loading…

fight hate

No human race is superior; no religious faith is inferior. All collective judgments are wrong. Only racists make them
get informed

Delitzsch: Rechtsextreme bedrängen Leipziger Juso-Chef

Offenbar rechtsextreme Täter haben den Leipziger Juso-Vorsitzenden in Delitzsch angegriffen. Außerdem posteten persönliche Daten im sozialen Netzwerk Facebook. Es wurde eine Anzeige wegen Nötigung und Verleumdung gestellt. Offenbar aus der rechtsextremen Szene stammen die Täter, die am Wochenende den Leipziger Juso-Chef Marco Rietzschel (20) und eine Freundin bedrängten. Die beiden waren laut Rietzschel am frühen Samstagmorgen in Delitzsch auf dem Weg von einer Geburtstagsfeier zum Bahnhof. „Es war kurz nach null Uhr, wir wollten mit dem Zug zurück nach Leipzig fahren“, erklärte Leipzigs Juso-Vorsitzender gegenüber der LVZ. Auf dem Weg zum Bahnhof seien die beiden von einer Personengruppe aufgehalten und angesprochen worden. „Die wollten unsere Personalausweise haben.“ Die sechs bis acht Leute hätten offensichtlich der rechten Szene nahe gestanden, zumindest hätte einer der Beteiligten ein einschlägiges T-Shirt getragen, berichtete Rietzschel. Seine Begleiterin und er hätten sich auch körperlich bedroht gefühlt. Was ganz genau gesagt wurde, daran könne er sich nicht erinnern.
„Es ging alles sehr schnell. Und wir waren mitten in der Nacht in Delitzsch, es war weit und breit kein Mensch zu sehen.“ Man habe keinen anderen Weg gesehen, als die Ausweise rauszurücken, um sich aus der Lage zu befreien. Bevor die beiden ihren Weg fortsetzen konnten, habe man ihnen mit auf den Weg gegeben, sich nie wieder in Delitzsch blicken zu lassen. Die Dokumente seien von der Gruppe abfotografiert worden. Anschließend tauchten die Bilder bei Facebook auf – inklusive kompletter Wohn-Adresse. Widersprüchliche Aussagen Einer der mutmaßlichen Neonazis – er soll auch zu den Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Neonazikrawallen am 11. Januar 2016 in Connewitz gehören – postete: „Die Jugendlichen sprühten diverse Sprüche an Hauswände und machten die AfD-Plakate schwarz. Ich hab ihnen die Spraydose weggenommen.“ Rietzschel weist das von sich. „Wir sind einfach nur zum Bahnhof gelaufen.“ Von beschädigten Plakaten wusste Volker Wauter, Chef des AfD-Kreisverbandes Nordsachsens gestern noch nichts.

via lvz online: Delitzsch: Rechtsextreme bedrängen Leipziger Juso-Chef

Ist AfD-Vize der Sächsischen Schweiz ein Neonazi?

Bernhard Wedlich (50) gehört zur Anti-Antifa. Verfassungsschutz stuft die Truppe als Rechtsextremisten ein. Mit seiner rechten Truppe tauchte Wedlich (roter Kreis) zuletzt immer wieder am Rande von Pegida-Demonstrationen in Dresden und Chemnitz auf.  Einheitlich gekleidet mit schwarzen Kapuzenpullis, auf dem Rücken ein Reichsadler mit Schlagring, darunter der Schriftzug „Anti Antifa“ in Fraktur: Seit Ende vergangenen Jahres tauchten die rechten Aktivisten immer wieder am Rande diverser Pegida-Demos in Chemnitz und Dresden auf. Offenkundig ist die Truppe kein harmloser Verein. Denn die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt seit März wegen Verstoßes gegen das Uniformierungsverbot. Das Verfahren läuft noch. Parallel dazu wird die „Anti-Antifa“ auch im aktuellen sächsischen Verfassungsschutzbericht aufgelistet. „Wir haben diese Leute auf dem Schirm. Das sind Neonazis“, stellt Verfassungsschutz-Sprecher Martin Döring (54) klar. Bernhard Wedlich posiert in „Anti Antifa“-Kluft gemeinsam mit Ex-Pegida Frontfrau Tatjana Festerling  (53) Besonders sticht Bernhard Wedlich (50) hervor. Der AfD-Vize-Chef der Sächsischen Schweiz, mischt bei den Rechtsextremisten tatkräftig mit, posiert mit Gesinnungsfreunden im Internet in „Anti Antifa“-Kluft.

via bild: Ist AfD-Vize der Sächsischen Schweiz ein Neonazi?

Gelenkter Hass aus dem Netz

Die Adresse des bedrohten Fuldaer Antirassisten Andreas Goerke kursiert in rechten Foren. Im Fall des mutmaßlich von Rechtsextremisten bedrohten Fuldaer Antirassismus-Aktivisten Andreas Goerke könnte es eine neue Spur zu den Urhebern geben. Der FR liegen Informationen vor, wonach in einem Internetforum bereits im März 2016 Listen mit Privat- und Geschäftsadressen von linken Politikern und Antirassismus-Aktivisten angelegt wurden. In dem Forum, das den Titel „Kommunisten/Antifabashing“ trägt, wurde dazu aufgerufen, auf den Namen der Aufgelisteten massenhaft Bücher, Infomaterial und Kataloge zu bestellen. Goerkes Wohnadresse findet sich gleich an zweiter Stelle. Andreas Goerke und seine Familie sehen sich nach eigener Darstellung seit Anfang Februar zunehmend heftigeren anonymen Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt, die vermutlich mit Goerkes Tätigkeit als Sprecher des antirassistischen Bündnisses „Fulda stellt sich quer“ in Zusammenhang stehen. So hatte ein anonymer Anrufer sich bei der Polizei als Goerke ausgegeben und behauptet, dieser habe seine Frau umgebracht. Höhepunkt war eine schriftliche Morddrohung gegen den 17-jährigen Sohn der Familie. Goerke hatte die Vorgänge vor rund zwei Wochen öffentlich gemacht. Zu den im Vergleich dazu eher kleineren Belästigungen gehörte für die Familie Goerke auch, dass Unbekannte auf ihren Namen massenhaft Prospekte, Kataloge und Infomaterial von rechtsextremen Parteien bestellt hatten – genau wie in dem Forum seinerzeit angekündigt. In der Liste war Goerkes Adresse allerdings falsch geschrieben. Im Straßennamen fehlte ein Buchstabe. Denselben Fehler machte der bislang nicht ermittelte Verfasser zweier Drohbriefe, die die Familien erreichten – darunter auch die Morddrohung gegen Goerkes Sohn. Listen mit mehr als 60 Namen Neben Goerke finden sich auf den Listen, die vor mehr als einem Jahr, auf der Plattform „Krautchan“ veröffentlicht wurden, mehr als 60 Namen aus dem gesamten Bundesgebiet, die von den Verfassern der linken Szene zugeordnet werden. Die FR konnte nach dem Hinweis eines der Betroffenen eine archivierte Version des damaligen Diskussionsverlaufs einsehen.

via fr;: Gelenkter Hass aus dem Netz

Erneuter Anschlag auf Wohnhaus in Göppingen – Bedrohter Journalist will weiter berichten

Radikale Rechte haben den Foto- und Videojournalisten Andreas Scheffel aus Göppingen, Mitglied des Redaktionsteams der Beobachter News, schon lange im Visier. Vermutlich sind Neonazis aus dem Kreis Göppingen dafür verantwortlich, dass in der Nacht zu Freitag, 3. Februar, mit einem Stein am Wohnhaus des Journalisten eine Fensterscheibe eingeworfen wurde.Göppingen diene nicht nur seit Jahren als Rückzugsraum für ehemalige Rädelsführer der inzwischen verbotenen „Autonomen Nationalisten Göppingen“ (ANGP), die sich mittlerweile im „dritten Weg“ sammelten. In der schwäbischen Kleinstadt gebe es auch menschenverachtende Kundgebungen und Taten, so Andreas Scheffel. Der Journalist berichtet seit Jahren über Demonstrationen und Veranstaltungen, kennt sich mit den politischen Lagern aus.Familie nachts aus dem Schlaf gerissenScheffel befand sich zur Tatzeit außer Hauses. Er wurde von seiner Lebensgefährtin kurz nach Mitternacht über den Anschlag informiert. Kurze Zeit später traf er an seinem Wohnsitz ein. Polizeibeamte waren vor Ort und sicherten Spuren. Zum Schaden im und am Haus wollte Scheffel der Ermittlungen wegen keine weiteren Angaben im Interview machen.Stetig steigende Gewalt von NeonazisIn Göppingen beobachtet Scheffel zunehmende nationalistische Gewalt. Nachdem der Bundesgerichtshof die Urteile gegen Rädelsführer der ANGP aufgehoben hat, sei die Stadt wieder zum Sammelplatz der rechten Szene geworden. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen Menschen aus Krisengebieten, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, gegen Andersdenkende und auch gegen den Oberbürgermeister.

Source: Bedrohter Journalist will weiter berichten

Anschlag auf Büro der Nürnberger Linken – brauner #terror

Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag das Büro der Nürnberger Linken in der Äußeren-Cramer-Klett-Straße attackiert. Sie zertrümmerten Fensterscheiben, zerstachen Autoreifen – und hinterließen ein eindeutiges Tagging an der Wand. Das Büro der Linken nach dem Anschlag: Überall Scherben, die Fensterscheiben sind deutlich beschädigt. “Anti-Antifa” prangt nun in roten Lettern von der Hausfassade in der Äußeren-Cramer-Klett-Straße, in der die Nürnberger Linke seit dem Umzug aus der Adam-Klein-Straße ihr Büro betreibt. Zwei vermummte Gesichter machen das offenbar mit einer Schablone aufgesprühte Tagging “perfekt”.Drei Fenster und Rolläden wurden zerstört, dazu wurden bei einem vor dem Büro geparkten Auto die Reifen zerstochen und die Frontscheibe eingeworfen. Den Gesamtschaden schätzt die Linke auf etwa 4000 Euro.

Source: Anschlag auf Büro der Nürnberger Linken – Nürnberg – nordbayern.de

Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? #schauhin #terror

Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? Auch von außen sind die Brandspuren am Café „k-fetisch“ in der Neuköllner Wildenbruchstraße sichtbar. Größeren Schaden richtete der Anschlag zum Glück nicht an. Vor drei Monaten veröffentlichte eine Neuköllner Neonazigruppe eine Karte mit „Feinden“. Nun folgten die ersten Anschläge. Alles Zufall? Der Staatsschutz glaubt offenbar nicht daran.„Sie hatten riesiges Glück, dass nicht das ganze Haus abgebrannt ist“, sagt ein Ermittler des Staatsschutzes zu Rolf Sommer (38), als er den Tatort begutachtet. Den Mitarbeiter des Café-Kollektivs „k-fetisch“ in der Wildenbruchstraße (Berlin-Neukölln) erwartet dort am Montagmorgen eine böse Überraschung. Das Rollo ist aufgebrochen und verkohlt, die Scheiben liegen in Scherben zu seinen Füßen.Auf den Laden war in der Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Unter das aufgebrochene Rollo müssen die Täter nach Erkenntnissen der Polizei einen Brandbeschleuniger gelegt haben, um den Laden im Erdgeschoss des Altbaus anzuzünden. In den darüber liegenden Stockwerken wohnen über 50 Menschen. Sie alle hätte das Feuer vermutlich im Schlaf überrascht, mögliche Folgen möchte man sich gar nicht ausmalen.Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommenMenschenleben scheinen den Tätern egal gewesen zu sein. Wer sie sind, ist bislang unklar. Doch die Spur der Gewalt führt, wie so oft, ins Internet. Dort hatte die Neonazi-Gruppe „Freie Kräfte Berlin Neukölln“ im August eine Karte mit „Feinden“ veröffentlicht, auf der auch das „k-fetisch“ mit Adresse gelistet war. An einen Zufall glaubt hier niemand, nicht umsonst ermittelt nun der Staatsschutz.Ein weiterer Anschlag wurde in derselben Nacht auf einen Buchladen in der Krokusstraße verübt, dort hat man die Scheiben eingeschmissen. Auch einen links gesinnten Erzieher traf in der Nacht ein Anschlag. „Faschos haben gerade meine Butze in Neukölln angegriffen. Erst nen Stein durchs Fenster, dann Nutella Glas mit Farbe hinterher“, twittert der Mann um 3.20 Uhr. Sein Auto hatte bereits im Sommer ein Brandanschlag getroffen, vermutlich wegen des „FCK AFD“-Aufklebers auf dem Heck.Alle drei Anschlagsziele lagen in Neukölln, wo auch die „Freien Kräfte“ mobilisiert hatten. Die Facebook-Seite der Gruppe ist inzwischen gesperrt, nun übertragen die Neonazis ihre Absichten wohl auf die Straße.

Source: Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? – B.Z. Berlin

Der unscheinbare Anti-Antifa-Aktivist

Jörg Schröders Vorteil ist sein Aussehen: schlichte Jeans, dunkles T-Shirt, keine politischen Symbole oder Szenekleidung und auch seine Glatze ist mehr ein Zeichen der Alterung als der politischen Haltung. Nichts lässt ihn aus der Masse hervorstechen und daraufhin deuten, wer er ist: Neurechter, NPD-Aktivist und Betreiber des extrem rechten Nachrichtenportals „Spreeruf“. Sein unscheinbares Auftreten hat es ihm in der Vergangenheit mehrfach ermöglicht, unbehelligt Fotos von linken Demonstrant_innen zu machen und diese im Internet zu veröffentlichen, so zuletzt am Sonntag, den 14. August bei einer Solidaritätskundgebung in Berlin-Buch anlässlich des Brandanschlags auf eine Unterkunft für Geflüchtete. Schröder, der allein am Rande der Versammlung auftauchte, fotografierte Teilnehmende und postete anschließend einen Artikel unter der Überschrift „Antideutsche ‚Bahnhofsklatscher’ demonstrieren für noch mehr ‚Flüchtlinge’ in Berlin-Buch“ auf seinem Blog „Spreeruf“. Der Blog „Spreeruf“, für den Schröder verantwortlich zeichnet und aus dessen Feder ein Großteil der veröffentlichten Artikel stammt, versteht sich als „parteiübergreifendes Portal“ für Berlin und Brandenburg, mit Adresse in der Prinzessinnenstraße in Berlin-Kreuzberg. Neben einer Reihe von Artikeln, die gegen Asylpolitik, Migration und Geflüchtete wettern, arbeiten sich die Beiträge an zivilgesellschaftlichem und antifaschistischem Engagement ab. Zentral beworben wird außerdem das neurechte Projekt „EinProzent“ von Götz Kubitschek, Mitbegründer des „Institut für Staatspolitik“ (IfS). Im Kreis des IfS soll er bereits in Erscheinung getreten sein. Im Jahr 2006 schrieb Schröder außerdem für die Junge Freiheit.

via berlin rehctsaußen: Der unscheinbare Anti-Antifa-Aktivist

Todesanzeigen für Neonazi-Gegner – Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Urheber von fingierten Todesanzeigen mehrerer Neonazi-Gegner werden wohl nicht mehr ausfindig gemacht. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat alle sechs Verfahren eingestellt. Die Todesanzeigen hatten die Neonazi-Gegner Ende November per E-Mail zugeschickt bekommen. Seitdem ermittelte der Staatsschutz der Fürther Polizei – ohne Erfolg. Unter anderem waren der Verdi-Funktionär Ulli Schneeweiß, der Kreisvorsitzende der Linken, Titus Schüller, der Journalist Jonas Miller, der Geschäftsführer der Nürnberg SPD, Rüdiger Löster, und die Nürnberger Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair betroffen. Für Schneeweiß wurde eine Todesanzeige erstellt, in der er als “Gewerkschaftsjude” bezeichnet wird. Mair erhielt eine E-Mail mit dem Betreff “Warnung”. Darin heißt es, wenn sie nicht besser aufpasse, sei sie vielleicht bald tot. Auch für sie wurde eine Todesanzeige erstellt, in der sie verhöhnt wird.

via br: Todesanzeigen für Neonazi-Gegner – Ermittlungsverfahren eingestellt

Neonazi-Hetzseite – Medien berichten von Anklage gegen NPD-Landeschef Schmidtke

Die „Feindesliste“ des „Nationalen Widerstandes Berlin“ war vor gut drei Jahren ein großes Thema. Nach der Abschaltung der Webseite liefen die Ermittlungen im Hintergrund weiter – und wurden nach Medienberichten jetzt teilweise eingestellt. Gegen den NPD-Chef der Hauptstadt, Sebastian Schmidtke, sei allerdings Anklage erhoben worden, berichtet die B.Z. Seit mehr als drei Jahren ist die berüchtigte „Weltnetz“-Seite des „Nationalen Widerstandes Berlin“ offline. Die Hintermänner der Neonazi-Aktion hatten dort u. a. eine Liste mit Personen oder linken Projekten veröffentlicht, die nicht in ihr hasserfülltes Weltbild passten.(…) Die Verfahren gegen fünf Verdächtige sei nun eingestellt worden, berichtet die B.Z. Die Ermittler legten ihnen zur Last, die Webseite betrieben zu haben. Allerdings habe sich der Verdacht auch nach Wohnungsdurchsuchungen, Telefonüberwachungen oder der Analyse von Bankdaten nicht erhärtet. „Nach alledem ist mit einer Verurteilung der Beschuldigten im Falle der Anklageerhebung nicht zu rechnen, so dass das Verfahren einzustellen war“, zitiert das Blatt aus einem Schreiben der Staatsanwaltschaft. Nicht betroffen von der Verfahrenseinstellung sei indes Sebastian Schmidtkte.

via endstation rechts: Neonazi-Hetzseite – Medien berichten von Anklage gegen NPD-Landeschef Schmidtke

siehe auch: Homepage aus Berliner Neonazi-Szene – Verfahren gegen fünf Beschuldigte eingestellt. Es war eine Internetseite, die die gewaltbereite Berliner Neonazi-Szene prägte wie keine andere. Unter der Web-Adresse www. nw-berlin.net wurde von Oktober 2009 bis Dezember 2012 “strafrechtlich relevante Inhalte verbreitet”, wie es in einer Ermittlungsakte des Staatsschutzes heißt. (…) Der Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft ermittelten über Jahre zu den mutmaßlichen Betreibern der Neonazi-Homepage. Das Verfahren richtete sich gegen fünf Personen. Ihnen wurde zur Last gelegt, die Internetseite betrieben oder unterstützt zu haben. Es gab Wohnungsdurchsuchungen, Telefone wurde abgehört, Bankauskünfte eingeholt. Doch am Ende fehlten „taugliche Beweismittel“, wie es in einem Schreiben der Staatsanwaltschaft heißt, das der B.Z. vorliegt. „Nach alledem ist mit einer Verurteilung der Beschuldigten im Falle der Anklageerhebung nicht zu rechnen, so dass das Verfahren einzustellen war.“ Gegen Berliner NPD-Chef wird weiter ermittelt Einzige Ausnahme: Gegen Sebastian Schmidtke, den Berliner NPD-Chef, wird weiterhin in gleicher Sache ermittelt. Gegen ihn sei „in dem Verfahren 231 Js 226/12 wegen des identischen Tatvorwurfs Anklage zu Schöffengericht erhoben“ worden

E-Mail an den Arbeitgeber – Neonazis agieren als Verfassungsschützer

Arbeitgeber von Neonazi-Gegner in Mittelfranken haben in den vergangenen Wochen Mitteilungen über angeblich verfassungsfeindliche Mitarbeiter erhalten. Auf den ersten Blick war es eine E-Mail vom Verfassungsschutz. Hinter dem Absender stehen aber nicht die Behörden, sondern Rechtsextreme. Ihr Ziel: politische Gegner zu denunzieren. “Bei ihrem Mitarbeiter handelt es sich um einen vorbestraften Linksextremisten” heißt es in der E-Mail, die Mitte Februar an einen Arbeitgeber in Nürnberg verschickt wurde. Abgesendet von “[email protected]” – und scheinbar im Namen der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE). Die BIGE betreibt laut Eigenangaben Aufklärungsarbeit zum Thema Rechts- und Linksextremismus. Die Mitarbeiter rekrutieren sich aus den Bereichen von Polizei und Verfassungsschutz. Gesendet an Anti-Rechts-Aktivisten Verschickt wurden die E-Mails an Arbeitgeber von Personen, die sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus engagieren. Die Inhalte der E-Mails haben denunziatorischen Charakter und sind bemüht in deutscher Verwaltungssprache formuliert. Genannt werden angebliche Vorstrafen, die Arbeitgeber naturgemäß aufschrecken lassen. In einer E-Mail steht, der betroffene Mitarbeiter würde sich für “Sex mit Kindern” einsetzen und konnte sich “der Strafverfolgung in Sachen Pädophilie bisher entziehen”. In einer anderen heißt es, eine Mitarbeiterin sei eine “kommunistische Funktionärin” und wegen “Betrug und Diebstahl” vorbestraft. Zwar entsprechen diese Anschuldigungen nicht den Tatsachen, leicht haften bleiben solche Vorwürfe meist dennoch. Zudem fordern die Verfasser arbeitsrechtliche Konsequenzen. Verfassungsschutz warnt vor E-Mails Beim Verfassungsschutz ist man alarmiert: Oberregierungsrat Markus Schäfert erklärte gegenüber dem BR: “Wir warnen offensiv vor diesen E-Mails, die bewusst den Eindruck einer behördlichen Mitteilung erwecken”. Beim Geheimdienst bewertet man das Vorgehen als “neue Taktik”, um eine “hohe Glaubwürdigkeit” zu erlangen um politischen Gegnern massiv zu schaden. Ob und wie die Ermittlungsbehörden der Sache nachgehen, wollte Schäfert vorerst nicht kommentieren. Die Methode der gezielten Diffamierung ist dabei nicht neu. Seit Jahren versuchen fränkische Rechtsextremisten, die unter dem Namen “Anti-Antifa” auftreten, politische Gegner zu denunzieren, bedrohen oder anzugreifen. Auf der – mittlerweile abgeschalteten – Internetseite der “Anti Antifa Nürnberg” wurden über 200 Personen teilweise mit Namen, Bild und Adresse veröffentlicht. Darunter Lehrer, Journalisten, Gewerkschafter und Antifaschisten.

via br: E-Mail an den Arbeitgeber – Neonazis agieren als Verfassungsschützer