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Hakenkreuze übersprüht – Wie zwei Brüder Zielscheibe rechter Hassbotschaften wurden

Sie übersprühten Hakenkreuze und wurden dafür bestraft. Das machte die Zwillingsbrüder Ralf und Reiner Bender aus Runkel bundesweit bekannt – und zur Zielscheibe von Drohungen. Im Kampf gegen Rechts fühlen sie sich inzwischen im Stich gelassen. Ralf Bender schließt jetzt abends immer das Hoftürchen ab und schaltet die Alarmanlage ein. Nimmt man die Hass-Botschaften wörtlich, die seit Monaten im Briefkasten landen, müssen er und sein Bruder Reiner sich zwar erst nach einem wie auch immer gearteten Machtwechsel vor einem “Tribunal” verantworten. Aber wer weiß, ob der Verfasser der Briefe oder mögliche Gesinnungsgenossen wirklich so lange warten wollen. “Völkermord am deutschen Volk” ist das Verbrechen, das den Zwillingsbrüdern aus dem Runkeler Stadtteil Wirbelau (Limburg-Weilburg) vorgeworfen wird. Der Schreiber ist bekannt: ein pensionierter Lehrer aus Frankfurt, der sich zu den Mitbegründern der Grünen in Hessen zählt. Als “demokratisch-freiheitlicher Linkspatriot” fühlt der sich inzwischen auf der Seite von AfD und Pegida besser aufgehoben. Seine Gegner sind, wie den Botschaften zu entnehmen ist, das “Regime”, das Flüchtlinge aufnimmt, die “Ehe für alle” beschließt und all die “rotgrünroten Nationalverräter”: SPD, Jusos, Gewerkschaften, Antifa – und besonders die Brüder Bender. 1.000 Euro Strafe für das Übersprühen von Hakenkreuzen “Wir wollen nicht für Aufhebens sorgen. Trotzdem haben wir Angst. Wir sind im Fokus dieser Leute”, sagt Ralf Bender. Sein Bruder ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt. Und es sind ja nicht nur die Briefe eines Ex-Lehrers, der Holocaust- und Euthanasiemorde leugnet, der über Stätten dieser Verbrechen textet: “PS: Ich glaube weder an Auschwitz noch an Hadamar!” und der ankündigt: “Wenn die Macht geht, werdet Ihr vors Tribunal gezerrt wie 1945.” Mal klingelt ein Nazi an der Tür: Ralf soll rauskommen, wenn er sich traue. Mal wird Reiners Wagen beschädigt. Dann beschimpft ein Autofahrer die Brüder an der Tankstelle: “Euch kenn‘ ich doch!” So schlimm ist es nach Schilderung der beiden Sozialpädagogen im Schuldienst erst, seit ein Gericht sie der Sachbeschädigung schuldig befand.
Als die Stadt Limburg nichts gegen Hakenkreuzschmierereien auf Straßenschildern in der Nähe zweier Schulen unternahm, griffen Ralf und Rainer selbst ein und übersprühten alles mit schwarzer Farbe. Da wurde das Ordnungsamt doch aktiv – aber gegen die Brüder, die überzeugte Sozialdemokraten sind und sich seit ihrer Jugend als Antifaschisten begreifen. Das Landgericht verurteilte die Zwillinge vor zwei Jahren zur Zahlung von knapp 1.000 Euro. “Von der Mitte der Gesellschaft im Stich gelassen” Das “grotesk ungerechte Urteil” und den damit verbundenen Makel bekommen die Benders ihrer Meinung nach immer noch zu spüren. Trotz vieler Sympathie-Kundgebungen und einer Spendensammlung sagt Reiner Bender nun sogar: “Wir hätten nicht gedacht, dass wir von der Mitte der Gesellschaft im Stich gelassen und sogar zu Buhmännern gemacht werden.” Damit meinen die beiden auch eigene Parteifreunde. Mit den Spenden, die nach dem Gerichtsurteil eingingen, wollten die Benders eigentlich Gedenkstätten für die Opfer des Holocaust in Weilburg und Limburg finanzieren. Doch daraus wurde bis heute nichts. Ein SPD-Lokalpolitiker winkte ab mit der Begründung, die beiden Brüder seien durch ihre Kritik an der Stadtverwaltung zu “Nestbeschmutzern” geworden.
Justiz mag nur “sprachliche Entgleisungen” entdecken Auch von der Justiz fühlen sich die Brüder in ihrem Kampf gegen Rechts allein gelassen. Seit Monaten darf ein Mann aus Niederbrechen bei Limburg in seinem Internetblog einen “kleinen Holocaust” gegen militante G20-Gegner fordern. Die Benders und andere Bürger erstatteten Anzeige wegen Volksverhetzung, bislang ohne Wirkung. Die Staatsanwaltschaft Limburg sprach von “sprachlichen Entgleisungen”, die nicht strafbar seien. Unterdessen bekommen die Benders weiter Post von ihrem Dauer-Brieffeind. Trotz einiger Gerichtsprozesse – im Sommer etwa wurde er in Limburg lediglich wegen Beleidigung in erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt – hat der pensionierte Lehrer aus Frankfurt offenbar noch genügend Zeit für neue Briefe. In einem freute er sich über das, was die Justiz ihm und anderen durchgehen lassen müsse: “Die Negation des Holoc. in privaten Briefen ist keine strafbare Volksverhetzung, weil sie nicht Öffentlichkeit ist.”

via hessendchau: Hakenkreuze übersprüht Wie zwei Brüder Zielscheibe rechter Hassbotschaften wurden

Triumph der #Anti-Antifa – Die rechte Hetze gegen einen Antifa-Kongress im Münchner DGB-Haus

In München wäre ein Kongress im Gewerkschaftshaus nach einer rechten Kampagne beinahe abgesagt worden. Das Agieren des DGB-Bundesvorsitzenden kommt einem Dammbruch gleich. Der »Antifakongress Bayern« findet statt. Doch dass die Konferenz am kommenden Wochenende wie geplant zum zweiten Mal nach 2014 im Münchner Haus des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) abgehalten werden kann, war keineswegs sicher. Weil der DGB sich zeitweise vor den Karren rechter Agitatoren hatte spannen lassen, muss mittlerweile ausdrücklich betont werden: Noch ist es möglich, dass in der Stadt, die Adolf Hitler zur »Hauptstadt der Bewegung« erklärte, vor deren Toren die Nazis mit dem KZ Dachau eines der ersten Konzentrationslager betrieben, auf dessen Oktoberfest 1980 ein Neonazi einen Bombenanschlag verübte und 13 Menschen ermordete, in der Stadt, in der der »Nationalsozialistische Untergrund« zwei Menschen ermordete, Interessierte zu einer Konferenz zusammenkommen, um darüber zu diskutieren, wie Nazis und ihr Tun zu bekämpfen seien. (…) Doch bei »Journalistenwatch« war man einer heißen Geschichte auf der Spur: Die Frage, »ob die Antifa einen Kongress« im DGB-Haus abhalte, und wer die Veranstalter des Kongresses seien, konnte ein Pressesprecher am Telefon nicht sofort beantworten. Für die AfD-nahe Seite warf das eine weitere Frage auf, nämlich »ob der DGB – die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern – vom Verfassungsschutz beobachtet wird«, wenn er seine Räumlichkeiten »Verfassungsfeinden zur Verfügung stellt«. Damit freilich war das rechtsextreme framing – »die Antifa« gleich »Verfassungsfeinde« – perfekt. »Schickt die Antifanten nebst Soros, Kahane und Gewerkschaftsbossen heim ins rassenreine Israel!«, so der antisemitische Kommentar eines Journalistenwatch-Fans, den das Blog keineswegs löschte. Dass Nationalkonservative, Rechtsextreme, Faschisten und Neonazis versuchen, antifaschistische Arbeit zu be- und, wo möglich, zu verhindern, ist nicht überraschend. Der Antifaschismus richtet sich gegen den Faschismus, dessen menschenverachtende Programmatik und deren Wegbereiter. Deshalb rufen Faschisten nicht: Der Antifaschismus will den Faschismus bekämpfen. Sondern sie behaupten, der Antifaschismus sei gegen die Demokratie und die Meinungsfreiheit, er bekämpfe den Rechtsstaat. Eigentlich sei der Antifaschismus der wahre Faschismus. Dass diese völlige Verkehrung aller historischen und politischen Logik immer mehr Anklang auch jenseits der extremen Rechten findet, dafür ist der Umgang mit dem Antifakongress ein Lehrstück. Über andere Medien des rechten Paralleluniversums gelangte die Empörung nämlich zur Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), die sich als rechter Lobbyverband für mehr Polizei und weniger liberales Klimbim vor allem unter ihrem Vorsitzenden Rainer Wendt einigen Einfluss erarbeitet hat. Der gibt gerne weit rechts­stehenden Medien wie Junge Freiheit und Compact Interviews, verteidigt ­racial profiling in der Polizeiarbeit und bezeichnet Leute, die gegen verfassungswidrige Gesetze klagen, abschätzig als »Karlsruhe-Touristen«. (…) Doch der Dammbruch ist trotzdem geschehen. Zumal die Einigung anscheinend nur zustande gekommen ist, weil sich die Veranstalter ausdrücklich von »Gewalt« distanzierten. In seinem Grundsatzprogramm bezeichnete der DGB die »kampflose Kapitulation vor dem Nationalsozialismus im Jahre 1933« noch als die »bitterste Niederlage« der Gewerkschaften. 2017 scheint hingegen bis hin zum DGB-Bundesvorstand Konsens zu sein, dass gegen Faschismus nur Stuhlkreise erlaubt sein dürfen.

via jungle: Triumph der Anti-Antifa

Delitzsch: Rechtsextreme bedrängen Leipziger Juso-Chef

Offenbar rechtsextreme Täter haben den Leipziger Juso-Vorsitzenden in Delitzsch angegriffen. Außerdem posteten persönliche Daten im sozialen Netzwerk Facebook. Es wurde eine Anzeige wegen Nötigung und Verleumdung gestellt. Offenbar aus der rechtsextremen Szene stammen die Täter, die am Wochenende den Leipziger Juso-Chef Marco Rietzschel (20) und eine Freundin bedrängten. Die beiden waren laut Rietzschel am frühen Samstagmorgen in Delitzsch auf dem Weg von einer Geburtstagsfeier zum Bahnhof. „Es war kurz nach null Uhr, wir wollten mit dem Zug zurück nach Leipzig fahren“, erklärte Leipzigs Juso-Vorsitzender gegenüber der LVZ. Auf dem Weg zum Bahnhof seien die beiden von einer Personengruppe aufgehalten und angesprochen worden. „Die wollten unsere Personalausweise haben.“ Die sechs bis acht Leute hätten offensichtlich der rechten Szene nahe gestanden, zumindest hätte einer der Beteiligten ein einschlägiges T-Shirt getragen, berichtete Rietzschel. Seine Begleiterin und er hätten sich auch körperlich bedroht gefühlt. Was ganz genau gesagt wurde, daran könne er sich nicht erinnern.
„Es ging alles sehr schnell. Und wir waren mitten in der Nacht in Delitzsch, es war weit und breit kein Mensch zu sehen.“ Man habe keinen anderen Weg gesehen, als die Ausweise rauszurücken, um sich aus der Lage zu befreien. Bevor die beiden ihren Weg fortsetzen konnten, habe man ihnen mit auf den Weg gegeben, sich nie wieder in Delitzsch blicken zu lassen. Die Dokumente seien von der Gruppe abfotografiert worden. Anschließend tauchten die Bilder bei Facebook auf – inklusive kompletter Wohn-Adresse. Widersprüchliche Aussagen Einer der mutmaßlichen Neonazis – er soll auch zu den Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Neonazikrawallen am 11. Januar 2016 in Connewitz gehören – postete: „Die Jugendlichen sprühten diverse Sprüche an Hauswände und machten die AfD-Plakate schwarz. Ich hab ihnen die Spraydose weggenommen.“ Rietzschel weist das von sich. „Wir sind einfach nur zum Bahnhof gelaufen.“ Von beschädigten Plakaten wusste Volker Wauter, Chef des AfD-Kreisverbandes Nordsachsens gestern noch nichts.

via lvz online: Delitzsch: Rechtsextreme bedrängen Leipziger Juso-Chef

Ist AfD-Vize der Sächsischen Schweiz ein Neonazi?

Bernhard Wedlich (50) gehört zur Anti-Antifa. Verfassungsschutz stuft die Truppe als Rechtsextremisten ein. Mit seiner rechten Truppe tauchte Wedlich (roter Kreis) zuletzt immer wieder am Rande von Pegida-Demonstrationen in Dresden und Chemnitz auf.  Einheitlich gekleidet mit schwarzen Kapuzenpullis, auf dem Rücken ein Reichsadler mit Schlagring, darunter der Schriftzug „Anti Antifa“ in Fraktur: Seit Ende vergangenen Jahres tauchten die rechten Aktivisten immer wieder am Rande diverser Pegida-Demos in Chemnitz und Dresden auf. Offenkundig ist die Truppe kein harmloser Verein. Denn die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt seit März wegen Verstoßes gegen das Uniformierungsverbot. Das Verfahren läuft noch. Parallel dazu wird die „Anti-Antifa“ auch im aktuellen sächsischen Verfassungsschutzbericht aufgelistet. „Wir haben diese Leute auf dem Schirm. Das sind Neonazis“, stellt Verfassungsschutz-Sprecher Martin Döring (54) klar. Bernhard Wedlich posiert in „Anti Antifa“-Kluft gemeinsam mit Ex-Pegida Frontfrau Tatjana Festerling  (53) Besonders sticht Bernhard Wedlich (50) hervor. Der AfD-Vize-Chef der Sächsischen Schweiz, mischt bei den Rechtsextremisten tatkräftig mit, posiert mit Gesinnungsfreunden im Internet in „Anti Antifa“-Kluft.

via bild: Ist AfD-Vize der Sächsischen Schweiz ein Neonazi?

Gelenkter Hass aus dem Netz

Die Adresse des bedrohten Fuldaer Antirassisten Andreas Goerke kursiert in rechten Foren. Im Fall des mutmaßlich von Rechtsextremisten bedrohten Fuldaer Antirassismus-Aktivisten Andreas Goerke könnte es eine neue Spur zu den Urhebern geben. Der FR liegen Informationen vor, wonach in einem Internetforum bereits im März 2016 Listen mit Privat- und Geschäftsadressen von linken Politikern und Antirassismus-Aktivisten angelegt wurden. In dem Forum, das den Titel „Kommunisten/Antifabashing“ trägt, wurde dazu aufgerufen, auf den Namen der Aufgelisteten massenhaft Bücher, Infomaterial und Kataloge zu bestellen. Goerkes Wohnadresse findet sich gleich an zweiter Stelle. Andreas Goerke und seine Familie sehen sich nach eigener Darstellung seit Anfang Februar zunehmend heftigeren anonymen Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt, die vermutlich mit Goerkes Tätigkeit als Sprecher des antirassistischen Bündnisses „Fulda stellt sich quer“ in Zusammenhang stehen. So hatte ein anonymer Anrufer sich bei der Polizei als Goerke ausgegeben und behauptet, dieser habe seine Frau umgebracht. Höhepunkt war eine schriftliche Morddrohung gegen den 17-jährigen Sohn der Familie. Goerke hatte die Vorgänge vor rund zwei Wochen öffentlich gemacht. Zu den im Vergleich dazu eher kleineren Belästigungen gehörte für die Familie Goerke auch, dass Unbekannte auf ihren Namen massenhaft Prospekte, Kataloge und Infomaterial von rechtsextremen Parteien bestellt hatten – genau wie in dem Forum seinerzeit angekündigt. In der Liste war Goerkes Adresse allerdings falsch geschrieben. Im Straßennamen fehlte ein Buchstabe. Denselben Fehler machte der bislang nicht ermittelte Verfasser zweier Drohbriefe, die die Familien erreichten – darunter auch die Morddrohung gegen Goerkes Sohn. Listen mit mehr als 60 Namen Neben Goerke finden sich auf den Listen, die vor mehr als einem Jahr, auf der Plattform „Krautchan“ veröffentlicht wurden, mehr als 60 Namen aus dem gesamten Bundesgebiet, die von den Verfassern der linken Szene zugeordnet werden. Die FR konnte nach dem Hinweis eines der Betroffenen eine archivierte Version des damaligen Diskussionsverlaufs einsehen.

via fr;: Gelenkter Hass aus dem Netz

Erneuter Anschlag auf Wohnhaus in Göppingen – Bedrohter Journalist will weiter berichten

Radikale Rechte haben den Foto- und Videojournalisten Andreas Scheffel aus Göppingen, Mitglied des Redaktionsteams der Beobachter News, schon lange im Visier. Vermutlich sind Neonazis aus dem Kreis Göppingen dafür verantwortlich, dass in der Nacht zu Freitag, 3. Februar, mit einem Stein am Wohnhaus des Journalisten eine Fensterscheibe eingeworfen wurde.Göppingen diene nicht nur seit Jahren als Rückzugsraum für ehemalige Rädelsführer der inzwischen verbotenen „Autonomen Nationalisten Göppingen“ (ANGP), die sich mittlerweile im „dritten Weg“ sammelten. In der schwäbischen Kleinstadt gebe es auch menschenverachtende Kundgebungen und Taten, so Andreas Scheffel. Der Journalist berichtet seit Jahren über Demonstrationen und Veranstaltungen, kennt sich mit den politischen Lagern aus.Familie nachts aus dem Schlaf gerissenScheffel befand sich zur Tatzeit außer Hauses. Er wurde von seiner Lebensgefährtin kurz nach Mitternacht über den Anschlag informiert. Kurze Zeit später traf er an seinem Wohnsitz ein. Polizeibeamte waren vor Ort und sicherten Spuren. Zum Schaden im und am Haus wollte Scheffel der Ermittlungen wegen keine weiteren Angaben im Interview machen.Stetig steigende Gewalt von NeonazisIn Göppingen beobachtet Scheffel zunehmende nationalistische Gewalt. Nachdem der Bundesgerichtshof die Urteile gegen Rädelsführer der ANGP aufgehoben hat, sei die Stadt wieder zum Sammelplatz der rechten Szene geworden. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen Menschen aus Krisengebieten, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, gegen Andersdenkende und auch gegen den Oberbürgermeister.

Source: Bedrohter Journalist will weiter berichten

Anschlag auf Büro der Nürnberger Linken – brauner #terror

Unbekannte haben in der Nacht auf Samstag das Büro der Nürnberger Linken in der Äußeren-Cramer-Klett-Straße attackiert. Sie zertrümmerten Fensterscheiben, zerstachen Autoreifen – und hinterließen ein eindeutiges Tagging an der Wand. Das Büro der Linken nach dem Anschlag: Überall Scherben, die Fensterscheiben sind deutlich beschädigt. “Anti-Antifa” prangt nun in roten Lettern von der Hausfassade in der Äußeren-Cramer-Klett-Straße, in der die Nürnberger Linke seit dem Umzug aus der Adam-Klein-Straße ihr Büro betreibt. Zwei vermummte Gesichter machen das offenbar mit einer Schablone aufgesprühte Tagging “perfekt”.Drei Fenster und Rolläden wurden zerstört, dazu wurden bei einem vor dem Büro geparkten Auto die Reifen zerstochen und die Frontscheibe eingeworfen. Den Gesamtschaden schätzt die Linke auf etwa 4000 Euro.

Source: Anschlag auf Büro der Nürnberger Linken – Nürnberg – nordbayern.de

Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? #schauhin #terror

Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? Auch von außen sind die Brandspuren am Café „k-fetisch“ in der Neuköllner Wildenbruchstraße sichtbar. Größeren Schaden richtete der Anschlag zum Glück nicht an. Vor drei Monaten veröffentlichte eine Neuköllner Neonazigruppe eine Karte mit „Feinden“. Nun folgten die ersten Anschläge. Alles Zufall? Der Staatsschutz glaubt offenbar nicht daran.„Sie hatten riesiges Glück, dass nicht das ganze Haus abgebrannt ist“, sagt ein Ermittler des Staatsschutzes zu Rolf Sommer (38), als er den Tatort begutachtet. Den Mitarbeiter des Café-Kollektivs „k-fetisch“ in der Wildenbruchstraße (Berlin-Neukölln) erwartet dort am Montagmorgen eine böse Überraschung. Das Rollo ist aufgebrochen und verkohlt, die Scheiben liegen in Scherben zu seinen Füßen.Auf den Laden war in der Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Unter das aufgebrochene Rollo müssen die Täter nach Erkenntnissen der Polizei einen Brandbeschleuniger gelegt haben, um den Laden im Erdgeschoss des Altbaus anzuzünden. In den darüber liegenden Stockwerken wohnen über 50 Menschen. Sie alle hätte das Feuer vermutlich im Schlaf überrascht, mögliche Folgen möchte man sich gar nicht ausmalen.Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommenMenschenleben scheinen den Tätern egal gewesen zu sein. Wer sie sind, ist bislang unklar. Doch die Spur der Gewalt führt, wie so oft, ins Internet. Dort hatte die Neonazi-Gruppe „Freie Kräfte Berlin Neukölln“ im August eine Karte mit „Feinden“ veröffentlicht, auf der auch das „k-fetisch“ mit Adresse gelistet war. An einen Zufall glaubt hier niemand, nicht umsonst ermittelt nun der Staatsschutz.Ein weiterer Anschlag wurde in derselben Nacht auf einen Buchladen in der Krokusstraße verübt, dort hat man die Scheiben eingeschmissen. Auch einen links gesinnten Erzieher traf in der Nacht ein Anschlag. „Faschos haben gerade meine Butze in Neukölln angegriffen. Erst nen Stein durchs Fenster, dann Nutella Glas mit Farbe hinterher“, twittert der Mann um 3.20 Uhr. Sein Auto hatte bereits im Sommer ein Brandanschlag getroffen, vermutlich wegen des „FCK AFD“-Aufklebers auf dem Heck.Alle drei Anschlagsziele lagen in Neukölln, wo auch die „Freien Kräfte“ mobilisiert hatten. Die Facebook-Seite der Gruppe ist inzwischen gesperrt, nun übertragen die Neonazis ihre Absichten wohl auf die Straße.

Source: Droht Neukölln nun eine Neonazi-Anschlagsserie? – B.Z. Berlin

Der unscheinbare Anti-Antifa-Aktivist

Jörg Schröders Vorteil ist sein Aussehen: schlichte Jeans, dunkles T-Shirt, keine politischen Symbole oder Szenekleidung und auch seine Glatze ist mehr ein Zeichen der Alterung als der politischen Haltung. Nichts lässt ihn aus der Masse hervorstechen und daraufhin deuten, wer er ist: Neurechter, NPD-Aktivist und Betreiber des extrem rechten Nachrichtenportals „Spreeruf“. Sein unscheinbares Auftreten hat es ihm in der Vergangenheit mehrfach ermöglicht, unbehelligt Fotos von linken Demonstrant_innen zu machen und diese im Internet zu veröffentlichen, so zuletzt am Sonntag, den 14. August bei einer Solidaritätskundgebung in Berlin-Buch anlässlich des Brandanschlags auf eine Unterkunft für Geflüchtete. Schröder, der allein am Rande der Versammlung auftauchte, fotografierte Teilnehmende und postete anschließend einen Artikel unter der Überschrift „Antideutsche ‚Bahnhofsklatscher’ demonstrieren für noch mehr ‚Flüchtlinge’ in Berlin-Buch“ auf seinem Blog „Spreeruf“. Der Blog „Spreeruf“, für den Schröder verantwortlich zeichnet und aus dessen Feder ein Großteil der veröffentlichten Artikel stammt, versteht sich als „parteiübergreifendes Portal“ für Berlin und Brandenburg, mit Adresse in der Prinzessinnenstraße in Berlin-Kreuzberg. Neben einer Reihe von Artikeln, die gegen Asylpolitik, Migration und Geflüchtete wettern, arbeiten sich die Beiträge an zivilgesellschaftlichem und antifaschistischem Engagement ab. Zentral beworben wird außerdem das neurechte Projekt „EinProzent“ von Götz Kubitschek, Mitbegründer des „Institut für Staatspolitik“ (IfS). Im Kreis des IfS soll er bereits in Erscheinung getreten sein. Im Jahr 2006 schrieb Schröder außerdem für die Junge Freiheit.

via berlin rehctsaußen: Der unscheinbare Anti-Antifa-Aktivist

Todesanzeigen für Neonazi-Gegner – Ermittlungsverfahren eingestellt

Die Urheber von fingierten Todesanzeigen mehrerer Neonazi-Gegner werden wohl nicht mehr ausfindig gemacht. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat alle sechs Verfahren eingestellt. Die Todesanzeigen hatten die Neonazi-Gegner Ende November per E-Mail zugeschickt bekommen. Seitdem ermittelte der Staatsschutz der Fürther Polizei – ohne Erfolg. Unter anderem waren der Verdi-Funktionär Ulli Schneeweiß, der Kreisvorsitzende der Linken, Titus Schüller, der Journalist Jonas Miller, der Geschäftsführer der Nürnberg SPD, Rüdiger Löster, und die Nürnberger Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair betroffen. Für Schneeweiß wurde eine Todesanzeige erstellt, in der er als “Gewerkschaftsjude” bezeichnet wird. Mair erhielt eine E-Mail mit dem Betreff “Warnung”. Darin heißt es, wenn sie nicht besser aufpasse, sei sie vielleicht bald tot. Auch für sie wurde eine Todesanzeige erstellt, in der sie verhöhnt wird.

via br: Todesanzeigen für Neonazi-Gegner – Ermittlungsverfahren eingestellt