US-Bundesstaat Georgia – 16-Jährige soll Angriff auf afroamerikanische Kirche geplant haben – #terror

In den USA ist eine Jugendliche festgenommen worden. Sie soll einen Anschlag auf eine Kirche einer schwarzen Gemeinde geplant haben. Das mutmaßliche Motiv der Schülerin: Rassismus. In der Nähe von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ist der mutmaßliche Plan einer 16-Jährigen aufgeflogen, einen Anschlag auf eine überwiegend von Afroamerikanern frequentierte Kirche zu verüben. Klassenkameraden der Schülerin hatten am Dienstag die Leitung ihrer High School darüber informiert, dass sie plane, in der “Bethel African Methodist Episcopal Church” Menschen zu töten. Demnach seien auf einem Notebook entsprechende Unterlagen gefunden worden. Den Ermittlern zufolge wurde die weiße Frau wegen Planung eines Tötungsdelikts angeklagt und in Jugendarrest genommen. Laut einem Sprecher der Polizei in Gainesville ist davon auszugehen, dass die 16-Jährige aus rassistischen Motiven gehandelt habe. Demnach wurden in ihrem Besitz mehrere Schlachtermesser und andere Waffen gefunden. (…) Der Anschlag auf eine Kirche in Charleston in South Carolina im Jahr 2015 habe bei dem Plan des Teenagers eine Rolle gespielt, zitiert die “New York Times” einen Polizisten. Damals erschoss der Rassist Dylann Roof während einer Bibelstunde neun schwarze Kirchenmitglieder.

via spon: US-Bundesstaat Georgia – 16-Jährige soll Angriff auf afroamerikanische Kirche geplant haben

Rechtsextreme #Prepper-Gruppe „#Nordkreuz“ in MV: Erster #Prozess beginnt am Mittwoch

Am Mittwoch startet der erste Gerichtsprozess zu der rechten Prepper-Gruppe „Nordkreuz“. Einem Polizisten werden Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Im Zusammenhang mit der rechten Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ beginnt am Mittwoch in Schwerin der erste Gerichtsprozess. Ein Polizist und ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Mecklenburg-Vorpommern muss sich wegen illegalen Hortens von Waffen verantworten. Die Anklage listet gegen den Mann Verstöße gegen das Waffengesetz, das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz auf. Er sitzt in Untersuchungshaft. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen Marko G. bis zu fünf Jahre Haft. Dem 49-Jährigen waren im Zuge einer Razzia gegen „Nordkreuz“ im August 2017 seine Waffenbesitzkarten wegen unsachgemäßer Aufbewahrung legaler Waffen entzogen worden. Anschließend soll er erneut große Mengen Munition, Waffen und explosionsgefährliche Stoffe zusammengetragen haben.

via ostsee zeitung: Rechtsextreme Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ in MV: Erster Prozess beginnt am Mittwoch

Blockierten Abgeordnete eine AfD-Demo? Ermittlungen ohne Ende

Seit Monaten wird gegen Abgeordnete wegen der Blockade einer AfD-Demo ermittelt. Akten zeigen: Trotz teils dünner Beweise bleibt das Verfahren offen. Es war ein kleiner Paukenschlag: Im Oktober 2018 ließ die Staatsanwaltschaft Berlin die Immunität gleich einer ganzen Reihe von ParlamentarierInnen aufheben: von den Bundestagsabgeordneten Canan Bayram und Caren Lay sowie die von vier VertreterInnen des Berliner Abgeordnetenhauses. Der Vorwurf: die Blockade eines rechten „Frauenmarsches“. Nun, gut ein Jahr später, ist das Verfahren noch immer offen, obwohl die Staatsanwaltschaft längst Beweise erhoben hat – teils entlastende. Dies zeigen Ermittlungsdokumente, welche die taz einsehen konnte. Bei den Abgeordneten herrscht inzwischen Unmut. „Mir ist völlig unverständlich, warum dieses Verfahren so verschleppt wird“, kritisiert die Grünen-Rechtspolitikerin Bayram. Auch Linken-Fraktionsvize Lay sagt, ihr sei „schleierhaft, woran das Verfahren hängt“. Ausgangspunkt war ein „Frauenmarsch“ am 17. Februar 2018 in Berlin, angemeldet von der AfD-Politikerin Leyla Bilge. Rund 500 rechte Demonstrierende wollten gegen Gewalt an Frauen durch Migranten demonstrieren und vom Stadtteil Kreuzberg zum Kanzleramt ziehen. Das misslang. Denn mehr als 1.500 Menschen protestierten gegen den Aufzug, stellten sich schon kurz nach dem Start auf eine Kreuzung. Darunter auch: Bayram, Lay sowie die Berliner Grünen-Abgeordneten Katrin Schmidberger, Fatoş Topaç, Georg Kössler und der Linke Hakan Taş. Danach hagelte es Anzeigen von AfD-Funktionären gegen die PolitikerInnen: Diese hätten rechtswidrig den Aufzug blockiert. Und die ErmittlerInnen reagierten. Tatsächlich bestehe gegen die Abgeordneten der Verdacht einer „groben Störung“ im Sinne des Versammlungsgesetzes, auch einer Nötigung, heißt es in einem Bericht schon wenige Tage darauf. Die Rechtslage, ob und wann Sitzblockaden zulässig sind, ist indes durchaus strittig. (…) Mit der aufgehobenen Immunität legten die ErmittlerInnen richtig los: Sie ließen alle bei der Blockade eingesetzten PolizeibeamtInnen feststellen. Ein Dutzend wurde befragt, wie sie damals die PolitikerInnen beobachtet hätten. Polizeivideos wurden ausgewertet. Auch die „Frauenmarsch“-Anführerin Bilge wollte die Polizei befragen, ohne Erfolg: Sie blieb, trotz gestellter Anzeigen, den Terminen fern. Von einem „regelrechten Jagdeifer“ der ErmittlerInnen ist in Parlamentskreisen die Rede. Das Ergebnis aber blieb durchwachsen. (…) Dies alles ist seit Monaten zusammengetragen, ein Schlussbericht der Polizei liegt bereits seit April vor. Eingestellt oder angeklagt wurde der Fall indes bis heute nicht. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft der taz lediglich. Die Abgeordneten haben dafür wenig Verständnis. „Ich habe nichts verbrochen, sondern nur von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht“, sagt Bayram. „Dass hier antirassistischer Protest bereits seit anderthalb Jahren kriminalisiert wird, ist ein starkes Stück.“ Ihr Parteikollege Kössler nennt es „beängstigend, welche Welle an Anzeigen aus der ganzen Republik die AfD ausgelöst hat“. Damit solle legitimer Protest eingeschüchtert werden.Auch Caren Lay sagt, die Aktion in Kreuzberg sei berechtigt gewesen. Die Linken-Politikerin hat bereits Erfahrung. Schon einmal wurde gegen sie und andere Abgeordnete ermittelt und ihre Immunität aufgehoben, weil sie 2011 in Dresden einen Großaufmarsch von Neonazis mit Sitzblockaden gestoppt hatten. Das Verfahren zog sich über mehrere Jahre – und wurde am Ende wegen Geringfügigkeit eingestellt. Nun sagt Lay: „Ich gehe auch diesmal davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.“

via taz: Blockierten Abgeordnete eine AfD-Demo? Ermittlungen ohne Ende

57-jähriger Deutscher soll Weizsäcker-Sohn getötet haben

Fritz von Weizsäcker ist in Berlin tödlich verletzt worden. Ein Tatverdächtiger aus Rheinland-Pfalz soll dem Haftrichter vorgeführt werden, das Motiv ist unklar. Der tödliche Messerangriff auf den Arzt Fritz von Weizsäcker soll von einem 57-Jährigen verübt worden sein. Das teilte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach war der Verdächtige vorher nicht polizeibekannt gewesen. Der deutsche Staatsbürger soll noch an diesem Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Angaben zum Motiv der Tat machten die Ermittler nicht. Später gab die Polizei bekannt, dass der Tatverdächtige aus Rheinland-Pfalz kommt. Er habe dort seinen festen Wohnsitz und keinen in Berlin. Mit einem richterlichen Beschluss werde die Wohnung des Mannes in Rheinland-Pfalz durchsucht. Dem Sender n-tv sagte ein Polizeisprecher zudem, dass der Verdächtige kein Patient in der Klinik war, in der von Weizsäcker getötet wurde. Fritz von Weizsäcker war am Dienstagabend in der Berliner Schlosspark-Klinik erstochen worden. Der 59 Jahre alte Chefarzt hielt dort gerade einen medizinischen Vortrag, als kurz vor 19.00 Uhr ein Mann aus dem Zuschauerraum auf ihn losging, wie eine Polizeisprecherin sagte. Für den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (1920–2015) kam jede Hilfe zu spät.

via zeit: 57-jähriger Deutscher soll Weizsäcker-Sohn getötet haben

siehe auch: Der Täter Gregor Sch. ist ein gebürtiger Berliner. Während eines Vortrags wird der Chefarzt Fritz von Weizsäcker erstochen. Ein 57-jähriger Deutscher wird festgenommen. Er ist in der Nähe von Koblenz wohnhaft. Ein Angreifer hat am Dienstagabend in Berlin den Sohn von Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker erstochen und einen weiteren Menschen schwer verletzt. Der Chefarzt Fritz von Weizsäcker wurde während eines Vortrags am Dienstagabend in der Schlosspark-Klinik in Berlin-Charlottenburg angegriffen. Nach Tagesspiegel-Informationen handelt es sich bei dem Täter um den 57-jährigen Deutschen Gregor Sch., der in der Nähe von Koblenz wohnhaft ist. Er ist gebürtiger Berliner. Der 59-jährige Fritz von Weizsäcker hielt gerade einen medizinischen Vortrag in der privat betriebenen Schlosspark-Klinik, als kurz vor 19 Uhr ein Mann aus dem Zuschauerraum auf ihn losging, wie eine Polizeisprecherin sagte. Laut Polizei blieben sofort eingeleitete Reanimationsversuche erfolglos. Von Weizsäcker starb noch vor Ort. Ein 33-jähriger Polizist, der zufällig unter den Zuschauern saß, versuchte, den Mann aufzuhalten. Der Beamte in seiner Freizeit wurde dabei selbst schwer verletzt

Bremen verbietet rechtsextremen Verein “Phalanx 18”

Nach mehreren Polizeirazzien hat das Bundesland Bremen die Gruppe “Phalanx 18” verboten. Sie richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung, heißt es zur Begründung. Drei Wohnungen in der Hansestadt Bremen und eine Wohnung in Niedersachsen waren im Zusammenhang mit dem Verbotsverfahren durchsucht worden, wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer in einer Erklärung mitteilte. “Phalanx 18” sei der nationalsozialistischen Ideologie verhaftet und habe versucht, sie mit aggressiv-kämpferischen Mitteln durchzusetzen, heißt es darin weiter. (…) Im November hatte Innensenator Mäurer bereits einen so genannten Liederabend verboten, den “Phalanx 18” am 9. November veranstalten wollte. Dort sollten mehrere rechtsextreme Bands aus Thüringen und Bremen auftreten. Nach Angaben Mäurers war das Datum bewusst gewählt. (..) Angesichts der rechtsextremistischen Weltanschauung von “Phalanx 18” sei davon auszugehen, dass die Veranstaltung nicht dem Gedenken, sondern vielmehr einer Verhöhnung der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus dienen solle. Zudem waren Mitglieder des Vereins vor einigen Wochen aufgefallen, als sie in einem Szeneviertel Bremens randalierten und aus einer Kneipe flogen. Anschließend kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen an einer anderen beliebten Kneipen- und Restaurantmeile. Nach Recherchen der Berliner Tageszeitung “taz” sollen der Gruppe etwa zehn Personen angehören, die mit der rechten Hooligan- und Rechtsrock-Szene in Bremen verbunden sind.

via dw: Bremen verbietet rechtsextremen Verein “Phalanx 18”

siehe auch: Schlag gegen „Phalanx 18“. Der Bremer Innensenator hat den militanten Neonazi-Verein am Mittwoch wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten. Die Mitglieder seien „kämpferischen Handlungen“ beteiligt, lautet einer der Vorwürfe. Lange existierte die rechtsextreme Gruppe „Phalanx 18“ in Bremen nicht. Am heutigen Mittwoch wurde der Verein von Innensenator der Freien Hansestadt, Ulrich Mäurer, verboten. Die Mitglieder seien an „kämpferischen Handlungen“ beteiligt, lautet einer der Vorwürfe. Beamte durchkämmten in den frühen Morgenstunden mehrere Wohnungen in Bremen, unter anderem in der alternativ-geprägten Neustadt und in Niedersachsen. „Wir sind ein Verbund treuer, stolzer, heimatliebender Deutscher Kameraden, hieß es in der Selbstdarstellung von „Phalanx 18“, die über Kontakte nach Thüringen und zur „Brigade 8“ in Sachsen verfügten und weiter: „Der Umerziehungskult in unserem Land muss ein Ende haben, lerne auch DU wieder es zu lieben DEUTSCH zu sein.“ (…) Dabei hatte „Phalanx 18“-Anführer „Michael Bremen“ noch am selben Abend per Post geprahlt: „Feindkontakt gehabt und SIE sind gelaufen … Am Sielwall … Mission erfolgreich erledigt“.
Viele der Anhänger von „Phalanx 18“ stammen aus dem Fußballumfeld, fielen zuvor nicht als politisch auf. Doch Anführer Michael O., der aus Nienburg an der Weser wieder zurück nach Bremen kam, formte die Gruppe. Sie fiel schnell auf, trug eigene Shirts, klebte Spukis, provozierte. Anfang Oktober bewarben die Bremer einen rechtsextremen Soli-Liederabend in Eisenach sowie eine „Zeitzeugen“-Veranstaltung in der „Gedächtnisstätte“ in Guthmannshausen, posteten Lieder von „Lunikoff“ und likten „Killuminati“. Die „taz Nord“ berichtete auch über deren Kontakt zur „Alternative für Deutschland“ (AfD). O. und seine Anhänger hatten eigenen Angaben zufolge die AfD beim Bürgerschaftswahlkampf im Mai dieses Jahres unterstützt. Das Recherchenetzwerk „AfD Watch Bremen“ entdeckte ein Foto, auf dem der Schatzmeister der AfD-Bremen und stellvertretende Bremer Vorsitzende der „Jungen Alternative“ gemeinsam mit „Phalanx“-Anhängern vor dem Fanprojekt des SV Werder Bremen posiert. Der Kommentar dazu lautete: „Begleitschutz für die AfD-Plakatierer erfolgreich vorm Weserstadion/Ostkurvensaal beendet.“

Accused far-right terrorist says how-to massacre document was ‘satire’

Phillip Galea is standing trial for allegedly plotting attacks on anarchist and socialist groups to ‘eliminate the leaders of the left’. A man accused of plotting terror attacks in Melbourne says his how-to document referring to “building destruction” and a “massacre” was intended to be a Monty Python-esque satire. Phillip Galea has also described himself as a self-taught electrical engineer, but insists he has never used his scientific knowledge to harm anyone. The 35-year-old expressed the sentiments while being questioned by his lawyer in his trial in the supreme court of Victoria on Tuesday. Galea has been accused of plotting attacks on Melbourne anarchist and socialist groups between August 2015 and 2016 to “eliminate the leaders of the left”. He was also allegedly working on a terror how-to document he called the “Patriot’s Cookbook”, prosecutors say. But Galea – who was associated with the far-right group Reclaim Australia – insists he was making a “satirical document” for people to enjoy, inspired by another “hilarious” parody book. (…) The accused terror plotter has been in custody since his arrest in August 2016. Arson and explosive experts raided Galea’s home in November 2015 and seized five cattle prods and 362.1 grams of mercury. Computer equipment was also seized, and it’s alleged Galea researched homemade bombs, ballistic armour and guns. Under questioning, Galea spoke at length about his interest in science, describing himself as a self-taught electrical engineer who had read engineering texts dating back to the 1800s. He said he was particularly interested in the concept of “free energy” – tapping energy available in the universe – and described space as the “next step in human evolution”.

via guardian: Accused far-right terrorist says how-to massacre document was ‘satire’

#Niedersachsen – Männer beschießen #Flüchtlinge mit #Leuchtmunition – #kaltland #pack #terror

In Niedersachsen sind mehrere Flüchtlinge mit Leuchtmunition beschossen worden – darunter ein fünf Monate altes Baby. Passanten wollten eingreifen und gerieten selbst in die Schusslinie. In Schöningen in Niedersachsen haben Männer mit Leuchtmunition aus einer Schreckschusspistole auf Flüchtlinge geschossen. Wie die Polizei am Montag erklärte, befand sich in der beschossenen Gruppe außer drei Erwachsenen auch ein erst fünf Monate altes Baby. (…) Die Schüsse wurden am Samstagabend von einem Balkon eines Mehrfamilienhauses abgefeuert, wie die Polizei Wolfsburg mitteilte (…) Polizisten fassten noch in der Wohnung vier betrunkene verdächtige Deutsche im Alter zwischen 29 und 52 Jahren. Dort fand sich auch die mutmaßliche Tatwaffe samt Munition.

via spon: Niedersachsen Männer beschießen Flüchtlinge mit Leuchtmunition

Hetze gegen neuen Bürgermeister Onay – Hass von allen Seiten

Gegen Hannovers neuen Oberbürgermeister Belit Onay wird seit seiner Wahl gehetzt – vor allem von rechts. Auch auf seine Familie wird gezielt. Am Freitag tritt Belit Onay sein Amt als neuer Oberbürgermeister von Hannover an. Damit wird Hannover nicht nur zum ersten Mal von einem Grünen regiert, sondern ist auch die erste Landeshauptstadt Deutschlands, die einen Bürgermeister mit Migrationshintergrund hat. Das sollte eigentlich kaum der Rede wert sein, denn Onay, Sohn türkischer „Gastarbeiter“, ist gebürtiger Goslaer. Aber selbst jenseits der deutschen Grenzen wird seine Herkunft als kleine Sensation gefeiert. Man kann ihm nur wünschen, dass der Fokus der Berichterstattung künftig mehr auf seine politische Arbeit gelegt wird. Ebenso kann man ihm nur wünschen, dass auch andere Reaktionen schnell wieder abebben: Denn es hagelt im Internet Hasskommentare von Rassisten, Islamhassern und rechten Hetzern, die sich nicht nur gegen ihn, sondern auch gegen seine Familie richten.

via taz: Hetze gegen neuen Bürgermeister Onay – Hass von allen Seiten

#Neonazi-#Schläger gefasst – Er sitzt in U-Haft – #schauhin #tödter #AryanCircle

Vermutlich war es nur Glück, dass in der Kirchstraße in Bad Segeberg am Ende kein Toter lag. Das Opfer war mit wuchtigen Springerstiefeln gegen den Kopf getreten worden. Sein mutmaßlicher Peiniger, ein 23 Jahre altes Mitglied der rechtsradikalen Gruppe „Aryan Circle“, sitzt nun in Untersuchungshaft. Am Sonntag, 10. November, wurde ein 26-Jähriger bei einer gefährlicher Körperverletzung in Bad Segeberg schwer verletzt. Es handelte sich mutmaßlich um eine Auseinandersetzung unter Neonazis.

via kn online: Neonazi-Schläger gefasst – Er sitzt in U-Haft

Rechtsradikaler #Bundeswehroffizier – #Franco A. wird nun doch angeklagt – #schauhin #terror #prepper #hannibal

Der rechtsradikale Bundeswehrsoldat Franco A. muss sich doch noch wegen Terrorverdachts vor Gericht verantworten. Das entschied jetzt der Bundesgerichtshof nach einem langwierigen Instanzenstreit. Die Anklage gegen den Bundeswehrsoldaten Franco A. wegen “Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat” ist zugelassen worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt dem SPIEGEL. Der Beginn des Gerichtsprozesses steht noch nicht fest. Vor zweieinhalb Jahren war Franco A. unter Terrorverdacht festgenommen worden, nachdem er in Wien eine Pistole abholen wollte, die er auf einer Flughafentoilette versteckt hatte. Mehrere Monate saß er in Untersuchungshaft.
Der Fall sorgte für großes Aufsehen. Die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kritisierte die Bundeswehr für einen “falsch verstandenen Korpsgeist”, der es verhindert habe, dem rechtsradikalen Oberleutnant früher auf die Schliche zu kommen. Schon 2014 hatte A. in seiner Masterarbeit völkische Thesen ausgebreitet. Später führte Franco A. eine Art Doppelleben. In der Kaserne in Illkirch war er Soldat. In der Freizeit gab er sich als syrischer Flüchtling aus, ließ sich unter dem Namen “David Benjamin” beim Bundesamt registrieren. Oberlandesgericht Frankfurt hielt Beweise für unzureichend Im Dezember 2017 klagte der Generalbundesanwalt ihn wegen Terrorverdachts an. Die Ermittler waren davon überzeugt, dass er heimlich Anschläge plante und den Verdacht möglicherweise auf Asylbewerber lenken wollte. Ziele könnten die Grünenpolitikerin Claudia Roth sowie Heiko Maas (SPD) oder Anetta Kahane, die Chefin der antirassistischen Amadeu-Antonio-Stiftung, gewesen sein. Notizen in einer schwarzen Kladde zeigten, dass A. sich Details zu ihrem Lebenslauf notierte und eine Lage-Skizze der Stiftung auf ein Papier kritzelte. Er drang offenbar auch in die Tiefgarage der Stiftung ein und fotografierte die geparkten Autos mit dem Handy.

via spon: Rechtsradikaler Bundeswehroffizier Franco A. wird nun doch angeklagt

siehe auch: Rechtsextremer Bundeswehrsoldat – Franco A. wegen Terror vor Gericht. Der BGH hat die Anklage gegen den Oberleutnant in allen Punkten zugelassen. Er hatte sich als Flüchtling getarnt und soll Anschläge geplant haben. Der rechtsextreme Bundeswehroffizier Franco A. muss sich wegen Terrorvorwürfen vor Gericht verantworten. Der Bundesgerichtshof hat die Anklage gegen ihn wegen der „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ zugelassen, wie die taz am Dienstag aus Justizkreisen erfuhr. Beim Prozess, der vor dem Oberlandesgericht Frankfurt stattfinden wird, wird es unter anderem um mutmaßliche Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Betrug gehen. Der Generalbundesanwalt wirft Franco A. in der Anklage vor, er habe aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung heraus hochrangige Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens töten wollen. (…) Nach taz-Recherchen war Franco A. Mitglied eines Prepper-Netzwerks, das unter dem Namen seines Gründers „Hannibal“ bekannt wurde. Franco A. war Mitglied der Chatgruppe „Süd“ des Netzwerks und mindestens zweimal bei Treffen mit „Hannibal“ dabei, im bürgerlichen Leben André S., einem damaligen Soldaten der Eliteeinheit KSK. Ein Mann, der für Franco A. Waffen und Munition aufbewahrt hat, wurde inzwischen verurteilt. Gegen einen anderen Offizier, der inzwischen nebenberuflich für einen AfD-Abgeordneten im Bundestag arbeitet, wurden die Ermittlungen eingestellt. Der Admin der Chatgruppe „Nordkreuz“, die auch Teil des Hannibal-Netzwerks ist, steht ab Mittwoch in Schwerin vor Gericht. Der Ex-SEK-Polizist soll für einen „Tag X“ unerlaubt Waffen und Munition in großen Mengen gehortet haben.