Söders Wohnungsdeals im Zwielicht: Geldwäsche-Verdacht im Umfeld des GBW-Verkaufs. Opposition erwägt Untersuchungsausschuss

Neue Details zum Verkauf der bayerischen Wohnungsgesellschaft GBW im Jahr 2013 bringen die bayerische Landesregierung und den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder in Erklärungsnot. Das berichten das ARD-Magazin MONITOR (Donnerstag, 22.00 Uhr, Das Erste) und Handelsblatt (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf interne Ermittlungsdokumente. Danach gingen das bayerische Landeskriminalamt und das Zollfahndungsamt München während des Verkaufs einem Geldwäsche-Verdacht im Umfeld der PATRIZIA Immobilien AG nach, dessen Überprüfung sie für „dringend notwendig“ hielten. Der Augsburger Wohnungsbaukonzern hatte seinerzeit die Federführung beim Kauf der GBW für ein Konsortium von 27 Investoren. Sie hatten das Wohnungsunternehmen mit rund 32.000 Wohnungen für einen Bruttopreis von knapp 2,5 Milliarden Euro von der Bayern LB erworben. Die Identität dieser Investoren ist bis heute unbekannt, da sie die GBW über Beteiligungsgesellschaften in Luxemburg halten. Auslöser der Ermittlungen, an denen auch das Bundeskriminalamt beteiligt war, waren mehrere Geldwäsche-Verdachtsanzeigen. Mehrfach wurde darin der Verdacht geäußert, dass Geschäftspartner der PATRIZIA AG im Rahmen von Immobiliengeschäften illegales Geld aus Russland waschen könnten. In den Akten finden sich Vermerke über auffällige internationale Geld-Transfers sowie Hinweise russischer Ermittlungsbehörden auf Personen und Unternehmen, „die im Verdacht stehen, Kapital aus Russland illegal nach Deutschland und in andere EU-Staaten zu bringen“. Die Ermittler stellten den Verdacht damals auch in einen Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der GBW-Wohnungen an das von der PATRIZIA AG geführte Konsortium, da es sich bei einer in den Verdachtsmeldungen genannten Firma offenbar „um einen Kooperationspartner der PATRIZIA und hier speziell für russische Investoren“ handele: „Aufgrund der Hintergründe zu dieser Firma und den dort handelnden Personen ist eine Überprüfung des Sachverhaltes dringend notwendig“, heißt es im Schlussbericht der Ermittler. (…) Die Ermittlergruppe aus Landeskriminalamt und Zoll nahm die Verdachtsanzeigen offenbar äußerst ernst und empfahl der Staatsanwaltschaft München im Juni 2013, die Verdachtslage „im Zuge tiefergreifender Ermittlungen“ aufzuklären. Diese stellte das Verfahren jedoch nach kurzer Zeit und ohne nennenswerte Ermittlungstätigkeiten ein. Geldwäsche-Experten kritisieren die Einstellung gegenüber Handelsblatt und MONITOR (…) Ein Bekanntwerden der Ermittlungen hätte den ohnehin umstrittenen Verkauf an das PATRIZIA-Konsortium gefährden können und Finanzminister Söder zusätzlich in Bedrängnis gebracht. (…) Weder das Finanzministerium noch das bayerische Justizministerium hätten von den Ermittlungen gewusst, teilen beide Behörden auf Anfrage mit. Geldwäsche-Experte Fiedler hält diese Aussage für unglaubwürdig: „Das ist aller Erfahrung nach eigentlich unvorstellbar. Fälle weit geringerer Dimension lösen bereits Berichtspflichten an die Landesregierung aus. Mindestens der Innenminister sowie die Justizministerin hätten über den Fall informiert sein müssen“, so Fiedler.

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Vorwürfe gegen AfD nach Parlamentsfest

Ein Zwischenfall mit einem AfD-Wahlkreismitarbeiter beim Sommerfest des Landtags in Sachsen-Anhalt sorgt für Schlagzeilen. Mehrere LINKE-Abgeordneten werfen dem Mann vor, sie bei der Veranstaltung in der Nacht zu Donnerstag belästigt und tätlich angegriffen zu haben. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) verurteilte das Verhalten des AfD-Mitarbeiters als »vollständig anstands- und respektlos sowie übergriffig«. Es gebe »in unserem Zusammenleben ungeschriebene Regeln einer sozialen Mindestdistanz«, sagte Brakebusch am Freitag im Landtag.

via nd: Vorwürfe gegen AfD nach Parlamentsfest

Exclusive: Jeffery Wellmaker Details Murder of White Girlfriend as Neo-Nazi Stands Trial

Pain and hurt have carved lines into Jeffery Wellmaker’s face that cannot be erased. And his voice occasionally breaks when he talks about the love of his life, Kelley Ann Jaeger. Jaeger was shot down in the early morning hours of October 3, 2009, two days before her 40th birthday. Authorities say her death was a vicious hate crime committed by members of the Vinlanders Social Club, a notorious white supremacist gang known for its extreme violence and affinity for Nazi symbolism. Wellmaker gave Phoenix New Times an exclusive interview the eve of his testimony in the ongoing first-degree murder trial of Travis Ricci, which began June 6 in Maricopa County Superior Court and is expected to run for the next several weeks. The Vinlander gang member is charged with killing Jaeger with a 12-gauge shotgun fired from the passenger’s side of a white sedan.(…) The vehicle passed them, did a U-turn and circled back. Wellmaker knew something was wrong. “I said, ‘Baby, watch out!,’” he recalled. “I saw fire, and then I saw what looked like flies coming out at me. I felt a punch in my stomach, and then the wind. Everything speeded up, and then she dropped. “I said, ‘Baby, you hit?’” Wellmaker saw that those deadly “flies” had ripped through Jaeger’s torso, and that she was trying to breathe. Distraught, he called 911 from the pay phone. (…) Earlier that evening, as Wellmaker and Jaeger were walking near Palma Park, at 12th Street and Dunlap Avenue, they were approached by a muscular white male in shorts with his shirt off, who taunted them with racial epithets. “Hey, nigger, what are you doing with that white girl?” the man asked. Wellmaker turned toward the man, but Jaeger pulled him away. “C’mon, baby, let’s go,” Wellmaker remembered her saying. The man followed them as they headed toward Seventh Street, yelling things like “spearchucker” and something about “white power.” When Wellmaker looked back at him, his eyes were drawn to a unique tattoo with zig-zag lettering across the man’s stomach. He later saw the man hop into another vehicle and leave. About 45 minutes later, the white car came around and dealt death to Jaeger. Wellmaker recognized the shooter as the same man who had followed them from Palma Park.

via phoenixnewtimes: Exclusive: Jeffery Wellmaker Details Murder of White Girlfriend as Neo-Nazi Stands Trial

WaPo Can’t Believe White Supremacist Senate Candidate Really Means It

A few things about Virginia Republican Senate candidate Corey Stewart: He described as “one of my personal heroes” Wisconsin congressional candidate and self-described “pro-White Christian” Paul Nehlen, who suggests deporting all Muslims, and whose overt and various hatreds have led Breitbart to break ties with him, along with a Twitter ban. Stewart joined his endorser Jason Kessler at a rally for Kessler’s group, Unity and Security for America, last year. Kessler, of course, was the organizer of the Charlottesville Unite the Right rally, with the Nazi salutes and the “blood and soil” chanting, and the murder of counter-protester Heather Heyer. After the Charlottesville rally, Stewart declared there was “no reason to apologize.” A self-described “proud Southerner” who was born and raised in Duluth, Minnesota, Stewart has declared that the Confederate flag is “what makes us Virginia, and if you take that away we lose our identity.” In recent tweets, he describes children crying for their parents at the border as “leftist terrorism props” and calls for no “amnesty of any sort.” Corey Stewart just won the Virginia GOP Senate primary. And the Washington Post‘s response (6/15/18) was an editorial headlined, “Corey Stewart’s Win in Virginia Means Further Degradation of Civic Discourse.” Yeah, that’s the problem—discourse.

via fair: WaPo Can’t Believe White Supremacist Senate Candidate Really Means It

Deutscher Überfall auf die Sowjetunion “Stark aufgeräumt, ohne Gnade”

Sie nannten es “Unternehmen Barbarossa” – im Juni 1941 begann Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion. Minutiös beschrieb der deutsche General Gotthard Heinrici den Kriegsverlauf. Ein Dokument des Grauens. Gotthard Heinrici war ratlos. Zehntausende Rotarmisten hatte seine Truppe bereits getötet, verwundet oder gefangengenommen. Aber die sowjetischen Soldaten kapitulierten einfach nicht (…) Das schrieb der deutsche General am 3. August 1941 an seine Frau. Sechs Wochen zuvor, am 22. Juni 1941, hatte die Wehrmacht die Sowjetunion ohne Kriegserklärung überfallen – Deckname “Unternehmen Barbarossa”. Deutsche Kampfflieger attackierten sowjetische Flughäfen, Tausende Geschütze feuerten ohne Unterlass ins Grenzgebiet: “Die russische Armee ist buchstäblich aus ihren Betten herausgeschossen worden”, triumphierte Heinrici. Als Befehlshaber eines Armeekorps überschritt der Offizier mit über drei Millionen deutschen und verbündeten Soldaten die sowjetische Grenze. Die Frontlinie, rund 2000 Kilometer lang, erstreckte sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Binnen weniger Wochen wollten Adolf Hitler und seine Generäle das sowjetische Riesenreich unterwerfen – ein Blitzkrieg wie im Vorjahr gegen Frankreich. Und doch ein ganz anderer Krieg als im westlichen Europa. Als “Kreuzzug Europas gegen den Bolschewismus” bezeichnete die deutsche Propaganda den Überfall. “Herrenmenschen” gegen “Untermenschen”, Nationalsozialismus gegen Kommunismus. Bis zum bitteren Ende. Feldzug ohne jedes Erbarmen Dieser “Kreuzzug” war von Anfang an als Vernichtungs- und Ausbeutungskrieg gegen die sowjetische Bevölkerung konzipiert. Zum Chronisten werden sollte der Berufssoldat Gotthard Heinrici, Jahrgang 1886, mit seinen zahlreichen Briefen an seine Frau, Tagebucheinträgen und Berichten an die Familie aus den Jahren 1941/42. In der kürzlich erschienenen Edition “Notizen aus dem Vernichtungskrieg” hat der Historiker Johannes Hürter vom Münchner Institut für Zeitgeschichte die Aufzeichnungen auszugsweise veröffentlicht. Sie schildern wie kaum eine andere historische Quelle den Krieg an der Ostfront aus Sicht eines hohen deutschen Offiziers. (…) “Der Feind uns gegenüber ist ein erstaunlich aktiver u[nd] zäher Bursche”, zollte Heinrici den sowjetischen Verteidigern Ende Juli 1941 widerwillig Respekt. Kurz zuvor notierte er aber auch: “Verschlagen und hinterlistig” würden die Rotarmisten gegen die deutschen Invasoren kämpfen. “Manche Verluste entstehen dadurch, daß hinterrücks unsere Leute abgeschossen werden.” In völliger Verkehrung der Tatsache, wer Angreifer und wer Angegriffener war, rechtfertigte Heinrici so die ungeheure Brutalität der deutschen Landser. “Stark aufgeräumt, ohne Gnade”, beschrieb der gläubige Christ das Verhalten seiner Soldaten. Erbarmen oder die von ihnen selbst so oft beschworene Ritterlichkeit waren keine Maßstäbe für die deutschen Generäle. Was sie im Krieg gegen die Sowjetunion antrieb: Hass auf den Kommunismus, Hass auf Slawen, Hass auf Juden. Gnadenlos fraß die Wehrmacht ganze Landstriche leer, nahm Bauern Vieh und Pferde weg. Strafe musste kein Landser befürchten, der Hungertod von Millionen sowjetischer Bürger war eingeplant. Gefangene Politische Kommissare der Roten Armee wurden reihenweise völkerrechtswidrig “erledigt”. “Nicht schön für unsere Leute”, kommentierte Heinrici lapidar einen solchen Mord im November 1941.

via spon: Deutscher Überfall auf die Sowjetunion “Stark aufgeräumt, ohne Gnade”

siehe auch: Vernichtungskrieg im Osten – “Die Wehrmacht war an allen Verbrechen beteiligt”. Christian Hartmann, Jahrgang 1959, ist Historiker am Institut für Zeitgeschichte in München. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist der Überfall auf die Sowjetunion durch Hitler-Deutschland, der am 22. Juni 1941 begonnen hatte. Hartmanns Habilitationsschrift “Wehrmacht im Ostkrieg” folgten mehrere Publikationen zur Militärgeschichte, 2011 erschien “Unternehmen Barbarossa. Der deutsche Krieg im Osten 1941-1945” bei C.H. Beck. (…) SZ: Wie tief war denn die deutsche Wehrmacht in die Verbrechen verstrickt? Hartmann: Da ist zu differenzieren: Als Institution ist die Wehrmacht für furchtbare Verbrechen verantwortlich gewesen. Anders ist es dagegen mit der individuellen Verantwortung. Viele Soldaten sind schuldig geworden, aufs Ganze gesehen bleibt aber die Zahl der Täter relativ klein. Das lag daran, dass die Armee im Osten nicht, wie zuvor üblich, für die Besatzungspolitik zuständig ist. Hitler misstraut den Generälen und installiert drei konkurrierende Gruppen. Neben der Wehrmacht und der Zivilverwaltung die Wirtschaftsorganisation Ost von Reichsmarschall Hermann Göring, die die Gebiete ausbeutete, und die SS- und Polizei-Verbände von SS-Chef Heinrich Himmler, gewissermaßen die Männer fürs Grobe. SZ: Zynisch formuliert: Es gab eine Art Arbeitsteilung Hartmann: So ist es. Man kann es sich wie einen Verdauungsprozess vorstellen: Vorne fräst sich die Wehrmacht ins Land, und dann werden die eroberten Gebiete im Sinne der NS-Ideologie umgestaltet. Das ist ein durch und durch destruktiver Prozess. Je weiter sie von der Front ins Hinterland kamen, desto größer ist die Chance, zum Täter zu werden. Die Masse der Wehrmacht war vorne an der Front eingesetzt. Dennoch: Die Wehrmacht als Organisation war an allen Verbrechen dieses Krieges beteiligt. (…) Sehr viele Menschen starben an ganz bestimmten Orten, fast könnte man sagen: neuralgischen Punkten dieses Krieges wie in den Kriegsgefangenenlagern oder während des Partisanenkrieges. Ein frappierender Aspekt dabei ist: Viele der Täter waren keine Weltanschauungskrieger, sondern reaktivierte Familienväter, um die fünfzig, die in der Etappe in Polizeieinheiten oder Sicherungskompanien eingesetzt wurden und dort dafür verantwortlich waren, dass Tausende ihr Leben verloren. In der Rückzugsphase kam eine neue, schreckliche Seite der Verbrechen dazu: die Politik der verbrannten Erde.

Donald Trump – Der Feind im Weißen Haus

Trumps jüngste Lügen sind ein offener Angriff auf die Bundesregierung und die Europäische Union. Dieser US-Präsident war nie ein Partner, er ist ein aggressiver Gegner. Man sollte ihn endlich entsprechend behandeln. Wladimir Putin handelt verdeckt. Der russische Präsident kontrolliert eine ausgefuchste Desinformationskampagne. Ziel dieser Geheimoperation ist es, die Bevölkerungen westlicher Staaten zu verunsichern, ihre Institutionen in Misskredit zu bringen, die Gesellschaft zu spalten, Wahlen zu beeinflussen und letztlich die liberale Demokratie zu Fall zu bringen.  (…) An den Absichten Donald Trumps jedenfalls kann niemand mehr zweifeln. Seit er im Amt ist, führt Trump einen Vernichtungsfeldzug gegen multilaterale Abkommen aller Art. Außenpolitik interessiert diesen Mann nicht, sie ist ihm lediglich Instrument seiner nach innen gerichteten, nationalistischen “America first”-Ideologie. Kooperation gilt Trump als Schwäche. Jüngster Beleg: Die USA ziehen sich aus dem Uno-Menschenrechtsrat zurück. Trump handelt offen. Der amerikanische Präsident betreibt seine immerwährende Desinformationskampagne nun auch höchstpersönlich gegen die Bundesrepublik Deutschland. Er benutzt sie, um seine moralisch verkommene Flüchtlingspolitik vor der US-Bevölkerung zu rechtfertigen. Die herzzerreißenden Szenen an der südlichen US-Grenze, wo weinende Kinder brutal von ihren Eltern getrennt werden, weil diese den Fehler gemacht haben, in den USA ein besseres Leben für sich und ihre Familien suchen zu wollen, bringen Trump mittlerweile selbst bei eingefleischten Unterstützern in Bedrängnis. Seine Null-Toleranz-Politik ist ein PR-Desaster, das er nun mit allen Mitteln einzudämmen versucht – auch mit Angriffen auf Deutschland. (…) Nein, dieser US-Präsident war nie ein Partner, er ist ein erbitterter Gegner. Wir sollten endlich anfangen, ihn dementsprechend zu behandeln. Eine Einbestellung des US-Botschafters und formaler Protest können da nur erste Schritte sein. Die Beziehungen zu dieser US-Regierung sollten auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Es ist auch nicht mehr nötig, weiterhin einen freundlichen Umgang vorzutäuschen. Deutschland und die Europäische Union sollten jegliche höfliche Selbstbeschränkung in der öffentlichen Bewertung dieser US-Regierung aufgeben. Der Gesprächsfaden zu ihr darf zwar nicht abreißen, aber mehr als ein Faden kann es nicht mehr sein

via spon: Donald Trump Der Feind im Weißen Haus

Better records to help support hate crime victims

Better recording of hate crime across the EU will help Member States continue to fight this persistent problem. The European Union Agency for Fundamental Rights’ latest report provides compelling evidence of what Member States are already doing with tips on how they can improve. “Any hate crime system is only as good as the information it gets,” says FRA Director Michael O’Flaherty. “To send a strong and clear message that hate will not be tolerated in Europe, Member States need to be even smarter in their approach to measuring hate crime. This helpful report is a key resource to guide those efforts.” Victimisation surveys, such as the ones conducted by FRA, continue to underline how hate crime and hate-motivated harassment towards many groups – migrants, LGBTI people and minorities – persist across the EU. However, official statistics rarely tell the same story undermining societal trust in the systems that are there to protect them. The ‘Hate crime recording and data collection practice across the EU’ report shows how national police, legislators and policy makers recognise the need to improve hate crime recording. They acknowledge this will help honour Member States’ commitments to combat prejudice and create inclusive societies.

via fra.europa: Better records to help support hate crime victims

14.700 Euro Strafe: Ex-Feuerwehrchef wegen Volksverhetzung, Holocaustleugnung und Billigung von Straftaten verurteilt

Das Urteil ist ein Paukenschlag: Der frühere Feuerwehrchef Klaus Schäfer ist wegen mehrerer Facebook-Beiträge wegen Volksverhetzung, der Billigung von Straftaten, der mehrfachen Verharmlosung des Holocaustes und der Leugnung des Holocaustes vom Amtsgericht Dortmund zu einer Gesamtgeldstrafe von 14.700 Euro verurteilt worden. Damit gilt Schäfer, sollte das Urteil rechtskräftig werden, als vorbestraft. Eine 14-monatige Haftstrafe und eine Geldstrafe von 5000 Euro, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, wollte das Schöffengericht nicht verhängen, zumal der 65-Jährige bisher nicht vorbestraft war. Denn eine Haftstrafe, die länger als ein Jahr beträgt, hätte für den früheren Feuerwehrchef den Wegfall seiner Penionsbezüge bedeutet. Das Gericht hat es sich nicht leicht gemacht und brauchte drei intensive Verhandlungstage bis zu einem Urteil. Insgesamt 210 Tagessätze zu 70 Euro befand das Schöffengericht für tat- und schuldangemessen. Insgesamt sechs Facebook-Beiträge waren Teil der Anklageschrift. In einem Fall habe er sich der Volksverhetzung für Schuldig gemacht (150 Tagessätze), in einem Fall Straftaten billigend in Kauf genommen (90 Tagessätze), in drei Fällen in Beiträgen den Holocaust verharmlost (zwei Mal 60 und ein Mal 90 Tagessätze), sowie in einem Fall den Holocaust geleugnet (100 Tagessätze). Allerdings wird vor Gericht nicht einfach addiert, sodass Schäfer statt der insgesamt 550 Tagessätze „nur“ zu 210 Tagessätzen zu je 70 Euro verurteilt wurde – insgesamt also einer Geldstrafe von 14.700 Euro. (…) Das Umfeld ist die Meinungsfreiheit und die ist ein hohes Gut. Daher werde schnell der Vorwurf gemacht, Meinungs- und Gedankenpolizei zu sein und missliebige Gedanken unterdrückt würden. „Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, aber sie gilt nicht schrankenlos. Es gibt den §130. Wenn die Politik sagt, dass eine bestimmte Meinung nicht diskutiert wird, muss man das akzeptieren und bei seinen Äußerungen einbeziehen“, schrieb das Gericht Schäfer ins Stammbuch. Schäfer habe zwar subjektiv eine Meinung geäußert – „sehr pointiert und aggressiv. Agressiv ist das falsche Wort. In einer Art, die nicht zur Deeskalation geeignet ist“, betonte das Gericht. „Sie haben Worte gewählt, wo sich andere dran stoßen.“ Das Schöffengericht erkannte in den Äußerungen verharmlosende und leugnende Elemente. Ebenso die Billigung von Straftaten und volksverhetzende Elemente.  „Wenn sie es anders gemeint haben, mag das sein. Es entlastet sie nicht, dass sie es nicht strafbar finden. Das sie eine andere Grenzen gezogen haben als wir, spielt keine Rolle. Das ist das Risiko, dass es jemand anders versteht.“ Denn Schäfer habe mehrfach die Grenze von der Meinungsäußerung zur Straftat überschritten. „Das verpacken sie in vielen Zahlen – das ist nicht strafbar. Aber in Beurteilung über das Ziel hinausgeschossen. Das müssen sie sich zurechnen lassen.“ Vor allem der Beitrag zum Thema Flüchtlinge sei „in einem Ton geschrieben, der zum Hass aufstachelt und damit Volksverhetzung erfüllt“.

via nordstadtblogger: 14.700 Euro Strafe: Ex-Feuerwehrchef wegen Volksverhetzung, Holocaustleugnung und Billigung von Straftaten verurteilt

Bundesanwaltschaft legt Beschwerde im Fall Franco A. ein

Das Oberlandesgericht sah keinen hinreichenden Verdacht, dass der Bundeswehrsoldat tatsächlich Anschläge begehen wollte. Die Bundesanwaltschaft hält an ihrer Anklage fest und legt Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof ein. Die Bundesanwaltschaft hält im Fall des rechtsextremen Bundeswehrsoldaten Franco A. an ihrer Anklage vor dem Staatsschutzsenat fest und hat Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe wehrt sich nach Angaben vom Mittwoch damit gegen einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt vom 7. Juni. Das OLG hatte keinen hinreichenden Verdacht gesehen, dass der Bundeswehrsoldat Terroranschläge tatsächlich begehen wollte. Damit war eine Verhandlung vor dem Staatsschutzsenat vom Tisch. Stattdessen soll sich A. lediglich wegen geringerer Vergehen vor dem Landgericht Darmstadt verantworten. Damit ist die Bundesanwaltschaft nicht einverstanden. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet wurde“, sagte ein Sprecher. Nun muss der BGH in Karlsruhe über die Beschwerde entscheiden.

via fr: Bundesanwaltschaft legt Beschwerde im Fall Franco A. ein

Ethnische Datenbank: Italien will “Zählung” von Sinti und Roma

Italiens rechtsextremer Innenminister Matteo Salvini schockiert mit antiziganistischem Vorschlag: Er will alle Sinti und Roma in Italien zählen lassen. Die Registrierung von Sinti und Roma gab es in Europa nicht nur zu NS-Zeiten, sondern bis in die 2000er Jahre auch in Deutschland, Frankreich, Schweden und aktuell in Österreich. Etwa 170.000 Sinti und Roma leben in Italien. Die Mehrheit von ihnen hat einen festen Wohnsitz und einen regulären Job. 43 Prozent von ihnen sind italienische Staatsangehörige. Italiens neuer Innenminister will nun offenbar eine genaue Zahl haben. Er fordert die Zählung aller in Italien lebender Roma. Um ein Bild der Situation zu bekommen, müsse man „wieder das tun, was früher Zählung genannt wurde“, sagte der Chef der rechtsextremen Lega Nord laut italienischen Nachrichtenagenturen. Die­jeni­gen mit italieni­schem Pass müsse man „unglück­licher­weise be­halten“. Datenbanken dienten als Grundlage für die NS-Deportation von Juden, Sinti und Roma Die Idee der Volkszählung einer Minderheit erinnert zurecht viele Menschen an die NS-Verfolgung. Während der Hitler-Diktatur wurden Juden sowie Sinti und Roma zunächst in Deutschland entrechtet und diskriminiert. Anschließend ermordete Nazi-Deutschland mit Hilfe seiner verbündeten systematisch Angehörige von Minderheiten. Auch zu jener Zeit dienten zuvor angelegte Datenbanken als Grundlage der „Ethnischen Säuberung“. So wurden beispielsweise Burgenlandroma in der Zwischenkriegszeit in Österreich für eine eigene „Zigeunerkartothek“ fotografisch registriert. Wenig später diente dies als Grundlage für die NS-Deportation.

via belltower: Ethnische Datenbank: Italien will “Zählung” von Sinti und Roma