are rare. “There wasn’t even time to aim, there was so many targets,” he said in the 17-minute video of the attack he posted to Facebook. Those “targets” were Muslim worshippers. A man in his late 20s has been charged with murder after at least 49 Muslims were killed in shootings at two mosques in central Christchurch, New Zealand. Two other men and a woman have also been taken into custody. Almost immediately, evidence emerged of the alleged killer’s immersion in white supremacist ideology. He engraved the “14 words” — a white supremacist slogan — on his rifle. On other weapons, he wrote the names of military leaders who led battles against nonwhite forces and men who recently carried out mass shootings of Jews and Muslims. In fact, the alleged killer praised Norwegian terrorist Anders Breivik and Charleston shooter Dylann Roof in a manifesto posted to social media before the attack. And in an earlier post to the same far-right website where the video of the mosque shooting was posted, he uploaded a meme with a quote said to have been uttered by Robert Bowers, the man accused of killing 11 Jewish worshippers at the Tree of Life synagogue in Pittsburgh in October; Polizei: Mutmaßlicher Täter von Christchurch ohne Komplizen. Der mutmaßliche Attentäter von Neuseeland hatte nach Einschätzung der Polizei keine Komplizen. Polizeichef Mike Bush sagte am Montag in der Hauptstadt Wellington: “Wir glauben, dass diese furchtbare Tat von einer einzelnen Person begangen wurde.” Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Täter von irgendjemand anderem Unterstützung hatte. Bush schloss dies aber auch nicht vollständig aus. Nach Angaben des Polizeichefs sind an den Ermittlungen mehr als 200 Beamte beteiligt, auch aus Australien und von der US-Bundespolizei FBI.

Holocaust denier David Irving set to lead tour of Nazi camps

Disgraced and discredited historian will reportedly take group to Nazi camps including Treblinka, Sobibór, Belzec and Majdanek. British Holocaust denier David Irving is to lead a Nazi-history tour of some of the most infamous death camps, such as Treblinka, Sobibór, Belzec and Majdanek. Social media users reacted in horror to the news that Irving is currently taking deposits for the tour via his website, and even offering discounts, in what would be his first tour of Holocaust sites since 2011. The tour of camps, located in modern day Poland, is set to take place in September, and the tour brochure calls the death camps “controversial” and bizarrely states that no refunds will be given “where participants are denied entry to Europe under anti-terrorism laws or other political restrictions, especially anti-Muslim or anti-Israeli”. Irving is described as a “Hitler expert” for the tour, from 1-9 September 2019, which will include a visit to Hitler’s wartime bunker as well as that of SS chief and Holocaust architect Heinrich Himmler.
The website said it would also include the Operation Reinhardt sites of Treblinka, Sobibór, Belzec and Majdanek, with an optional tour of Latvia at the end of August. Karen Pollock , Chief Executive, Holocaust Educational Trust said: “David Irving is a proven Holocaust denier. His forthcoming “tour” can serve no purpose other than to insult the memory of Holocaust victims and survivors. Holocaust denial is simply antisemitism dressed up as academic debate. This cannot be allowed to happen, and we will be working with our partners across Europe to assess appropriate next steps”

via jewishnews: Holocaust denier David Irving set to lead tour of Nazi camps

siehe auch: Anger as Holocaust denier David Irving promotes upcoming ‘guided tour’ of Nazi extermination camps. His trip to sites such as Belzec, Sobibor, Treblinka and Majdanek branded ‘grotesque insult to the dead’ (…) Mr Irving, who lost an infamous libel suit he brought against Professor Deborah Lipstadt in 2000, after the academic accused him of being a Holocaust denier, falsifier, and bigot, is promoting the tour via his website, “Real History”. He is offering a “week long guided tour” in September, which will include “Hitler’s headquarters and other historic SS locations” in Poland, Latvia and Lithuania.

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